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Mo, 13:35 Uhr
21.03.2022
Über die Kosten und Unkosten eines Krieges

Der Preis der Freiheit

Jeden Mittwoch heulten in der DDR die Sirenen. Ob Kindergärten, Schulen, Betriebe und Institutionen – allen war bekannt, welche Schutzmaßnahmen im Ernstfall zu ergreifen waren. Jahrzehnte schwiegen die Sirenen. Wir lebten in einer Schönwetterperiode...

Die sei vorbei, sagen Experten und betonen: Der Überfall auf die Ukraine lehrt: Deutschland müsse für eine Zeit vorbereitet sein, in der die Vorsorge vor Krieg und Krisen Realität werden könnte.

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So kommt wieder, was schon war: Sirenengeheul! 86 Millionen will der Bund aufbringen, um Sirenen zu installieren, alte Anlagen aus DDR-Beständen zu ertüchtigen. Angesichts des Ukraine-Krieges würden sie unerlässlich. Flächendeckend. Im Gespräch sind auch Notfallcamps, wo bis 5000 Menschern versorgt werden können.

Die Innenminister sind beauftragt, Vorschläge zum besseren Schutz der Menschen hierzulande zu unterbreiten. Die Mängelliste sei ellenlang, meinen die Innenminister der Länder: Es fehle an allem Möglichen, was zum Schutz der Bevölkerung im Krisen- oder Kriegsfall notwendig wäre: ABC-Züge mit atomarer Messtechnik, Sanitätszüge, mobile Notstromaggregate, Trinkwasseranlagen, Feldkochherde – Begriffe, die jedem, der in der NVA diente oder im Zivilschutz tätig war, geläufig waren.

Thüringens Innenminister Georg Maier macht sich Gedanken über öffentliche Schutzräume. Sie müssten bundesweit erfasst und ertüchtigt werden. Zu einer Bevorratung für den Ernstfall rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Neben Lebensmitteln auch Flüssigkeit für eine Woche. Dass dies für Menschen kein Scherz ist, zeigen schon leerer werdende Regale. In der Regel füllen sie sich wieder.

Alles nur Ängste schüren? Stell dir vor, du wirst angegriffen und kannst dich nicht verteidigen. Wir könnten es nicht, ist die Generalität der Bundeswehr samt und sonders überzeugt. Man sei blank. Deshalb 100 Milliarden für moderne Waffensysteme. Da ist ja einer, der über Superwaffen verfügt, damit prahlt und sie auch einsetzt: Hyperschallraketen, über die derzeit kein anderes Land verfügen soll. Mit herkömmlichen Abwehrmethoden sei ihr nicht beizukommen. Ihre Wirkung zeigte sie bei einem punktgenauen Einschlag in ein unterirdisches Raketen- und Munitionsdepot im Südwesten der Ukraine.

Der Welt steht, angefacht durch einen unberechenbaren Aggressor mit dem völkerrechtswidrigen Überfall auf die Ukraine, ein neues Wettrüsten bevor. Milliarden kostet ein Abwehrsystem gegen Putins Wunderwaffen, an dem der Westen fieberhaft arbeitet. Wer soll das bezahlen? Die Regierung spricht von einem Preis unserer Freiheit, die uns lieb ist und künftig auch sehr teuer sein wird.

Sind wir auch bereit, unsere geschätzte Freiheit gegen Despoten zu verteidigen? Letztlich: den Gürtel auch enger zu schnallen? Millionen Menschen sind auf der Flucht vor Putins Krieg. Tausende von ihnen werden in den Landkreis Nordhausen kommen. Vehement setzt sich der Landrat für diese Menschen, überwiegend Frauen und Kinder, ein. Sie sind uns willkommen. Sind wir aber auch bereit, weiteren Menschen aus anderen Ländern Schutz gegen Not, Kriege und Vertreibung zu bieten. Oder gehen wir heute Abend doch lieber „spazieren“ – gegen die „diktatorischen“ Impfungen?

