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Di, 07:28 Uhr
12.02.2019
ifo München

Rente mit 63 wird teurer als gedacht

Die Rente mit 63 wird teuer als gedacht. Laut einer Berechnung des Münchner ifo Instituts sind durch die Rente mit 63 von 2014 bis 2016 direkte Mehrausgaben von 6,5 Milliarden Euro entstanden; die Bundesregierung hatte in ihrem Gesetzentwurf nur fünf Milliarden Euro erwartet...

Rente mit 63? (Foto: zstupar/pixabay.com)
„Werden Ausfälle an Steuern und Sozialbeiträgen hinzugerechnet, liegen die Gesamtkosten in dem Zeitraum sogar bei 12,5 Milliarden Euro. In den kommenden Jahren ist mit weiter steigenden Kosten zu rechnen, wenn noch größere Geburtsjahrgänge die abschlagsfreie vorzeitige Rente in Anspruch nehmen können“, sagen die ifo-Forscher Carla Krolage und Mathias Dolls.

Menschen, die die Rente mit 63 in Anspruch nehmen können, gehen durchschnittlich 5,4 Monate früher in Rente als vergleichbare Personen, die nur mit Abschlägen in den vorzeitigen Ruhestand gehen können. „Insbesondere erwerbstätige Männer reagieren stark auf die Reform. Sie gehen durchschnittlich 9 Monate früher in Rente, Frauen im Schnitt 4 Monate“, sagen Krolage und Dolls.

Personen, die die Rente mit 63 in Anspruch nehmen können, bekommen im Durchschnitt deutlich höhere Renten als Menschen, die nur mit Abschlägen in Frührente gehen können. „Die ‚Rente mit 63‘ schwächt die Nachhaltigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie stellt eine mit hohen Kosten verbundene Umverteilungsmaßnahme von Beitragszahlern und Beziehern kleinerer Renten zu Rentnern mit vergleichsweise hohem Einkommen dar“, sagen Krolage und Dolls.

Die Rente mit 63 erlaubt es Versicherten, mit 45 Beitragsjahren ohne finanzielle Einbußen durch Abschläge in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Zu den 45 Jahren zählen Kindererziehungszeiten und bestimmte Zeiten der Arbeitslosigkeit. Falls die 45 Beitragsjahre nicht erreicht werden, müssen Versicherte nach aktuellem Rechtsstand bei einem Renteneintritt mit 63 Jahren je nach Geburtsjahrgang Abschläge von 7,2 bis 9,9 Prozent in Kauf nehmen.
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Kommentare

12.02.2019, 10.03 Uhr
N. Baxter | gebt es doch endlich offen zu
wir müssen bis 70 und länger malochen, um euch und vielen anderen das Leben so angenehm wie möglich zu machen
12.02.2019, 12.31 Uhr
henry12 | Rente mit 63
Müssten alle in diesem Land ihren Beitrag zu einem einheitliches Rentensystem leisten, bräuchte man es den
63 jährigen nach 45 Arbeitsjahren nicht vorhalten.
12.02.2019, 12.34 Uhr
marco2014 | Regierung
...und Politiker: schämt Ihr Euch nicht?!
Wir schuften und schuften damit wir als Rentner in Altersarmut leben dürfen?!
Wo gehen denn all die Steuern hin?!
An Euch und den Migranten die nix tun und alle auslachen?
Die älteren Generationen,die Kriege mitgemacht haben und Stein auf Stein unser Land aufbauten oder unsere Eltern,die ihr Leben lang in Schichten gearbeitet haben knabbern schon am Hungerstock.
Eine Schande.
Und wir kriegen dann gar nix mehr.
Werdet mal munter und schämt Euch!
Aber mich wundert in dem Staar nichts mehr.
Armes Deutschland!
12.02.2019, 15.33 Uhr
Paulinchen | Leider sind...
... auch bei dem derzeitigen Rentengesetz alle gleich. Auch die, welche in Deutschland keine Sekunde gearbeitet und kein Wort Deutsch sprechen und schon über 40 Jahre hier leben. Wenn ich Morgen in ein anderes Land verziehe, dann erwartet das Gastland von mir, dass ich meine Rente aus meinem Heimatland beziehe. Warum machen wir es nicht in unserem Land ebenso? Wenn von "daheim" nichts kommt, dann ist der Aufenthalt in der Wahlheimat eben zu Ende, bevor er angefangen hat. In diesem Fall sind es wohl 90 Tage.
12.02.2019, 16.09 Uhr
Leser X | Manipulierte Diskussion
Der ganzen Diskussion um dieses Thema wird von der Politik ein Mantel der Manipulation umgehängt. Bedenkt man die Profitrate und Produktivität heutiger ausbeutungsintensiver Arbeit, wäre es ein leichtes, Menschen spätestens mit 60 in den verdienten Ruhestand zu schicken.

