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Mi, 13:01 Uhr
07.02.2018
Kurios

Mitgliederansturm bei der Thüringer SPD

Die Sozialdemokratie in diesem Freistaat ist schon ein komisch Ding. Jahrelang gab es Mitgliederverluste. Nun plötzlich die umgekehrte Richtung. Scheinbar muss man per Votum erst gegen die Parteiführung mobilisieren, um neue Mitglieder zu bekommen...

Mitgliederansturm bei Thüringer SPD (Foto: patricksommer/pixabay.com)
Die Thüringer SPD hat seit Jahresbeginn einen regelrechten Mitgliederansturm erlebt. Seit dem ersten Januar sind fast 300 Anträge auf SPD-Mitgliedschaft eingegangen und wurden in den vergangenen Tagen durch die hauptamtlichen Kräfte und die ehrenamtlichen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger in den zuständigen Ortsvereinen bearbeitet.

Damit hat die SPD Thüringen die Mitgliederschwelle von 4.000 Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Freistaat wieder deutlich überschritten. Beim bevorstehenden Mitgliederentscheid zur möglichen Neuauflage der großen Koalition werden insgesamt 4.075 Thüringer SPD-Mitglieder abstimmungsberechtigt sein.

„Einen solchen Ansturm innerhalb weniger Wochen hat es seit der Neugründung des Landesverbandes im Januar 1990 nicht gegeben. Wir haben schon jetzt so viele Anträge auf Mitgliedschaft erhalten wie im gesamten vergangenen Jahr, in dem es bereits weit überdurchschnittliche Eintrittszahlen gab. Es freut mich sehr, dass wir die Schwelle von 4.000 Mitgliedern deutlich überschritten und einen Mitgliederzuwachs von fast acht Prozent verzeichnet haben. Dieser Mitgliederansturm zeigt, dass sich parteiinterne Demokratie und Basisbeteiligung auszahlen.

Im Gegensatz zu den Unionsparteien ist die SPD eine lebendige, diskursfreudige, aber vor allem auch eine Partei, in der sämtliche Mitglieder in grundlegende Entscheidungen eingebunden werden. Unabhängig davon, wie der Mitgliederentscheid zur Koalitionsfrage am Ende ausgeht, lohnt es sich deshalb, an diesem partizipativen Kurs festzuhalten und gerade auch die vielen neuen Mitglieder am Erneuerungsprozess der SPD teilhaben zu lassen“, unterstreicht Landesgeschäftsführer Michael Klostermann.
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Kommentare

07.02.2018, 14.34 Uhr
Leser X | Das muss kein Grund zur Freude sein für die SPD
... sondern wohl eher die letzte legitime Möglichkeit, eine neue Groko zu verhindern. Ich hoffe sehr, dass es funktioniert!
07.02.2018, 14.59 Uhr
Leser1 | Ärzte Auswanderung? SPD Lügen?
Da können sich die Ärzte ja schonmal im Ausland nach neuer Arbeit umsehen wo sie mit Kusshand genommen werden, wenn die SPD die Bürgerversicherung einführt. Wer sicher gehen will kann schonmal seine Altersvorsorge und Lebensversicherung kündigen. Wenn die privaten Krankenkassen per Gesetz abgeschaft werden ist die Kapitalbildene Lebensversicherung die bei diesen Gesellschaften eingezahlt wurden nicht mehr gesichert. Danke SPD fürs kaputt machen der Altersvorsorge.
Wer glaub noch die Lügen der SPD? Wir sind Oposition und jetzt was schert die SPD ihre Zusagen von vor ein paar Monaten. Bei der nächsten Wahl fallen wir nicht mehr auf SPD Lügen rein. Da gibt es nur noch AFD oder Einheitsbrei CDU SPD wählen. Aber wir nicht mehr. Wer einmal lügt dem glaubt man nicht.
07.02.2018, 18.10 Uhr
bgunter | Wer es glaubt
Bei dieser Partei ist alles möglich. Jetzt gibt der Heilsbringer
auch noch den Parteivorsitz ab. Die Nachfolgerin ist auch
nicht anders, große Klappe. Die werden sich noch wundern,
über die Austritte, nach Ablauf der Mitgliederbefragung.
Arme Partei
08.02.2018, 11.41 Uhr
Paulinchen | Oh je, du arme SPD
Helmut Schmidt, Herbert Wehner, Egon Bahr und Wiily Brandt würden nach diesem Debakel sicher aus der SPD austreten. Leider können sie sich nur noch in ihren Grabstätten "umdrehen", was wir nicht sehen.
Da hat man ja dem Rudolph Scharping mit seiner Absetzung noch unrecht getan, als er der Partei mehr schadete als genützt hat, aber der Maaaartin ist doch nun die absolute Krönung. Wenn der Künert es schafft, dass die GrKo den Bach runter geht, dann haben sich nicht nur Schulz und Nahles ihr Grab geschaufelt, nein auch Scholz kann nicht mehr nach Hamburg zurück. Dessen Sessel, hat der Senat bereits entsorgt.
Mit dem Verhandlungsergebnis haben sich alle Parteien keine neuen Mitglieder geschaffen, die deren Politik noch billigen. Bleibt abzuwarten, wie viel SPD-Neulinge nach der Abstimmung mit einem "Ja" für die GroKodas Parteibuch wieder abgeben.
Der Schulz hat die Politik zu einer Hure gemacht, in dem er sie einfach nur mal zur Machtergreifung benutzte.
08.02.2018, 16.32 Uhr
Joe 50 | Aus dem Weltall abgehört.....
.......brummt die Erde. Kein Wunder, denn die von Paulinchen genannten verdienstvollen SPD-Politiker spielen Brummkreisel im Grab. Herr Schulz bricht seine Versprechen nun schon fast am Fließband. Frau Nahles findet ein warmes Vorsitzendenplätzchen plötzlich auch viel schöner als "auf die Fresse". Herr Scholz bringt dann in Zukunft nicht mehr nur Hamburg durcheinander. Für jeden anderen, der schon bewiesen hat, dass er was nicht kann, findet sich bestimmt noch ein Staatssekretärposten.
Von CDU/CSU dazu keine Meinungsäußerung. Finden die das alles prima? Ich glaube, das Brummen wurde gerade lauter. Adenauer, Ehrhardt, Strauß, ... rotieren jetzt auch.
Mir gehts wie Heinrich Heine: "Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht."
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