Di, 09:17 Uhr
15.03.2022
AOK PLUS legt Gesundheitsbericht für das Jahr 2021 vor
Thüringer bundesweit am häufigsten krank
Die thüringischen Erwerbstätigen meldeten sich im letzten Jahr häufiger krank als in den Vorjahren. Der Gesamt-Krankenstand der AOK-PLUS-Versicherten in Thüringen lag 2021 bei 6,6 Prozent. Damit hatte der Freistaat die höchste Krankenstandsquote Deutschlands! ...
Die Quote der an Corona erkrankten thüringischen Erwerbstätigen lag im bundesweiten Vergleich auf Platz zwei. Nur sächsische AOK PLUS-Versicherte hatten 2021 eine höhere Corona-Krankmeldungsquote. Aufgrund des Marktanteils der AOK PLUS von mehr als 50 Prozent lassen sich daraus repräsentative Aussagen für Thüringen ableiten.
Corona hatte 2021 deutliche Auswirkungen auf Gesamtkrankenstand
Nachdem der Krankenstand in Thüringen 2019 von 6,3 im Vorjahr auf 6,2 Porzent leicht gesunken war, stieg er im ersten Pandemiejahr 2020 erneut auf 6,3 Prozent an. "Mit 6,6 Prozent sind die Auswirkungen der Pandemie im Jahr 2021 auf den Gesamtkrankenstand nun aber deutlich sichtbar, zumal sich der Bundesdurchschnitt mit 5,4 Prozent seit 2019 stabil hält, ordnet Hannelore Strobel, Pressesprecherin der AOK PLUS, das aktuelle Zahlenwerk ein.
Corona-Krankenquote in Thüringen deutschlandweit auf Platz 2
Insgesamt erhielten von 507.329 AOK-PLUS-versicherten Erwerbstätigen in Thüringen 26.415 Beschäftigte vom Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Zusammenhang mit einer nachgewiesenen Covid-19-Diagnose (ICD-10 GM: U07.1). Die AU-Quote lag hier bei 4,85 Prozent und war damit die zweithöchste deutschlandweit. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt lag bei 2,66 Prozent. Krankschreibungen wegen Covid-19 rangierten in Thüringen auf Platz fünf aller Krankschreibungen.
Mit Blick auf die Berufe gab es die prozentual meisten Covid-19-Erkrankten im Bereich der Kinderbetreuung und –erziehung. Hier lag die AU-Quote bei 9,05 Prozent. Am zweithäufigsten betroffen waren Berufe in der pharmazeutisch-technischen Assistenz (AU-Quote 8,37 Prozent), dicht gefolgt von Berufen in der Werkzeugtechnik (AU-Quote 7,85 Prozent).
Weitere Zahlen zum Krankenstand in Thüringen
Jeder AOK-PLUS-versicherte Beschäftigte in Thüringen war im Durchschnitt 24,0 Tage krankgeschrieben. 57,6 Prozent meldeten sich ein- oder mehrmals im Jahr krank. Die meisten Ausfalltage wurden durch Muskel- und Skeletterkrankungen verursacht (19,9 Prozent), gefolgt von Atemwegserkrankungen mit 11,6 Prozent. Psychische Erkrankungen (11,3 Prozent) landeten erneut auf Rang 3 und damit vor Verletzungen mit 9,3 Prozent.
Am häufigsten meldeten sich die Arbeitnehmer wegen Erkrankungen der Atemwege ab (18,0 Prozent), gefolgt von Muskel- und Skeletterkrankungen (14,6 Prozent). 8,0 Prozent der Krankschreibungen betrafen Erkrankungen der Verdauungsorgane, 6,9 Prozent bezogen sich auf Verletzungen. Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag bei 14,6 Kalendertagen. Der Anteil von AU-Fällen mit einer Dauer von mehr als sechs Wochen betrug 5,3 Prozent. Diese Langzeiterkrankungen verursachten 44,4 Prozent aller AU-Tage.
Hildburghausen hatte höchsten Krankenstand
Nach Landkreisen aufgeschlüsselt, verzeichnete Hildburghausen mit 8,0 Prozent den höchsten Krankenstand. In Jena lag er mit 5,5 Prozent am niedrigsten. Den höchsten Krankenstand bei den AOK-PLUS-Mitgliedern in Thüringen hatte die Öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung mit 7,5 Prozent. Den niedrigsten Wert gab es im Wirtschaftszweig Banken und Versicherungen mit 5,0 Prozent.
