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Mi, 16:11 Uhr
22.12.2021
Thüringer Kabinett billigt Pläne des Bildungsminister

Schulbetrieb wird im Januar eingeschränkt

Die heute beschlossenen Regelungen werden im Rahmen einer Änderung der Thüringer Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in den kommenden Tagen in Kraft gesetzt und sehen vor, den Schulbeginn im Januar erst zu verschieben und dann wieder Distanzunterricht in kleinen Gruppen abzuhalten...

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Das Thüringer Kabinett hat heute die Planungen Bildungsminister Helmut Holters für den Schulbetrieb in den ersten Tagen und Wochen des Jahres 2022 gebilligt. Sie sehen nach den ersten zwei unterrichtsfreien Tagen die Fortsetzung des Schulbetriebes zunächst im Distanzunterricht, später nach Möglichkeit in kleineren Lerngruppen und damit im Wechselmodell vor.

Dazu erklärt Bildungsminister Helmut Holter: „Wir müssen im Januar von einer schweren Belastung aller Lebensbereiche durch die neue Omikron-Variante des Coronavirus ausgehen. In Thüringen treffen wir dafür Vorsorge und müssen gleichzeitig die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen bestmöglich wahren. Omikron ändert die Lage, denn durch die schiere Masse an zu erwartenden Infektionen mit ihren Folgewirkungen auf das Gesundheitswesen und möglicherweise auch auf andere Bereiche der kritischen Infrastruktur entsteht eine ernste Situation. Es besteht nach dem Rat der Expertinnen und Experten noch nicht ausreichender Immunschutz gegen die Omikron-Variante. Ich gehe davon aus, dass spätestens im Januar in Deutschland und Thüringen auch weitere Maßnahmen, nicht nur an den Schulen ergriffen werden und dass der Bildungssektor nicht der einzige bleibt, der eingeschränkt werden muss. Mein Ziel mit diesen bereits heute getroffenen Entscheidungen ist es, Schulen und Familien für die bevorstehende schwierige Phase ein Stück Orientierung darüber zu geben, was auf sie zukommt. Weil Impfen und Boostern der beste Schutz gegen Omikron sind, appelliere ich an alle: Nutzen Sie jetzt die Zeit und lassen sie sich impfen und boostern!“

Konkret vorgesehen ist:
Zwei unterrichtsfreie Tage am 3. und 4. Januar 2022 zur Kontaktminimierung und Vorbereitung für die Schulen. Das Bildungsministerium appelliert an alle Familien mit schulpflichtigen Kindern, diese nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen. Die Schulen bieten in diesen zwei Tagen eine Notbetreuung ohne Zugangsvoraussetzungen für die Klassenstufen 1 bis 6 an, die Förderschulen für alle Klassenstufen.

Distanzunterricht vom 5. bis 14. Januar
Eine Notbetreuung findet ausschließlich für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 statt, deren Eltern in der kritischen Infrastruktur arbeiten, und für alle Schülerinnen und Schüler der Förderschulen. Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Sonderpädagogische Fachkräfte und weitere an Schule Tätige werden dabei als kritische Infrastruktur eingeordnet, ebenso das Personal an Kindergärten und Kindertagespflegepersonen.

Eine Ausnahmemöglichkeit vom Distanzunterricht gilt für den Abiturjahrgang 2022 sowie für Abschlussklassen der Fachschule im Fachbereich Sozialwesen.

Detailregelungen zur Notbetreuung werden in den kommenden Tagen bekanntgegeben.
Wechselunterricht und feste Gruppen ab 17. Januar
In den Klassenstufen der Primar- und Sekundarstufe I findet Unterricht in der festen Gruppe und in Wechselmodellen statt. Die Schulen erhalten hier weiten Gestaltungsspielraum. In der Sekundarstufe II kann ebenfalls mit Wechselmodellen gearbeitet werden.
Bis auf weiteres bleibt es bei der zweimaligen Testung pro Woche. Das TMBJS plant, weitere größere Testbestellungen noch in diesem Jahr auszulösen, und wird die Bereitstellung der dafür nötigen Mittel beim Thüringer Finanzministerium beantragen.

