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Do, 10:49 Uhr
23.01.2020
Neue Abgas-Zielwerte

Kein Hersteller schafft die Vorgaben

Europas größtes Automagazin, AUTO BILD, wirft einen prüfenden Blick auf die aktuellen Emissionsvorgaben für Neuwagen. Seit Jahresbeginn gilt für Kohlendioxid (CO2) ein Flottenverbrauch von 95 Gramm pro Kilometer. Zumindest in der Theorie. Und in der Praxis...

Bild von Paulina101 auf Pixabay

Auf Basis der von AUTO BILD gemessenen Realverbräuche liegen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Keines der 15 meistverkauften Autos in Deutschland hält den Wert ein. Umgerechnet auf die Reichweite ergibt sich ein enttäuschendes Bild.

95 Gramm CO2 pro Kilometer, das ist der Wert, den Autohersteller seit Jahresbeginn für ihre Fahrzeugflotten eigentlich einhalten müssen. Dieses Emissionsziel entspricht umgerechnet auf den Verbrauch 4,1 Liter Benzin und 3,6 Liter Diesel pro 100 Kilometer. Wie weit die Autobauer von dieser Vorgabe in der Realität tatsächlich entfernt sind, zeigt AUTO BILD in aussagekräftigen Diagrammen. Statt 100 Kilometer schaffen viele Modelle oft nur knapp die Hälfte an realer Reichweite.

So hat beispielsweise der VW Tiguan 2.0 TSI mit 180 PS schon mit seiner Werksangabe von 7,3 Liter Super nur eine Reichweite von 56 Kilometern, wenn man das 95-Gramm-Ziel zugrunde legt. Noch drastischer wird es beim gemessenen AUTO BILD-Realverbrauch: Der beträgt 9,2 statt 4,1 Liter. Damit liegt die Tiguan-Reichweite nur bei 45 statt 100 Kilometern.

„Unter den Auto-Bestsellern in Deutschland schafft es momentan einzig der Ford Fiesta 1.5 TDCI, den Abgaswert auf dem Papier einzuhalten“, sagt Redakteur Jörg Maltzan. Laut Werksverbrauch hat der Diesel 103 Kilometer Reichweite, weil er 0,1 Liter weniger verbraucht als vorgeschrieben. Gemessen indes hat AUTO BILD 4,1 Liter, was einer Reichweite von nur 88 Kilometern entspricht.

„Die Hersteller werden sich mächtig anstrengen müssen, mit E-Autos und sparsamen Motoren die ehrgeizigen Ziele zu erreichen“, resümiert Maltzan.

Den ganzen Artikel zu den neuen EU-Abgaszielwerten lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 4/2020 von AUTO BILD, die heute erscheint.
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Kommentare

23.01.2020, 12.23 Uhr
Psychoanalytiker | Sie müssen mich belogen haben, meine Lehrer ...
Ich lernte einst, dass Fahrzeuge mit Benzinmotor im Vergleich zum Dieselmotor MEHR CO2 ausstoßen. Der Diesel hat zwar mehr andere Schadstoffe (z.B. Feinstaub) zu bieten, aber bei CO2 sei es halt umgekehrt. Wenn also (entsprechend des Artikels) bei selben CO2 Ausstoß, der Diesel einen geringeren Verbrauch auf 100 km haben darf (nur 3,6 Liter statt 4,1 Liter), muss er ja mehr CO2 produzieren !??!

Also, wurde ich nun "lebenslang" von meinen Lehrern (die noch Lehrer waren !!!) oder heute von "Umwelterklärern" verar...t ?

Übrigens lernte ich einst auch, dass "unreife Früchte" meist "grün" sind ...

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23.01.2020, 13.41 Uhr
Flitzpiepe | Ja, stimmt
Benzin 2,35 kg CO2 pro Liter
Diesel 2,65 kg CO2 pro Liter
Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt, 2019

Durch den höheren Energiegehalt von Diesel und dann aber wieder schwereren Dieselmotoren gleicht sich das wieder aus.

Fazit: Benziner und Diesel stoßen fast gleich viel CO2 auf der selben Strecke aus. Der Benziner stößt halt viel weniger Schad­stoff­partikel aus.