Datenbasis
Der Analyse liegen die Daten von 507.329 AOK-PLUS-versicherten Arbeitnehmern in Thüringen zugrunde. Aufgrund des Marktanteils der AOK PLUS von über 50 Prozent sind die Daten damit repräsentativ.
Autor: redDie Quote der an Corona erkrankten thüringischen Erwerbstätigen lag im bundesweiten Vergleich auf Platz zwei. Nur sächsische AOK PLUS-Versicherte hatten 2021 eine höhere Corona-Krankmeldungsquote. Aufgrund des Marktanteils der AOK PLUS von mehr als 50 Prozent lassen sich daraus repräsentative Aussagen für Thüringen ableiten.
Corona hatte 2021 deutliche Auswirkungen auf Gesamtkrankenstand
Nachdem der Krankenstand in Thüringen 2019 von 6,3 im Vorjahr auf 6,2 Porzent leicht gesunken war, stieg er im ersten Pandemiejahr 2020 erneut auf 6,3 Prozent an. "Mit 6,6 Prozent sind die Auswirkungen der Pandemie im Jahr 2021 auf den Gesamtkrankenstand nun aber deutlich sichtbar, zumal sich der Bundesdurchschnitt mit 5,4 Prozent seit 2019 stabil hält, ordnet Hannelore Strobel, Pressesprecherin der AOK PLUS, das aktuelle Zahlenwerk ein.
Corona-Krankenquote in Thüringen deutschlandweit auf Platz 2
Insgesamt erhielten von 507.329 AOK-PLUS-versicherten Erwerbstätigen in Thüringen 26.415 Beschäftigte vom Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Zusammenhang mit einer nachgewiesenen Covid-19-Diagnose (ICD-10 GM: U07.1). Die AU-Quote lag hier bei 4,85 Prozent und war damit die zweithöchste deutschlandweit. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt lag bei 2,66 Prozent. Krankschreibungen wegen Covid-19 rangierten in Thüringen auf Platz fünf aller Krankschreibungen.
Mit Blick auf die Berufe gab es die prozentual meisten Covid-19-Erkrankten im Bereich der Kinderbetreuung und –erziehung. Hier lag die AU-Quote bei 9,05 Prozent. Am zweithäufigsten betroffen waren Berufe in der pharmazeutisch-technischen Assistenz (AU-Quote 8,37 Prozent), dicht gefolgt von Berufen in der Werkzeugtechnik (AU-Quote 7,85 Prozent).
Weitere Zahlen zum Krankenstand in Thüringen
Jeder AOK-PLUS-versicherte Beschäftigte in Thüringen war im Durchschnitt 24,0 Tage krankgeschrieben. 57,6 Prozent meldeten sich ein- oder mehrmals im Jahr krank. Die meisten Ausfalltage wurden durch Muskel- und Skeletterkrankungen verursacht (19,9 Prozent), gefolgt von Atemwegserkrankungen mit 11,6 Prozent. Psychische Erkrankungen (11,3 Prozent) landeten erneut auf Rang 3 und damit vor Verletzungen mit 9,3 Prozent.
Am häufigsten meldeten sich die Arbeitnehmer wegen Erkrankungen der Atemwege ab (18,0 Prozent), gefolgt von Muskel- und Skeletterkrankungen (14,6 Prozent). 8,0 Prozent der Krankschreibungen betrafen Erkrankungen der Verdauungsorgane, 6,9 Prozent bezogen sich auf Verletzungen. Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag bei 14,6 Kalendertagen. Der Anteil von AU-Fällen mit einer Dauer von mehr als sechs Wochen betrug 5,3 Prozent. Diese Langzeiterkrankungen verursachten 44,4 Prozent aller AU-Tage.
Hildburghausen hatte höchsten Krankenstand
Nach Landkreisen aufgeschlüsselt, verzeichnete Hildburghausen mit 8,0 Prozent den höchsten Krankenstand. In Jena lag er mit 5,5 Prozent am niedrigsten. Den höchsten Krankenstand bei den AOK-PLUS-Mitgliedern in Thüringen hatte die Öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung mit 7,5 Prozent. Den niedrigsten Wert gab es im Wirtschaftszweig Banken und Versicherungen mit 5,0 Prozent.
Datenbasis
Der Analyse liegen die Daten von 507.329 AOK-PLUS-versicherten Arbeitnehmern in Thüringen zugrunde. Aufgrund des Marktanteils der AOK PLUS von über 50 Prozent sind die Daten damit repräsentativ.