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Do, 10:14 Uhr
12.10.2017
Mietmodelle der Carsharing-Unternehmen

Erhöhte Unfallgefahr

Wie gefährlich ist Carsharing? Rund 20 Euro kostet es, eine Stunde zum Beispiel in einem BMW 1er durch den Stadtverkehr zu fahren. Im sogenannten Free-Floating ohne feste Mietstation wird die Fahrt minutengenau abgerechnet. Wer also schnell fährt, spart Geld. Unfallforscher warnen nun vor einer gefährlichen Entwicklung...

Zu schnell unterwegs (Foto: AUTO BILD) Berlin-Wilmersdorf: Der Car2go-Smart war mit überhöhtem Tempo unterwegs ein Schwerverletzter

Ihrer Meinung nach verleiten die zeitbasierten Mietmodelle der Carsharing-Betreiber zum Rasen und erhöhen damit die Unfallgefahr. Das berichtet AUTO BILD in ihrer aktuellen Ausgabe. „Natürlich können zeitbasierte Modelle dazu verführen, dass man schneller fährt, als man sollte“, sagt Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer.

Auch eine Sonderauswertung der Berliner Polizei zu 18- bis 24-jährigen Autofahrern, die häufig auch Mietwagen nutzen, zeigt: Im letzten Jahr stiegen in dieser Gruppe die Unfälle mit „nicht angepasster Geschwindigkeit“ um fast ein Drittel. „Wir erkennen eine Tendenz, dass Raser vermehrt Carsharing-Autos für ihre abenteuerlichen Touren nutzen“, sagt Arnold Plickert, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen.

Bevor man den eigenen Wagen zu Schrott fahre, miete man sich lieber einen fremden. Problematisch findet die GdP auch, dass Carsharing-Anbieter nur wenig über ihre Neukunden wissen. Eine Art Schufa als Auskunftsinstrument über Punkte in Flensburg wäre sinnvoll. Bis dahin sind die Verleiher auf Hinweise der Polizei angewiesen. DriveNow-Sprecher Niklas Merk: „Werden uns Fahrer wegen Fehlverhaltens gemeldet oder von der Polizei wegen Verstößen auf-gegriffen, werden die Fahrer sofort gekündigt.“
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Kommentare

12.10.2017, 10.44 Uhr
N. Baxter | was alles könnte?
ob vielleicht auch der berufliche Zeitdruck den ein oder anderen Monteur, Spediteur, Lieferanten, Paketzusteller etc. dazu verleitet...???
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