Do, 12:30 Uhr
26.10.2017
nach 349 Jahren
Der Luchs ist zurück
In der vergangenen Woche ist im Mühlhäuser Stadtwald mit einer automatischen Wildkamera ein Luchs aufgenommen worden. Damit wurde diese Tierart, die bereits im 17. Jahrhundert in der hiesigen Region ausgerottet wurde, erstmals wieder sicher nachgewiesen...
Das Foto entstand am 18. Oktober 2017 in den Morgenstunden und zeigt zweifelsfrei einen ausgewachsenen Luchs auf einem Wildacker im Mühlhäuser Stadtwald, einige Kilometer vor den Toren der Stadt fernab der Wanderwege.
Die Anwesenheit der für den Menschen völlig ungefährlichen Raubkatze in unseren Wäldern wurde in den letzten Jahren bereits vermutet. Es gab Sichtungen von Fährten im Schnee, aber noch keinen Fotonachweis. Es ist davon auszugehen, dass es sich um ein durchziehendes Einzeltier handelt, möglicherweise aus dem Harz oder aus Hessen, wo es Populationen gibt. Es ist typisch für die Tierart aus der Familie der Katzen, dass sie als Einzelgänger auf ihren nächtlichen Streifzügen Gebiete bis zu 30.000 Hektar durchqueren und dabei bis zu 20 Kilometer zurücklegen. Leibspeise der kleinen Raubkatzen sind übrigens Rehe, erläutert Holger Neid, Fachbereichsleiter Grün- und Verkehrsflächen der Stadt Mühlhausen.
In der vergangenen Woche ist im Mühlhäuser Stadtwald mit einer automatischen Wildkamera ein Luchs aufgenommen worden. (Foto: Pressestelle Stadt Mühlhausen)
Das letzte bekannte Zeugnis über einen Luchs in Mühlhausen bis dato liegt in Form eines Gemäldes im Mühlhäuser Stadtarchiv vor. Es datiert auf den 13. November 1668 und zeigt einen im Gehölze über der Stadt erlegten Luchs.
Die städtische Forstverwaltung hofft, dass diese Begegnung keine Einzelbeobachtung eines Durchzüglers bleibt, sondern dass sich in unserer Region wieder eine stabile Population dieser außerordentlich seltenen und streng geschützten Tierart entwickeln kann. Die Voraussetzungen dafür sind in unserer wald- und wildreichen Umgebung vorhanden, so Holger Neid.
Autor: redDas Foto entstand am 18. Oktober 2017 in den Morgenstunden und zeigt zweifelsfrei einen ausgewachsenen Luchs auf einem Wildacker im Mühlhäuser Stadtwald, einige Kilometer vor den Toren der Stadt fernab der Wanderwege.
Die Anwesenheit der für den Menschen völlig ungefährlichen Raubkatze in unseren Wäldern wurde in den letzten Jahren bereits vermutet. Es gab Sichtungen von Fährten im Schnee, aber noch keinen Fotonachweis. Es ist davon auszugehen, dass es sich um ein durchziehendes Einzeltier handelt, möglicherweise aus dem Harz oder aus Hessen, wo es Populationen gibt. Es ist typisch für die Tierart aus der Familie der Katzen, dass sie als Einzelgänger auf ihren nächtlichen Streifzügen Gebiete bis zu 30.000 Hektar durchqueren und dabei bis zu 20 Kilometer zurücklegen. Leibspeise der kleinen Raubkatzen sind übrigens Rehe, erläutert Holger Neid, Fachbereichsleiter Grün- und Verkehrsflächen der Stadt Mühlhausen.
In der vergangenen Woche ist im Mühlhäuser Stadtwald mit einer automatischen Wildkamera ein Luchs aufgenommen worden. (Foto: Pressestelle Stadt Mühlhausen)
Das letzte bekannte Zeugnis über einen Luchs in Mühlhausen bis dato liegt in Form eines Gemäldes im Mühlhäuser Stadtarchiv vor. Es datiert auf den 13. November 1668 und zeigt einen im Gehölze über der Stadt erlegten Luchs.
Die städtische Forstverwaltung hofft, dass diese Begegnung keine Einzelbeobachtung eines Durchzüglers bleibt, sondern dass sich in unserer Region wieder eine stabile Population dieser außerordentlich seltenen und streng geschützten Tierart entwickeln kann. Die Voraussetzungen dafür sind in unserer wald- und wildreichen Umgebung vorhanden, so Holger Neid.
