eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
So, 16:11 Uhr
12.12.2021
Ratgeber für zu Hause oder im Heim:

So klappt die Finanzierung der Pflege

Die von der Ampelkoalition gekappte Rentenerhöhung stellt insbesondere pflegebedürftige Senioren vor Herausforderungen. Dabei sind schon heute mehr als vier Millionen Menschen in der Bundesrepublik auf Pflege angewiesen – Tendenz steigend...

Anzeige symplr (1)
Selten reichen bei den Senioren die monatlichen Zahlungen aus der gesetzlichen Rente für zusätzliche Pflegeaufwendungen. „Die sparsamen Rentenerhöhungen können die steigende Inflation nicht auffangen“, sagt Özgün Imren, geschäftsführender Gesellschafter der DEGIV, der Gesellschaft für Immobilienverrentung. Nach Beobachtungen des Experten können viele ältere Menschen die Kosten im Pflegefall nicht aufbringen. Deshalb hat DEGIV (www.degiv.de) den Ratgeber „Pflege in Deutschland“ erarbeitet, der die Möglichkeiten für Kosten der Pflege darstellt. Die klassische Immobilienverrentung mit Nießbrauch oder Wohnrecht kann ebenso wie Leibrente, der Verkauf mit Rückanmietung oder ein Teilverkauf für Senioren ein gangbarer Weg sein, um sich Pflege im Alter leisten zu können.

Die Menschen in Deutschland werden immer älter, während die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sinkt. Allein innerhalb der vergangenen 10 Jahre hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen bereits mehr als verdoppelt. Das Rentenniveau gilt im Vergleich zu anderen europäischen Staaten in Deutschland als niedrig. Zwar sollen – auch nach den ambitionierten Plänen der neuen Bundesregierung – alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland gut versorgt und gepflegt werden können. Für wirklich individuelle und umfassende häusliche Pflege jedoch bleiben private Zuzahlungen unumgänglich.

Ratgeber: Pflege in Deutschland
Die Vollzeitpflege zu Hause wird von den Pflegekassen nicht komplett finanziert und muss weitestgehend von den Pflegebedürftigen und deren Familienangehörigen getragen werden. In den meisten Fällen beginnen die Kosten bei etwa 2.500 Euro im Monat, die aus eigener Tasche gezahlt werden müssen. Pflegebedürftige können einen Pflegegrad beantragen. Der Pflegegrad ist ausschlaggebend für die Höhe der Pflegesachleistungen und des Pflegegeldes, das seitens der Pflegekassen monatlich bezahlt wird. Die maximale Leistung pro Monat beträgt beispielsweise bei Pflegegrad eins 125 Euro und bei Pflegegrad fünf 2.005 Euro. Weiterhin können Hilfen und Zuschüsse bei behindertengerechten Wohnungsumbau beantragt werden.

Fakt ist: Die gesetzliche Rente reicht im Normalfall nicht aus, um die Eigenanteile für die Pflege abzudecken. Die Sätze der Pflegekassen sind oft zu gering, um eine hochwertige Versorgung sicherzustellen. Für Senioren mit Eigentum ist Immobilienverrentung laut DEGIV eine Möglichkeit, im vertrauten Zuhause wohnen zu bleiben und Liquidität durch Verrentung aus der eigenen Immobilie zu erhalten.

