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Mi, 11:31 Uhr
31.10.2018
Erster Vollkostenvergleich mit realitätsnahen Verbrauchswerten

Elektroautos überraschend günstig

Können Elektroautos mit vergleichbaren Benzinern oder Dieselfahrzeugen bei den Kosten mithalten? Eine aktuelle Auswertung des ADAC zeigt: Bei einer Vollkostenrechnung, die den Kaufpreis inklusive Umweltprämie, die Betriebs- und Wartungskosten sowie den Wertverlust einbezieht, schneiden Elektroautos immer öfter überraschend positiv ab...


Dafür hatte der Mobilitätsclub acht im ADAC Ecotest getestete e-Autos mit herkömmlich angetriebenen Modellen verglichen, die in Ausstattung und Motorleistung in etwa mit den elektrischen vergleichbar sind.

Günstiger als die vergleichbaren herkömmlich angetriebenen Autos schneiden vier e-Modelle ab: der BMW i3s, der Hyundai Ioniq Elektro, das smart fortwo coupé EQ prime und das Tesla Model X. Die e-Version des Beststellers VW Golf kommt über alle Kosten auf 48,6 Cent pro Kilometer, der vergleichbar ausgestattete 1.5 TSI Benziner ist mit 49 Cent etwas teurer. Das Dieselmodell (1.6 TDI) ist mit 47 Cent/km im Vergleich am günstigsten.

Wermutstropfen bei fast allen e-Modellen: die Reichweite. Eine alltagstaugliche Reichweite in diesem Vergleich hat allenfalls das Model X von Tesla. Wer aber nur kurze Strecken fährt und die Möglichkeit hat, sein e-Mobil bequem zu laden, der fährt unter Umständen elektrisch billiger.

Grundlage aller Berechnungen ist eine Haltedauer von fünf Jahren bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern. In die Berechnung der Gesamtkosten fließen sämtliche Kosten ein, die beim Autofahren anfallen: Versicherung, Kfz-Steuer, Werkstattkosten (Wartung und Reparaturen), Reifenverschleiß, Kraftstoff/Stromkosten, eine Jahrespauschale für die Wagenwäsche/Wagenpflege und als größter Posten der Wertverlust. Bei den Kraftstoff- bzw. Stromkosten griff der ADAC nicht auf die realitätsfernen Herstellerwerte zurück, sondern zog die aus dem ADAC Autotest ermittelten Werte heran.
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Kommentare

31.10.2018, 14.49 Uhr
altmeister | Halbwahrheiten
Bei der Kostenberechnung ist auf der Seite der Elektroautos unberücksichtigt geblieben, dass auch der Akku gewechselt werden muss, dass staatliche Subventionen nicht ewig gelten, auch ein Elektrofahrzeug indirekt eine Menge CO2 erzeugt, bei der ökologische Bilanz auch die Faktoren der für E-Mobilität notwendigen Eingriffe in die Umwelt, sei es durch Rohstoffabbau, Stromtrassen, Abholzung von Wäldern für Windkraftstandorte, ungelöste Recyclingprobleme usw. eingerechnet werden sollten.
Daher ist auch eine Steuerbefreiung nicht ökologisch zu begründen und somit eine umweltpolitische Augenwischerei.
Bei der Reichweitenermittlung wird z.B. nicht darauf eingegangen, was passiert bei einem strengen Winter oder auch bei Nutzung eines Anhängers.
Eine tatsächlich realistische Berechnung sollte stets ohne Anteil von Subventionen erfolgen! Fördermittel / Subventionen sind ein Fakt, welcher schnell wegfallen kann.
31.10.2018, 17.21 Uhr
LithiumTim | Halbwahrheiten beim ADAC Autovergleich...,
nun, bei den genannten Laufleistungen und den Jahren muss ein Lithium-Ionen- Akku der jetzigen Generation eher noch lange nicht gewechselt werden, die C02 Frage des Akku hat sich jetzt auch schon relativiert, denn die Zahlen auf Faktenbasis sind deutlich günstiger als zuvor immer behauptet! Das Recycling nicht gelöst sei halte ich für ein unbegründetes Killerargument, es gibt sehr wohl und seit Jahren ein wirtschaftliches Recycling hinsichtlich von Kupfer, Nickel oder Kobalt.

