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07.03.2021
Tipps, damit Fertiggerichte wenig Chancen haben

Schnell und gesund kochen – geht das?

Für die einen zählt der Einkauf im Supermarkt zu den wöchentlichen Highlights, andere möchten diesen angesichts des Infektionsrisikos, der Abstandsregeln und Maskenpflicht so schnell wie möglich hinter sich bringen. In jedem Fall wird dabei häufig zu viel und nicht immer gesund eingekauft, obwohl das der erste Schritt für nahrhaftes Kochen ist...

Homeschooling und Homeoffice, dazu Kinderbetreuung sorgen in etlichen Familien für Stress. Der Griff zu Fertiggerichten ist mitunter die Lösung, um schnell etwas Warmes auf den Tisch zu bekommen. „Hin und wieder mal zu Fertiggerichten wie Tiefkühlpizza oder Hamburger zu greifen, ist in Ordnung“, sagt Ernährungsexpertin Dr. Anja Luci anlässlich des Tages der gesunden Ernährung am 7. März. „Doch auf Dauer ist das langweilig und vor allem ungesund. Denn stark verarbeitete Lebensmittel enthalten häufig zu viel Salz, Zucker und gesättigte Fette und sorgen daher oft für mehr Kilo auf der Waage.“ Wie gelingt es, trotz Zeitmangel frisch und gesund zu kochen?

Gute Planung spart Zeit
Erstellen Sie wöchentlich einen Speiseplan und achten Sie darauf, dass für jeden in der Familie etwas Leckeres dabei ist. Vorschlag von Anja Luci: „Jeder schreibt die Lebensmittel seiner Wunschgerichte auf den Einkaufszettel. So kommt nicht nur jeder zu seinem Recht, sondern der Mix an Lebensmitteln garantiert eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung nach dem Motto ‚Je bunter, desto gesünder‘.“ Dabei ist es besser, einmal in der Woche einen Großeinkauf zu machen, als mehrmals in der Woche Kleinigkeiten zu besorgen. Das spart Zeit und oft auch Geld. Vorher unbedingt in den Kühlschrank und die Vorratskammer schauen, um Doppeleinkäufe zu vermeiden. Laut Umweltbundesamt landen fast ein Drittel aller Lebensmittel im Müll. Wer seinen Einkauf nachhaltig organisiert, eine Einkaufsliste schreibt und nicht mehr einkauft als nötig, dämmt dieses Risiko ein.

Vorratsschrank dauerhaft gut bestücken
Ob Mehl, Zucker, Nudeln, Zwiebeln, Dosentomaten, Öl und Essig oder Hartkäse: Ein gut sortierter, regelmäßig kontrollierter Vorratsschrank mit haltbaren Nahrungsmitteln kann den Einkauf ersparen, wenn es mal fix gehen muss.

Zeit am Wochenende nutzen
Nutzen Sie die freie Zeit am Wochenende, um vorzukochen. „Gemeinsam Mahlzeiten zubereiten macht doppelt Spaß, und Kinder lernen beim Schnipseln, Braten und Würzen, gesundheitsfördernde Gerichte auf den Teller zu bringen“, regt Anja Luci an. „Viele Gerichte lassen sich luftdicht im Kühlschrank verpackt oder eingefroren nährstoffschonend aufbewahren.“ Größere Portionen zu kochen, hat ebenfalls klare Zeitvorteile. Auch eine teilweise Vorbereitung ist sinnvoll. Wer weiß, dass am Mittwoch eine bunte Gemüsepfanne auf dem Wochenplan steht, kann Möhren, Paprika oder Zucchini klein schneiden und bis dahin luftdicht verschlossen im Gemüsefach lagern.

Drei Beispiele für Küchen-Fix-Tipps
Mit ein paar Tricks können Hobbyköche wertvolle Zeit sparen. „Sehr klein geschnittenes Gemüse zum Beispiel gart schneller“, sagt die KKH-Ernährungsexpertin. „Positiver Nebeneffekt: Enthaltene Nährstoffe bleiben durch kurzes Erhitzen besser erhalten.“ Fix-Tipp Nummer 2: Gurken, Möhren, Pilze oder auch neue Kartoffeln können mit Schale zubereitet werden, unter der häufig die meisten Vitamine stecken. Einfach gründlich waschen, trocknen und ab damit in Kochtopf, Auflaufform oder Pfanne. Und: Kräuter sind ideale Geschmacksverstärker, die selbst schlichte Gerichte mit wenigen Zutaten aufpeppen. Wer die Zeit für das aufwendige Hacken sparen möchte, hat Basilikum, Dill oder Schnittlauch tiefgefroren vorrätig.

Restekochen – Schnelle Alternative zu Fertiggerichten
Während des ersten Lockdowns gaben mehr als ein Drittel der Mädchen und Jungen zwischen sechs und 18 Jahren laut einer forsa-Umfrage im Auftrag der KKH an, seit der Pandemie verstärkt zu kochen und zu backen – allein oder mit Eltern und Geschwistern. Viele haben seit der Corona-Krise ihre Kochkünste wieder- oder neuentdeckt. Doch wenn im Kühlschrank nur wenige Lebensmittel sind und keine Zeit zum Einkauf bleibt – was dann? „Auch aus wenigen Zutaten lässt sich eine leckere Mahlzeit am Herd zaubern“, weiß Anja Luci. „Sie können aus nur drei Zutaten, zum Beispiel Kartoffeln, Frischkäse und Tomaten, innerhalb von 15, 20 Minuten ein leckeres und obendrein gesundes Gericht zubereiten.“ Und keine Frage: Je weniger Zutaten für ein Gericht nötig sind, desto schneller lässt es sich fertigstellen. Dabei sein sollten gesunde Nahrungsmittel wie Gemüse und Salat, Brot, Nudeln und andere Getreideprodukte, Milchprodukte oder auch Fisch.
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Kommentare

08.03.2021, 07.24 Uhr
Kitty Kat | Der moderne Mensch...
...verdümmlicht immer mehr. Selbst für die einfachsten Dinge braucht er mittlerweile Apps oder schlaue Lebensberater. Selbständiges Denken und Erschließen von ganz normalen Dingen des Lebens ist bei wohl bei vielen zurückgebildet.

