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Mi, 13:39 Uhr
04.05.2016
IG Metall weitet Arbeitsniederlegungen aus

Warnstreik bei Continental Automotive

Nach dem vergangenen Freitag die erste Warnstreikwelle in der Metall- und Elektroindustrie begann, haben heute nach einer Vielzahl an Warnstreiks in Nordthüringen auch die Beschäftigten von Continental in Mühlhausen für eine Stunde ihre Arbeit niedergelegt...

Arbeit niedergelegt (Foto: IG Metall) Arbeit niedergelegt (Foto: IG Metall)
Ab 11:00 Uhr traten rund 50 Beschäftigte der Früh- und Normalschicht bei dem Automobilzulieferer in den Warnstreik. Sie dokumentierten damit ihren Unmut über die verfahrene Situation in den Tarifverhandlungen zwischen ihrer Gewerkschaft und dem Arbeitgeberverband. Während die IG Metall sich in diesem Jahr auf eine reine Entgeltrunde und die Forderung um 5 Prozent mehr Entgelt verständigt hat, legten die Arbeitgeber mit einem Angebot von 2,1 Prozent mehr Entgelt auf zwei Jahre und einer Einmalzahlung von 0,3 Prozent ihr historisch schlechtes Angebot vor.

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Alexander Scharff, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Nordhausen, war bei Continental vor Ort. Er kritisiert, dass die Arbeitgeber mit dem bislang vorgelegten Angebot den Beschäftigten eine Ohrfeige verpasst hätten: „In einer der wirtschaftlich stärksten Zeiten und nach sehr erfolgreichen Jahren machen sie ein historisch niedriges Angebot. Das werden sich die Kolleginnen und Kollegen nicht gefallen lassen. Die Arbeitgeber brauchen scheinbar den Druck der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, den wir ihnen mit weiteren starken Warnstreikwellen bescheren werden.“, so der Gewerkschafter der in seiner Rede auch die Gewinne und Dividenden der DAX-Unternehmen bezifferte.

Während des Warnstreiks wurde die Forderung nach einer fairen Entgelterhöhung laut, die den Beschäftigten am Erfolg des Unternehmens und der Branche teilhaben lässt. „Wir erwarten ein verhandlungswürdiges Angebot der Arbeitgeber, das berücksichtigt, dass die Lohnstückkosten Deutschlands jahrelang weit unter der der Euro- aber auch EU-Länder lag.“ So lautete es in den Reihen der Beschäftigten.
Autor: red

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