Wenn sich der ADAC müht, echte Kostenannahmen zu vergleichen ist das doch richtig so. Ob aber dies beim Verbrenner alles so stimmt, inkl. Treib- Schmierstoffe und Abgasaufbereitung und Folgen, ist da alles klar? Nun, an sich ist der Auto bezogene Kostenvergleich gar nicht so überraschend, wie das insoweit jetzt hier mal dargestellt worden ist. Und nicht nur so danebenbei, es soll in Zukunft doch weniger Verbrenner Treibstoff auf Erdölbasis für die steigende Nachfrage und weiter steigende Kosten eingesetzt werden...
31.10.2018, 20.02 Uhr
altmeister | Nicht fertig nachgedacht
Natürlich geht die Entwicklung stets weiter und auch die Akkutechnologie.
Trotzdem wird bei der CO2 Bilanz ausgeblendet, dass der Großteil der E-Fahrzeuge noch über durch fossile Stromerzeuger hergestellten Strom geladen wird, womit wohl diese Bilanz nicht korrekt sein kann.
Die von Ihnen, @LithiumTom, angesprochenen Recyclingmassnahmen umfassen nicht die daneben anfallenden ausgedienten Wind- und Solarstromerzeuger sowie z.B.die verwendeten seltenen Erden
Sinnvoll wäre eine Förderung der Energieerzeugung der sogenannten erneuerbaren Energien (was physikalisch gesehen absoluter Quatsch ist), wenn parallel zur Energieerzeugung auch die entsprechenden Speicher vorgehalten werden müssten.
Auch sind Sie nicht auf die von mir angesprochenen Alltagssituationen im Anhängerbetrieb und starkem Frost eingegangen, da hier die Fakten noch immer gegen den Elektroantrieb vorhanden sind.
Natürlich ist zu verstehen, dass Sie eine sehr einseitige Ansicht zu diesem Thema haben, sind Sie doch schließlich einer der großen Nutznießer dieser Entwicklung. Somit könnte ich annehmen, daß Ihre Meinung nicht unbefangen ist.
31.10.2018, 21.03 Uhr
LithiumTim | Ja nee is klar,
es ging um einen Kostenvergleich mit etwa realitätsnahen Verbauchswerten. Der ist nicht so sehr unstimmig, wie angemerkt von Ihnen.
Recycling von Stromerzeugern nicht berücksichtigt? Ach so, mal gut das beim Verbrenner die Bohrinsel, die Pipeline, die Raffinerien, die Distribution, die Schäden und Alles und deren Recycling in echt berücksichtigt sind, ha ha ha! Und welche seltenen Erden, neben den genannten Li, Ni, Co (was eher keine seltenen Erden sind, aber natürlich wie Alles in dieser Welt auch einen Karbon Footprint hat.) Und nur nebenbei, ich bin gar kein Begünstigter, Nutznießer oder Lobbyist der Elektromobilität. Ich bin nur für eine sachliche Diskussion...
Und wenn es kalt ist und schwere Lasten gezogen werden, ja da sollte man wohl eher auf mehr KWh Batterie schauen, die Modelle der Hersteller bieten ja diesbezügliche Varianten an, naklar gibt es ggf. ein Limit, wie bei so vielen Verbennern ja auch, die brauchen ja dann auch deutlich mehr Sprit.
01.11.2018, 14.04 Uhr
Paulinchen | Alles kein Problem...
...da haben sich schon findige Entwickler etwas tolles einfallen lassen. In einer der letzten Auto-Bild Ausgaben ist so ein nutzloses E-kleinauto mit Anhänger vorgestellt worden. Im Anhänger befindet sich dann der große Bruder vom kleinen Akku des Autos. Damit fährt dann das familienuntaugliche Auto doppelt so weit, wie mit dem kleinen, eingebauten Akku. Allerdings scheint mir der "Lastzug" auf dem Bild beinahe länger, wie ein VW-Passat Kombi. Aber Parkplatzprobleme kennen wir ja keine...
10.11.2018, 15.12 Uhr
Feldgieker | Warum keine Brennstoffzelle
Warum sträuben sich unsere Möchtegerneliten und unsere superschlauen Automobillobbyisten so sehr gegen einen umfassenden Einsatz der Brennstoffzelle? Es gibt genügend ungenutzten Wind und Solarstrom um den Wasserstoff dafür herzustellen. Gleichzeitig könnten so Lieferwege verkürzt werden da ja an jedem Windpark eine H2 -Erzeugung stehen könnte. Das wäre der richtigere Weg um unseren Enkeln das Überleben zu erleichtern.
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