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Sa, 10:13 Uhr
15.09.2018
Kfz-Versicherung:

Ratenzahlung kostet Autofahrer über eine halbe Milliarde Euro

Die Mehrheit der Autofahrer in Deutschland verschenkt bei ihrer Kfz-Versicherung bares Geld. Denn 53 Prozent überweisen die Beiträge für die Autoversicherung in Raten, anstatt sie einmal im Jahr zu bezahlen, so eine aktuelle Studie des Verbraucher-Ratgebers Finanztip. Hochgerechnet landen so rund 600 Millionen Euro zusätzlich in den Kassen der Versicherer...


Im Schnitt bezahlen Autofahrer nach einer Finanztip-Hochrechnung 430 Euro für ihre Kfz-Versicherung. Mehr als jeder Zweite überweist den Beitrag in Raten. „Viele Versicherte wollen ihre Haushaltskasse nicht mit einer hohen Einmalzahlung belasten“, erklärt Silke Kursawe, Expertin für Versicherungen bei Finanztip.

Doch das ist nicht ratsam: „Versicherer verlangen für die Ratenzahlung einen deutlichen Aufschlag.“ Wer etwa seine Beiträge halbjährlich überweist, zahlt im Schnitt knapp 4 Prozent bzw. 15 Euro mehr. Etwas teurer ist mit 7 Prozent bzw. 30 Euro Aufschlag eine quartalsweise Zahlung. Am teuersten wird es für diejenigen, die monatlich überweisen: Hierbei verlangen Versicherer fast 9 Prozent bzw. 36 Euro mehr.

Auffällig ist: Es sind überdurchschnittlich oft jüngere Autofahrer und Haushalte mit geringem Einkommen, die auf eine Ratenzahlung ausweichen. Dabei könnten gerade die jeden einzelnen Euro gebrauchen. Finanztip empfiehlt deshalb, auf eine Ratenzahlung zu verzichten: „Autofahrer, die auf eine jährliche Zahlweise umstellen, sparen im Schnitt 27 Euro“, sagt Silke Kursawe. Hinzu kommt: Einige Versicherungen bieten überhaupt keine Ratenzahlung an. „Wer nur nach Angeboten sucht, die man in Raten bezahlen kann, hat viel weniger Tarife zur Auswahl“, sagt Kursawe. „Das mindert die Chance auf einen guten Preis.“

So hat Finanztip gerechnet

Um herauszufinden, wie groß der Aufschlag ist, den Versicherer für eine Ratenzahlung berechnen, hat Finanztip im Juli 2018 für zehn unterschiedliche Fahrer-Profile mit den gängigsten Pkw auf dem Vergleichsportal Nafi-Auto Preise abgefragt. Dabei wurde die Zahlweise variiert, während alle anderen Merkmale des Fahrers unverändert blieben. Ebenfalls im Juli 2018 hat das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von Finanztip bevölkerungsrepräsentativ erfragt, wer aktuell seine Kfz-Versicherung monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich bezahlt.
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Kommentare

15.09.2018, 20.27 Uhr
Paulinchen | Das sind aber gute Ratschläge...
...erst gestern habe ich in dieser Zeitung mal wieder den Satz gelesen, Deutschland ist eines der reichsten Länder der Erde. Wenn dem so wäre, dann bräuchten wir sicher nicht von Alters-u. Kinderarmut zu sprechen. Nicht nur, das unsRentnern, wie gerade berichtet wurde, 700,- pro Monat vorenthalten werden, nein auch die Krankenkassen, die bekanntlich im Geld schwimmen, verlangen jeden Monat noch einen Zusatzaufschlag oben drauf.

