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Fr, 21:06 Uhr
07.12.2018
nnz-Service-Tipp

Feuchte Wohnungsluft im Winter

In den kalten Wintermonaten laufen auch in Thüringen die Heizungen unter voller Auslastung. Die warme Luft in der Wohnung trifft an den Fenstern und der Außenfassade auf die kalte Luft draußen. Die dort herrschende Temperaturdifferenz führt häufig zur Bildung von Kondenswasser - die Gefahr von Schimmel in der Wohnung steigt. Warum das besonders die Haushalte in Thüringen trifft und was dagegen zu tun ist, erklärt dieser Ratgeber...

Gegen Schimmel (Foto: kayelleallen/pixabay.com)
Kondenswasser an Fenstern entsteht häufig bei älterer Verglasung. Alte Fenster sind schlecht isoliert und stellen die kälteste Stelle im Raum dar. Das Kondenswasser sammelt sich immer dort, wo die Temperaturdifferenz zwischen Außen- und Innenluft am geringsten ist - und das sind dann eben die Fenster.

In Thüringen klagen bundesweit die meisten Haushalte über zu hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung. Das liegt keinesfalls daran, dass in diesem Bundesland die Winter besonders kalt sind. Die Ursache dafür ist in der Bebauung zu finden. Bundesweit gehört Thüringen zu den Bundesländern mit dem höchsten Bestand an Altbauten. Das ist ein Ergebnis der Gebäude- und Wohnungszählung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Mehr als jedes zweite Gebäude in Thüringen ist demnach ein Altbau. Fehlende moderne Isolierung und Dämmerung führt zur erhöhten Bildung von Kondenswasser in der Wohnung.

Unterschätztes Gesundheitsrisiko

Nasse Fenster im Winter sind eine Gefahr für die Gesundheit. Das Kondenswasser kann zur Bildung von Schimmel führen, dass wiederum krankmachen kann. Auch ohne die Bildung von Kondenswasser kann Schimmel wachsen, dafür reicht schon eine relative Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 Prozent an der Oberfläche der Fenster.

Die Folgen einer dauerhaft hohen Luftfeuchtigkeit schlagen sich auf die Gesundheit nieder. Kopfschmerzen, Übelkeit oder Husten sind die ersten Vorboten. Wer nichts gegen das Kondenswasser unternimmt, kann chronisch erkranken. Allergische Reaktionen, Lungen- und Herzkrankheiten und Ekzeme sind die Folge. Bevor es so weit kommt, ist das Netzwerk der Schimmelpilzberatung zu kontaktieren.

Erste Hilfe bei Schimmel

Betroffene Haushalte erhalten dort eine erste Hilfe. Gegen zu viel Feuchtigkeit in der Wohnung hilft oft schon das regelmäßige Lüften der eigenen vier Wände. Der Austausch der Zimmerluft führt die feuchte Luft nach Außen ab. Zudem muss die Raumtemperatur im Winter korrekt eingestellt sein. Im Winter sollte sie nicht unter 20° C fallen. Je geringer die Raumtemperatur ist, umso weniger Feuchtigkeit kann sie aufnehmen und umso mehr Feuchtigkeit bildet sich an den Fenstern.
Wenn selbst die gründlichsten Maßnahmen nicht helfen, muss ein Profigerät her, wie z.B. von der BRUNE Luftbefeuchtung Proklima GmbH.
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