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08.03.2021, 08.57 Uhr
Paulinchen | Schnell kochen...
... geht bekanntlich im Schnellkochtopf.

Wer heute sich von Fertiggerichten ernährt, der verzehrt mit Sicherheit eine größere Menge Chemie, als mit dem selbst zubereiteten Essen. Mein Vertrauen ist leider längst weit entfernt von Natur und Gesundheit. Denn wie oft muß ich lesen, dass selbst Bioprodukte zurück gerufen werden.

Allerdings - gerade in dieser Zeit mit Corona, könnte das Selbstzubereiten von allen Speisen, den Familienbund festigen. Aber auch eben nur, wenn man sich die Zeit dafür nimmt. Am Ende provitieren alle, die beim Essen am Tisch sitzen, auch die Geldbörse.

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08.03.2021, 18.44 Uhr
Kobold2 | Kochen
hat für uns etwas mit nachdenken ( hier klelmmts halt durchs zunehmend betreute denken) organisieren zu tun. Gegen gut zubereitetes Essen kann der Fertigkram mit all seinen Zusätzen ( E,A , und das auch immer) nicht ankommen. Nicht mal die ganzen Fixe von K... und M.... kommen bei uns in den Topf.
Wenn möglich, versuchen wir uns von den teils mafiösen Strukturen der Lebensmittelgiganten fern zu halten. Auch das Biosiegel hat nicht unbedingt unser Vertrauen. Eingeschweißtes Zeugs hat unsere Abneigung.
Geflügel, Eier vom Bauern, Wild vom Jäger, Honig vom Imker, usw. möglichst regional, sesonal und vom Erzeuger.
Wird Zeit, das der Gemüsestand wieder in Jiiche steht.
Nein es ist nicht teurer, aber besser. Gut gemachtes Essen zubereiten, macht ohnehin Spaß.

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08.03.2021, 19.41 Uhr
tannhäuser | Ich denke schon...
...dass es auch Menschen gibt, die von der Natur nicht mit sensiblen Geruchs- und Geschmacksnerven gesegnet wurden.

Mir wird an dieser Stelle hier wieder zu schnell vorverurteilt. Manchmal will man einfach nur satt werden. Manchmal hat man gar keinen Hunger oder Appetit. Manchmal freut man sich auf die Zeit in der Küche und das Herumexperimentieren mit Gewürzen und Essenzen.

Wir kochen gern mit Wein und sind mit Bier als Alternative kläglich gescheitert. Das Rind war super, die Soße Mist.

Weder Tage noch Menschen reihen sich gleich an gleich ohne Veränderung adäquat aneinander.

Aber aktive und passive kulinarische Qualitäten zur Beurteilung von Charakteren halte ich für problematisch.

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08.03.2021, 20.22 Uhr
Kobold2 | Ich denke
eher, das Bequemlichkeit dazu verleitet zu Fertiggerichten zu greifen, ohne das man sich ( wegen der Bequemlichkeit) weiter Gedanken macht. Die Liste der Zusatzstoffe wird kaum gelesen, oder billigend in Kauf genommen.
Gemacksverstärker etc. vertuschen so manches Defizit bei den Zutaten.
Ich habe meine Kindheit oft auf einem Bauernhof verbracht und weis daher um die nötige Arbeit.
Bei den teils aufgerufen Peisen der Großkonzerne, ist mir oft fraglich wie das funktioniert und auch noch Gewinn abwirft.
Das die Qualität darunter leidet oder anderweitig kaschiert wird liegt auf der Hand. Das sind Strukturen, die wir nicht weiter unterstützen möchten.
Wenn man es von zu Hause auch nicht anders kennt, wird man es auch kaum ändern.
Unsere Kinder führen unsere Einstellung jedenfalls fort.

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08.03.2021, 22.48 Uhr
tannhäuser | Ich genieße es auch...
...gemeinsam mit meiner Frau Stroganoff oder Salzbraten zu bereiten.

Aber deshalb bin ich nachträglich trotzdrm immer noch meinem damaligen Arbeitgeber dankbar, der uns pro 12-Stunden-Schicht als Hundeführer eine Mikrowellen-Mahlzeit spendierte.

Da hat kein Kollege gesagt: "Nein danke, ich habe einen Apfel mitgebracht."

Für mich sind solche Ernährungsratgeber wie im obigen Artikel nicht wesentlich sinnbringender als die Tank-Tipps des ADAC.

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09.03.2021, 09.31 Uhr
Kobold2 | Es geht in dem Artikel
doch wohl um den Teil den man selbst in der Hand hat. Das man situationsbedingt ( z.B. Job) t.T. Abstriche machen muss, erfahre ich täglich selbst. Bevor ich hier irgend ein Großkonsumerkram konsumiere, den man lieblos durch die Friteuse gezogen hat, bevorzuge ich eher die heiße Theke eines privaten Metzgers.
Ich bin schon der Meinung, das man die Abstriche, die man im Berufsleben manchmal zwangsweise in Kauf nehmen muss, nicht auch noch privat fortsetzen sollte.
Das Leben ist zu kurz für schlecht gemachtes Essen ( und Bier in Dosen;) )

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