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Sa, 07:00 Uhr
15.09.2018
Sicheres Verhalten auf dem Kreuzfahrtschiff

Urlaub ohne Mann über Bord

Es kommt trotz aller Sicherheitsmaßnahmen immer wieder vor, dass Passagiere auf einem Kreuzfahrtschiff über Bord gehen. Am Wochenende ist eine Britin vom Heck eines Schiffs ins Meer vor Kroatien gefallen und glücklicherweise nach zehn Stunden im Wasser weitestgehend unversehrt gerettet worden. Das Kreuzfahrtportal Dreamlines gibt Tipps wie sich solche Unfälle vermeiden lassen und was im Ernstfall zu tun ist...

Sicherheitseinweisung ernst nehmen

Zu Beginn jeder Kreuzfahrt macht die Crew mit allen Passagieren eine Sicherheitseinweisung. Dabei wird auf die Gefahren an Bord hingewiesen und Passagiere lernen, wie sie sich im Notfall verhalten sollen.

Diese Übung ist verpflichtend und wird wie die Sicherheitsübung im Flugzeug häufig als Zeitverschwendung angesehen. Die aktive Teilnahme kann aber Leben retten.

Nicht zu nah an die Reling

Je größer die Schiffe sind, desto sicherer fühlt man sich an Bord. Und das auch zu Recht. Dennoch sollten Passagiere nie vergessen, dass sie sich auf offener See befinden. „Natürlich können Sie bedenkenlos an der Reling stehen“, sagt Kreuzfahrt-Experte Niklas Schweda von Dreamlines. „Aber achten Sie auf einen sicheren Stand und klettern Sie auf keinen Fall auf oder gar über die Reling. Auch wenn das Selfie dann noch ein bisschen schöner wird. Es besteht Lebensgefahr!“

Vorsicht mit Alkohol

Auf dem Kreuzfahrtschiff herrscht ausgelassene Urlaubsstimmung. Dazu fließt selbstverständlich auch Alkohol und das Gleichgewicht gerät ins Wanken. Nach dem Genuss des einen oder anderen Cocktails, sind die Sinne getrübt und wir werden leichtsinnig. Dann ist es besonders wichtig, sich an Deck vorsichtig zu bewegen und den Blick aufs Meer lieber aus einer gewissen Entfernung zur Reling zu genießen. Am besten im Sitzen auf einem der bequemen Stühle an Deck.

Wetter im Blick behalten

Auf hoher See kann es schnell sehr windig werden. Kommt noch Regen hinzu sind die Decks rutschig und das Gefahrenpotenzial erhöht sich. „Auch wenn die Crew immer versuchen wird, rechtzeitig auf Gefahrensituationen hinzuweisen, sollten Passagiere auch selbst einschätzen, ob das Deck bei der aktuellen Witterung noch sicher ist“, so Niklas Schweda von Dreamlines. Bei starkem Wind ist ein Platz drinnen an einem Panoramafenster nicht nur sicherer, sondern auch gemütlicher.

Flache Schuhe tragen

Kreuzfahrtschiffe liegen dank ausgeklügelter Stabilisatoren in der Regel recht ruhig im Wasser und können den Seegang gut ausgleichen. Dennoch schaukelt es auf dem Schiff häufig ein wenig. Daher empfiehlt es sich, die High-Heels zu Hause zu lassen und lieber flachere Schuhe mit an Bord zu nehmen. Oder die Schuhe für die nächtliche Sternenbeobachtung an Deck auszuziehen, um einen sicheren Stand zu haben.

Rettungsboote sind tabu

Auf der Suche nach Romantik und Zweisamkeit könnte man auf die Idee kommen, während der Fahrt ein Rettungsboot zu besteigen. Die Boote hängen häufig außen am Schiff und schweben teilweise außerhalb der Reling. „Die Rettungsboote sind absolut tabu!“ sagt Niklas Schweda von Dreamlines. Sie dienen der Rettung und werden teilweise zum Tendern eingesetzt. Dann hilft die Crew dabei, dass Passagiere sicher in die Boote steigen können. „Für die eigene Freizeitgestaltung sind die Boote viel zu gefährlich. Wer unbefugt darin erwischt wird, riskiert sogar, dass die Kreuzfahrt für ihn im nächsten Hafen zu Ende ist.“

Richtiges Verhalten im Notfall

Sollte doch einmal der Ernstfall eintreten und jemand geht über Bord sind dieses die wichtigsten Schritte:
  • Rettungsring werfen: Rettungsringe sind in regelmäßigen Abständen auf den Außendecks angebracht.
  • Crew informieren: Egal ob Kellner, Steward oder Animateur, die Crew weiß, was in diesem Fall zu tun ist. Sobald ein Mitglied informiert ist, kann das Rettungsmanöver starten.
  • Uhrzeit notieren: Die genaue Uhrzeit hilft dabei, die Position des Schiffs beim Sturz zu bestimmen und damit den Schiffbrüchigen wiederzufinden.
Tipps zum richitgen Verhalten bei Sturm gibt Dreamlines hier: https://www.dreamlines.de/blog/service-tips/tipps-bei-sturm-auf-kreuzfahrtschiffen/
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Kommentare

15.09.2018, 13.28 Uhr
Schlaubert | Am Wochenende ist eine Britin vom Heck eines Schiffs ins Meer vor Kroatien gefallen ??
Der Vorfall ist bereits am 20.08.18 gewesen .
Mittlerweile bzw. bereits am 22.08.18 gingen die Ermittler von keinem Unglück aus sondern von einem absichtlichen Sprung der Britin.
15.09.2018, 17.05 Uhr
tannhäuser | Und ein gewisser Küblböck...
...ist erst vor einer Woche gesprungen.
Ich empfehle "Passagier 23" von Sebastian Fitzek.
Vor allem denen, die eine Kreuzfahrt planen.
15.09.2018, 20.37 Uhr
Paulinchen | Das ist wie in allen Krankenhäusern...
....auch die sind keine geschlossenen Anstalten. Aus welcher Klinik ist noch kein Patient aus dem Fester oder über den Balkon "gehüpft?" Solange wie diese kranken Menschen allein(!) den Freitod wählen, ist es leider immer noch in Ordung, auch wenns meist nicht die beste Lösung der vermeintlichen Probleme ist.
Traurig ist es immer für die Hinterbliebenen, die vielleicht die "Signale" des psychisch angeschlagenen Familienmitglieds nicht rechtzeitig deuten oder wahrhaben wollten. Sei es drum - der Freitod gehört auch zu unserem Leben.
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