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23.01.2020, 14.52 Uhr
Psychoanalytiker | CO2
Ich habe nochmal nachgelesen, und ... meine Lehrer haben mich offenbar nicht belogen und ich habe zudem in der Schule gut aufgepasst. Der BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.) schreibt auf seiner Internetseite unter anderem: "... Dabei punktet der Dieselmotor grundsätzlich im Vergleich zum Benziner mit seinem geringeren Kraftstoffverbrauch und einem signifikant geringeren CO2-Ausstoß. Durch das Selbstzündungsverfahren wird die Energie im Kraftstoff wesentlich besser ausgenutzt."

So, so ... "signifikant geringerer CO2-Ausstoß" also. Ich las auf einer anderen Internet-Seite von ca. 25 Prozent.

Also wer verar...t uns nun ... und warum?
Wenn heut' zutage Lehrer (!) bei Tests bis zu 12 Fehler machten und in Sachsen (?) Polizeibewerber in einem Diktat 24 (!) Fehler machen dürfen, um den "Eignungstest" zu bestehen, braucht man sich über NICHT'S mehr zu wundern. Wahrscheinlich waren unsere "Umweltretter" im Unterricht auch viel "Kreide holen".

Aber wir schaffen das ...

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23.01.2020, 15.02 Uhr
N. Baxter | eins und eins macht vier
Diesel ist böse wegen der NOx Emissionen, dann steigen viele auf Benziner um aber nur hat man das Problem mit dem "signifikant" höheren CO2 Ausstoß, was nun wieder rum die Klimaziele gefährdet.
Aber den Leuten nun zu sagen, Benziner sind auch böse(r) ist noch zu verfrüht... das kommt erst noch... ...später...

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23.01.2020, 15.11 Uhr
andreaspaul | @Psychoanalytiker das Hauptproblem ist:
wie bekomme ich etwas weg,was schon da ist ! Ohne Zweifel ist mehr CO2 da als es noch vor 100 oder 500 Jahren da war.Über was wir hier diskutieren ist das Pferd vom Schwanz aufzäumen. Wir sollten keine CO2 Steuer bezahlen sondern die Regierungen sollten ein Weltprogramm zum Bäumepflanzen kurzfristig auf den Weg bringen. Nicht glänzen mit Steuern sonder mit "Bäume pflanzen". Ist denn das so schwer zu verstehen ! Sofort aber rapidement ! Die Meere verschmutzen ist der gleiche Blödsinn.

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23.01.2020, 15.11 Uhr
Spätzlevernichter | Benziner wirklich sauberer?
Ich las in der süddeutschen (21.4.19), dass moderne Direkteinspritzer Benziner so viel feinstaub produzieren wie alte Diesel vor 15 jahren - weswegen es in neuen Benzinern nun auch einen Partikelfilter gibt. Wegen des dadurch höheren Gegendrucks im Abgas Strang wird mehr Benzin gebraucht, was zu mehr Verbrauch und damit zu höheren Co2-Ausstoß führt.

(Die ausgestoßene CO2-Menge ergibt sich aus der Menge des verbrannten Treibstoffes und dessen Kohlenstoffgehalt. Während die Anzahl der Rußpartikel zusätzlich von der Güte der Verbrennung und der Reinheit des Kraftstoffes abhängt)

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23.01.2020, 15.24 Uhr
Fönix | Liebe Leute, bitte informiert Euch
doch erst, bevor Ihr hier so einen Schmarren schreibt ...

ein moderner PKW-Diesel weist im Vergleich zu einem modernen PKW-Benzinmotor lediglich hinsichtlich NOx schlechtere Schadstoffwerte auf. Hinsichtlich Feinstaubpartikeln und insbesondere hinsichtlich der besonders gefährlichen Feinststaubpartikel sind moderne EURO6-Benzinmotoren viel problematischer. Diese Direkteinspritzer-Benzinmotoren produzieren Unmengen an lungengängigen und damit potentiell lebens- und gesundheitsgefährdenden Mikropartikeln.

Dazu kommt, dass die Hersteller diese Benzinmotoren erst seit kurzem mit leistungsfähigen Partikelfiltern ausstatten, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das aktuell schon für alle Neuwagen zutrifft. Der Gesetzgeber hat den Herstellern hier eine ganz lange Leine gelassen, obwohl Partikelfilter bei einem Neuwagen preislich praktisch nicht in's Gewicht fallen. Beim Diesel sind entsprechende Partikelfilter dagegen schon seit vielen Jahren Pflicht, obwohl diese Motoren schon seit einiger Zeit längst nicht so viele Feinststaubpartikel (man beachte unbedingt das doppelte "st"!) freisetzen wie die "modernen" Benzin-Direkteinspritzer! Dementsprechend sind hinsichtlich der Partikel Benzinmotoren viel problematischer als Diesel.

