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Sa, 09:05 Uhr
05.08.2017
GLÜCKWUNSCH! DIE „GRÜNEN“ HABEN ERKANNT:

Gegen diese Reform kann man nur sein

Da hat Thüringen ja noch mal Glück gehabt. Der Leitantrags der Grünen zur Gebietsreform stellt fest, dass diese nur dann Sinn hat, „...wenn die Bürger von Beginn an eingebunden sind und mit ihnen konstruktiv und sachlich die Erfordernisse und Vorzüge von Reformen kommuniziert werden.“ Späte Einsicht, aber besser spät als nie, meint Jürgen Wiethoff...


Zu spät hingegen wieder einmal die Entlassung einiger SPD-Genossen aus der Parteidisziplin, die nun auf diesen Zug aufspringen durften. Der einfache Bürger sinniert: Wie viel Zeit muss vergehen, wie viel Steuergeld wird versenkt, ehe Politiker wenigstens so weit bestechlich werden, dass sie Vernunft annehmen? Und weiter: Was hat den Unmut von so vielen einfachen Bürgern so lange auf die Spitze getrieben?

Schauen wir auf den Anfang. Ein gebürtiger Niedersachse, aufgewachsen in Hessen, und ein gebürtiger Hesse lassen von anderen Nicht-Thüringern einen Plan schmieden, wie man Thüringen leichter und effizienter regieren kann. Dieser wird den Thüringern bekannt gemacht mit dem Slogan: Gegen diese Reform kann man nicht sein. So viel Arroganz wurde uns Thüringern bisher noch nicht entgegen gebracht. Da denkt man doch, da fehlt noch die Adresse: An alle UDO (Unsere Doofen Ossis)!

Keine Frage: Fast alle Bundesländer brauchen eine Verwaltungsreform. Aber muss diese jetzt mit einer Gebietsreform zusammen erfolgen? Das ist schon deswegen schwierig, weil man einem Verwaltungsangestellten, der nahezu fehlerfrei seine Arbeit macht, und einem Beamten nicht einfach „betriebsbedingt“ kündigen kann. Wer kann ernsthaft darauf hoffen, dass gewählte Landräte und ihr Gefolge widerspruchslos zurück in die Produktion gehen? In diesem Punkt ist man fast uneingeschränkt an den Übergang in das Rentenalter angewiesen.

Eine weitere Frage muss erlaubt sein: Was macht eigentlich ein Landesverwaltungsamt so – ich meine beruflich? Die Post verteilen und andere Gerüchte verbreiten? („Papa, Charly hat gesagt, sein Vater hat gesagt, der Bürgermeister hätte gesagt, das Landesverwaltungsamt hat gesagt, was auch der Ramelow schon vor ein paar Tagen gesagt hat. Stimmt das?“)

Wenn dort das Land verwaltet wird, was der Name ja eigentlich sagt, kann in den Kreisen doch das Personal sozial verträglich abgebaut werden. Vermutlich hat der Ministerpräsident das auch so gesehen, als er im mdr „Thüringen Journal“ vom 01.05.2017 von einer dringend notwendigen „Funktional- und Verwaltungsreform“ sprach. Die kann er sicher mit breiter Unterstützung der Bevölkerung haben.

Einer Gebietsreform sollten bundesweite Überlegungen voran gehen. Ist es sinnvoll, an den bestehenden Bundesländern festzuhalten? Ist es sinnvoll, geografisch geschaffene Regionen wie beispielsweise den Harz auf drei Bundesländer aufzuteilen?
Brauchen wir Städte mit dem Status eines Bundeslandes? Alles andere bleibt Flickschusterei.
Jürgen Wiethoff
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare

05.08.2017, 14.23 Uhr
Realist 1.0 | Man dachte das sich etwas zum besseren
wendet wen ein Linker Minister Präsident in Thüringen wird, aber Herr Ramelow und seine Links Partei haben bewiesen das sie genau so verlogen und überheblich sind wie die Parteien, die sich selbst heute noch als Volksparteien bezeichnen obwohl sie das schon lang nicht mehr sind, da sie den Bezug zum normalen Bürger verloren haben und über dessen Kopf hinweg entscheiden. Der Herr Ramelow hat es ja gestern wieder im MDR Thüringen Journal bewiesen, wo er sich zum Thema Gebietsreform geäußert hat und keinen Millimeter von seinen Standpunkt abgewichen ist. Er konnten es auch nicht nachvollziehen das sie die Grünen und sogar Parteikollegen von Herrn Poppenhäger (SPD) gegen die Gebietsreform aussprechen. Ich mach Zehn Kreuze wen das Rot Rot Grüne Kasperletheater ein Ende. Vielleicht haben wir ja das Glück wie in Niedersachsen, das ein Paar Politiker von Der Link Partei oder der SPD oder den Grünen in eine andere Partei wechseln das die Regierung keine Mehrheit mehr hat. Das währe mal ein Starken Zeichen vielleicht wacht der Herr Ramelow dann endlich mal auf.
05.08.2017, 18.20 Uhr
tannhäuser | Ramelow ist abhängig!
Und zwar von für inzwischen parlamentswürdig erklärten Ex-Stasi-IM und seinem Linksextremisten unterstützendem ( Jenaer) Parteiflügel.

Wenn er denen lästig wird, weil er Gewalt gegen Polizei, Pegida und AfD zu vehement verurteilt, kann er einpacken.

Es gäbe vor 3 Jahren sicher weniger Linke-Wähler, hätten die Menschen nur ansatzweise geahnt, dass diese Partei Demokratie-Verweigerer, Randale-Finanzierer und Verbrecher-Abschiebungs-Verhinderer in den Landtag schicken wird.
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