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Mo, 09:56 Uhr
14.03.2022
Aus dem Landtag

CDU will "Belastungsmoratorium" für Landwirte

Weil die Folgen des Ukraine-Krieges für die Versorgung mit Lebensmitteln unabsehbar seien, müsse jetzt die Ernährungssicherung wieder in den Mittelpunkt gerückt werden, fordert die Thüringer CDU...

Der agrarpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Marcus Malsch, fordert ein „Belastungsmoratorium“ für die Thüringer Landwirtschaft. Ziel ist es alle Instrumente der europäischen und nationalen Agrarpolitik, insbesondere die geplanten Flächen- und Produktionsstilllegungen, zu überprüfen und im Lichte der Ernährungssicherung neu zu bewerten.

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Dies gilt auch für die Reduktionsvorgaben beim Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie die Ausbauziele für die biologische Bewirtschaftung. „In Europa und weltweit droht eine Verknappung des Angebots von Agrarprodukten und -rohstoffen. Auch die massive Verteuerung von Futter- und Düngemitteln sowie anderer für die Landwirtschaft notwendiger Betriebsmittel ist zu erwarten“, begründete Malsch den Handlungsdruck.

„Acker- und Grünland dienen der Produktion von Nahrungsmitteln und sind unverzichtbar für die Ernährungssicherheit in Deutschland, Europa und dem Rest der Welt. Über die richtigen Forderungen nach mehr Klimaschutz, Naturschutz und Artenvielfalt dürfen wir das nicht aus dem Blick verlieren“, sagte Malsch. „Die Ausrichtung der gemeinsamen Agrarpolitik mit ihrer ‚Farm-to-Fork‘-Strategie und die geplanten Maßnahmen des sogenannten ‚Green Deal‘ im Agrarbereich müssen kurzfristig ausgesetzt und mittelfristig den neuen Gegebenheiten angepasst werden“, ist Malsch überzeugt.

Es müsse „sichergestellt werden, dass die Landwirte unsere Nahrungs- und Futtermittel wirtschaftlich produzieren können und ihr Einsatz für Umwelt und Klima angemessen honoriert wird“, so Malsch abschließend. Die Thüringer CDU-Fraktion wird entsprechende Forderungen im Rahmen der Europa-Fraktionsvorsitzendenkonferenz der CDU/CSU-Fraktionen in den deutschen Landtagen, des Deutschen Bundestags und der CDU/CSU-Gruppe in der EVP-Fraktion am 20./21.03.2022 in Brüssel thematisieren.
Autor: red

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Kommentare
Kitty Kat
14.03.2022, 10:35 Uhr
Mehr Nahrungsmittel hier produzieren
Der Denkansatz, wieder mehr Nahrungsmittel hier in Deutschland zu produzieren, ist völlig richtig.
Und da gibt es schon einen Weg, dies auch schnell anzugehen. Alle Landwirte sollten jetzt schon in Kürze Getreide bestellen statt Füllmaterial für Biomethananlagen. Riesige Flächen Mais für diese Anlagen statt Getreide für die Ernährung sollte mal ganz gründlich durchdacht werden. Ich bin da eher für Getreide.
Kobold2
14.03.2022, 11:07 Uhr
Ganz meine Meinung
Nur dazu muß in den Köpfen auch wieder ankommen, das man die Arbeit entsprechend honoriert.
Alles rund um den Globus zu karren kann nicht dauerhaft funktionieren.
Andi Macht
14.03.2022, 11:31 Uhr
Ernte kommt zu spät
Getreide und Raps wird im Herbst gesät und Mais im Frühjahr. Die Stillgelegten Flächen sind meist Waldränder, Gewässerschutzstreifen und Feldraine, so wie es Jahrelang von der Politik gefordert wurde. Diese Streifen sind von der Breite her also zu klein, als dass sie mit den üblichen zur Verfügung stehenden Maschinen bearbeitet werden könnten.
Das bedeutet: Bei Mais kann man in diesem Jahr die Bewirtschaftung der Stilllegungsflächen realisieren, indem man die Randstreifen einfach mit bewirtschaftet.
Bei Getreide kann man dies erst im Herbst tun. Dazu kommt das Problem, dass die Böden auf den Stilllegungen von der Struktur her meist verfestigt sind und keine ordentliche Krume aufweisen, so dass im ersten Jahr mit Mindererträgen zu rechnen ist.
Fazit für diese Flächen: Ernte von Mais ist in diesem Jahr mit Mindererträgen möglich.
Ernte von Getreide ist im nächsten Jahr mit Mindererträgen möglich.
Eine normale Produktion ist erst im übernächsten Jahr möglich.
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