Erwähnt sei noch am Rande, dass ein nicht unerheblicher Anteil der insgesamt vom Fahrzeugverkehr freigesetzten Partikel vom Reifen- und Bremsenabrieb stammt. Somit sind also selbst reine E-Mobile nicht von vornherein aus dem Schneider.

All diese Fakten wurden schon unzählige Male (auch hier in der nnz) dargestellt und sind sowohl in der automobilen als auch in der medizinischen Fachwelt unumstritten.

Ein Fragezeichen sei mir erlaubt: Ob diese Fakten auch schon bei den dunkelgrünen "Dieselbashern" angekommen sind wage ich zu bezweifeln. Zumindest im politischen Teil dieser besonderen Hemisphäre verweigert man sich hartnäckig diesen mittlerweile zum Allgemeinwissen gehörenden Sachverhalten und Zusammenhängen.

Ich habe diese Ausführungen bewusst in Urania-Version formuliert, um niemanden und dabei insbesondere die letztgenannte Fraktion in irgendeiner Form zu überfordern. Ob das dann auch tatsächlich so funktioniert, weiß ich nicht. Erhebliche Zweifel habe ich auch an dieser Stelle.

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23.01.2020, 15.25 Uhr
Kobold2 | Also wenn
mann so viel Schweine durchs Dorf treibt, kann man schon mal die Übersicht verlieren.
Beim Feinstaub ist der Benziner die Dreckschleuder. Beim CO2 Ist der Diesel etwas besser, aber bei den Stickoxiden das Problemkind.
Das die Flottenverbräuche nicht eingehalten werden ist keine Überraschung, wenn man bedenkt das man vorrangig auf übermotorisierte Kisten mit zulässigen Gesamtgewichten im Bereich von Kleinlastern setzt.
Da braucht man keine höhere Bildung, um zu wissen das das nicht der richtige Weg ist. Aber damit lässt sich besser Geld scheffeln

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23.01.2020, 15.31 Uhr
Fönix | uuups, da sind zwischenzeitlich aber einige
Kommentare dazugekommen ...

Also meine Kritik (Leute ...) leitet sich in erster Linie vom Flitzpiepen-Kommentar ab, der doch tatsächlich behauptet, Diesel würden mehr "Schadstoffpartikel" produzieren als Benziner. Das war vielleicht vor 20 ... 25 Jahren noch so, heute sieht die Sache ganz anders aus ...

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23.01.2020, 15.49 Uhr
Psychoanalytiker | Ja, ja @ andreaspaul ...
... das ist so eine Sache mit dem CO2.
Da ich offenbar in der Schule doch gut aufgepasst habe, erinnere ich mich natürlich auch an die Photosynthese. Und da Sie auch gut aufgepasst haben, wissen wir beide, dass Pflanzen CO2 brauchen, um Sauerstoff zu produzieren. Daher bin ich voll bei Ihnen: Pflanzen und nicht (Beton)Wüsten braucht diese Erde.

Wenn dies die "Retter dieser Erde" (meist Grüne genannt) auch verstehen und statt zu demonstrieren Pflanzen und Bäume pflanzen würden, wäre schon mal ein kleiner Schritt in die richtige Richtung getan ...

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23.01.2020, 16.03 Uhr
Fönix | Noch etwas zu den von Flitzpiepe verwendeten Zahlen:
Eine Veröffentlichung, die sich mit identischen Zahlen (Benzin 2,35 kg, Diesel 2,65 kg CO2-Ausstroß pro Liter) auf die gleichen Quellen stützt (Bayerisches Landesamt für Umwelt und Umweltbundesamt) führt weiter unten Folgendes aus:

"Seit den Achtzigerjahren hat sich der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch von Pkw von über zehn Litern pro 100 Kilometer nur um zwei Liter auf 7,3 gesenkt. …"

Soviel zu den Rechenkünsten dieser Damen und Herren. Übrigens werden in der so unterschriebenen Tabelle "Otto-PKW (Benziner) Bj. ab 2011" mit "Diesel-PKW, Bj. ab 2001" verglichen.

Wer es auf den ersten Blick nicht sieht, möge bitte mal die Baujahre vergleichen. Wer sich ein bisschen mit der Entwicklung der Motorentechnik der letzten 10 Fahrzeug- und Motorengenerationen auskennt, hat dann keine Fragen mehr.

