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Fr, 17:46 Uhr
15.05.2020
Bundespolitiker äußern sich

Der Skandal in Thüringen um die SPD-nahe Awo nimmt kein Ende.

So der Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Leiter des Arbeitskreises Arbeit und Soziales, Jürgen Pohl(AfD)in seiner Meldung...

Während die Sonderzahlung für Mitarbeiter gestrichen wird, schöpfen Awo-Führungskräfte selbst noch nach ihrem Ausscheiden weiter aus dem Vollen. Die rot-rot-grüne Landesregierung lässt die Awo-Mitarbeiter weiter im Stich.

Die Corona-Krise hat erst einmal alles überdeckt, aber heute berichtet die Thüringer Allgemeine in ihrer Freitagsausgabe vom 15.05.2020 davon, dass die versprochene Aufklärung und Transparenz seitens der Awo und ihrem Geflecht aus Tochterfirmen, allen voran der AJS, nicht nur nicht ausgeblieben ist, sondern das alles noch viel schlimmer ist als bisher berichtet wurde.

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So hat zwar mittlerweile der langjährige Geschäftsführer der AJS, Michael Hack, seinen Rückzug zum Jahresende angekündigt, aber gleichzeitig wurde jetzt bekannt, dass sich augenscheinlich Hack und drei weitere Awo-Führungskräfte, darunter die Ehefrau Hacks, bei Ausscheiden aus dem Erwerbsleben eine Fortzahlung des vollen Nettogehalts für zwei Jahre gesichert haben. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Awo-Landeschef Grießmann die tariflich vereinbarte Sonderzahlung für Mitarbeiter außerordentlich aufgekündigt hat. Als ob das alles nicht schlimm genug sei, bleibt auch die Versprochene Aufklärung bei der Awo vollends auf der Strecke. So klagen derweil Teile des Landesvorstandes gegen den eigenen Landesvorstand, weil dieser ihnen brisante Informationen zum bisherigen Gebaren bei der Awo und insbesondere AJS um den Chef Hack vorenthalte.


Dazu sagt der Mühlhäuser Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Leiter des Arbeitskreises Arbeit und Soziales, Jürgen Pohl:

„Der bisherige Skandal bei der SPD-nahen Awo ist der Thüringer Landesregierung offenbar noch nicht schlimm genug. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Regierung Ramelow die Mitarbeiter der Awo komplett im Regen stehen lässt. Während die Mitarbeiter – auch in Zeiten der Corona-Krise - den Karren am Laufen halten, kündigt ihr Landesvorstand nun die tariflich vereinbarte Sonderzahlung. Während sich die Führungsriege in die eigenen Taschen wirtschaftet, werden die Mitarbeiter mit dem Argument auf hohe Kosten abgefertigt.

Ich sage an dieser Stelle in Richtung Landesregierung ganz deutlich: Gesteht euch endlich ein, dass jegliche Kontrolle über die SPD-nahe Organisation verloren wurde, mistet bei der Awo endlich aus und schafft Transparenz! Lasst die Mitarbeiter nicht weiter Stich, sie können am allerwenigsten dafür, dass ihre Chefs jahrelang in die eigenen Taschen gewirtschaftet haben und es offenbar weiterhin tun.

Wenn sich die ehemalige Arbeiterpartei SPD noch ein kleines bisschen Restglaubwürdigkeit bewahren will, dann muss sie endlich ihre Verantwortung annehmen und so für Kontrolle und Transparenz bei der Awo sorgen. Die Thüringer SPD ist, weil ihre eigenen Leute in den Führungsriegen und Aufsichtsgremien der Awo sitzen, dafür verantwortlich, dass der gute Ruf der Arbeiterwohlfahrt und ihre fleißigen Mitarbeiter weiter unter dieser korrupten Führung leiden.


Jürgen Pohl, MdB
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Kommentare

15.05.2020, 19.08 Uhr
PIMI | Solche Leute
die sich so maßlos bereichern gehören in den Knast ! Und die Aufsichtspersonen genauso belangt als Mittäter !

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