eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
So, 16:00 Uhr
10.04.2022
Aus dem Landtag

Illegaler Müll kostet Thüringen Millionen

Die Thüringer Landkreise und kreisfreien Städte mussten im Zeitraum 2015 bis 2021 zusammen mehr als 4.000.500 Euro für die Beräumung illegalen Mülls mit einer Menge von 8110 Tonnen aufbringen, das geht aus einer Anfrage der Abgeordneten Nadine Hoffmann (AfD) hervor...

Illegal abgeladen wurden Hausmüll, Sperrmüll, Grünschnitt, Bauabfall, Elektrogeräte, aber auch Autowracks und Altreifen.

Die höchsten Kosten hatte der Landkreis Gotha mit 775.000 Euro für die Räumung von fast 1200 Tonnen Müll zu stemmen. Der Kyffhäuserkreis war mit mindestens 350.000 Euro ebenfalls stark belastet, hier fielen über 2500 Tonnen an.

Anzeige symplr (1)
Im Unstrut-Hainich-Kreis wurden 379 Tonnen illegal abgeladen, die mehr als 502.000 Euro Beräumungskosten verursachten. Sonneberg weist mit 11.430 Euro die geringste Summe bei den Kreisen auf (19 Tonnen). Bei den Städten hatte Suhl für 319 Tonnen fast 83.400 Euro zu tragen, in Gera waren es 49.200 Euro (56 Tonnen). Die Stadt Eisenach musste vor der Einkreisung 385.00 Euro für 168 Tonnen aufwenden. Für einzelne Landkreise und Städte liegen keine vollständigen Daten über entstandene Kosten oder Mengen vor (Saalfeld-Rudolstadt, Greiz, Erfurt, Weimar), so dass von weitaus mehr Gesamtkosten und Mengen im Freistaat auszugehen ist.

Nach den vorliegenden Zahlen folgten landesweit über 3700 Ordnungswidrigkeits- beziehungsweise Strafverfahren, wobei nur wenigen Feststellungen ein Tatverdächtiger zugeordnet werden konnte. Kenntnis darüber, in welchen Fällen eine konkrete Umweltgefahr durch Kontamination verursacht wurde, habe das Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz nach eigener Angabe nicht.

Nadine Hoffmann: „Die Landesregierung wäre gut beraten, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren, um nicht nur der Umwelt, sondern auch den kommunalen Strukturen zu helfen und sie zu entlasten. Das beginnt unter anderem im Bereich der Bildung mit der Wertschätzung der Natur.“
Nadine Hoffmann MdL
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Kobold2
10.04.2022, 17:02 Uhr
Welch nette Mitmenschen
überschlägig war das allein Arbeit für 325 LKW Touren...
In der Realität aber noch mehr....
Herr Taft
10.04.2022, 18:45 Uhr
Vielleicht...
... Wäre es einfacher, umweltfreundlicher und günstiger das Thema Müllabfuhr, Sperrmüllabholung und die Kosten der Entsorgung auf den Wertstoffhöfen mal zu überdenken... Ist ein simples Optimierungsproblem.
emmerssen
10.04.2022, 19:16 Uhr
Wie schon mehrfach geschrieben
in Österreich hat jede Kommune oder Stadtbezirk einen sogenannten Mistplatz. Aller Art von Müll, selbst Bauschutt in Kleinstmengen kann dort von Mo - Sa von 8-18 Uhr kostenlos abgegeben werden. Die Entsorgung ist kostenlos, weil bereits in den Gebühren enthalten. Die Umwelt ist dadurch nicht Müll frei aber deutlich sauberer. Einfach mal über den Tellerrand schauen.....
T-Rex Sauerkirschen
11.04.2022, 05:11 Uhr
Wie einfach und kostenloser?
Soll es noch sein?
Im Kyff-Kreis wird doch E-Schrott und Sperr-Müll kostenlos vor der Haustür abgeholt.
Wollen einige noch kohle dafür haben, dass es daheim abgeholt wird?
Kobold2
11.04.2022, 08:39 Uhr
So schlecht
Ist der Service ja nun wirklich nicht.
Für einige scheint es wohl bequemer zu sein, das Zeug ins Auto zu wuchten und in die Landschaft zu karren, anstatt das Kärtchen für die kostenlose Entsorgung auszufüllen. Für Glas, Altkleider und Elektokleinschrott gibt es zahlreiche Tonnen und Container, die man kostenlos benutzen darf..
Bei den vorwiegend jüngeren Mitmenschen find ich, daß man das mit der Energieeinsparung auch etwas übertreiben kann. Statt die modernen Technik, wie Smartphone, Internet, oder Navigation zu nutzen, markiert man in steinalter Hänsel und Gretel- Manier die Wege zu den einschlägigen Fastfoodhäusen, Dönerläden und Pizzarien mit den dort erworbenen Resten und Verpackungen.
Ein ganzer Teil dieser Häuser ist doch auch ohne Makierung, oder Technik schon von weitem durch die üppige Leuchtreklame auszumachen....
An materiellen Möglichkeiten zur entsprechenden Entsorgung mangelt es weniger. Die Defizite liegen mehr auf der geistigen Seite.
Müller
11.04.2022, 09:59 Uhr
Dann nehmt doch jede Art und Menge von Müll kostenlos an
Man sollte in Nordhausen bei den Stadtwerken Müll jeder Art , egal in welcher Menge kostenlos annehmen wie in manchen anderen Städten. Auch sollte man beim Sperrmüll jede Menge unbegrenzt so oft wie man möchte abholen. Dann kann der Bürger auch den Müll im Wald auflesen und auf der Straße und von Nachbarn abgeben die verschwunden und nicht mehr auffindbar sind. Finanziert durch die Mülltonnengebühr die jeder bezahlt. Dann schmeißt auch kaum noch wer was in den Wald.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)