Mein Fazit:
Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast …

Wer sich das ganze Trauerspiel 'reinziehen möchte, brauch nur mal "co2online" zu googlen. Man muss nicht mal gründlich lesen, um sofort zu bemerken, dass hier das Ergebnis schon feststand, bevor die ersten Zahlen und Buchstaben zu Papier gebracht wurden …

Mein zweites Fazit:
Dunkelgrüne Ideologie und Demagogie sind kreuzgefährlich, aber mit ein wenig Mühe doch recht leicht zu durchschauen …

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23.01.2020, 18.30 Uhr
Tor666 | Kobold2,
immer diese bösen und dummen Produzenten. Stellen die doch tatsächlich ein Produkt her, was die Leute gern kaufen. Anstatt Tretautos, die dann im Laden verrotten.

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23.01.2020, 20.10 Uhr
Kobold2 | tja Tor666
wenn man nicht wahr haben will, wo diese Entwicklung hinführt, dann muß man zwangsläufig mit den Konsequenzen leben. Wenn man's dann immer noch nicht begriffen hat, kann man ja noch die Schuld bei Anderen suchen, oder sich damit rausreden, welche Fehler die anderen machen, Passt schon :D

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23.01.2020, 20.30 Uhr
tannhäuser | Gute Idee...
...mit den Tretautos!

Für Fahrten bergauf bekommen sie auch einen Akku verpasst und schon machen sie den E-Bikes und -scootern Konkurrenz.

Gesundheit sowie Klima freuen sich und durch das nächtliche Aufladen wird der in der Steckdose gespeicherte Strom vor Ablauf des MHD-Datums auch sinnvoll verbraucht.

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23.01.2020, 20.52 Uhr
Paul | Abgas.........
Vielleicht sollten wir wieder vom "Einspritzer" auf den guten alten "Vergasermotor" umsteigen. Vielleicht sind die "alten" Dinge halt manchmal besser als die Neuen.

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23.01.2020, 22.40 Uhr
Tor666 | Kobold2,
malen Sie sich eine Welt. Begreifen Sie nicht, dass man sein Zeug verkaufen muss? Der E-Schrott ist ein Ladenhüter. Also selbst der dunkelgrünste müsste das begreifen. Wer arbeiten geht, will auch über sein Geld entscheiden. Autofahren macht Spaß, da will nicht jeder in einem Schuhkarton hocken. Wir werden ja sehen, was passiert, wenn den Menschen so eine Freiheit genommen wird. Wir fahren in Miniautos oder E-Schrott rum und die Balkanländer fahren unsere Superautos. Ob dann die Politiker immer noch lachen. Mal schauen.

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24.01.2020, 08.54 Uhr
Kobold2 | Ich muß mir nix malen
Die Entwicklung sehe ich seit über 2 Jahrzehnten täglich in halb Europa. Seien sie froh, das davon noch nicht alles im Umreis unserer Provinzstädte angekommen ist. Der Umkreis ist auch wenig geeignet, sich ein Bild von der gesamten Entwicklung zu machen. Ihr Leseverständnis hat sicher übersehen, das es mir in meinem Kommentar nicht darum geht, das was verkauft wird, sondern, was verkauft wird.
Darin liegt m.E. schon ein signifikanter Unterschied.
Es werden z.g.T. Bedürfnisse und Begehrlichkeiten generiert, deren Sinn und Nutzen auch mal hinterfragt werden sollte.
Aber lieber nimmt man es als "nice to have" mit. Wenn ich dann erlebe, das man mit der Bedienung eines Tempomats überfordert ist, oder nicht versteht warum man immer noch mit reichlich Sensoren bestückt, irgendwo dagegen fahren kann, dann ist das schon bedenklich. Ich weis auch nicht ob sie es so gut finden, das man zum Radwechsel, wegen der Luftdrucksensoren, zwingend in ein Werkstatt dürfen? Die Dinger hat man still und heimlich zu Plicht gemacht. Da gab es vorher kein Aufschrei. Man will ja nur Ihr "bestes". Das hierbei Eigenständigkeit und Verantwortung immer weiter in den Hintergrund geschoben werden, ist der gewollte Nebeneffekt. Ich nenne es betreutes Denken.
Autofahren hat vielleicht noch vor 20 Jahren Spaß gemacht. Das Niveau auf unseren Straßen ist, sichtbar rückläufig. Wenn ihn das noch gefällt, dann bitte. Aber dazu noch ein nettes Beispiel aus der Region.
Auf der B4 Ri. Erfurt , vor Oberspier, hat es jahrzehntelang mit einem einfachen Warnschild gereicht, auf die Doppelkurve aufmerksam zu machen. Da konnte man, je nach Fähigkeit des Fahrers und Auto, auch mal etwas sportlicher durchfahren und etwas Spaß genießen.
Bis dann reihenweise "Vollprofis" ihrer Kisten, recht unsanft, auf die angrenzenden Felder geworfen haben.
( Ich selbst durfte 4,oder 5 dieser Ergebnisse bewundern)
Als Konsequenz darf man da jetzt noch 50km/ fahren und der Spaß ist dahin. Die 50km/h sind selbst für ein Lastzug, je nach Beladung, noch zu langsam. Von solchen Beispielen gibt es noch reichlich. Also ich kann am ständigen Begrenzen und Beschneiden, auf Grund des sinkenden Gesamtniveaus, keinen Spaß finden.
der Trend zu immer größeren und übermotorisierten Autos ist auch ein Stück Maßlosigkeit, dem man irgendwann bregrenzen wird. Da braucht man kein Prophet sein. Jammern braucht man dann aber auch nicht, denn das ist absehbar.