So wird eine ganze Manipulationsindustrie auf die armen Menschen losgelassen, die jeden Tag von früh bis spät nichts als Demut predigen, während an anderer Stelle der von der Gesellschaft produzierte Reichtum verprasst und verbrannt wird.
12.02.2019, 16.20 Uhr
Alfred | Alfred
Wer 45 Jahre gearbeitet hat und in die Krankenkasse eingezahlt hat, der muss doch in Rente gehen können, ohne Abzüge! Die meisten bekommen ihre 45 Jahre überhaupt nicht voll.
12.02.2019, 16.37 Uhr
emmerssen | Wann endlich...
zahlen alle, und damit meine ich Selbstständige, Beamte, Politiker usw. in eine einzige Rentenkasse ein. Dann reicht es auch für alle und dieses Gejammer : es wird zu teuer und wir haben uns verrechnet; hört auf. In anderen Ländern funktioniert es doch auch. Neue Gesetze und neue Leute am Ruder braucht das Land !
12.02.2019, 18.01 Uhr
Wolfi65 | Genau so ist das, Herr Alfred
Wer schafft denn noch 45 Betragsjahre?
Die Meisten sind in der Zeit entweder zum X.Mal entlassen und oder schon in den ewigen Jagtgründen.
Es soll aber wohl vereinzelt Bürger der BRD geben, welche die Kriterien erfüllen.
Das ist aber nicht dem Scheinrechtstaat Weimar 2.0 zu verdanken, sondern der ehemaligen DDR, wo es zu lückenlosen Betragszeiten kam, welche in das schöne und wunderbare Vereinigte Deutschland mit hinüber genommen wurden.
Dadurch hatten viele zur Wende wenigstens einen gewissen Grundstock an Beitragsjahren in die Rente eingezahlt, welche in der BRD nimmer mehr erreicht werden konnten und können.
Es sei denn, man sitzt als Manager in irgendwelchen Aufsichtsräten, und lässt es sich jetzt und auch noch im hohen Alter gut gehen.
Selbstverständlich ist man dann nicht auf das staatliche Sterbegeld angewiesen und hat in eine Privatrente ausserhalb Deutschlands eingezahlt.
Dann scheint auch noch bis in das Hohe Alter jeden Tag finanziell die Sonne und man kann sich hier und da noch etwas leisten.
Suppenküchen und Sozialämter sind nur für die Doofen da, welche keine Arbeit haben, oder von den paar Kröten zum Zahltag nicht Leben können.
So ist das in der Weimarer Republik 2.0.2
In den Ar...gekniffen Tag und Nacht.
12.02.2019, 18.58 Uhr
Mueller13 | @ emmerssen - Ergänzung
Die Selbständigen zahlen schon in die Rentenkasse ein (jährlicher Rentenzuschuss aus Steuermitteln in Höhe von 90 Mrd). Für diesen Zahlung bekommen die Selbständigen aber keine Anwartschaft.

PS1: wenn die Selbständigen offiziell einzahlen müssen, werden sie auch offiziell etwas herausbekommen wollen.

