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Mi, 09:06 Uhr
28.06.2017
Tag der offenen Tür in der forensischen Psychatrie

Hilfe für Straftäter, Schutz für die Allgemeinheit

Am Samstag lädt das Ökumenische Hainich Klinikum Mühlhausen (ÖHK) zu einem Tag der offenen Tür in die Forensische Psychiatrie ein. Interessierte Besucher können sich zwischen 13 und 16 Uhr über die wichtigen Aufgaben und die Arbeit des sogenannten Maßregelvollzugs informieren...

Die Abteilungen der Arbeitstherapie, die Patientenschule und verschiedene Projektarbeitsgruppen der Freizeitgestaltung öffnen die Pforten. Außerdem bietet das Team des Maßregelvollzugs Einblicke in die sozialtherapeutische, psychotherapeutische und psychiatrische Arbeit.

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Für Gastlichkeit sorgen die hauseigene Cafeteria und die Küche des ÖHK. Die Verkaufserlöse kommen dem Kinderhospiz Tambach-Dietharz zugute. Im Außenhof der Klinik bietet der Holzbildhauer-Workshop „Kunst hilft heilen“ einige Abwechslung. Dieses gemeinsame Projekt von Patienten und Künstlern hat über die Zeit verschiedene Holzskulpturen geschaffen, in diesem Jahr zum Thema „Luther“. Holzbildhauer und Initiator Heinz Günther aus Hüpstedt vermag mit seinen Helfern auch am Samstag wieder besondere Wünsche aus Holz zu erfüllen. So bekommen der Kindergarten Niederorschel und der katholische Kindergarten Mühlhausen je eine Skulptur für deren Außenbereiche. Die Kunstwerke werden gegen 14 Uhr übergeben.

Hilfe für Straftäter und Schutz für die Allgemeinheit

Im Maßregelvollzug werden im Auftrag des Freistaats Thüringen strafrechtlich eingewiesene Patienten behandelt. Die wichtige Aufgabe der Klinik ist die gesicherte Unterbringung, Behandlung und soziale Wiedereingliederung. Zielsetzung ist dabei eine angemessene Therapie der oftmals schuldunfähigen Patienten und gleichzeitig die Gewährleistung einer ausreichenden Sicherung der Straftäter zum Schutz der Allgemeinheit.

Die Klinik für Forensische Psychiatrie am ÖHK wurde 2007 neu eingeweiht und ist mit fünf speziellen Stationen für 80 Behandlungsplätze konzipiert. Weitere Gebäude bieten zusätzlich 20 Behandlungsplätze mit sogenannten gelockerten bis offenen Unterbringungsbedingungen.

Der Maßregelvollzug befindet sich in einem aufwendig und optimal gesicherten Areal. Gleichzeitig bestehen umfangreiche Möglichkeiten zur therapeutischen Förderung individueller Kompetenzen und zur Gestaltung des sozialen Lebens im Rahmen der Unterbringung.

Die Gründe, die zur gerichtlichen Einweisung der Patienten führen, sind in etwa 40 Prozent der Fälle Sexualdelikte, in 30 Prozent Aggressions- und Tötungsdelikte und in 30 Prozent Brandstiftungs- und Eigentumsdelikte. Die durchschnittliche Unterbringungsdauer der Patienten beträgt momentan über 4 Jahre. Wegen des oftmals schwierigen Gesundungsprozesses der psychisch erkrankten ist die Unterbringungszeit im Maßregelvollzug in der Regel deutlich länger als im herkömmlichen Strafvollzug. Gerichte und Staatsanwaltschaften sind bei der Rehabilitation entscheidend beteiligt.
Autor: red

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