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So, 10:25 Uhr
06.03.2022
Zum morgigen „Tag der gesunden Ernährung“

Warum Cola und Limo teurer werden müssen

Der „Tag der gesunden Ernährung“ am 7. März ist hierzulande nicht unbedingt ein Grund zum Feiern. Gesunde und ausgewogene Ernährung? Oftmals immer noch Fehlanzeige! Die Deutschen essen im Durchschnitt zu viel, zu fett und vor allen Dingen zu süß...

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Die Folge: Adipositas, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden zu vermeidbaren Volkskrankheiten, was steigende Kosten im Gesundheitssystem zur Folge hat. Dabei könnte man die Überzuckerung der Gesellschaft effektiv eindämmen.

Ausgerechnet eine Steuer?
Es ist ein Reizwort für manche, aber eine Besteuerung zuckergesüßter Getränke würde zu einer deutlichen Reduktion des Konsums führen. Zu diesem Ergebnis kommt die Master-Thesis von Fabian Kaiser im Studiengang Business Administration, die der Student Anfang des Jahres an der SRH Fernhochschule eingereicht hat. „Die Arbeit zeigt, dass eine Zuckersteuer positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung hätte“, so Dr. Michael Koch, Professor für Economics & Sustainability an der SRH Fernhochschule, der die Arbeit betreut hat. „Und das macht sich auch bei den Kosten im Gesundheitssystem bemerkbar.“

Die sind in Deutschland zu hoch. Schnelle und effektive Maßnahmen müssen her. Für seine Untersuchung führte Kaiser eine Online-Befragung mit 617 Personen durch, die vor allem die sogenannte „Preiselastizität der Nachfrage“ bei zuckergesüßten Getränken bestimmen sollte. Damit ist der Rückgang der Nachfrage nach einem bestimmten Produkt gemeint, der bei einer Preiserhöhung eintritt. Die Ergebnisse sind aussagekräftig: Schon eine Steuer in Höhe von zehn Prozent auf zuckergesüßte Getränke würde deren Konsum in Deutschland um knapp 17 Prozent senken.

Seltene Einigkeit, auch beim Thema Werbeverbot
Beachtlich: Nicht nur die befragten Verbraucher sind für eine Besteuerung der zuckerhaltigen Getränke. Kaiser wandte sich im Rahmen seiner Master-Thesis auch an Gesundheitsverbände, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Zucker- und Getränkeindustrie. Alle Befragten sind sich mehrheitlich einig, dass der Zuckerkonsum reduziert werden muss – und dass eine „Zuckersteuer“ ein probates Mittel wäre, um dieses Ziel zu erreichen.

„Die WHO empfiehlt eine Senkung des Zuckerkonsums um 20 Prozent“, so Prof. Dr. Koch. „Das wäre bei Cola, Limo und Co. mit einer Besteuerung von 16,7 Prozent zu erreichen, wie Fabian Kaisers Arbeit belegt.“ Außerdem zeige sie weitere Optionen auf: Ein Werbeverbot analog zu Alkohol und Tabak und – fast noch dringlicher – eine bessere Aufklärung der Bevölkerung über die Folgen eines zu hohen Zuckerkonsums. „Hier hapert es leider noch deutlich.“

„Jetzt ist die Politik gefragt“
Was also tun? Es muss gehandelt werden, da sind sich Fabian Kaiser und sein Professor einig. Die einzelnen Ansätze hätten sich im Ausland bereits bewährt. „Jetzt ist die Politik gefragt, und zwar schnell. Eine Zuckersteuer ist ein wichtiger Aspekt. Aber das allein wird nicht reichen. Es muss ein Maßnahmenpaket her, das neben einer Steuer weitere Ansätze beinhaltetet.“ Sonst drohten negative Konsequenzen für die Gesundheit der Menschen in unserem Land – und für ein Gesundheitssystem, das ohnehin oftmals am Limit ist.
Autor: red

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Kommentare
Piet
06.03.2022, 10:56 Uhr
Wo
Soll das anfangen wo soll das aufhören? Schluss mit jeglicher Art von Steuererhöhungen. ES REICHT!!! Warum gibt man nicht Wasser verbilligt oder umsonst ab. Besagte Steuern müssen die Konzerne tragen.
grobschmied56
06.03.2022, 12:02 Uhr
Die Gesundheits-Diktatur nimmt...
... immer krassere Formen an. Es wird den Menschen suggeriert, eine immer ungesündere Ernährung müsse mit immer höheren Steuern 'bestraft' und so der Mensch zu gesunder Lebensweise gezwungen werden. Wat'n Schwachsinn. Durch höhere Steuern hat sich noch nie ein Mensch davon abhalten lassen, bestimmte Produkte zu konsumieren. Wer das nicht glaubt, der möge sich mal kundig machen, wie hoch die Preise für alkoholhaltige Getränke in der DDR waren! Eine Flasche Wein für 6 Mark galt als Preiswert, eine Flasche Nordhäuser Korn gab es für 17,60 M. Eine Flasche Nordhäuser Diadem Pils (0,33 L) kostete 61 Pfennige. Das bei insgesamt niedrigeren Löhnen. Vom Saufen hat das trotzdem keinen abgehalten. Der Alkoholkonsum in der DDR war einsame Spitze.
Wenn man hört, daß im Interesse der Gesundheit alles und jedes höher besteuert werden muß, drängt sich der Verdacht auf, es geht gar nicht um unsere Gesundheit - es geht nur darum, die maroden Staatsfinanzen auf Kosten der kleinen Leute zu sanieren! Abzocke pur!
Wie die entsprechenden 'Umfrage-Ergebnisse' zu Stande kommen, ist auch kein Geheimnis. Stellt man Leuten Suggestivfragen, die geschickt so formuliert sind, daß sie in die gewünschte Richtung zielen, dann kann man fast jedes gewünschte Ergebnis erzielen.
Rob2000
06.03.2022, 14:16 Uhr
Auch die
preise für Zigaretten sind extrem...hält aber auch wenig von Rauchen ab.
Also ist es nur wieder eine masche um an kohle zukommen. Klar,andere Sachen müssen ja finanziert werden...die denken echt der normale Bürger ist blöd wie nen Brötchen.
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