Do, 13:46 Uhr
08.10.2015
Vorstellung einer neuen Biographie zu Thomas Müntzer
Ein Revolutionär bewegt bis heute die Gemüter
Zu einer Lesung und Buchvorstellung mit anschließender Gelegenheit zu einer regen Diskussion laden die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und die Mühlhäuser Museen am Mittwoch, dem 28. Oktober, um 19.00 Uhr in das Kulturhistorische Museum am Lindenbühl.
Das Buch Thomas Müntzer – Revolutionär am Ende der Zeiten wird jetzt vorgestellt. (Foto: Foto: Museum)
Hans-Jürgen Goertz, emeritierter Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Hamburg und Theologe, stellt seine neue Biographie des streitbaren Reformators Thomas Müntzer vor. Nicht als wissenschaftliches Fachbuch, sondern als gemeinverständliche Beschreibung von Leben, Werk und Wirken des Revolutionärs, soll das Buch den Leser ansprechen.
Mit seiner mystischen und apokalyptischen Theologie und der Devise Alles gehört allen hat Thomas Müntzer über Jahrhunderte polarisiert. Der anfängliche Verehrer Martin Luthers wurde von diesem verachtet und angefeindet, in der Kirche wurde er totgeschwiegen. Die Anerkennung kam spät von anderer Seite: Friedrich Engels entdeckte den frühen Revolutionär, Heinrich Heine bewunderte den heldenmütigsten und unglücklichsten Sohn des deutschen Vaterlandes, Ernst Bloch verehrte den Theologen der Revolution, und die DDR versah ihre Fünf-Mark-Scheine mit Müntzers Konterfei.
Jenseits der Kämpfe um Thomas Müntzer verortet Hans-Jürgen Goertz seine Theologie und sein Wirken in seiner Zeit und macht gerade dadurch deutlich, warum Müntzer bis heute die Gemüter erregt.
Der Eintritt ist frei, ein Buchverkauf findet vor Ort statt.
Autor: red
Das Buch Thomas Müntzer – Revolutionär am Ende der Zeiten wird jetzt vorgestellt. (Foto: Foto: Museum)
Hans-Jürgen Goertz, emeritierter Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Hamburg und Theologe, stellt seine neue Biographie des streitbaren Reformators Thomas Müntzer vor. Nicht als wissenschaftliches Fachbuch, sondern als gemeinverständliche Beschreibung von Leben, Werk und Wirken des Revolutionärs, soll das Buch den Leser ansprechen.Mit seiner mystischen und apokalyptischen Theologie und der Devise Alles gehört allen hat Thomas Müntzer über Jahrhunderte polarisiert. Der anfängliche Verehrer Martin Luthers wurde von diesem verachtet und angefeindet, in der Kirche wurde er totgeschwiegen. Die Anerkennung kam spät von anderer Seite: Friedrich Engels entdeckte den frühen Revolutionär, Heinrich Heine bewunderte den heldenmütigsten und unglücklichsten Sohn des deutschen Vaterlandes, Ernst Bloch verehrte den Theologen der Revolution, und die DDR versah ihre Fünf-Mark-Scheine mit Müntzers Konterfei.
Jenseits der Kämpfe um Thomas Müntzer verortet Hans-Jürgen Goertz seine Theologie und sein Wirken in seiner Zeit und macht gerade dadurch deutlich, warum Müntzer bis heute die Gemüter erregt.
Der Eintritt ist frei, ein Buchverkauf findet vor Ort statt.