PS2: man hat als Selbständiger in der Gründungsphase nicht die Mittel um 20% seines Einkommens wegzudrücken. Dadurch wird Selbständigkeit noch mehr erschwert. Wir brauchen aber mehr Selbständige und nicht weniger.
12.02.2019, 19.11 Uhr
Mueller13 | @ Wolfi mal wieder
Ich ärgere mich zwar jedes Mal wenn ich Ihnen antworte, auf der anderen Seite kann man Ihr Gesülze auch nicht einfach so stehen lassen.

Zitat: "Wer schafft denn noch 45 Betragsjahre?"
-> die meisten

Zitat: "Die Meisten sind in der Zeit entweder zum X.Mal entlassen und oder schon in den ewigen Jagtgründen."
-> schon mal was von Fachkräftemangel gehört?
-> was kann der Staat dafür, wenn die Person früh stirbt?

Zitat: "Es soll aber wohl vereinzelt Bürger der BRD geben, welche die Kriterien erfüllen."
-> Nein, die meisten schaffen das. Genau für die gibt es ja die Rente mit 63... und offensichtlich nehmen das viele in Anspruch.

Zitat: "Das ist aber nicht dem Scheinrechtstaat Weimar 2.0 zu verdanken, sondern der ehemaligen DDR, wo es zu lückenlosen Betragszeiten kam, welche in das schöne und wunderbare Vereinigte Deutschland mit hinüber genommen wurden."
-> Wie lebt es sich so im Gestern? Die DDR ist Geschichte, kommen Sie damit klar. Und nein, die DDR war kein Paradies (gewiss für die meisten auch keine Hölle).

Zitat: "Es sei denn, man sitzt als Manager in irgendwelchen Aufsichtsräten, und lässt es sich jetzt und auch noch im hohen Alter gut gehen."
-> Genau, alle die 45 Jahre gearbeitet haben sind Manager. Alle anderen schaffen das nicht. Oh Mann...

Zitat: "Dann scheint auch noch bis in das Hohe Alter jeden Tag finanziell die Sonne und man kann sich hier und da noch etwas leisten."
-> Den Rentner ist es noch nie so gut gegangen wie von der Wende bis jetzt und den Rentner wird es nie wieder so gut gehen. Sie bekommen doch noch was, obwohl sie vermutlich seit der Wende nichts gross eingezahlt haben. Sie dürfen an diese Stelle einmal kurz danke sagen, an diejenigen, die das alles finanzieren.

Zitat: "Suppenküchen und Sozialämter sind nur für die Doofen da, welche keine Arbeit haben, oder von den paar Kröten zum Zahltag nicht Leben können."
-> Nein Suppenküchen sind für die da, die es während Ihres Arbeitslebens nicht geschafft haben, eine entsprechende Anwartschaft oder ein entsprechendes Vermögen aufzubauen. Den Betrag, den Sozialämter auszahlen, wird im übrigen von Leuten erwirtschaftet, die arbeiten gehen (und das mitunter 45 Jahre).
12.02.2019, 19.21 Uhr
Mueller13 | @ Leser X - nix Produktivitätsrente
Man kann Produktivitätssteigerungen nichts zurücklegen und davon später partizipieren. Das widersprecht jeglicher betriebswirtschaftlicher Logik.

Wenn ich etwas toll und schneller mache als andere, können Sie davon ausgehen, dass mein Prozess adaptiert wird. Der Produktivitätsvorsprung löst sich auf. Gleichzeitig löst sich auch mein Zusatzprofit aus diesem Produktivitätsvorsprung auf, weil jetzt einfach der Prozess/das Produkt billiger angeboten wird.

