Mi, 08:19 Uhr
27.09.2017
Krankenstand im Unstrut-Hainich-Kreis gestiegen
Fehltage aufgrund von Rückenleiden steigen an
Der Krankenstand im Unstrut-Hainich-Kreis ist 2016 angestiegen. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte zu. Mit 5,5 Prozent hatte die Region zudem einen höheren Krankenstand als der Landesdurchschnitt (5,0 Prozent), gab die DAK gestern in einem Pressegespräch bekannt....
Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag des Jahres von 1.000 Arbeitnehmern 55 krankgeschrieben. Zur Einordnung: Der höchste Krankenstand in Thüringen wurde mit 6,0 Prozent im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis verzeichnet, der niedrigste mit 4,4 Prozent in der Landeshauptstadt Erfurt.
Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für den Unstrut-Hainich-Kreis zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen. Bei den Muskel-Skelett-Erkrankungen gab es ein Drittel mehr Arbeitsausfall (plus 33 Prozent) als im Vergleichszeitraum. Insgesamt verursachten Rückenschmerzen und Co. mehr als jeden vierten Ausfalltag und damit doppelt so viel Fehlzeiten wie die auf der zweiten Position rangierenden Atemwegserkrankungen, wie etwa Bronchitis. Bei dieser Diagnose gingen die Fehltage zudem um neun Prozent zurück. Mit einem Anteil von 13,5 Prozent am gesamten Krankenstand belegten psychische Erkrankungen, zu denen Angstzustände und Depressionen gehören, den dritten Platz. Hier gab es einen Anstieg um 25 Prozent.
Wir informieren nicht nur regelmäßig über den Krankenstand im Unstrut-Hainich-Kreis, sondern schauen darüber hinaus auf wichtige Einflussfaktoren für Erkrankungen, sagt Beatrice Knauft-Müller von der DAK-Gesundheit. Diese Analysen helfen uns, noch gezielter beim betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) ansetzen zu können und Arbeitgebern konkret Hilfe anzubieten. So wird beispielsweise längeren Ausfallzeiten durch Rückenleiden oder seelische Probleme vorgebeugt.
Über 80 Prozent der Thüringer leiden unter Schlafproblemen
Die DAK-Gesundheit untersucht in ihrem aktuellen Gesundheitsreport mit dem Schwerpunktthema Schlafstörungen auch, wie es um die nächtliche Erholung der Arbeitnehmer steht. Die Kasse wirft dabei einen Blick auf Ursachen und Risikofaktoren. Für das Schwerpunkthema wertete das IGES Institut die Fehlzeiten aller erwerbstätigen Mitglieder der DAK-Gesundheit in Thüringen aus. Es wurden zudem bundesweit mehr als 5.000 Beschäftigte im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt und zahlreiche Experten eingebunden.
Die Ergebnisse wurden mit einer DAK-Untersuchung aus dem Jahr 2010 verglichen. Ein Fazit: 87 Prozent der Erwerbstätigen in Thüringen berichten von Schlafproblemen. Seit 2010 ist der Anteil der von Ein- und Durchschlafproblemen betroffenen 35- bis 65-jährigen Arbeitnehmer um 109 Prozent angestiegen. Schwere Schlafstörungen haben sich seit 2010 ebenfalls mehr als verdoppelt (plus 113 Prozent). Jeder zehnte Arbeitnehmer (10,2 Prozent) in Ostdeutschland leidet unter schweren Schlafstörungen (Insomnien) mit Ein- und Durchschlafstörungen, schlechter Schlafqualität, Tagesmüdigkeit und Erschöpfung.
Die DAK-Analyse für Thüringen zeigt, dass sich dieser Trend auch bei den Krankmeldungen auswirkt. Die Fehltage aufgrund von Schlafstörungen sind in den letzten Jahren um mehr als 50 Prozent auf jetzt 2,63 Tage je 100 Versicherte gestiegen. Die große Mehrheit der Thüringer versucht allein mit den Schlafproblemen zurechtzukommen und geht nicht zum Arzt. Lediglich 3,3 Prozent der Erwerbstätigen waren im vergangenen Jahr deswegen in den Praxen. Im Bundesdurchschnitt sind es 4,8 Prozent. Selbst Erwerbstätige mit der schweren Schlafstörung Insomnie gehen meist nicht zum Arzt: 70 Prozent von ihnen lassen sich nicht behandeln.
