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Di, 15:44 Uhr
15.03.2022
Ministerin geht von höheren Lebensmittepreisen aus:

Lebensmittelversorgung in Thüringen ist gesichert

Bei der heutigen Regierungsmedienkonferenz berichteten der Präsident des Thüringer Bauernverbandes, Dr. Klaus Wagner, und Agrarministerin Susanna Karawanskij über die zu erwartenden Folgen des Ukrainekrieges auf die Nahrungsversorgung und Preisentwicklung in Thüringen...

Ministerin Susanna Karawanskij  (Foto: Bernd Edelmann ) Ministerin Susanna Karawanskij (Foto: Bernd Edelmann )

„Die Lebensmittelversorgung in Thüringen ist gesichert“, sagte Ministerin Karawanskij. „Wir müssen jedoch mit insgesamt höheren Preisen bei Lebensmitteln rechnen, da für die Agrarbetriebe höhere Produktionskosten insbesondere bei Treibstoff und Düngemittel anfallen. Deshalb erachte ich eine zeitlich begrenzte Steuersenkung bei Benzin und Diesel durch den Bund als notwendig, um die Wirtschaftlichkeit der Betriebe abzusichern und weiter steigenden Lebensmittelpreisen entgegenzuwirken.“
Ministerin Karawanskij kündigte zudem an, zügig ökologische Vorrangflächen zur Futtergewinnung freizugeben. „Wir werden zeitnah eine Verfügung erlassen, damit unsere Landwirte Brachflächen für den Futteranbau nutzen können. Das ist ein Beitrag, um die Agrarbetriebe finanziell zu entlasten.“

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Aufgrund der gesicherten Versorgungslage appellierte Ministerin Karawanskij an die Bevölkerung, von Hamsterkäufen abzusehen. Kurzweilige Lücken in Supermärkten entstünden derzeit vor allem wegen der angespannten Situation im Logistiksektor. Dort gäbe es weiterhin Ausfälle von LKW-Fahrern wegen Coronafällen. Eine Entspannung im Transportgewerbe sei mittelfristig nicht zu erwarten, da europaweit etwa 130.000 ukrainische LKW-Fahrer arbeiten und durch die Einberufung der Männer zur Landesverteidigung die Personalsituation schwierig bleibe. Die Unterstützung durch Saisonkräfte bei der Ernte scheint hingegen abgesichert, da in der Thüringer Landwirtschaft insbesondere polnische und rumänische Erntehelfer arbeiten.

Ministerin Karawanskij betonte, dass die steigenden Lebensmittelpreise nicht zur weiteren Belastung von Haushalten mit niedrigem Einkommen führen dürften. „Eine gute und gesunde Ernährung steht allen Menschen zu. Deshalb muss der ALG 2 Regelsatz und die Altersgrundsicherung erhöht werden. Zudem sollte der Bund seine rechtlichen Spielräume nutzen und die Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse senken. Ich bin weiter überzeugt, dass wir in Deutschland dringend ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung brauchen. Angesichts der multiplen Krisen ist es absolut nicht tragbar, dass in Deutschland jährlich 18 Millionen Tonnen Nahrung im Müll landen.“

Mit Blick auf den globalen Nahrungsmittelmarkt zeigte sich Ministerin Karawanskij besorgt über eine mögliche Versorgungskrise in den Ländern des Südens. Insbesondere die Länder Afrikas und Südostasiens sind große Weizenimporteure, die von den Lieferungen Russlands und der Ukraine abhängig sind. Die EU müsse international koordinierte Nahrungsmittelhilfen vorbereiten, um die Ernährungssituation der Menschen in den Ländern des Südens zu stabilisieren und soziale Krisen zu verhindern. Damit die Lebensmittelpreise nicht weiter steigen, forderte die Ministerin, dass Grundnahrungsmittel grundsätzlich vor Spekulationsgeschäften geschützt werden müssen: „Spekulative Wetten auf steigende oder fallende Rohstoffpreise an den Nahrungsmittelbörsen müssen endlich verboten werden.“