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24.01.2020, 09.20 Uhr
Fönix | @Paul
Es muss ja nicht gleich ein "Vergasermotor" sein. Zum Beispiel die "Multipoint-Saugrohr-Einspritzung" (MPI - Stand der Technik für Benzin-Motoren ca. von 1970 bis 2010) war hinsichtlich der Feinststaubpartikelbildung unproblematisch. Wie auch schon vom Spätzlevernichter angedeutet, bringen erst die Benzin-Direkteinspritzer Unmengen an Mikropartikeln in unsere Umwelt. Diese Partikel sind (vereinfacht ausgedrückt) deutlich kleiner als beim Dieselmotor und deshalb in weitaus höherem Maß gesundheits- und lebensbedrohend. Der eigentliche Skandal liegt in meinen Augen darin, dass dieser Sachverhalt seit langem bekannt ist, die Politik aber viele Jahre lang nichts dagegen unternommen hat.

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24.01.2020, 10.02 Uhr
Psychoanalytiker | Ich vergaß ...
... bei meinen Kommentaren zu erwähnen, dass dieses "böse CO2", dass die Pflanzen dringend für die Photosynthese brauchen und dadurch Sauerstoff produzieren, ja auch in Getränken enthalten ist.

Wer also Mineralwasser (mit Gas), Limo's, Cola, Sekt, Bier ... trinkt, lässt unweigerlich CO2 entweichen. Schlucken wir dies mit runter, wird dieses Gas nicht in Sauerstoff umgewandelt, weil wir Menschen keine Pflanzen sind. Und selbst an einem heißen Tag mit Sonnenschein können wir Menschen diese Photosynthese nicht "durchführen".

Also liebe "Weltverbesserer": Wollt Ihr zukünftig auch die massenhaften Trinkgewohnheiten der Menschen, die Durst haben, besteuern oder gar verbieten? Wenn CO2-Steuer gewollt ist, müssten auch die Getränke besteuert werden. Aber wie sagte ich schon: Unreife Früchte(chen) sind fast immer GRÜN ...

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24.01.2020, 10.09 Uhr
Fönix | @Kobold2
Nur mal 2 Anmerkungen zu Ihrem letzten Kommentar:

Mit der Verteufelung der Luftdrucksensoren wäre ich vorsichtiger. Sie retten Menschenleben. Haben Sie eine Vorstellung davon, wie viele Menschen wegen eines "schleichenden Plattfußes" schon von der Piste geflogen sind? Bei höheren Geschwindigkeiten außerhalb von Ortslagen oder gar auf Autobahnen sind die Folgen leider fast immer gravierend, man rutscht da nicht nur in den Straßengraben …

Auch hinsichtlich der Geschwindigkeitsbegrenzung in der Doppelkurve bei Oberspier habe ich eine andere Meinung. Und da ich diese Strecke schon seit fast 60 Jahren befahre, dabei über längere Zeitabschnitte sogar 2x täglich, darf ich mir sicher schon ein Urteil erlauben.

