Mi, 13:44 Uhr
20.10.2021
Notwendige Baumaßnahmen an der Marktkirche werden teuer
Kirchturmspitze in Bad Langensalza gesichert
Eine Spezialfirma engagierte die Denkmalpflege Mühlhausen Anfang der Woche, um die absturzgefährdete Kuppel der 76 Meter hohen Marktkirche in Bad Langensalza zu sichern. Nachdem ein erster Sicherungsanlauf Ende August abgebrochen werden musste, war der neuerliche Versuch jetzt erfolgreich …
Die beiden obersten Aufsätze der berühmten St. Bonifaciuskirche in Bad Langensalza, die zu den höchsten Gebäuden im Freistaat zählt, befinden sich in einem maroden Zustand und bedürfen dringend der Sanierung. Speziell die obere Laterne des altehrwürdigen Wahrzeichens der Stadt drohte in den letzten Wochen herabzustürzen, weshalb eine Absperrung des Haupteingangs des Gotteshauses nötig wurde. Ende August war nach einer Besichtigung des aufgetretenen Schadens mit einer Drohne der erste Versuch einer vorübergehenden Sicherung des Gebäudeteils gescheitert, als aufgrund stürmischen Wetters die Arbeiten eingestellt werden mussten. Ursprünglich war geplant, die oberste Laterne abzunehmen und sie am Boden zu reparieren.
Am Montag kam nun mit der Firma Seilkonzept aus Kassel ein Spezialunternehmen zum Einsatz, das nicht nur im Bereich Industrieklettern beheimatet, sondern ganz speziell mit der Sanierung von alten Gebäuden vertraut ist. Alban Huschenbeuth, Geschäftsführer der Mühlhäuser Denkmalpflege war des Lobes voll über deren Leistung. Eine sehr solide Arbeit, sagte er. Die Männer haben beide Laternen in der Spitze der Kirche ordentlich beschwert und ausgekreuzt sowie die ebenfalls gefährdete Glocke, deren Joch gebrochen ist, mit Kanthölzern gesichert.
Zusätzlich wurde noch eine Netz über die betreffenden Teile gespannt, so dass für die nächsten zwei Jahre keine Gefahr mehr besteht. Wir haben das Problem für den Moment in den Griff bekommen, verweist Alban Huschenbeth in die Zukunft, in der es eine umfassendere Lösung geben muss. Die wird allerdings teuer, denn schon für die Errichtung eines notwendigen Gerüstes schätzt der Experte Kosten von 100.000 - 150.000 Euro. Und da sind die eigentlichen Sanierungsarbeiten noch gar nicht mit dabei.
Um Fördergelder vom Land oder gar dem Bund akquirieren zu können, wird die Kirchgemeinde St. Bonifacius als Eigentümer des Bauwerks eine größere Summe einwerben müssen, um die Eigenanteile finanzieren zu können. Je früher damit begonnen wird, desto besser.
Olaf Schulze
Autor: oschDie beiden obersten Aufsätze der berühmten St. Bonifaciuskirche in Bad Langensalza, die zu den höchsten Gebäuden im Freistaat zählt, befinden sich in einem maroden Zustand und bedürfen dringend der Sanierung. Speziell die obere Laterne des altehrwürdigen Wahrzeichens der Stadt drohte in den letzten Wochen herabzustürzen, weshalb eine Absperrung des Haupteingangs des Gotteshauses nötig wurde. Ende August war nach einer Besichtigung des aufgetretenen Schadens mit einer Drohne der erste Versuch einer vorübergehenden Sicherung des Gebäudeteils gescheitert, als aufgrund stürmischen Wetters die Arbeiten eingestellt werden mussten. Ursprünglich war geplant, die oberste Laterne abzunehmen und sie am Boden zu reparieren.
Am Montag kam nun mit der Firma Seilkonzept aus Kassel ein Spezialunternehmen zum Einsatz, das nicht nur im Bereich Industrieklettern beheimatet, sondern ganz speziell mit der Sanierung von alten Gebäuden vertraut ist. Alban Huschenbeuth, Geschäftsführer der Mühlhäuser Denkmalpflege war des Lobes voll über deren Leistung. Eine sehr solide Arbeit, sagte er. Die Männer haben beide Laternen in der Spitze der Kirche ordentlich beschwert und ausgekreuzt sowie die ebenfalls gefährdete Glocke, deren Joch gebrochen ist, mit Kanthölzern gesichert.
Zusätzlich wurde noch eine Netz über die betreffenden Teile gespannt, so dass für die nächsten zwei Jahre keine Gefahr mehr besteht. Wir haben das Problem für den Moment in den Griff bekommen, verweist Alban Huschenbeth in die Zukunft, in der es eine umfassendere Lösung geben muss. Die wird allerdings teuer, denn schon für die Errichtung eines notwendigen Gerüstes schätzt der Experte Kosten von 100.000 - 150.000 Euro. Und da sind die eigentlichen Sanierungsarbeiten noch gar nicht mit dabei.
Um Fördergelder vom Land oder gar dem Bund akquirieren zu können, wird die Kirchgemeinde St. Bonifacius als Eigentümer des Bauwerks eine größere Summe einwerben müssen, um die Eigenanteile finanzieren zu können. Je früher damit begonnen wird, desto besser.
Olaf Schulze