Autor: red

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Kommentare
Kobold2
15.03.2022, 16:18 Uhr
Das hat
Vor 2Jahren auch keinen von Hamsterkäufen abgehalten..
Man sollte sich lieber Fragen warum wir in Europa 130000 Fahrer aus Drittstaaten brauchen und es nicht mehr schaffen unser bißchen Ernte( wir kaufen ja lieber zu, als selbst zu arbeiten) selbst einzubringen?
Das sind Schieflagen, die uns letztlich auf die Füße fallen und Spannungen erzeugen.
hoecker1
15.03.2022, 17:43 Uhr
Alles wird mehr kosten!
Ich höre nur noch von Preisanstiegen egal ob Stom ,Gas, Benzin, Lebensmittel etc. Lohn bleibt gleich ebenso die Sozial Schwachen können diese Erhöhungen kaum bewältigen! Wo soll das hinführen ???
Echter-Nordhaeuser
15.03.2022, 18:17 Uhr
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muraschke
15.03.2022, 18:51 Uhr
Dann bleibt nur noch der Ostwind
"Nur keine Panik" ... soll heißen: Wir wissen auch nicht so richtig, wie es weiter geht, wir strahlen aber "Sicherheit" aus.

Da ja nun fast alles Durchsanktioniert ist ... bleibt nur noch der Ostwind und die aufgehende Sonne!

Leute! Wir werden die Sanktionen deutlich spüren... Danke Politik!
Leser X
15.03.2022, 19:37 Uhr
Das sucht wohl in der Geschichte seines Gleichen...
... dass sich Länder auf Geheiß eines anderen Landes quasi selbst sanktionieren und im Befehls-Land die Sektkorken knallen. Das ist ein bisschen viel Dummheit auf einmal, finde ich.
Kobold2
15.03.2022, 20:32 Uhr
Nö, hoecker1
Vieles war in der Vergangenheit einfach zu billig und vor lauter Geiz ist (angeblich) geil kommen zu wenig auf den Gedanken, so manche Preispolitik zu hinterfragen.
Dabei wäre zumindest aufgefallen, daß das nicht dauerhaft funktionieren kann.
Knaecke2
16.03.2022, 00:41 Uhr
Mich wundert es nicht....
Eine Jahrelange Selbstbeweihräucherung aus Brüssel und deren Globalilisierungsgedanken geht nun andere Wege. Europa ist nicht einmal in der Lage, die eigene Bevölkerung zu Ernähren, da ja Wirtschaftswege aufgeteilt worden sind. Milch aus Rumänien, Kartoffeln aus Ägypten und deutsche Autos gebaut in den billigsten Teilen der Welt. Nun bricht das Kartenhaus zusammen und die Arroganz Europas wird weiterhin offen zu Tage getragen. Was man am Ukrainekonflikt erkennen kann.

In Brüssel wird es nur ein Schulterzucken geben. Diäten werden weiterhin steigen und Zahlen der Zeche, überlässt man dem gemeinen Volke.
free Gigi
16.03.2022, 07:30 Uhr
als Zahl 100.000.000.000
um es mal besser zu veranschaulichen: Soviel Geld soll zusätzlich (!) für das Militär bereitgestellt werden, anstatt es sinnvoll in Bildung, Infrastruktur oder Handelsbeziehungen zu investieren.

