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Mo, 11:32 Uhr
09.12.2019
Geschäftsführung zu Verhandlungen aufgefordert

Warnstreiks nicht ausgeschlossen

Die Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen bei der Firma mbw Metallveredelung GmbH ist seit Jahren gewachsen. Die Mitgliederversammlung der IG Metall forder die Geschäftsführung nun zu Verhandlungen auf und droht mit Warnstreiks...

Mit der Ausgliederung der Galvanik aus der Dura GmbH Einbeck in den Neunzigerjahren, ist das Unternehmen aus dem Flächentarifvertrag ausgetreten. Seitdem gab es nur moderate Entgelterhöhungen, sodass der Abstand zum Flächentarif ständig größer wurde. Die Arbeitszeit beträgt wieder 37,5 bis 40 Stunden Stunden/Woche.

Damit wollen sich die mbw Mitarbeiter an den Standorten in Einbeck (Niedersachsen) und Mühlhausen (Thüringen) nicht mehr zufriedengeben und haben ihre IG Metall beauftragt mit der Geschäftsführung über die stufenweise Übernahme der Flächentarifverträge für das Galvanik Handwerk zu verhandeln. Bei der ersten Verhandlung am 26./27. 11.2019 in Mühlhausen wollte die Geschäftsleitung keine konkrete Zusage zur Aufnahme von Tarifverhandlungen mit der IG Metall machen. Daraufhin sind die Tarifverhandlungsparteien ohne Ergebnis auseinandergegangen.


Jetzt hat die Geschäftsleitung mitgeteilt, dass sie aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation im Dezember 2019 kein Weihnachtsgeld zahlen könne.

Auf der am Samstag stattgefundenen Versammlung in der Nähe von Mühlhausen, haben die IG Metall-Mitglieder über die weiteren Schritte beraten, wie sie ihrer Forderung zur Tarifbindung verstärkt Nachdruck verleihen können.

„Nach unseren Informationen hat die mbw-Gruppe in den letzten Jahren sehr gut Geld verdient. Davon haben aber die Beschäftigten in den mbw Standorten nicht profitiert. Das wollen wir mit einer Tarifbindung ändern. An der Forderung einer stufenweisen Übernahme der tariflichen Regelungen aus dem Flächentarifvertrag für das Galvanikhandwerk führt kein Weg vorbei“, so Bernd Spitzbarth und Ulf Halbauer von der IG Metall. „Sollte sich die GL nicht bereit erklären, zeitnah weitere Tarifverhandlungen mit der IG Metall zu führen, wird sich die IG Metall an den Standorten Einbeck und Mühlhausen auch Warnstreiks vorbehalten“.
Alexander Scharff
IG Metall Nordausen
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