Dieser Abschnitt war schon immer ein Unfallschwerpunkt, den man eigentlich sogar noch deutlich weiter fassen kann vom Abzweig der B84 am ehemaligen "Krass" bis Höhe Ortslage Westerengel. Vor dem Bau der Ortsumgehung Sondershausen lag eine Ursache sicher in der ellenlangen Ortsdurchfahrt durch die Kalistadt, die allen Autofahrern die letzten Nerven gekostet hat. Wieder "freigelassen", entwickelten sich regelmäßig regelrechte Ralleys, jeder wollte möglichst der Erste sein, um besser an den endlosen LKW-Karawanen vorbeiziehen zu können. Ein Phänomen, dass auch heute noch regelmäßig beobachtet werden kann, trotz der Ortsumfahrung und trotz der Tatsache, dass man in 9 von 10 Fällen nach kurzer Strecke wieder hinter einem LKW landet. Mit stetig zunehmender Verkehrsdichte bei vergleichsweise wenigen Überholmöglichkeiten stieg zwangsläufig die Risikobereitschaft der "Bleifussfraktion", die entsprechenden Folgen beschreiben Sie ja selber. Ein weiter Aspekt gerade in der von Ihnen betrachteten Doppelkurve ist die Tatsache, dass diese Gefahrenstelle aus beiden Fahrtrichtungen nur schlecht einsehbar ist. Einheimische wissen ja, was auf sie zukommt, aber wer sich hier nicht auskennt, kann bei höherer Geschwindigkeit schnell in Schwierigkeiten kommen. Ich fahre auch gern zügig und bin gegen jede unnötige Gängelung der Autofahrer. Aber in diesem konkreten Fall finde ich es richtig, dass die zuständige Verkehrsbehörde eingegriffen hat, um die Zahl der Unfälle zu reduzieren.

Der eigentliche Skandal ist die Tatsache, dass es die CDU-geführten Landesregierungen in 25 Jahren nicht geschafft haben, diese für Thüringen eminent wichtige Nord-Süd-Verbindung auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen, egal ob durch Neubau oder durch Neutrassierung der wichtigsten Abschnitte. Die Pläne z.B. für die Ortsumfahrungen Straußfurt, Gebesee und Greußen liegen schon lange in den Schubladen, auch für die Abschnitte in den Hainer Bergen oder wie hier betrachtet südlich Sondershausen liegen alternative Trassenverläufe auf der Hand, die den Verkehr deutlich effektiver und sicherer fließen lassen würden. Aber man baut ja lieber im Eichsfeld neue Umgehungsstraßen z.B. von Hüpstedt über Breitenworbis nach Großbodungen, letztendlich um zwei größere Unternehmen in Haynrode und Deuna besser an das überregionale Straßennetz anzubinden, wobei letzteres schon seit über 30 Jahren über einen eigenen Bahnanschluss verfügt.

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24.01.2020, 10.26 Uhr
andreaspaul | @Psychoanalytiker
zuviel "dumme"Ideen können auch irgendwann den Grünen schaden !

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24.01.2020, 10.45 Uhr
tannhäuser | Um so schlimmer, Psychonalytiker!
Wir blasen das Zeug hinten raus! Und dann schimpfen "wir" auf die Kühe, die mit ihrer Milch und deren Produkten immerhin sogar Vegetarier ernähren können.

Wir brauchen also mehr Proktologen und Gastroenterologen, die sich gefälligst etwas einfallen lassen sollen, damit dieses klimaschädliche Herumgeblähe endlich aufhört!