Ein junger, qualifizierter Arbeitnehmer mit "zehn" Jahren Berufserfahrung, verdient ja auch schon so viel Kohle, dass er den Kredit fürs Auto in 24 Monaten getilgt hat und die jetzt, ab diesem Monat, drastisch gestiegenen Kfz-Steuern aus der Portokasse bezahlen kann. Ach ja- fast hätte ich es schon vergessen, die Versicherung bekommt ja auch ihren Obulus, der fürs Jungvolk noch mit Zusatzkosten wegen des erhöhten Risikos zu Buche schlägt.
15.09.2018, 22.15 Uhr
Kobold2 | Ach Paulinchen
Beim Thema Auto reagiert das deutsche Autovolk zuweilen hysterisch und wenig rational.
Beste Voraussetzungen für Zusatzeinnahmen ohne großen Mehraufwand.
Wie steht man den vor den Nachbarn oder Kollegen da, wenn die Kiste nicht neu ist, in Größe, Leistung und Ausstattung nicht mindestens ebenbürtig ist. Nach 3- 4 Jahren die nächste Runde. Dann wird noch jeder Zentimeter mit dem Vehikel zurückgelegt, auf der Autobahn getankt, oder morgens, wenn's am teuersten ist. Dann braucht ja auch unbedingt jeder in der Famile so ein Ding, obwohl man sich mit ein wenig Willen vielleicht arrangieren könnte.
Sprich, hier leben viele über ihre Verhältnisse!
Die aktuell andauernde Hysterie mit dem Dieselskandal spricht hier Bände.
Die Autobauer verdienen sich durch ihre eigenes Fehlverhalten die goldene Nase und kommen vor lachen nicht in den Schlaf.
Angst war schon immer ein schlechter Ratgeber.
Bevor jetzt tief Luft geholt wird......
Meine Nachbarn und Kollegen sind mir in dem Punkt völlig egal.
Ich kaufe nur 2-3 Jahre alte Autos (macht 30- 40% vom Neupreis) und fahre, bis sie fast auseinander fallen (ca. 10- 12 Jahre) Dann auch noch Euro5 Diesel.
Aber es klappt mit den Nebenkosten.
16.09.2018, 14.19 Uhr
Wolfi65 | Das ist aber ein schlauer Tip
Die Versicherungsbeiträge nicht über das Jahr verteilen, um so die Zinsen zu sparen, sondern am Anfang des Jahres gleich die volle Versicherungsprämie an den Versicherer überweisen.
Dann bekommen wohl die Meisten Autofahrer im Januar auch schon den Lohn für das ganze Jahr überwiesen?
Und die Miete wird dann auch schon im Januar für ein Jahr im Voraus gelöhnt?
Ein Logik ist das.
16.09.2018, 20.26 Uhr
Kobold2 | Ihre Logik Wolfi65
Die Beiträge kommen ja jedes Jahr immer so unverhofft, das man sich nicht darauf vorbereiten kann
Schuld sind ja immer die anderen.
Hauptsache das eigene Weltbild bleibt erhalten.
17.09.2018, 07.54 Uhr
Wolfi65 | Ach Kobold der Zweite
Ich würde mal in Ihren Fall schreiben: Das Thema wurde verfehlt!
17.09.2018, 09.51 Uhr
Leser 3421 | Thema verfehlt?
Mitnichten! Es ist wohl offensichtlich, dass Wolfi nicht mit Geld umgehen kann.
An und für sich ist das nicht schlimm. Für solche Fälle bieten Versicherungen eben auch eine unterjährige Zahlweise an. Aber wem erzähle ich das, nicht wahr?
17.09.2018, 14.34 Uhr
spaßamdienstag | @wolfi65
Sie legen einfach monatlich den Betrag weg, den Versicherungen etc kosten würden, wenn Sie sie monatlich zahlen würden, überweisen dann den Beitrag EINmal im Jahr und freuen sich, dass Sie von der Differenz, die dabei übrig bleibt, nun einmalig schick essen können.
Ja, "eine Logik ist das".