Auf 16 Seiten beleuchtet der „Ratgeber Pflege in Deutschland“ unter anderem die Themen wie Pflegebedarf und Pflegekräfte, Pflegegrade und ihre Kosten, Finanzierbarkeit der häuslichen Pflege und andere. Für das Jahr 2050 werden bereits 5,3 Mio. Hilfebedürftige prognostiziert. Demgegenüber steht die geringer werdende Zahl der Pflegefachkräfte, insbesondere in der Altenpflege. 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden in Deutschland zu Hause versorgt (3,31 Millionen Menschen) aber auch vollstationär in Pflegeheimen sind es viele (818.000 Menschen).
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Gehard Gösebrecht
12.12.2021, 17:59 Uhr
Fakt ist
1. Die neue Regierung hat wohl gleich erstmal die Rentenerhöhung gekappt?
(Man kennt solche sozialen Einschnitte noch von der letzten SPD Regierung z.B. Hartz usw.)
2.Die Immo-Besitzer haben sich keine Immobilie zugelegt, um im Alter die Pflege bezahlen zu können, sondern um im Leben sich nicht von irgendwelchen Hausverwaltungen ständig abkassieren zu lassen und den Kindern etwas zu hinterlassen, damit diese einen leichteren Start in das Leben haben und nicht nur nach dem Tode der Eltern eine Rechnung vom Bestatter und vom Sozialamt aufgebrummt zu bekommen.
3. Fakt ist, dass der sogenannte Rechtsstaat weiterhin versucht sich in punkto Pflege aus der Verantwortung zu stehlen.
4.Fakt ist, dass die Sozialämter gerade im Osten Deutschlands in Zukunft zahlen werden, bis die Schwarte knackt, denn die Heimkosten steigen ja jetzt fast halbjährlich und befinden sich trotz Plegeversicherung im Moment je nach Heim bei ungefähr 2400 Euro im Monat Zuzahlung.
Tendenz steigend.
Bebo
12.12.2021, 18:27 Uhr
Armenhaus Deutschland
Solange das Gesundheitswesen, einschließlich der Pflege, nicht verstaatlicht wird, werden die Belastungen für den kleinen Mann steigen.
Private Investoren erwarten Dividende. Und das um jeden Preis.
Und niemand wird das ändern.
Die es könnten tun es nicht.
Vielleicht, oder sogar wahrscheinlich, verdienen sie mit daran.
Paul
12.12.2021, 20:36 Uhr
Gerhart Gösebrecht....
Genau so ist der Fakt. Die Regierung will sich ständig nur aus ihrer Verantwortung entziehen. Renten und Pflege der älteren Bürger ist Aufgabe des Staates und nicht irgendwelcher Privatbezahler. Genau aus dem Grund Zahlen die deutschen Bürger in die Renten-u. Pflegeversicherung ein und das ihr Leben lang. Der Fehler in Deutschland ist, daß hier eben nicht ALLE einzahlen, so wie es zum Bsp. in Österreich oder Skandinavien der Fall ist.
Denn unsere Politiker zahlen nähmlich GARNICHTS ein, zahlen sich selber aber den Löwenanteil aus diesen Kassen aus und behaupten dann noch rotzfrech, das dies ihr Anspruch sei, der ihnen zusteht. SOOO sieht es aus und solange DAS nicht geändert wird in Deutschland, wird sich auch NICHTS ändern.
Micha123
13.12.2021, 08:27 Uhr
Pflege
Die meisten Pflegebedürftigen werden durch ihre Angehörigen gepflegt. So ist es im Sinne der Menschenwürde, dass der Pflegebedürftige solange es nur irgendwie geht zu Hause bei seiner Familie bleibt.

Der Pflegebedürftige erhält je nach Pflegegrad Pflegegeld. Dieses Geld ist aber zum Beispiel nicht für den Lebensunterhalt der Pflegeperson gedacht. Vielmehr dient es dazu, dass man damit einen Teil der enormen Kosten, welche durch die Krankheiten und Behinderungen verursacht werden, gedeckt werden können.
Es gibt Hilfen durch ambulante Pflegedienste. Dabei erhält dann der Pflegedienst um ein Vielfaches mehr Geld, als wenn der Angehörige pflegt. Dabei kommen diese Dienste nur einige Male am Tag, sind oft in enormen Zeitdruck und schnell wieder verschwunden. Ein Angehöriger ist aber meist immer da und kann zu jederzeit helfen.
(Macht der Pflegebedürftige Abends zum Beispiel ein "großes Geschäft", so kann es sein, dass er bis zum nächsten Tag warten muss, bis der Pflegedienst dies entfernt. Ein pflegender Angehöriger ist oft sofort zur Stelle und kann sich darum kümmern.)

Warum vergütet man die Leistungen der Angehörigen nicht richtig mit Geld? Ferner auch mit Sozialleistungen, wie z.B. dass man ihnen eine Krankenversicherung bezahlt. Es gibt Menschen, welche nicht Familienversichert sind, wenn sie z.B. nicht verheiratet sind. Sie kümmern sich rund um die Uhr um die Pflege, haben aber kein Einkommen und müssen dann solche Dinge wie Krankenversicherungen selbst bezahlen. Aber wie wollen sie da machen ohne Einkommen? Und der Pflegebedürftige hat genügend Kosten durch die Krankheit.
Die pflegenden Angehörigen erweisen dem Gesundheitswesen einen großen Dienst, denn die Kosten für einen Pflegedienst oder ein Heim sind viel Höher.

Viele Bürger denken, dass solche Menschen alles bezahlt bekommen und alle Kosten gedeckt sind. Aber da denkt man falsch.

Krankheit - Behinderung - Pflege = Armut!