Die Maskenpflicht bleibt bestehen. Für das schulische Personal wird geprüft, ob eine zeitnahe Umstellung auf FFP2-Masken erfolgen kann.

Betretungsverbote
Wie bisher gelten Betretungsverbote für symptomatische Personen. Neu ist, dass auch Personen, die die Teilnahme am Testen und/oder das Tragen einer Maske verweigern, die Schulen nicht betreten dürfen. Solche Schülerinnen und Schüler haben auch keinen Anspruch auf Notbetreuung.

Bildungsminister Holter erklärt weiter: „Ich weiß, welch schwere Einschränkung Distanz- und Wechselunterricht für die Familien und die Schülerinnen und Schüler bedeuten. Aber wir müssen die Omikron-Welle ernst nehmen und Gesundheit und Leben schützen. Wie lange Einschränkungen nötig sind, ist derzeit noch nicht absehbar. Die Landesregierung insgesamt ist sich aber einig, dass der Betrieb von Schulen und Kindergärten weiter eine hohe Priorität haben wird. Dennoch fordere ich insbesondere die Bundesregierung auf, die Situation von Familien in den kommenden Tagen noch einmal ganz besonders in den Blick zu nehmen. Wir brauchen einen Omikron-Schutzschirm für Familien, der z. B. Krankentage zur Kinderbetreuung für einen bestimmten Zeitraum ohne Zählung umfassen könnte; auch die Betreuung älterer Kinder als zwölf Jahre muss in dieser Situation besser möglich sein.“

Autor: red

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Kommentare
Heiko ,2
22.12.2021, 17:53 Uhr
Arbeitnehmer
Vorschlag. Lasst die Schulen bis zum Winterferien zu. Da haben alle die wenigste Arbeit.Unglaublich wie sollen zwei arbeitnehmende Eltern das alles bewerkstelligen was sich die werten Damen und Herren so ausdenken. Wir als arbeitende Elten sollen den Lehrern noch die halbe Arbeit abnehmen. Wir sollen mit unseren genommenen Urlaub den Lehrern die von uns bezahlt werden noch mehr Freizeit ermöglichen. Alles wird auf Corona geschoben das ist einfach zu billig nach fast zwei Jahren Pandemie.
__________________________________________________________________________
Anm. d. Red.: Die Lehrer dürften an diesem Dilemma relativ schuldlos sein. Diese Entscheidungen trifft die Thüringer Landesregierung.
Heiko ,2
22.12.2021, 18:46 Uhr
Wo ist der Fehler
Na habt ihr die Stelle gefunden wo das steht das die Lehrer schuld sind. Nutznießer sind die Lehrer und Hortner ob sie was dafür können oder nicht. Sind die Schulen erstmal zu bleiben sie es auch bis Ostern.
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Anm. d. Red.: Diese Meinung haben Sie wohl sehr exklusiv :-)
Heiko ,2
22.12.2021, 19:05 Uhr
Kommentar und Unabhängigkeit
Bei euch scheint jeder Kommentar den ihr schreibt ein Recht auf Veröffentlichung zu haben. Ihr seit toll
MissSchellenberg
22.12.2021, 19:06 Uhr
Es ist auch nicht mehr zu bewerkstelligen...
Von den Lehrern würde ich mir mehr Unterstützung in solchen Zeiten wünschen. Von Bekannten aus anderen Bundesländern habe ich gehört, dass einmal pro Woche der Lehrer anruft/ Konferenz macht. Hier bekommt man nur einmal wöchentlich die Aufgaben zugeschickt. Manch anderer Arbeitnehmer bekommt Kurzarbeitergeld.
Krankeschwester
23.12.2021, 06:39 Uhr
Hoffentlich....
hat sich Herr Holter auch gleich mal Gedanken zur Refinanzierung der Hortgebühren bzw. des Schulgeldes gemacht?!?
Zahlen dürfen wir sicherlich trotzdem die vollen Beiträge.
Meiner Meinung nach stellt sich Herr Holter das alles sehr einfach vor: " zwei schulfreie Tage hier, Distanz- bzw. Wechselunterricht da."
Was diese Planung aber für berufstätige Eltern bedeutet, dessen ist er sich sicherlich nicht bewußt. Mein Kind besucht die 4. Klasse, d.h. bald steht ein Wechsel an eine weiterführende Schule an. Aber in unserem eh schon maroden Bildungssystem sehe ich dafür nur schwarz, dunkelschwarz.
Danke Herr Holter, danke für Nichts.
Kritiker2010
23.12.2021, 09:14 Uhr
Ein weiterer Versuch die Pandemie zu verwalten
"Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor."
(Faust I, Vers 354 ff.)