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24.01.2020, 11.14 Uhr
Kobold2 | Die Verteufelung
betrifft nicht den Sensor an sich, sondern die Tatsache, das man ihn zur Pflicht gemacht hat, mit den erwähnten Folgen.
Kann doch jeder selbst optional Ordern, wenn er mag, mit all seinen Vor und Nachteilen. Nur kriegt man dann die Sachen halt schlechter verkauft. Die eigene Entscheidungsfindung ist nicht gewollt, mit negativen Folgen an vielen Stellen des Lebens.
Die Sorgfaltspflicht, sich um sein Gefährt zu kümmern rückt immer weiter nach hinten. Mal runrum laufen und auf und auf die Reifen zu schauen., Oder den Luftdruck beim Tanken zu checke, kommt da nur noch wenigen in den Sinn. Abgesehen davon, das die Qualität der Reifen mittlerweile ein recht hohes Niveau hat, die eine Pflicht zu zusätzlichen Überwachung n.m.M echt fraglich erscheinen lassen. Einen schleichenden Plattfuß merkt man am Fahrverhalten. Allerdings wird das durch ESP ASP, usw. auch verwässert.
Die B4 ist ein Problemkind und in vielen Fällen reine Kopfsache. Viele meinen auf der Strecke bis Erfurt eine halbe Stunde schneller seinen zu können. Aus eigener Erfahrung dar ich ihnen sagen, das es grad mal 10 min sind mit etwas Glück sind, natürlich vorausgesetz,t man hält sich an die zulässigen Geschwindigkeiten.
Dazu darf ich auch anmerken, das die zulässige Höchstgeschwindigkeit für LKW's außerorts ein uraltes Relikt ist, welches mit Verkehrssicherheit nichts zu tun hat.
In ganz Europa gibt es nur noch ein Land, in dem man noch so langsam fahren darf. Da sollte man auch mal ansetzen. Aber in Deutschland braucht man dafür erst eine jahrelange Studie, für Dinge, die sich im Rest Europas schon lange etabliert haben.
Was ich vor allem mit der Doppelkurve ausdrücken wollte ist, das jahrzehntelang ein einfacher Hinweis genügt hat.
Heute braucht's halt noch zusätzliche Beschränkungen und Hinweise, die dann auch noch ignoriert werden, weil es mit dem eigenen Urteilsvermögen immer rückläufiger wird.
Ich bin auch ihrer Meinung, das die Verkehrsplanung für Nordthüringen toal verfehlt wurde,
Es war falsch, eine Autobahn irgendwo in die Pampa zu bauen und davon auszugehen, das der Verkehr sich dahin verlagert, nur weil es eine Autobahn ist. Sinn und Bedarf hat man nicht bedacht. Spätestens seit der Einführung der LKW Maut auf Bundesstrassen, sollte auch der letzte gemerkt haben, welches Märchen da immer wieder wiederholt worden ist. Für die B4 schlage ich ihnen vor, diese mal mit einem LKW zu befahren, da gehen einem ganz schön viele Lichter auf. ;)

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24.01.2020, 12.19 Uhr
Mueller13 | E-Autos stossen kein CO2 aus^^
Was Feinstaub betrifft: das Fachmagazin 'Auto Motor und Sport' überrascht jetzt mit einer völlig neuen Aussage: Dieselfahrzeuge der neuesten Generation sollen die Luft sogar verbessern!

Was E-Autos (Null-CO2-Ausstoss) betrift: „Die Formel der EU ist nichts als ein großer Schwindel, denn auch E-Autos emittieren in erheblichem Umfang CO2. Nur liegt der Auspuff ein bisschen weiter entfernt im Kraftwerk... Ausgewertet wurde der CO2-Ausstoß von Wagen der Golfklasse, deren jährliche Fahrleistung 15.000 Kilometer und die Gesamtlebensdauer 15 Jahren beträgt. Ergebnis: E-Golfs seien erst bei jetzigem Energiemix erst nach mehr als acht bzw. 14 Jahren klimafreundlicher als Benziner oder Diesel“ (Hans Werner Sinn in Business Insider).

Was die 50kmh-Stelle in Oberspier betrifft: Ich habe sicherlich eine Aktie an dieser Beschränkung (dürfte circa 10 Jahre her sein). Der Hintergrund für die 50kmh ist in meinen Augen aber nicht mehr gegeben. Ich bin an diesem Tag wie 1000 Mal zuvor meine Pendlerstrecke gefahren. Ich war nicht zu schnell, es war trocken, es war hell, aber ich lag im Graben Richtung Oberspier. Auch der Fahrer vor mir hatte Probleme, konnte sein Auto aber abfangen (er hatte einen Fronttriebler, ich einen Hecktriebler, mit naja grenzwertigen Stoßdämpfern - wollte das Auto eh abgeben). Ich habe mir die Stelle danach mit der Polizei angeschaut und wir haben diskutiert, wie es dazu kommen konnte, dass ich Nummer drei innerhalb weniger Stunden war, den es in den Graben befördert hat. Fazit: es gab unmittelbar an dieser Stelle einen Belagwechsel (anderer Zusammensetzung des Bitumen) UND das Feld wurde kurz vorher abgeerntet, was haufenweise Staub auf die Fahrbahn befördert hatte. Der Staub in Zusammenhang mit dem andersartigen Belag haben dazu geführt, dass es wie Schmierseife auf der Straße war. Mittlerweile wurde der Belag gewechselt und man könnte die Kurve sicherlich auch wieder problemlos mit 70kmh befahren. Fazit: mitunter hat es nichts mit Raserei zu tun, sondern es kommen einfach ein paar Umstände zusammen.