(das bedingt natürlich, dass Sie ein Jahr lang den Gürtel enger schnallen müssen, um die Versicherungskosten für das kommende Jahr "einzuarbeiten". Aber DANN können Sie sich freuen.
Wenn Sie denn überhaupt ein Auto hätten...)
17.09.2018, 14.51 Uhr
Wolfi65 | Oh ja, der Wolfi
Er kann nicht mit Geld umgehen, weil er nicht einsehen will, das eine jährliche Zahlung der Versicherungsprämie die anfallenden Zinsen für halb, viertel oder monatliche Zahlungsweise ihm und anderen erspart.
Ist schon klar.
Aber was bleibt denn im Monat der jährlichen Zahlungsweise dem Versicherten von seinem Lohn/Gehalt noch übrig?
Tja Leser3421, jetzt kommt die Erklärungsnot.
Und mal so am Rande.
In der NNZ wird nicht erzählt sondern geschrieben. Der Rest was Leser4321 schreibt ist alles Pappe!
Und soviel Pappe, das man ganze Wälder dafür abholzen müsste.
17.09.2018, 16.00 Uhr
Wolfi65 | Oh ja, der Spaß am Dienstag
Will wissen, ob der Wolfi ein Auto hat. Die Antwort: Ja hat er. Ein Audi A4.
17.09.2018, 16.14 Uhr
Spätzlevernichter | @Wolfi.... Welche Zinsen?
Es ist doch ganz einfach. Sie zahlen mehr, wenn Sie in Raten bezahlen und weniger, wenn Sie jährlich bezahlen.

Ich könnte es ja verstehen, wenn Sie Ihr Geld bei einer Bank liegen hätten, die Ihnen darauf Zinsen zahlt, die eben höher sind, als das, was Sie an Aufschlag bei monatlicher Zahlweise an die Versicherung abdrücken. Wenn dem so ist, verraten Sie uns bitte die Bank, die Ihnen für 1 Jahr mindestens 5% Zinsen bezahlt (ich glaube, so hoch war der Aufschlag bei monatlicher Zahlung).
17.09.2018, 16.16 Uhr
spaßamdienstag | Der Spaßamdienstag
interessiert sich eigentlich Null für Ihr Auto, Wolfi, er wollte Ihnen nur erklären, was die Vorkommentatoren meinten, da Sie das Prinzip des "Sparen durch nur einmal im Jahr zahlen" nicht verstanden beziehungsweise Angst hatten, dass Sie dann im Januar für nichts anderes mehr Geld hätten.

Da Sie diese immerhin nachdenkenswerten Vorschläge als "Pappe ganzer Wälder" bzw "am Thema vorbei" aburteilten dachte ich mir, ich zeige Ihnen auf, wie es gemeint ist. Dass Sie nicht verstehen können oder wollen, wieso und wie man Geld sparen kann, wenn man nur einmal im Jahr Versicherungsbeiträge bezahlt, ohne sich im Januar nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln leisten zu können ist ja erstmal nicht Ihre wirklich persönliche Schuld, manchmal dauert es halt länger, bis der Groschen fällt - darum dachte mir, ich weise Sie mal auf diesen, Ihren Denkfehler hin.
Ist aber offensichtlich nicht gewünscht.
17.09.2018, 18.16 Uhr
Wolfi65 | Eigentlich habe ich ja keine Lust mehr
Hier in das Detail zu gehen, ist nicht meine Aufgabe und mein Willen.
Wer im Januar gleich soviel Geld hat, alles im Voraus zu bezahlen, der soll das machen.
Wer aber im Monat noch andere Positionen zu bedienen hat, für den ist vielleicht eine andere Zahlungsweise von Vorteil.
Aber hier in der NNZ scheinen nur Gutverdiener sich aufzuhalten, für die mal so ein Tausender für die Autoversicherung kein Problem darstellt.
Also heraus mit der Kohle und die Versicherung ist glücklich, denn schließlich hat man das Geld für das gesamte Jahr schon im Kasten.
Auch wenn das Auto vielleicht schon gar nicht mehr existiert.
Der Versicherte kann sich ja dann einen Anwalt nehmen, um die Überzahlung wieder heraus zu Klagen.
17.09.2018, 19.25 Uhr
h3631 | Wolfi65 hat Recht
Ich gebe Wolfi65 zu 100% Recht. Es soll auch Leute geben die nicht in vorraus zahlen können weil der Lohn nicht reicht.
Die Vorkommentatoren müssen alle genug Geld haben um im vorraus zu zahlen ,aber die Leistungen erst später in Anspruch nehmen.
17.09.2018, 19.49 Uhr
spaßamdienstag | Verzeihung, Wolfi,
aber mir kommt gerade die Frage in den Sinn, welche Forrest Gump immer mit der Bemerkung "Dumm ist der, der dummes tut" kontert.