Wir haben bald 2 Jahre Pandemie-Programm hinter uns und, dank der immer gleichen Rezepte, stehen wir nach wie vor fast am Anfang. Das war für einige Menschen absehbar und wäre auch mit 90% Impfquote kaum anders!

Nun werden also, im vorauseilenden Dilettantentum, wieder all die Dinge und Maßnahmen ergriffen, die schon mehrfach als unwirksam belegt und auch politisch abgelehnt wurden. Doch die Gelehrigkeit der Experten und Politiker scheint längst erschöpft und die Vergesslichkeit groß.

In diesem Land sterben jedes Jahr Tausende Menschen bei Verkehrsunfällen. Wird deshalb der Straßenverkehr abgeschafft? Nein.
Zehntausende Menschen sterben durch Infektionen mit Krankenhauskeimen. Schließen wir deshalb die Krankenhäuser? Nein.
Wir entwickeln ganz unterschiedliche Lösungen, um die Gefahren zu reduzieren und ein LEBEN mit dem Restrisiko zu ermöglichen.

Im Verlauf der Corona-Pandemie ist jedoch jedes Maß verloren gegangen, alles andere wird diesem einen Problem untergeordnet, während der ethische Verfall täglich voran schreitet.
Die Maßnahmen orientieren sich längst nicht mehr an Gefahr und Gefährdeten, sondern sind zum politischen Selbstzweck verkommen, verhindern das Leben der Gesunden und Ungefährdeten, schützen aber nicht hinreichend die tatsächlich Gefährdeten.
Dennoch fahren wir in dieser Einbahnstraße weiter, ohne je anzukommen.

Natürlich ist es wichtig, Maßnahmen für den Notfall zu planen. Aber den Notfall zu beschließen, bevor dieser überhaupt eintritt ist der grundsätzlich falsche Ansatz, mit dem wir aus der Nummer nie mehr herauskommen. Wir bleiben nicht handlungsfähig, indem wir uns schon vorher handlungsunfähig machen.

Schüler waren zu keiner Zeit nennenswert gefährdet und stellen ein belastbares natürliches Immun-Potenzial für das Ende der Pandemie dar, dennoch schafft man nur eines, dies zu verhindern.
Heiko ,2
23.12.2021, 12:01 Uhr
Exklusiv????
Die Meinung war doch nicht ganz so exklusiv. Kommt Mal von euern hohen Ross runter.
dagos
23.12.2021, 16:12 Uhr
Wann kommen endlich die Luftfilter in den Klassenräume?
Und wieder hat man die Zeit verschlafen. Es gibt vom Schulamt keinen wirklichen Plan, die Infektionen anders einzudämmen als Schulen zu schließen. Das Virus wird noch ne Weile bleiben. Wann gibt es endlich wirksame Maßnahmen, die einen Unterricht trotz Corona möglich machen? Wenn das so weiter geht, wächst da eine strunzdumme Generation heran.
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