Folgen und Lehren aus dem verwerflichen Überfall eines Despoten auf ein anderes Land werden uns einiges abverlangen. Vielleicht mehr als uns lieb sein wird. Werden wir ihn akzeptieren, den Preis unserer Freiheit? Für das russische einfache Volk stellt sich diese Frage nicht. Es ist Entbehrungen gewohnt. Obwohl ihr Präsident keinen Widerspruch duldet, jede Opposition ersticken lässt, glaubt die Mehrheit ihm. Das kennen wir doch aus der Geschichte: Führer befiehl, wir folgen dir!
falmo
Der Verfasser möchte anonym bleiben, sein vollständiger Name ist der Redaktion bekannt.
Autor: red

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Kommentare
Gehard Gösebrecht
21.03.2022, 14:39 Uhr
Für was?
Wenn es zu einem nuklearen Schlagabtausch der Supermächte kommen sollte, mit ca. 10.000 detonierten Sprengköpfen deren Sprengkraft die A-Bomben von Hiroshima und Nagasaki als Silvester-Böller erscheinen lassen, gibt es kein entrinnen.
Innerhalb von 20 Minuten wird dieser Planet sich in einen nuklearen Feuerball verwandeln, der kaum noch Leben zulassen wird.
Es folgt ein nuklearer Winter welcher allen bis dato noch lebenden Pflanzen das Sonnenlicht nehmen wird.
Die Folge ist der totale Zusammenbruch der Nahrungsketten.
Es wird in irgendwelchen Atombunkern noch ein paar Menschen geben, welche auf kurz oder lang nicht überleben werden.
Also bitte keine Illusionen machen, dass ein Atomkrieg für irgend jemand überlebbar wäre.
Die Siren werden aufheulen und spätestens nach dem zünden einer EMP Bombe in der oberen Atmosphäre für immer verstummen.
Es wird kein Leben danach mehr geben.
Auch nicht in Atom-Ubooten, denn die müssen irgendwann auch auftauchen und Proviant aufnehmen.
Den wird es nirgendwo mehr geben.
Frohes Schaffen noch!
emmerssen
21.03.2022, 15:09 Uhr
Wäre es ....
nicht viel einfacher die Nato einfach von Russlands Grenze abzuziehen?
So wie von Russland gefordert. Man stelle sich vor, der Warschauer Vertrag hätte Mexico mit aufgenommen und dort seine Truppen stationiert.
Piet
21.03.2022, 15:37 Uhr
Es ist wie immer
Die Politik verfällt in einen totalen Aktionismus. Sachen die seit Jahrzehnten niemanden interessiert haben. Wenn es wieder vorbei lässt man es wieder vergammeln bis zum nächsten Aktionismusanfall. Das System BRD hat fertig.
Gehard Gösebrecht
21.03.2022, 15:37 Uhr
Ist schon klar @emmerssen
Aber wo sind die Grenzen von Russland?
Wo werden die Grenzen sein, wenn die NATO nur noch zusieht?
Aljoscha will sein russisches Reich wieder.
Zum Schluss noch die DDR?
Ne sovjetskiy Soldat.
Eto ne rabotaeyet!
Idi domoy!
Rob2000
21.03.2022, 15:56 Uhr
Angst schüren
Ist dass das einzige was die Politik und die Medien noch können?
Vor allem unsere Politik wird immer erst wach wenn es benötigt wird oder schon zu spät ist.
Und genau bei solchen Artikeln rammeln die nächsten deppen los und kaufen die regale wieder leer...
Wolfi65
21.03.2022, 17:20 Uhr
Ja Öl und Mehl muss her!
Und das Palettenweise.
Manche bauen so ihre Angst vor dem Krieg ab.
Andere wiederum, um dem Nachbarn das Schnitzelbraten zu vermiesen.
Es ist eben eine Marktwirtschaft.
Für Geld gibt es alles.
Nur keine Menschlichkeit.
DonaldT
21.03.2022, 17:32 Uhr
Sirenen installieren
Der große Übungstag (war es 2020 oder 2021?) hat schon nicht geklappt, gründlich nicht geklappt, obwohl alle "vorbereitet" waren.
Und da soll nun was besser werden?