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24.01.2020, 12.59 Uhr
Fönix
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
24.01.2020, 13.01 Uhr
Fönix
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
24.01.2020, 13.34 Uhr
Andreas Dittmar | Zahlenspiele
Man kann den Schadstoffausstoß auch mit Hilfe der Größen Tonnenkilometer und Personenkilometer über einen definierten Zeitraum und der tatsächlich beförderten Güter bzw. Personen betrachten. Interressant aber logisch ist dann das Ergebnis. Je größer der LKW desto niedriger die Emmision im Verhältnis zur transportierten Fracht. Der Sattelzug liegt bei 68g/tkm und ein Kleinlaster bei 229g/tkm. Trotzdem liegen diese weit abgeschlagen hinter Containerschiffen. Diese mit Schweröl betriebenen Giganten (17g/tkm) nehmen es sogar mit elektrisch betriebenen Güterzügen (18g/tkm) auf. 70 % des Güterverkehrs in Deutschland rollt per LKW über die Straßen. Das sind 490 Mrd. tkm von insgesamt 700 Mrd. tkm. 20 % nutzt die Schiene und 8 % die Binnenschiffahrt. Die daraus resultierenden Aufgaben eines Verkehrsminister liegen klar auf dem Tisch und das seit über 20 Jahren. Die erbrachte Leistung LKW-Maut, Ausbau der Schienenwege, wohl eher unterirdisch. Ich glaube, dass die Autobauer mit der Entwicklung umweltfreundlicher Verbrennungsmotoren gut geliefert haben. Ein aktueller 40-Tonner von Mercedes ist mit 20,5 g/tkm unterwegs. Den hat natürlich nicht jeder Spediteur für jeden Fahrer.

Ein handelsüblicher PKW ist mit 100g/km CO2 Emmission unterwegs und ein Sportwagen mit 270g/km aber was sagt das wirklich aus ?

Die B4 ist seit November auch Bestandteil meines neuen Weges zur Arbeitsstelle. Da kann man schon skurile Dinge beobachten. Zwischen Bahnübergang Abzweig Hohenebra bis Ortseingang Oberspier zwei Blitzer in der 100'er Zone und dann die Doppelkurve ohne Geschwindigkeitsüberwachung. Dort ist übrigens auch eine Einmündung. Die 50 km/h machen also durchaus Sinn. Überholen ist nur an wenigen Stellen zwischen Sondershausen und Erfurt möglich, allerdings gibt es da schon sportliche Manöver, wo ich mich frage : Warum setzten manche Leute für wenige Minuten Zeiteinsparung ihre gesamte Restzeit aufs Spiel ? Der LKW ist mit 70 -80 km/h unterwegs. 100 km/h darf ich auf der Bundesstraße mit dem PKW fahren. Durch die Ortschaften geht es nur mit 50 km/h und Ampeln gibt es auch noch.

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24.01.2020, 13.54 Uhr
Flitzpiepe | Herr Dittmar - Aber Sie wissen schon
dass diese 2 Blitzer dort keine mehr sind und schon seit Jahren tot sind?

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24.01.2020, 14.48 Uhr
tannhäuser | Die 2 Starkästen dort...
...sind schon lange ein Running Gag.

Hoffentlich wird Herr Dittmar nach Flitzpiepes Information jetzt nicht zum Raser und Kurvenschnibbler ;)

Na ok, spätestens in Greussen geht's gemächlicher voran. Ob die jemals eine Ortsumfahrung bekommen? Sieht nicht so aus.

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24.01.2020, 19.32 Uhr
Paulinchen | Das kann ja lustig werden...
... heute ist in einer Zeitung zu lesen, dass es das Tempolimit auf deutschen Autobahnen bald geben wird.
Warum, das hat nichts mit dem Klimaschutz direkt zu tun, sondern die E Autos sind die "Bremsklötze" und werden zur Unfallgefahrenquelle. Egal welche Marke man kauft, alle erfüllen nur dann annähernd die angegebenen Reichweite, wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 90km/h liegt. Und das Vergnügen kostet ab 70.000 €, wenn es eine bequeme Familienkutsche sein soll.
Bei einigen Modellen, gibt es die Fahrwerkskonstruktion nicht her, mehr als 160 km/h zu fahren. Bei Tempo 90, beginnt so mancher Brummi dann sicher zu schieben.

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24.01.2020, 21.43 Uhr
tannhäuser | Der ADAC knickt ein...
...Prophet der monatlichen Durchschnittspreise für E10 und Diesel.

Wenn deren Mitglieder öffentlich Sturm gegen ein Tempolimit laufen fallen sie wieder um und fordern das Gegenteil.

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