eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mo, 17:10 Uhr
21.03.2022
Freie Tankstellenbetreiber fordern Alternative

Vorschläge zum Tankrabatt nicht praktikabel

Der von Bundesfinanzminister Christian Lindner vorgeschlagene temporäre Tankrabatt ist aus Sicht des Bundesverbands freier Tankstellen (bft) nicht umsetzbar. Die Interessensvertretung von über 500 konzernunabhängigen Tankstellenunternehmen schlägt stattdessen vor, die Energiesteuer temporär abzusenken...

Der Bundesverband freier Tankstellen (bft) hat sich gegen den temporären Tankrabatt positioniert, den Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) vorletzten Sonntag erstmalig ins Spiel gebracht hatte. "Aus Sicht des bft droht vielen kleinen Tankstellenunternehmen schnell die Überschuldung, wenn ein Tankrabatt bis zur Erstattung durch den Fiskus vom Tankstellenbetreiber vorfinanziert werden muss: Bei einem durchschnittlichen Absatz von 200.000 Litern monatlich und 20 Cent Rabatt pro Liter, müssten unsere Mitglieder mit 40.000 Euro in Vorleistung gehen," rechnet bft-Vorstandsvorsitzender Duraid El Obeid vor.

Insbesondere von den zahlreichen Einzeltankstellen sei das nicht zu leisten, ohne kurzfristig teure Kredite aufnehmen. Ihnen droht dadurch die Insolvenz. Zudem seien aktuell viele kleinere Tankstellenbetriebe in Grenzgebieten zu EU-Nachbarländern, insbesondere zu Polen, bereits durch Tanktourismus extrem belastet und kämpfen um ihre Existenz.

Auch technisch ist der Tankrabatt nicht einfach und vor allem nicht schnell umsetzbar, da die an den Tankstellen verwendeten Kassensysteme zunächst zur Aktivierung eines Sofortrabatts umprogrammiert werden müssten. Tankautomaten, Pay@Pump-Lösungen sowie Flotten- und Tankkarten sind ebenfalls nicht auf die Umsetzung eines Tankrabatts eingestellt.

Im WELT Talk am 18. März erläuterte der Bundesfinanzminister, dass der Tankrabatt wie in Frankreich über den Großhandel gewährt werden solle. Danach solle der Preis an der Zapfsäule aus Transparenzgründen unverändert bleiben und der Rabatt automatisiert ausgewiesen werden. Auch den Vorschlag, dass der Tankrabatt auf Ebene der Mineralölhändler anfallen soll, sieht der bft äußerst kritisch.

"Ein solcher Rabatt wäre ein heftiger Eingriff in die Händlerstruktur und würde diese komplett durcheinander wirbeln", kritisiert El Obeid. Für die Mineralölkonzerne sei es vielleicht möglich, einen solchen Rabatt vorzufinanzieren bis der Fiskus die Beträge erstattet. „Für die vielen unabhängigen mittelständischen Händler ist es finanziell nicht möglich, in Vorleistung zu gehen, weil sie nicht so kapitalstark sind wie die großen Gesellschaften. Im schlimmsten Fall würden diese in Folge aus dem Markt scheiden“, prognostiziert El Obeid.

"Der Staat kann an mehreren Positionen eingreifen, um die Spritpreise zu senken", erläutert bft-Geschäftsführer Stephan Zieger. "Was er senkt, ist egal, Hauptsache wir haben eine deutliche Reduzierung der Abgabenlast für die Autofahrer. Die Spritpreise liegen momentan über dem, was wir in zehn Jahren für E-Fuels zahlen würden, wer hätte das gedacht", so Zieger weiter.