Hört auf mit der Panik, hört auf Angst zu schüren, hört auf mit der Kriegstreiberei (und den Waffenlieferung!, schöne Grüne, verraten ihre Ideale).
Kluge schöne Frau
21.03.2022, 18:23 Uhr
Putin spekuliert auf die Schwäche des Westens
Guter Beitrag! Wir müssen jetzt durchalten mit den Sanktionen und mit den unangenehmen Folgen für uns alle. Denn Putin spekuliert genau auf diese Wehleidigkeit und Mimosenhaftigkeit des Westens, darauf, dass der dekadente Westen es nicht schaffen wird, weil man auf keinen Luxus verzichten will und sich uneins ist. Bedeutet: Die armen Menschen müssen unbedingt entlastet werden, damit sie nicht die Leidtragenden sind. Die Mittel- und Oberschicht sollte einen höheren Preis zahlen müssen, denn sie haben auch die größere Freiheit. Das sollte es ihnen also wert sein. Und ich glaube, viele Menschen mit mittlerem Einkommen sind auch dazu bereit.
Marino50
21.03.2022, 18:53 Uhr
Preis der Freiheit...
...hier wird durch die Medien im Auftrag Angst und Panik geschürt, ebenso wie es bei Corona gemacht wurde. In der Ukraine scheinen ja wenigstens die Sirenen noch zu funktionieren. Wir haben erst gar keine. Im vorigen Jahr wurden durch die Katastrophe im Ahrtal Sirenen gefordert. Das ist schon wieder Vergangenheit und alles vergessen. Wo sind denn die Sirenen für Nordhausen. Im letzten Krieg gab es wenigstens welche. Im Ernstfall hier würde es gar keiner merken.
henry12
21.03.2022, 19:56 Uhr
Preis der Freiheit ???
Was geht mich die Ukraine an ? Gar nichts ! Die ist mir komplett wuppe.
Unser Problem ist nicht Putin, das ist der Zustand der Gesellschaft hierzu Lande.
Degeneriert, wohlstandsverwahrlost, aber gleichzeitig hypermoralisierend. Oberschicht, Unterschicht, blablabla. Schon seit der bezopften Tymoschenko geht es nur um`s Gas. Hier wird von "mehr geben" gesäuselt. Biden kommt vor lachen nicht in den Schlaf. Ich habe nichts "mehr" zu geben und möchte das auch nicht. Schließlich bekomme ich auch nichts geschenkt. Höchste Steuern, höchste Sozialabgeben, höchste Energiepreis auf der Welt and dann noch Geschenke verteilen ? Ich lach mich schlapp !
Psychoanalytiker
22.03.2022, 09:54 Uhr
"Damit hätten wir niemals gerechnet,
wir wurden überrascht."

Solche, oder so ähnliche Worte und Sätze hörte ich in den letzten Jahren vermehrt von unseren Volksvertretern, also unseren "Politeliten".

Das fing gefühlt damit an, dass die Flüchtlinge "aus 2015" mehrheitlich junge, gestylte Männer mit Smartphone, nicht aber unterjochte Frauen waren, dann zog man aus Afghanistan aus und wunderte sich über die "sekundenschnell" aus ihren Erdhöhlen kriechenden und das Land übernehmenden Taliban. )Frauen flüchteten dort auch recht wenige.)

Die gleichen Sätze hörte man im Zusammenhang mit den Impfungen gegen Corona, wo man noch mit 99% Durchimpfung rechnete.

Nun sind diese traurigen Worte im Zusammenhang mit dem Krieg und unsere eigenen Wehrkraft zu hören.

Aber statt sofort Maßnahmen zu ergreifen und z.B. sofort die Wehrpflicht wieder einzuführen, nur wieder Gequatsche und leere Worte.

Um kein Missverständnis zu erzielen: Ich will nicht, dass Menschen Kriegs- und Zivildienste machen müssen, wenn aber Gefahr besteht, muss man aber leider nachdenken und ggf. sofort handeln. Aber man wird eher wieder erstaunt sein, wenn Putin "seine Mitmenschen" aus der EU zurückholen will und er uns auch noch "überrennt", weil wir großspurig verkünden, dass wir keine Waffen mehr in die Ukraine senden können, weil wir selbst keine mehr haben.

Und dann fragen unsere superschlauen Medienvertreter live und in Farbe nach. Da fragt doch Anne Will, wie und wo der Ukraine weiter mit Waffen geholfen werden kann. Christine Lambrecht, die ich persönlich nicht als geeignete Verteidigungsministerin ansehe, antwortete diesmal intelligent. Sie sagte, dass sie es nicht in den Medien sagt, weil sie nicht will, dass zB. die Transporteure in Gefahr gebracht werden. Richtig so, denn im heutigen Zeitalter kann man "Verteidigungslinien" ausschalten, wie man will, da braucht es nicht noch Skandalnachrichten, die z.B. Putin auf seinem Schreibtisch durchblättert.

Nochmal zur Wehrpflicht: Sofortige Einberufung aller, die lernen sollten, wie man Waffen(systeme) bedient, auch Frauen, Diverse und Migranten.