Eine erhöhte Produktivität fließt am Ende immer in niedrigere Preise (falls kein Monopol existiert). Aber eine Rente werden wir davon nie finanzieren können.
12.02.2019, 20.00 Uhr
Wolfi65 | Wieviel bekommen Sie für den Schmarrn...
Den Sie hier zu Tage bringen? @ Müller13. Aber schön Texte von anderen wiedergeben, klappt ja zumindest. Ich würde ja am liebsten im Gerstern leben. Leider werde ich fast jeden Tag von den Vertretern des Rechtstaates daran erinnert, das endgültig die Losung „ Wir sind das Volk“ fehl am Platze ist. Besser passt: „Wir waren das Volk“. Übrigens Herr Müller: Sülze schmeckt sehr gut zu Bratkartoffeln mit einem Schuss Creme Fresch.
12.02.2019, 20.35 Uhr
Leser X | Mueller13
Und was folgt aus Ihren Ausführungen? Dieses kranke System der kapitalistischen Knechtschaft darf nicht die Zukunft sein. Es wird immer einen Teil des gesellschaftlichen Reichtums privatisieren und einen großen Teil des Volkes ausrauben. Man kann es auch als Rassismus mit der finanziellen Keule bezeichnen. Man muss sich nicht mit diesen Zuständen abfinden. Man darf sich zumindest empören.
13.02.2019, 08.38 Uhr
Spätzlevernichter | @Müller13... Produktivitätsrente
... Da haben Sie ja mal eine richtig nette Idee gehabt. Natürlich ist es möglich, die Renten Kassen von der Produktivität partizipieren zu lassen, das wissen Sie so gut wie ich.

Steigende Produktivität kommt den Unternehmen zu Gute, die mit ihren FuE - Ausgaben genau diese Produktivitätssteigerung erreicht haben. Im Ergebnis sinken die Stückkosten, was bei konstanten Kapazitäten zu steigendem Output und bei konstanter Nachfrage zu sinkenden Preisen führt. Sie und ich wissen das der Kostenvorteile nicht eins zu eins im Produktpreis landet.

Wo wäre da der Sinn der Produktivitätssteigerung? Und genau an dieser Stelle könnte man ansetzen. Eine prozentuale Abgabe ähnlich der Umsatzsteuer würde einen Teil des Produktivitätszuwachses "abfischen". Also warum nicht einen Teil des Umsatzsteueraufkommens der Rentenkasse zuführen... Und schon ist ein Teil der Produktivität verrentet...
13.02.2019, 09.43 Uhr
Mueller13 | @ Spätzle - widerspricht der Theorie
Wenn dem nicht so wäre, dass die Produktivitätssteigerung komplett in den Preis wandert (natürlich abzgl. der Kosten für das Erreichen der PS), würde unsere Marktwirtschaft nicht funktionieren. Das wäre nur in einem monopolistischen Umfeld möglich.

