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Di, 12:14 Uhr
14.02.2017
Polizeibericht

Verfolgungsjagd endete am Baum

In Nordthüringen endete die dramatische Verfolgungsjagd eines Gaunertrios in der Nacht zum Montag an einem Baum. Die ermittelnden Beamten gehen davon aus, dass die drei aus Sachsen-Anhalt stammenden Männer auf Diebestour waren...

Kurz vor Mitternacht hatte eine Streife den Wagen bemerkt, als er in verkehrter Richtung auf einer Einbahnstraße in Artern unterwegs war. Am Streifenwagen wurden das Anhaltesignal und Blaulicht gesetzt, um den Wagen zu stoppen.

Dessen Fahrer gab jedoch Gas und flüchtete unter mehrfacher Missachtung der Verkehrsregeln und mit stark überhöhter Geschwindigkeit quer durch die Stadt. Dabei soll der Wagen zeitweise mit 100 km/h unterwegs gewesen sein.

Trotz der Geschwindigkeit und der gefährlichen Fahrweise gelang es dem Fahrer nicht die Polizei abzuschütteln. Am Kreisel auf der Promenade verringerte der Fahrer plötzlich die Geschwindigkeit und alle drei Insassen sprangen aus dem fahrenden Wagen, der anschließend eine Grünfläche überfuhr und gegen einen Baum krachte. Die drei Männer liefen in unterschiedliche Richtungen davon.

Als die Streifenwagenbesatzung ausstieg, ertönte plötzlich ein lauter Knall. Da sie von einem Schuss ausging, forderte eine Beamtin die Flüchtenden auf stehen zu bleiben und gab einen Warnschuss in die Luft ab. Unbeeindruckt setzten die Männer ihre Flucht fort.

Im Unfallwagen wurde wenig später Einbruchswerkzeug entdeckt. Ein Fährtenspürhund und ein Polizeihubschrauber unterstützten die Fahndung nach den Flüchtigen, zunächst jedoch ohne Erfolg.

Dennoch konnte einer der geflohenen Männer wenig später gefasst werden. Der 19-jährige Fahrer war an den Unfallort zurückgekehrt. Wahrscheinlich glaubte er, er könne den Wagen oder zumindest seinen im Auto zurückgelassenen Ausweis holen. Dort wartete jedoch schon die Polizei auf ihn.

Die Kriminalpolizei in Nordhausen hat inzwischen die Ermittlungen übernommen und prüft Zusammenhänge zu anderen Straftaten.
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