Auch der heute gesunde Mensch, der sollte einmal darüber nachdenken... Denn auch er will und kann alt werden und auch schnell zum Pflegefall werden.
Gehard Gösebrecht
13.12.2021, 10:12 Uhr
Tja Micha123
Wenn die Pflege zuhause aber nicht mehr geht, weil man selbst noch ein eigenes Leben hat und allein wegen der eigenen Familie und der Arbeit gar nicht 24 Stunden neben dem Bett der zu pflegenden Person sitzen kann, ist eine Heimunterbringung dringend erforderlich.
Dann muss Mutter oder Vater die eigenen vier Wände verlassen und diese u.U. bei Immo-Besitz verkauft werden, obwohl die Kinder noch mit im Haus wohnen.
Nur ein darin wohnender Ehepartner braucht nicht ausziehen und einem Verkauf der selbst bewohnten Immobilie zustimmen.
In so einem Fall muss das Sozialamt zahlen, ohne dass das Haus oder die Wohnung verkauft werden muss.
A.kriecher
13.12.2021, 12:01 Uhr
Hier läuft etwas schief
Man spricht von Pflegebedürftigen, obwohl es Mutter, Vater,,Oma, Opa oder leider auch manchmal Kind heißt.
Seit für euer Fleisch und Blut da und schiebt sie nicht ab,wie ein lästiges Übel,seit dankbar für ihre Leistung und Güte in guten Zeiten.
Keinem geht es gut, aus seiner Familie herausgerissen, von fremden versorgt (abgefertigt) zu werden.
Übt lieber Verzicht und besinnt euch auf die Dinge, die wichtig sind.
Familie, können wir uns von unserer Neubürgern abschauen, ist eines der größten und wichtigsten Dinge.
Paulinchen
13.12.2021, 13:02 Uhr
Hat sich jemand tatsächlich...
... Hoffnungen auf Verbesserungen nach dem Wahlergebnis gemacht? Wer ewig hofft, stirbt bekanntlich an der Verzweiflung.

Für die letzte Wahl, hab ich mir zum Teil die Mühe gemacht und die Wahlprogramme der "Volksparteien" gemacht. Dabei stellte ich fest, dass keine dieser Clubs tatsächlich sozial regieren will und kann. Es wurden, wie bei solchen Papieren üblich, Versprechen fixiert, von denen man aber keine Vorstellung hatte, woher das dafür notwendige Geld kommt. Darunter auch die die Freigabe von Cannabis, das Wählen ab 16 und der Führerschein gleich dazu. Es wurden Wohnungsbautraeume in Dimensionen ausgeschmückt, dass man beinahe ins Schwärmen gezogen wurde. Auch fehlte es nirgends, wie gut es uns in Zukunft gehen wird.
Jetzt aber trennt sich die Spreu vom Weizen. Es fehlt am Geld für die Träume. Wo holt man sich die Kohle? Auf der Sozialschiene. Die Alten sollen gefälligst die Ersparnisse verbrauchen. Nur diese Gelder sind verschwunden. Denn seit vielen Jahren, werden die Renten nach dem rechte Tasche, linke Tascheprinzip berechnet. Das heißt, unter dem Strich ergibt sich regelmäßig ein Minus. Die "Grüne Bande" erzählt was vom Ausbau des Nahverkehrs, um das Auto endlich verschrotten zu können. Der Philosoph dieses Vereins hat erst versprochen, dass wir alle reicher werden. Doch letzte Woche, ließ er das Kätzchen aus dem Sack, mit dem Satz: Das es nicht ohne Belastung geht, bzw Unannehmlichkeiten. In wenigen Tagen, werden wir uns die Augen an der Zapfsäule wieder kräftig reiben und uns fragen, womit haben wir das verdient? Da haben wohl nicht wenige das Kreuz an der falschen Stelle gesetzt. Wir kommen jetzt Jahr für Jahr, dem Abgrund näher. Und die "Alten", werden schneller als erwartet, auf dem Abstellgleis landen. Die Pflegeheim Plätze werden verknappt und somit unerschwinglich. DRK Heim Nord wird zum Einkaufen im unteren Bereich umgebaut. Das Schwesternwohnheim wurde liquidiert. Für die Alten also auch weg. Wo gibt es denn künftig noch bezahlbare! Wohnungen für die Alten ausser bei ihren Kindern? Ach ja es kommen ja nur noch 25.000 Afghanen ins Land. Dafür ist Geld, Wohnung, Rente und Krankenversicherung inklusive. Passt doch, unser Land ist reich und grünbunt.
Micha123
13.12.2021, 16:34 Uhr
Hier läuft etwas schief
Ein Kommentator schrieb unter der Überschrift "Hier läuft etwas schief" genau die passenden Zeilen...
Gerade jetzt in der Pandemie sollten doch viele Menschen gemerkt haben, was es bedeutet in einem Heim zu sein.
Aber viele sehen es eben so, man "schiebt" die Geliebten lieber ab, man will keine Verantwortung zeigen und denkt nur an sein eigenes Leben und Wohl.
Ich kenne Menschen, welche für die Pflege von Angehörigen Arbeit und alles andere aufgegeben haben. Sollte man so etwas abwerten?

Wie ich schon schrieb... es kann jeden treffen und dann ist er froh, wenn sich noch Angehörige oder Freunde um einem kümmern.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)