Kleines Beispiel: Wir haben 10 Hersteller eines Produkts. Bisher kostet die Herstellung eines Stücks 100Lire. Durch eine neue Maschine kann er es jetzt für 50Lire herstellen. Was wird er machen? Er wird die Produkte für 80Lire anbieten und am Anfang eine Pioniergewinn einstreichen. Die anderen werden aber nicht zusehen, wie er jetzt alle Aufträge für 80Lire einstreicht, sondern sich auch die neue Maschine zulegen und seinen Preis unterbieten. Dieses Spiel wird solange gehen, bis sie alle bei 50 ankommen oder aber Pleite gehen, weil sie nichts mehr absetzen, weil ein anderer es ja günstiger herstellen kann.
Marktwirtschaft halt. Einen Produktivitätsüberschuss, den man verteilen kann, entsteht am Ende nirgendwo. Und bedenken Sie, die Produktionszyklen haben sich extrem verkürzt.
An welcher Stelle wollen Sie denn in diesen Prozess eingreifen und denjenigen bestrafen, dass er effizienter wird?
13.02.2019, 11.10 Uhr
Fönix | Zum Thema Rente und Gerechtigkeit:
Während die Unternehmensgewinne rasant gestiegen sind, hat sich das Rentenniveau (vor Steuern) in den letzten 40 Jahren von 60 Prozent auf 48 Prozent reduziert, und das bei steigender Lebensarbeitszeit. Dazu kommt, dass nach der Jahrtausendwende viele Mittfünfziger mit speziellen Arbeitszeitmodellen (z.B. Blockmodell mit Freistellungsphase) frühzeitig in den Ruhestand gehen konnten, was trotz der damit verbundenen Abschläge bei dem damals noch deutlich höherem Rentenniveau zu meist auskömmlichen Renten führte. Für die Rentenkassen und damit für alle Beitragszahler bedeutete das deutlich höhere Pro-Kopf-Ausgaben für diese privilegierte Gruppe. Das im gleichen Zeitraum im Zuge der Privatisierung von Bahn, Post und Telekom Hunderttausende noch deutlich früher in den Ruhestand geschickt wurden (einzelne schon mit Ende 30 !), sei hier nur am Rande erwähnt.
Der eigentliche Skandal ist die Tatsache, dass die Höhe der Beamtenpensionen nach nur 40 Jahren Anwartschaftszeit nach wie vor über 70 Prozent (derzeit bei 71,75 Prozent) liegt, wohlgemerkt bezogen auf das letzte, also in der Regel auf das höchste Einkommen, sofern es mindestens 2 Jahre lang bezogen wurde. Ich habe hier bewusst vereinfacht und deshalb mögliche Pensionszulagen und Anpassungszuschläge genauso wie das hier immer noch mögliche Blockmodell weggelassen, sonst wird das ein ellenlanges Pamphlet. Unter dem Strich bleibt die Tatsache, dass die Rente eines gewöhnlichen Eckrentners (in den Alten Bundesländern !) nach über 45 Jahren Arbeit nicht einmal halb so hoch ist wie die durchschnittliche Beamtenpension. Bernd Raffelhüschen hat bereits 2005 einen Barwert der Pensionslasten der Bundesländer von 1,8 Billionen Euro ermittelt. Dieser Wert ist höher als die Gesamtverschuldung der öffentlichen Haushalte, und die ist nach wie vor gewaltig.
Der Eckrentner, der 2030 in Rente geht, wird mit seiner Rente nicht einmal die Armutsgrenze von 938 € erreichen. Da in den Neuen Bundesländern über 30 Prozent im Mindestlohnbereich arbeiten und nur wenige den Anspruch im Regelsatzbereich überhaupt erreichen, kann sich jeder ausmalen, wo die Reise für die Mehrzahl der fleißigen Arbeitnehmer hingeht: Altersarmut.
Die Antwort der deutschen Politik lautet: Noch längere Arbeitszeiten bei noch weniger Rente. Wer sich vom aktuellen Wahlkampfgeschrei nach einer Mindestrente (ob mit oder ohne Bedürftigkeitsprüfung) täuschen lässt, hat selber schuld. Die einzige Lösung, die deutlich gerechter wäre, liegt in einer gemeinsamen Rentenkasse für alle Bürger, die das zunehmende Ungleichgewicht zwischen Pensionen und Renten endlich in den Orkus führt. Vernünftige ausgewogene Lösungen würden übrigens auch vielen kleinen Unternehmern helfen, unabhängig von Konjunkturschwankungen und lobbygelenkten Gesetzesänderungen eine solide Altersvorsorge aufzubauen. Ich werde jedenfalls keine Partei unterstützen, die die unzeitgemäßen Strukturen in der Altersversorgung (und analog auch im Gesundheitswesen) nicht schnell, grundlegend und nachhaltig reformieren will. Länder wie Österreich zeigen, dass gerechtere Lösungen keine Utopie bleiben müssen.
13.02.2019, 11.35 Uhr
Spätzlevernichter | @Müller13... Theoretisch haben Sie ja absolut Recht,
... allerdings würde in Ihrem Beispiel die Produktivitätssteigerung zu einem Umsatzrückgang führen, da Sie den Absatz komplett außer Acht lassen. Die Frage ist doch: führt eine in Ihrem Beispiel am Ende gesamtwirtschaftliche Produktivitätssteigerung am Ende zu Gesamtwirtschaftlichen Umsatzwachstum? Können Ihre 10 hersteller, bei Preisen zu 80 mehr Umsatz generieren als zu Preisen von 100. Nur dann hätte ja die Produktivitätssteigerung bezogen auf das eine Produkt einen Sinn.