Risiken Erreichbarkeit und Schichtarbeit
Ursache für Schlafprobleme sind laut DAK-Report Thüringen unter anderem Arbeitsbedingungen. Wer zum Beispiel häufig an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit arbeitet, steigert sein Risiko, schwere Schlafstörungen zu entwickeln. Auch starker Termin- und Leistungsdruck, Überstunden sowie Nachtschichten und ständige Erreichbarkeit nach Feierabend gelten in diesem Zusammenhang als wichtige Risikofaktoren.
Zu viel abendliche TV- und Computer-Nutzung
Viele Arbeitnehmer in Thüringen sorgen aber auch selbst für einen schlechten Schlaf. Nach der Studie der DAK-Gesundheit schauen 82 Prozent der Erwerbstätigen vor dem Einschlafen Filme und Serien, 73 Prozent erledigen abends private Angelegenheiten an Laptop oder Smartphone. Jeder zwölfte Thüringer kümmert sich noch
um dienstliche Dinge wie E-Mails oder die Planung des nächsten Arbeitstages. Viele Menschen haben nachts das Smartphone an der Steckdose, können aber ihre eigenen Akkus nicht mehr aufladen, so Knauft-Müller. Die Beschwerden müssen ernst genommen werden, da chronisch schlechter Schlaf der Gesundheit ernsthaft schaden kann.
DAK-Gesundheit bietet Schlaf-Beratung per Hotline an
Als Reaktion auf die aktuelle Studie und die zunehmenden Schlafstörungen bietet die DAK-Gesundheit ihren Versicherten ab sofort eine spezielle Schlaf-Beratung an: Die neue Hotline ist rund um die Uhr erreichbar. Unter der Rufnummer 040 325 325 805 geben Mediziner individuelle Hinweise und Tipps rund um die Themen Schlafen und Schlafstörungen. Im Internet bietet die DAK-Gesundheit auch ein umfangreiches Schlaf-Special an: Auf www.dak.de/schlaf gibt es viel Wissenswertes rund um das Thema gesunder Schlaf sowie ein Schlaftagebuch.
Die DAK-Gesundheit ist eine der größten Krankenkassen Deutschlands. Sie hat mehr als 55.000 Versicherte in Thüringen.
Autor: enLaut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag des Jahres von 1.000 Arbeitnehmern 55 krankgeschrieben. Zur Einordnung: Der höchste Krankenstand in Thüringen wurde mit 6,0 Prozent im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis verzeichnet, der niedrigste mit 4,4 Prozent in der Landeshauptstadt Erfurt.
Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für den Unstrut-Hainich-Kreis zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen. Bei den Muskel-Skelett-Erkrankungen gab es ein Drittel mehr Arbeitsausfall (plus 33 Prozent) als im Vergleichszeitraum. Insgesamt verursachten Rückenschmerzen und Co. mehr als jeden vierten Ausfalltag und damit doppelt so viel Fehlzeiten wie die auf der zweiten Position rangierenden Atemwegserkrankungen, wie etwa Bronchitis. Bei dieser Diagnose gingen die Fehltage zudem um neun Prozent zurück. Mit einem Anteil von 13,5 Prozent am gesamten Krankenstand belegten psychische Erkrankungen, zu denen Angstzustände und Depressionen gehören, den dritten Platz. Hier gab es einen Anstieg um 25 Prozent.
Wir informieren nicht nur regelmäßig über den Krankenstand im Unstrut-Hainich-Kreis, sondern schauen darüber hinaus auf wichtige Einflussfaktoren für Erkrankungen, sagt Beatrice Knauft-Müller von der DAK-Gesundheit. Diese Analysen helfen uns, noch gezielter beim betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) ansetzen zu können und Arbeitgebern konkret Hilfe anzubieten. So wird beispielsweise längeren Ausfallzeiten durch Rückenleiden oder seelische Probleme vorgebeugt.
