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Mo, 15:20 Uhr
13.11.2017
Der FSV Wacker 90 positioniert sich

Gegen Teilung der Regionalliga Nordost

Anfang Dezember entscheidet der außerordentliche Bundestag des DFB Über die neuen Regionalligastrukturen. Wacker Nordhausen wehr sich dagegen, künftig in der Bayernliga mitspielen zu müssen.

In den deutschen Fußball-Regionalligen brodelt es. Fünf sind es an der Zahl, aufsteigen in die 3. Profiliga dürfen am Saisonende aber nur drei Vereine. Zudem kämpft auch der Staffelzweite des Südwestens mit um die begehrten Plätze. Konsens besteht bei allen Beteiligten, dass die Situation ungerecht und höchst unbefriedigend ist. Über die Maßnahmen, diesen Status quo zu ändern, herrscht allerdings Uneinigkeit.

Eine vermittelnde Rolle sollte der DFB als Dachverband aller Landesverbände spielen. Mit der Funktion eines Schlichters und Vermittlers hat der deutsche Fußballbund einen seiner Vizepräsident betraut, was neuen Unmut erzeugt. Rainer Koch ist Präsident des Bayrischen Fußball-Landesverbandes und als solcher alles andere als neutral, denn das Bundesland Bayern ist das einzige mit einer eigenen Regionalliga. Bei einer Ende Oktober mit den betroffenen Vereinen verhandelten Reformvariante wurde eine Reduzierung der bis dato fünf auf vier Regionalligen diskutiert. Dann könnten alle Regionalliga-Meister direkt aufsteigen, denn auf vier mögliche Absteiger hatten sich die Vereine der 3. Liga auf ihrer Klausurtagung schließlich verständigt.

Logisch erscheint nun eine Eingliederung der bayrischen Vereine in eine neue Süd-Liga, so dass am Ende alle vier Himmelsrichtungen eine Liga hätten, die ihren Meister in die Liga 3 entsendet. Ein anderer Vorschlag sieht vor, eine Relegation in zwei Dreiergruppen abzuhalten, womit wenigstens vier von sechs Vereinen aufsteigen könnten. Diesem Modell stimmten Ende Oktober alle nordostdeutschen Fußballclubs der 3. und 4. Liga zu, um eine drohende Aufteilung der Nordost-Liga in die Nordstaffel und die Bayern-Regionalliga zu verhindern. Rainer Koch hatte dafür plädiert, die Thüringer und Sächsischen Vereine künftig mit den Bayern spielen zu lassen, während Berliner, Brandenburger und Mecklenburg-Vorpommerns Vereine in die Nordstaffel zu integrieren wären. Für die Ostvereine eine unannehmbare Lösung, weshalb sie letztlich dem Kompromiss mit zwei Relegationsstaffeln zustimmten.

Während Herr Koch beim Treffen der Ost-Clubs in Hennigsdorf Ende Oktober dem Staffel-Kompromiss zur Ausspielung der Aufstiegsplätze noch zugestimmt hatte, plädiert er wenige Tage später wieder für die Zerschlagung der Nordost-Staffel mit oben geschildertem Prozedere.
Der FSV Wacker 90 Nordhausen lehnt die Aufteilung der Nordost-Liga kategorisch ab und fordert den DFB vor dem außerordentlichen Bundestag am 8. Dezember in Frankfurt/M. auf, diesen Plan unverzüglich aufzugeben. Die über Jahrzehnte gewachsenen territorialen Wettkampf-Strukturen in Ost- und Mitteldeutschland dürfen nicht zur Disposition gestellt werden.
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