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Sa, 08:36 Uhr
07.01.2017
Greenpeace legt Szenario für umweltverträgliche Landwirtschaft in 2050 vor

Deutsche müssen Fleischkonsum halbieren

Damit auch die Landwirtschaft einen Beitrag zum Erreichen der Pariser Klimaziele leistet und das Artensterben gestoppt wird, müssen die Deutschen bis zum Jahr 2050 ihren Fleischkonsum um 50 Prozent senken, Pestizide sollten von den Äckern verbannt und die Mineraldüngung deutlich reduziert werden...

Grafik (Foto: Greenpeace)
Greenpeace beschreibt heute mit seinem „Kursbuch Agrarwende 2050 – Ökologisierte Landwirtschaft in Deutschland“ wie eine dringend nötige Agrarwende bei uns gelingen kann. Das Szenario wurde errechnet vom Forschungsinstitut für ökologische Landwirtschaft (FIBL).

„Die heutige Landwirtschaft ist auf billige Massenproduktion ausgelegt und hat mit Umwelt- und Klimaschutz nichts zu tun. Der Agrarsektor muss endlich auch seinen Beitrag dazu leisten, dass Deutschland seine Klimaziele erreichen kann“, sagt Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter. „Nun ist Landwirtschaftsminister Schmidt in der Pflicht, den nötigen Rahmen dafür zu schaffen.“

Die industrielle Landwirtschaft in Deutschland verursacht eine Vielzahl massiver Umweltprobleme: Überdüngung verunreinigt Böden und Gewässer mit zu viel Nitrat und Phosphat, Pestizideinsatz verstärkt das Artensterben, Großställe erzeugen gesundheitsschädliche Ammoniak- und klimaschädliche Treibhausgase. Der Umbau des Agrarsektors kann aber gelingen wie die Studie beweist. Trotz geringerer Erträge kann die Bevölkerung dann auf eine gesündere Art gut ernährt werden.

Während die Fleischproduktion und der -konsum um 50 Prozent zurückgehen müssen, soll sich auch die Lebensmittelverschwendung bis 2050 halbiert haben. Gleichzeitig erhöht sich der Anbau von Obst und Gemüse in Deutschland nach umweltverträglichen Standards, das heißt ohne Pestizide und mit weniger Düngung. Das FIBL geht davon aus, dass bis zum Jahr 2050 etwa 30 Prozent der Agrarflächen nach den Richtlinien des Ökolandbaus bewirtschaftet werden, die restlichen 70 Prozent konventionell, aber dann umweltverträglich.

Düngeregelung sofort verschärfen

Erste Maßnahmen für mehr Klima- und Umweltschutz muss Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) sofort umsetzen. Dazu gehört eine neue Düngeregelung mit längeren Sperrzeiten, besserer Ausbringungstechnik und schärferen Kontrollen sowie ein Verbot für bienengefährliche Pestizide. Greenpeace fordert darüber hinaus eine verbindliche Haltungskennzeichnung bei Fleisch und Wurstwaren. Sie kann den Verbrauchern mehr Orientierungshilfe beim Einkauf geben. „Die Menschen müssen bei der Agrarwende mitmachen und bereit sein, für bessere Lebensmittel auch mehr zu bezahlen“, sagt Hofstetter. „Doch die höhere Wertschätzung zahlt sich für Umwelt und Gesundheit doppelt wieder aus.“
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Kommentare

07.01.2017, 08.49 Uhr
otto | von
welchen wichtigen Themen soll denn hier wieder abgelenkt werden?
Gibt es nichts wichtigeres als sich mit so einem Pillepalle zu beschäftigen?
Verbietet das Fleischessen doch einfach und fertig!
Dann erledigt sich das mit dem CO2 von ganz allein und die "Klimaziele" werden erreicht.
07.01.2017, 09.24 Uhr
tannhäuser | Nicht elegant genug, so ein Verbot!
Die Erhöhung der ermässigten Mehrwertsteuer liegt doch schon in der Schublade! Und die der 19 % garantiert auch.

Wenn die Ärmeren sich dann kein Fleisch mehr leisten können, müssen sie Kuchen essen! Und ein Apfelbäumchen pflanzen und solange fasten, bis es Früchte trägt.

Hauptsache, Greenpeace hat mal wieder einen genialen Vorschlag gemacht und kann mit reinem Gewissen über die Meere schippern.
07.01.2017, 11.30 Uhr
RaWu | Kein Fleisch essen sondern Körner picken?
Vor 500 Millionen Jahren lag der Anteil von Kohlendioxids bei dem etwa 2,5-fachen Wert in der Luft. Ganz ohne dem Menschen (Quelle Wiki).
Bei Vergleichen werden immer nur die letzten Millionen Jahre herangezogen. Wie auch bei der Temperaturentwicklung der Erde.

Beiden nächsten Wahlen sollten sich die Büger an die Forderungen der "Grünen" erinnern und die halbieren.
07.01.2017, 15.15 Uhr
Demokrit | Dazu passt auch dieser Artikel
"Die Bürger in Deutschland sollen Elektroautos kaufen, nicht mehr rauchen, weniger Fleisch essen, sich Zuwanderern anpassen, die richtigen Parteien wählen, Heterosexualität als soziales Konstrukt begreifen, sie sollen Angst vor Klima, Atom und Fracking haben, keinesfalls aber vor Islamisierung und Masseneinwanderung, gegen Rassismus und Sexismus sein, ausgenommen dieser richtet sich gegen alte weiße Männer. Sie sollen sich pünktlich bei der örtlichen Einwohnerbehörde melden, keine Waffen besitzen, ihre Kinder zu kapitalismuskritischen, ökologisch korrekten Genderwesen erziehen lassen, energieeffizient bauen, fein säuberlich den Müll trennen und, zu guter Letzt, abweichende Meinungen ordnungsgemäß denunzieren."
https://deutscherarbeitgeberverband.de//aktuelles/2016/2016_12_19_dav_aktuelles_staatsversagen.html
07.01.2017, 23.37 Uhr
Röhrich2 | Anfang ist gemacht
Schweinefleisch wird ja schon nach und nach aus den Essensplänen der Kantinen, der Schulspeisung und Kitas gestrichen!
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