Und dann bin ich wirklich gespannt, wer dann noch Deutschland bleibt und verteidigen will. Ich befürchte ... .
Flitzpiepe
22.03.2022, 11:15 Uhr
Das, was der Vorkommentator hier fordert,
ist nur in einer Diktatur machbar.
'Sofortiges Handeln ohne Gequatsche' macht jetzt der Putin.
Wollen wir das? Also ich nicht...
Wir haben eine Demokratie. Da muss alles 'bequatscht' werden. Klar kostet das Zeit und am Ende ist der von der jeweiligen gewählten Koalition getragene Kompromiss halt weichgespült und suboptimal. Ganz schlimm wird es, wenn (wie jetzt die FDP) der kleinste Partner der Koalition die anderen an der Nase durch die Manege zieht.
Aber trotzdem bin ich froh seit über 30 Jahren in dieser Demokratie zu leben, obwohl ich 1990 überhaupt nicht von diesem Weg überzeugt war.
Das ist ja das Scheinheilige an den ganzen Querdenkern und Spaziergängern. Einerseits sind sie der Meinung, dass wir aktuell in Deutschland eine Diktatur bereits hätten aber andererseits hätten sie gern eine richtige Diktatur (oder noch besser eine Anarchie), die ihre Minderheitsmeinung gegen die demokratische Mehrheit durchsetzt.
Trüffelschokolade
22.03.2022, 13:24 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Psychoanalytiker
22.03.2022, 13:28 Uhr
Nee @ Flitzpiepe ...
... das was ich niederschrieb, ist nicht nur in einer Diktatur machbar, sondern es sollte überall kurzfristig umgesetzt werden müssen, wenn es um den Schutz eines Landes geht und wenn ein "gesunder Menschenverstand" über Scheuklappen- oder Schubladendenken gehen muss.

Putin, der sich ganz bestimmt auch über die EU und über die Nato informiert, weiss (nicht nur,) durch unsere übereifrigen Medienvertreter, die derzeit nichts anderes zu tun haben, als über fehlende Schutzhelme, um die Ecke schießende Gewehre (die nur bei Sturm funktionieren) über Panzer mit Geschütz-Attrappen oder unbrauchbare Flugzeuge, Raketen und Hubschrauber (nach dem Motto "Leute, wir wissen was") berichten, wie wehrhaft unsere Länder wirklich sind. Der lacht doch nur über die Nato, und daher muss schnell gehandelt werden.

Und zu allem Überfluss verlegt man die "Bedrohungslinie" natürlich nach Europa, statt zwischen Kamtschatka und Alaska, da sind die USA mal wieder "fein raus", wenn es um Krieg und Frieden geht. Die Erde ist (glaube es gehört zu haben) keine Scheibe, sondern kugelförmig. Daher könnte man ja mal von der anderen Seite her Atomraketen in Stellung bringen, wäre doch mal eine Ablenkung von Europa.

Wie ich schon schrieb, als NVA-Zwangssoldat hasse ich jedwede Kriegsspielchen oder Wehrpflicht. Aber manchmal muss man nicht nur darüber nachdenken, sondern auch schnell handeln. So schnell, dass potentielle Kriegsgegner merken, dass da eine Abwehrfront (und nicht nur Pappkameraden) bereit ist.

Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass unsere "Demokraten in Berlin" erst dann wieder in die Mikrofone trällern "Damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet ...", wenn Putin in einem Kölner ARD-Studio steht und verkündet: "Jetzt gehört das Gebiet der ehemaligen DDR wieder zum Warschauer Pakt."

Und weil ich dies seit rund 3 Wochen nicht mehr ausschließen kann (ich war ja mal Soldat und weiß, wie gerne Offiziere Krieg spielen möchten), bin ich zumindest für eine umfangreiche Grundausbildung derer, die Wehrhaftigkeit zeigen können, also Männer, Frauen, Diverse, und die, die ..

Wir hatten Gott sei Dank lange Frieden, aber die von uns erzogenen Schlaumeier müssen begreifen, dass NICHTS wirklich wunschgemäß geht ..
geloescht.20250302
22.03.2022, 22:45 Uhr
Wozu denn Sirenen zur Warnung des Volkes...
...wenn sich für den Katastrophenfall zuständige Verantwortliche wie eine gewisse Anne Spiegel sowieso nach Feierabend ungestraft nicht von Warnungen belästigen lassen müssen und zur Belohnung dafür noch von einem Landes- zum Bundesministerposten befördert werden?

Wer immer noch nicht begriffen hat, dass unsere Gesundheit und unser Leben den Selbstbedienungsmentalitätspolitikern egal sind, wacht erst auf, wenn er in einem Katastrophenfall im Hochwasser oder mit einem Messer am Hals seine letzten Atrmzüge versucht.
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