Die aufgrund des Ukraine-Kriegs aktuell sehr hohen Spritpreise bedeuten für Verbraucher und Wirtschaft eine starke Belastung. Anfang letzter Woche hat Bundesfinanzminister Christian Lindner vorgeschlagen, einen temporären Tankrabatt einzuführen, um den Tankkunden zu entlasten. Diesen Vorschlag hatte er im TV-Format WELT Talk vom 18.03. angepasst.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Echter-Nordhaeuser
21.03.2022, 18:08 Uhr
"Tankrabatt!?"
O je hier wird Zeug erfunden da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Warum macht man es nicht einfach wie in Polen warum muss man in Deutschland aus jeder Ding eine Oper inzenieren. Ohne irgendwelchen Plunder, Steuern runter.
Im Nu
21.03.2022, 18:59 Uhr
Eine generelle Absenkung...
...der Mehrwertsteuer für Sprit wird es bestimmt nicht geben...diese Einnahmequelle wird sich doch der Staat nicht entgehen lassen....schließlich sind die Kassen mehr als klamm.
Rob2000
22.03.2022, 03:31 Uhr
Das geht alles nicht
weil irgendwie muss ja alles finanziert werden was sich die Prinzen ausdenken.
B**m
22.03.2022, 05:02 Uhr
Danke
Ich schließe mich dem Vorredner an! Deutschland muss einfach alles komliziert machen, um Zeit zu gewinnen, Lösungen vorzugaukeln, jedoch in Wahrheit Profit aus der aktuellen Lage zu erzielen! Ich erinnere: Wir werden SOZIAL DEMOKRATISCH regiert! Und der normale Menschenverstand wird gerade von Lindner ignoriert!!
Jäger53
22.03.2022, 07:27 Uhr
Tankrabatt
Kommt es mir nur so vor das beim beschließen eines Tankrabatts alles sich wieder in die Länge
zieht, aber beim ausgeben von unsinnigen Milliarden für die Bundeswehr zwecks Landesverteidigung oder eines Angriffskrieges das Geld in Sekunden bereit steht. Die Politiker die zu viel Geld kriegen ( verdienen ) sollten einmal über solche unsinnigen Entscheidungen das Gehirn
einschalten und mal nicht nur das machen was die USA sagen.
Psychoanalytiker
22.03.2022, 11:49 Uhr
Und auch hier zeigt sich ...
... die "Qualität" der vom Volk zu "Politeliten" erkorenen Mitgliedern des Deutschen Bundestags.

Wie bei der "Impfpflicht" ist man sich auch bei der Preisgestaltung (Rabatte, Mehrwertsteuer u.s.w.) an den Tankstellen oder "im Supermarkt" uneins. Der Eine will Rabatte, der andere Steuersenkungen, der nächste will keine Änderungen, wieder ein Anderer will abwarten ... .

Und so wird der mündige Bürger hingehalten, ich nenne es "verarscht".

Man kennt das doch: Wenn Geld eingenommen werden kann, werden Gesetze in Sekundenschnelle durchgeboxt, muss ausgezahlt werden,dauert es "Jahre".

Für Alle, die dies nicht wahr haben wollen, wie z.B. so mancher Politiker selbst, oder Stammwähler mit Scheuklappen vor den Augen (und Ohren), hier ein paar Beispiele:

Vor ein paar Jahren sollten ehemalige Kriegsgefangene einen kleinen Obolus für ihre Pein erhalten. Erst dauerte es sehr lange, bis das Gesetz im Bundestag durchgesetzt werden konnte, dann wurde die Auszahlung so gelegt, dass viele der Kriegsgefangenen darüber hinweg starben. Pech gehabt, denn die Witwen bekamen dann auch nichts davon ab.

Wenn es aber um Einnahmen geht, die der Staat haben will, dann werden sogar die Rentner gaaaaanz schnell geschröpft, z.B. der zur Anwendung kommende Freibetrag massiv gekürzt. Oder wenn z.B. ein Rentner hohe Medikamenten-Zuzahlungen hat und dafür einen Freibetrag erhalten würde, berechnet man die Einkünfte des Partners mit, und schon kann ... .