Und ja, wir alle werden diese Summe "irgendwo" schon dem Staat zurückgeben!
Chloe
16.03.2022, 08:20 Uhr
Gesichert?
Ich bin kein Fachmann auf diesem Gebiet, aber die Nachrichten aus Wirtschaft, Handel und Finanzen sind bei weitem nicht so optimistisch was die Versorgungssicherheit betrifft.
Verhungern wird zwar keiner, aber wenn sich die Preise weiter nach oben entwickeln und bis zum nächsten Winter keine Besserung erzielt wird, könnte der eine oder andere vor schwerwiegenden Entscheidungen stehen.
Das Zögern unserer Politiker in der Entscheidung die Bürger zu entlasten ist kaum noch nachzuvollziehen, in anderen europäischen Ländern wurde schon lange gehandelt, hier wird ewig diskutiert.
tralala_hopsasa
16.03.2022, 08:44 Uhr
Einfach nur traurig
wie man uns als Wähler versucht für dumm zu verkaufen!
Wenn man dem Artikel in der "agrarheute" Glauben schenken darf, droht uns wohl oder übel eine Verknappung von Lebensmitteln. Russland stoppt Düngerexporte und China wird das Loch auch nicht für uns stopfen.
Wir befinden uns nicht als Zuschauer eines Krieges zwischen Russland und der Ukraine, sondern wir werden die Sanktionen mit UNSEREM Überleben bezahlen. Wir befinden uns in einem "Energiekrieg" (RT.DE). Aber habt nur weiter Mitleid mit Anderen, als an Euch und eure Nachkommen zu denken. Was glaubt ihr denn, warum man ständig davon liest und hört, das man sich für mindestens 10-14 Tage bevorraten soll und alle wichtigen Dinge bereitstellen soll?
Deutschland hat sich selbst zum Entwicklungsland herabgestuft.
diskobolos
16.03.2022, 09:25 Uhr
Nein, verhungern werden wir
im Gegensatz zu vielen anderen Menschen in der Welt sicher nicht.
Aber den Gürtel enger schnallen müssen wir wohl.

Der Politik fällt schon seit einigen Jahren als Erstes immer das Ausgeben von viel Geld ein. So war es bei der Rettung von GR, bei der Bewältigung der Pandemie und jetzt bei der Aufrüstung oder (im Kleinen, wer spricht jetzt noch über ein paar Mrd.) beim Eindämmen der Spritpreise.

Dies alles wird durch noch mehr Schulden bezahlt. Ermöglicht wird dies durch die verhängnisvolle Politik der EZB, die obwohl eigentlich verboten, die Staaten mit Unmengen an "billigem" frischem Geld versorgt.
Das alles wird mit steigender Inflation (1921, VOR dem Krieg, 5% mit wachsender Tendenz) bezahlt.

Der Autofahrer mag sich über niedrigere Dieselpreise freuen. Dass er das später dreifach bezahlt, merkt er ja noch nicht. Und dann hat man ja schon Putin als den Schuldigen.
Marino50
16.03.2022, 10:31 Uhr
Lebensmittelversorgung...
...na ja Muraschke, so lange wir Sicherheit ausstrahlen mag es in Ordnung sein. Ich hoffe, es werden keine anderen Strahlungen. Die Lebensmittelchefin in diesem Artikel war sicher länger nicht einkaufen. Die Preise erhöhen sich und gleichzeitig beginnen Hamsterkäufe von Öl, Mehl, Nudeln und Konserven. Regale sind leer. Keiner will hohe Preise bezahlen und Angst spielt auch eine Rolle. Das ist wie eine ansteckende Krankheit, wie bei Beginn der Coronapandemie. Dafür sorgen unsere Medien schon. Aber um das festzustellen, muss man sich unter das Einkaufsvolk mischen.
stachelbeere
16.03.2022, 12:48 Uhr
Gesichert?
Ich war heute einkaufen. Brauchte u. a. auch eine Tüte Mehl. Es gab aber keins mehr.
Auf Nachfrage sagte man mir, es gibt zurzeit kein Mehl u. sie wüßten auch nicht, wann wieder welches geliefert wird.

Zu DDR-Zeiten im Sozialismus lebten wir in der Planwirtschaft u. standen u. a. nach Bananen an.
Jetzt leben wir in der Marktwirtschaft im Kapitalismus und stehen nun nach Mehl ( und Öl) an.
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