Do, 12:14 Uhr
17.03.2016
Grippe im Unstrut-Hainich-Kreis auf dem Vormarsch
Antibiotika wirkungslos bei Erkältungen und Grippe
Husten, Schmerzen, Fieber: Bereits in den ersten sieben Wochen dieses Jahres sind in Landkreis Unstrut-Hainich mehr Grippeerkrankungen registriert worden als im Vorjahr. Dies berichtet die DAK-Gesundheit mit Blick auf die Zahlen des Robert Koch-Instituts. 147 Infektionen stehen 25 im gleichen Vorjahreszeitraum gegenüber. Dies entspricht einer Steigerung um 488 Prozent zum Vorjahr.
Dieser Anstieg ist insofern bemerkenswert, da bundesweit die diesjährige Grippewelle eher schwächer ausfällt., sagt die Mühlhäuser DAK-Chefin Beatrice Knauft-Müller. Während in der Vergangenheit eher ältere und geschwächte Menschen schwere Krankheitsverläufe entwickelten, sind bei der Grippe dieses Jahr besonders auch Kinder und junge Erwachsene betroffen. Das hängt damit zusammen, dass in dieser Saison vor allem ein spezieller Influenza-A Virus dominiert.
Die medizinische Erklärung für die ungewöhnlich schweren Verläufe ist einfach: Das Immunsystem der jüngeren Generationen ist an den Erreger der Grippewelle noch nicht optimal angepasst. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht: Schaut man auf die Entwicklung der gemeldeten Fälle, dauert trotz des beginnenden Frühlings die Infektionswelle an., so Knauft-Müller weiter.
Wichtig ist die richtige Behandlung der Grippe. Der aktuelle Report der DAK-Gesundheit zeigt, dass Antibiotika häufig bei Krankheiten verschrieben werden, die in der Regel Viren verursachen. Dazu gehören insbesondere akute Atemwegserkrankungen. Gegen Grippe ist ein Antibiotikum aber meist machtlos. Bei diesen Indikationen sind Antibiotika nur dann nötig, wenn aus dem einfachen Virusinfekt eine bakterielle Superinfektion wird. Viren lassen sich sehr schwer bekämpfen. Am besten gelingt es den eigenen Zellen, die Viren zu töten, erklärt Knauft-Müller. Schnupfen und Husten alleine verlaufen in der Regel mild. Medikamente, die die Symptome lindern, und Hausmittel sind meist ausreichend.
Dennoch rät die DAK-Gesundheit gerade älteren oder chronisch kranken Menschen, den Arzt aufzusuchen, wenn sie plötzlich hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen verspüren.
Autor: redDieser Anstieg ist insofern bemerkenswert, da bundesweit die diesjährige Grippewelle eher schwächer ausfällt., sagt die Mühlhäuser DAK-Chefin Beatrice Knauft-Müller. Während in der Vergangenheit eher ältere und geschwächte Menschen schwere Krankheitsverläufe entwickelten, sind bei der Grippe dieses Jahr besonders auch Kinder und junge Erwachsene betroffen. Das hängt damit zusammen, dass in dieser Saison vor allem ein spezieller Influenza-A Virus dominiert.
Die medizinische Erklärung für die ungewöhnlich schweren Verläufe ist einfach: Das Immunsystem der jüngeren Generationen ist an den Erreger der Grippewelle noch nicht optimal angepasst. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht: Schaut man auf die Entwicklung der gemeldeten Fälle, dauert trotz des beginnenden Frühlings die Infektionswelle an., so Knauft-Müller weiter.
Wichtig ist die richtige Behandlung der Grippe. Der aktuelle Report der DAK-Gesundheit zeigt, dass Antibiotika häufig bei Krankheiten verschrieben werden, die in der Regel Viren verursachen. Dazu gehören insbesondere akute Atemwegserkrankungen. Gegen Grippe ist ein Antibiotikum aber meist machtlos. Bei diesen Indikationen sind Antibiotika nur dann nötig, wenn aus dem einfachen Virusinfekt eine bakterielle Superinfektion wird. Viren lassen sich sehr schwer bekämpfen. Am besten gelingt es den eigenen Zellen, die Viren zu töten, erklärt Knauft-Müller. Schnupfen und Husten alleine verlaufen in der Regel mild. Medikamente, die die Symptome lindern, und Hausmittel sind meist ausreichend.
Dennoch rät die DAK-Gesundheit gerade älteren oder chronisch kranken Menschen, den Arzt aufzusuchen, wenn sie plötzlich hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen verspüren.