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Sa, 08:36 Uhr
12.08.2017
Aggressiv und aufdringlich

Rekordstrafe für unerlaubte Telefonwerbung

Rund 2 500 Verbraucher hatten sich bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) über Werbeanrufe des Versorgers Enrgy2day GmbH beschwert. Wie die Bonner Behörde mitteilte, haben sich die Anrufen den Angaben nach als Mitarbeiter des örtlichen Energieversorger ausgegeben oder behauptet, mit diesem zusammenzuarbeiten. Ziel der Kontaktaufnahme war es, die Verbraucher zum Wechsel des Stromlieferanten zu bewegen...


Laut der Bundesnetzagentur hat Energy2day eine „kaskadenartige“ Vertriebsstruktur aufgebaut und mit mehreren Untervertriebspartnern auch im Ausland zusammengearbeitet. Diese haben als Subunternehmer Anrufe in Deutschland getätigt. Gegen die unerlaubten Werbeanrufe waren Wettbewerber im gesamten Bundesgebiet bereits gegen Energy2day vorgegangen.

„Wer Subunternehmen mit telefonischen Marketingkampagnen beauftragt, dem obliegen als Auftraggeber umfangreiche Aufsichtspflichten. Ist es in einer Vertriebsstruktur bereits zu Rechtsstreitigkeiten wegen unlauterem Marktverhalten gekommen, bestehen erst recht gesteigerte Aufsichtspflichten“, heißt es in einer Stellungnahme der Bundesnetzagentur. In dem aktuellen Fall habe die Behörde erstmals den gesetzlich vorgesehenen Bußgeldrahmen voll ausgeschöpft.

Im Jahr 2017 hat die Bundesnetzagentur bereits Bußgelder in Höhe von über 800 000 Euro wegen unerlaubter Telefonwerbung verhängt. Im Jahr 2016 waren es insgesamt 895 000 Euro, 2015 waren es rund 460 000 Euro. Im ersten Halbjahr 2017 gingen bei der Bundesnetzagentur etwa 26 000 schriftliche Beschwerden über unerlaubte Telefonwerbung ein. Im vergangenen Jahr waren es rund 29 000 Fälle. Ein Teil der Beschwerden 2017 dürfte auch auf umfangreiche Berichterstattung und intensivere Kommunikation der Bundesnetzagentur zurückzuführen sein, heißt es aus Bonn. Quelle: Energie & Management GmbH
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