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Fr, 08:54 Uhr
20.04.2018
Mehr Frauen als Männer arbeiten im Unstrut-Hainich-Kreis - aber:

Fast jeder Dritte arbeitet in Teilzeit

Die aktuelle Beschäftigungsstatistik zeigt eine stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt im Unstrut-Hainich-Kreis. So sind derzeitig 35.619 Menschen im Kreis sv-pflichtig beschäftigt, 382 mehr als ein Jahr zuvor (+ 1,1 Prozent)...


Der Dienstleistungsbereich dominiert den Landkreis. Zwei von drei sv-pflichtig Beschäftigten ist in diesem Bereich tätig, während 31 Prozent im produzierenden Gewerbe arbeiteten. Die meisten sv-pflichtig Beschäftigen sind im Gesundheits- und Sozialwesen (20,1 %) beschäftigt, gefolgt von der Metall- und Elektroindustrie (12,8 %), vom Handel (12,8 %), dem Baugewebe (8,0 %) und der öffentlichen Verwaltung (6,2 %).

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„Entgegen dem üblichen Trend sind im Unstrut-Hainich-Kreis mehr Frauen (52 Prozent) als Männer beschäftigt. Dies hat mit der besonderen wirtschaftlichen Struktur des Kreises zu tun. Im Dienstleistungssektor, der den Kreis dominiert, sind in der Regel mehr Frauen als Männer tätig“, erläutert Ina Benad, Vorsitzende der Agentur für Arbeit Gotha.

Während die Vollzeitbeschäftigung in den vergangenen Jahren leicht gesunken ist, hat sie im Bereich der Teilzeitbeschäftigung deutlich zugelegt. So arbeiten aktuell 11.014 Menschen in Teilzeit, 1.500 mehr als vor fünf Jahren. Fast jeder dritte Beschäftigte arbeitet in Teilzeit. 85 Prozent der Teilzeitbeschäftigten sind Frauen. „Durch die Ausweitung der Teilzeit oder Umwandlung in Vollzeit können Unternehmen ihre Personalbedarfe intern decken. Viele Frauen wünschen sich nach der intensiven Zeit der Kinderbetreuung eine Rückkehr in Vollzeit. Diese Reserven sollten Unternehmen noch stärker nutzen als bisher“, empfiehlt Ina Benad.

Die Teilzeit ist besonders stark ausgeprägt im Gastgewerbe (60 %), im Bereich Erziehung/ Unterricht (54 %), im Gesundheits- und Sozialwesen (46 %), im Handel (41 %) sowie in der öffentlichen Verwaltung (41 %). Dagegen gibt es im verarbeitenden Gewerbe, im Bau und in der Landwirtschaft kaum Teilzeitbeschäftigung.

Die meisten Mitarbeiter sind zwischen 25 und 55 Jahre alt. Gerade 7 Prozent sind jünger als 25 Jahre. „Die demografischen Auswirkungen sind auf dem Arbeitsmarkt spürbar. So ist mittlerweile jeder fünfte Arbeitnehmer älter als 55 Jahre. Mehr als 8.000 Beschäftigte werden in den kommenden Jahren aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Diese müssen personell ersetzt werden. Für viele Unternehmen ist das eine große Herausforderung. Der Wissenstransfer älterer Mitarbeiter sollte langfristig geplant und gut vorbereitet werden, damit die Altersabgänge verkraftet werden können“, sagte Ina Benad.
Autor: red

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