In der Realität sinken nicht nur die Kosten, sondern durch Innovation steigt auch der Nutzen. Damit ist das Kosten/Nutzen - Verhältnis für den Verbraucher /Investor günstiger. Die Nachfrage und damit der Umsatz sollte steigen.

Ist das der Fall, könnte ein Teil des ohnehin besteuerten Umsatzes der Rente zugeführt werden. Nicht das Unternehmen zahlt, Müller13... sondern wie immer der Verbraucher.

Es ging nur um die Möglichkeit von produktivitätsabhängigen Renten. Nur ein Gedankenspiel.
13.02.2019, 11.43 Uhr
Spätzlevernichter | @Fönix...sehe ich ähnlich...
... Alle zahlen ein, alle partizipieren... Das wäre ein echtes Solidaritätsprinzip.
13.02.2019, 12.27 Uhr
Mueller13 | @Spätzle - dann schwurbeln Sie doch nicht
Nennen Sie es doch beim Namen: Sie wollen den Konsumenten stärker belasten, sprich die Umsatzsteuer erhöhen. Sagen Sie es doch einfach.
Der Verbraucher soll durch Konsum seine eigene Rente finanzieren ;-).
Ihr Vorschlag trifft im übrigen die Geringverdiener besonders hart, weil die nämlich 100% ihres Einkommens verkonsumieren müssen.
13.02.2019, 14.47 Uhr
Spätzlevernichter | @Müller13... Was soll das?
Ich will gar nix... Außer über Ihre Einlassung diskutieren, dass man Renten nicht an Produktivitätszuwächse koppeln kann.

Habe genau deshalb hinzu gefügt: Nur ein Gedankenspiel.

Warum sind Sie so auf Krawall gebürstet? Holen Sie mal tief Luft...
13.02.2019, 15.15 Uhr
Psychoanalytiker | Nach dem "Geschwafele" von ...
Spätzlevernichter und Müller13 über Produktivität und Umsätze möchte ich Fönix ausdrücklich Recht geben. Gleichzeitig möchte ich zum wiederholten Mal darauf hinweisen, dass die mit Trommeln und Fanfaren angepriesene und hochgelobte Festlegung des Rentenniveaus auf 48 Prozent dahingehend eine Frechheit darstellt, da dies für die meisten Rentner und Rentenanwärter mit einem Fall unter die Armutsgrenze verbunden ist. Die liegt nämlich laut VdK und anderen Sozialverbänden bei 60 und weniger Prozent des bundesdeutschen Durchschnittsverdienstes. Zu gut Deutsch, ein Rentner, der einst diesen Durchschnitt verdiente (und das musste er erst eimmal schaffen) erhält nur 48 Prozent an Rente (brutto).

Nun gibt es viele Rechenmodelle und ein "Experte" übertrifft den jeweils anderen. Bei meiner Betrachtung sind 48 Prozent weniger als die 60 Prozent, die die Armutsgrenze bilden, da nutzen auch die Beteuerungen der Politiker zur Rentengerechtigkeit und Würdigung der Lebensleistung in meiner Betrachtungsart nichts.

Und nun noch zu Herrn Heil, seinem Ministerium und dem Ansinnen, niedrige Renten anzuheben. Selbst wenn er und die SPD es ehrlich meinen sollten, es scheitert spätestens dann, wenn der Koalitionsfrieden gefährdet wird. Dann wird die SPD, die bereits jetzt den Wahlkampfs-Rettungsanker auswerfen will, scheitern und wieder einmal das machen, was die CDU will. Das ist genau so ein Punkt, der den Gegnern einer GroKo wieder einmal Recht geben wird ....
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