Beim Tanken senken diverse Nachbarländer die Literpreise sofort und massiv. Wenn Polen das macht, verstößt dieses Land gegen EU-Recht, daher können wir das nicht auch noch machen (lt. Lindner). Da kommt man dann drauf, dass hier die Pendlerpauschale gesenkt werden könnte. Wann erhält man da die Steuerrückzahlung dafür, 2023 oder 2024 ?. Der nächste Politiker (SPD) hat die Idee von stufenweisen Rückzahlungen, entsprechend des Einkommens. Wer unter 2.000 € VERDIENT,, bekommt pro Monat 50 €, wer 3.000 € VERDIENT, bekommt 35 € vom Arbeitgeber. Über Arbeitssuchende oder Rentner, die alle keinen Arbeitgeber haben, sprechen diese Schlaumeier der politischen Eliten nicht. Bekommen diese Menschen diese Beträge vom Arbeitsamt oder vom Rententräger oder irgend wann einmal ?
Kobold2
22.03.2022, 13:13 Uhr
Die Interessenvertretung
der konzernunabängigen Tankstellunternehmen ist wohl doch weniger unabhängig als die Bezeichnung vorgibt...
Bei der Preisgestaltung für den Endkunden besteht jedenfalls selten eine Differenz, die auf eine Unabhängigkeit schließen lässt
Paulinchen
22.03.2022, 14:39 Uhr
Das deutsche Politiker....
... die Luftpumpe immer zum 2. Mal erfinden wollen. Es erweist sich immer wieder, wir haben einfach zu viel von diesen Menschen. Was mich noch interessiert ist, wie hoch ist eigentlich die Raumtemperatur im Reichstag? Frieren dort die Abgeordneten schon für die Freiheit??
diskobolos
22.03.2022, 16:28 Uhr
Tankrabatt?
Im Bundestag wird gerade ein Etat beraten, der ca. 200 Mrd. zusätzliche Schulden bringt. Und da glauben doch wirklich einige, billiges Benzin wäre das größte Problem. Wie sieht es eigentlich mit den Heizkosten aus, mit Strom und Lebensmittel? Soll der Staat dafür auch mehr Schulden machen?
Meiner Meinung nach sollte er das nur, um den Ärmsten das Leben zu erleichtern. Und die haben in der Regel gar kein Auto.

Alles andere ist reiner Populismus. "Freibier für alle", geht, aber am Ende müssen auch alle dafür die Zeche zahlen (z. B. durch dauerhafte Inflation).

Ich weiß, dass solche ökonomischen Zusammenhänge kann nicht jeder verstehen. Sie gelten aber trotzdem ohne Gnade.
geloescht.20250302
22.03.2022, 20:41 Uhr
Arrogananfall im letzten Absatz?
Diskobolos, wer hier liest und schreibt beherrscht auch ohne Oberstudienrat zu sein Dreisatz,;Prozentrechnung und kann Brutto/Netto sowie EVP mit und ohne Steueranteil kapieren.

Und Freibier gibt's doch für die Oberschicht. SPD-Politiker Klingbeil hat neulich sinngemäß gesagt, dass diejenigen, die soviel wie er verdienen, sich keine Sorgen wegen hoher Preise machen müssen.

Wohlgemerkt: Der Mann ist nicht mal Staats-, sondern Parteidiener. Da sollten sich vielleicht mal nicht so viel verdienende Parteimitglieder Gedanken machen, wen sie da mit ihren Beiträgen und Spenden durchfüttern.
diskobolos
23.03.2022, 10:04 Uhr
Klingbeil ist MdB
Das hat er sicher gemeint, als er sagte, dass er genug verdient um mit höheren Preisen klarzukommen.

Ob Bundestagsabgeordnete zu hohe Diäten bekommen, kann sicher diskutiert werden. Es kommt darauf an, mit wem man es vergleicht.

Recht hat er aber sicher damit, dass Leute seiner Einkommensklasse keinen Rabatt für Benzin oder anderes brauchen.
Wird aber wohl trotzdem kommen.

Folgen, siehe oben. (Und das sind nur die finanziellen!)
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)