Über 80 Prozent der Thüringer leiden unter Schlafproblemen
Die DAK-Gesundheit untersucht in ihrem aktuellen Gesundheitsreport mit dem Schwerpunktthema Schlafstörungen auch, wie es um die nächtliche Erholung der Arbeitnehmer steht. Die Kasse wirft dabei einen Blick auf Ursachen und Risikofaktoren. Für das Schwerpunkthema wertete das IGES Institut die Fehlzeiten aller erwerbstätigen Mitglieder der DAK-Gesundheit in Thüringen aus. Es wurden zudem bundesweit mehr als 5.000 Beschäftigte im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt und zahlreiche Experten eingebunden.
Die Ergebnisse wurden mit einer DAK-Untersuchung aus dem Jahr 2010 verglichen. Ein Fazit: 87 Prozent der Erwerbstätigen in Thüringen berichten von Schlafproblemen. Seit 2010 ist der Anteil der von Ein- und Durchschlafproblemen betroffenen 35- bis 65-jährigen Arbeitnehmer um 109 Prozent angestiegen. Schwere Schlafstörungen haben sich seit 2010 ebenfalls mehr als verdoppelt (plus 113 Prozent). Jeder zehnte Arbeitnehmer (10,2 Prozent) in Ostdeutschland leidet unter schweren Schlafstörungen (Insomnien) mit Ein- und Durchschlafstörungen, schlechter Schlafqualität, Tagesmüdigkeit und Erschöpfung.
Die DAK-Analyse für Thüringen zeigt, dass sich dieser Trend auch bei den Krankmeldungen auswirkt. Die Fehltage aufgrund von Schlafstörungen sind in den letzten Jahren um mehr als 50 Prozent auf jetzt 2,63 Tage je 100 Versicherte gestiegen. Die große Mehrheit der Thüringer versucht allein mit den Schlafproblemen zurechtzukommen und geht nicht zum Arzt. Lediglich 3,3 Prozent der Erwerbstätigen waren im vergangenen Jahr deswegen in den Praxen. Im Bundesdurchschnitt sind es 4,8 Prozent. Selbst Erwerbstätige mit der schweren Schlafstörung Insomnie gehen meist nicht zum Arzt: 70 Prozent von ihnen lassen sich nicht behandeln.
Risiken Erreichbarkeit und Schichtarbeit
Ursache für Schlafprobleme sind laut DAK-Report Thüringen unter anderem Arbeitsbedingungen. Wer zum Beispiel häufig an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit arbeitet, steigert sein Risiko, schwere Schlafstörungen zu entwickeln. Auch starker Termin- und Leistungsdruck, Überstunden sowie Nachtschichten und ständige Erreichbarkeit nach Feierabend gelten in diesem Zusammenhang als wichtige Risikofaktoren.
Zu viel abendliche TV- und Computer-Nutzung
Viele Arbeitnehmer in Thüringen sorgen aber auch selbst für einen schlechten Schlaf. Nach der Studie der DAK-Gesundheit schauen 82 Prozent der Erwerbstätigen vor dem Einschlafen Filme und Serien, 73 Prozent erledigen abends private Angelegenheiten an Laptop oder Smartphone. Jeder zwölfte Thüringer kümmert sich noch
um dienstliche Dinge wie E-Mails oder die Planung des nächsten Arbeitstages. Viele Menschen haben nachts das Smartphone an der Steckdose, können aber ihre eigenen Akkus nicht mehr aufladen, so Knauft-Müller. Die Beschwerden müssen ernst genommen werden, da chronisch schlechter Schlaf der Gesundheit ernsthaft schaden kann.
DAK-Gesundheit bietet Schlaf-Beratung per Hotline an
Als Reaktion auf die aktuelle Studie und die zunehmenden Schlafstörungen bietet die DAK-Gesundheit ihren Versicherten ab sofort eine spezielle Schlaf-Beratung an: Die neue Hotline ist rund um die Uhr erreichbar. Unter der Rufnummer 040 325 325 805 geben Mediziner individuelle Hinweise und Tipps rund um die Themen Schlafen und Schlafstörungen. Im Internet bietet die DAK-Gesundheit auch ein umfangreiches Schlaf-Special an: Auf www.dak.de/schlaf gibt es viel Wissenswertes rund um das Thema gesunder Schlaf sowie ein Schlaftagebuch.
Die DAK-Gesundheit ist eine der größten Krankenkassen Deutschlands. Sie hat mehr als 55.000 Versicherte in Thüringen.