Sie lesen andere Kommentare wirklich nicht, oder, sonst würden Sie nicht nochmal damit anfangen "wer Anfang des Jahres das Geld hat, alles auf einmal zu zahlen etc..."
Allein ich habe Ihnen schon einen Weg aufgezeigt, wie das durchaus möglich ist (und man sich dabei noch ein wenig Geld selbst in die Tasche lügt, wenn man monatlich so viel weglegt, als würde man monatlich oder Quartalsweise abrechnen, um dann doch alles auf einmal zu zahlen).

Aber damit müssten Sie ja zugeben, dass Ihre Beleidigungen Ihren Mitkommentatoren gegenüber ("Alles Pappe, was Sie reden") gegenstandslos bzw Ihrem eigenem Unverständnis geschuldet waren, und das können Sie natürlich nicht.

Aber letzten Endes haben Sie natürlich recht: jeder macht mit seinem Geld, was er selbst für richtig hält. Was soll die Diskussion also. Mich nerven nur Leute, die sich selbst für so schlau halten, dass sie überheblich werden und dabei gar nicht merken, wie ........
Naja, siehe Forrest Gump.
17.09.2018, 20.53 Uhr
Kobold2 | Ach Wolfi
Nichts verstanden?
Der Fälligkeitstermin ist doch bekannt.
Dann hat man ein Jahr Zeit sich drauf einzustellen.
Macht nach Adam Ries 12 Zahltage.
Wenn's dann nicht hinhaut, ist man ganz alleine Schuld und niemand anderes. Eine Versicherung ist keine Dorfkneipe, wo man sein, Deckel mal bezahlt, wenns wieder passt.
Wenn es dann nicht hinhaut, muss man halt schauen wo man was ändern kann.
Wenn man Geld aus dem Fenster zu werfen hat, muss man es erst mal haben.
Mit Gutverdienern hat das ebenso wenig zu tun.
Bezahlen kann man nur, was man sich auch leisten kann. Aber hier liegt meist das Hauptproblem.
Aber mit ihrer Logik sind sie natürlich bei den Versicherungen gut angesehen.
18.09.2018, 06.20 Uhr
Alanin | Mit dem Voraussparen klappt so lange
, wie man nicht am Anfang des Berufslebens steht und bisher keine Zeit hatte sich das Geld vom Kindergeld absparen zu können. Sicherlich ist das vielleicht irgendwann mal drin, vorausgesetzt man verdient so viel, dass man in irgendeiner Phase seines Lebens das aktuelle Auto bezahlen kann und nebenbei schonmal für das neue Auto anspart - neben der eigentlichen Kaufsumme des Autos natürlich...

Ach ja: Ich zahle jährlich, da ich nicht schlecht verdiene und ich mir irgendwann den Wechsel "leisten" konnte. Allerdings war es gerade am Anfang meines Berufslebens nicht möglich, dass ich mir die kommenden Kosten von irgendwas abspare, da musste ich wohl oder übel den 'Kredit' der Versicherung in Anspruch nehmen.

Wenn man das Beispiel aus dem Artikel auf ein etwas anderes Themengebiet lenkt, könnte man auch sagen, dass man viel Geld sparen kann, wenn man sich die Immobilie auf einen Schlag kauft und nicht monatlich abstottert. Ihre Sichtweise in dem Thema wäre dann, dass man ja schon 20-25 Jahre vorher anfangen kann zu sparen und nebenbei Geld weglegt, damit man dann einfach das Haus auf einen Schlag kaufen kann.

Es gibt einfach Leute, die haben zu keinem Zeitpunkt einfach mal 1000 Euro. Sicher, wenn sie am Anfang des 'Auto-habens' die Kohle übrig hätten, würden sie sicherlich auch jährlich zahlen und dann jeden Monat was weglegen. Aber ich kann mir vorstellen, dass es Leute gibt die einfach mal keine 1.000 Euro auf der hohen Kante haben - zumal zu einem Autokauf nicht nur die Versicherung gehört...

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