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Sa, 07:50 Uhr
23.04.2022
Verbraucherzentrale Thüringen erklärt, was dahinter steckt:

Hybridfleisch – Alternative mit Tücken

Hybridprodukte aus Fleisch und Gemüse halten immer häufiger Einzug in die Supermarktregale. Die Produkte sollen Verbrauchern die Möglichkeit bieten, ihren Fleischkonsum auf einfache Art und Weise zu reduzieren. Die Verbraucherzentrale Thüringen zeigt, inwiefern der neue Trend dafür geeignet ist...

Hackfleisch-Zubereitungen mit Jackfruit, Geflügelwürstchen mit Karotte – bei den erhältlichen Hybridfleisch-Produkten handelt es sich weder um reines Fleisch, noch um ein Ersatzprodukt. Meist ist es eine Mischung aus Fleisch und anderen Zutaten, in der Regel Gemüse, die unter dem Namen Hybridfleisch verkauft wird.

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„Die Produkte sollen es Fleischfans erleichtern, ihren Fleischkonsum zu reduzieren. Das ist grundsätzlich eine gute Idee“, sagt Tina Hanke, Fachberaterin für Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Thüringen. „Wer weniger Fleisch isst, sorgt damit auch für weniger Treibhausgas in der Umwelt, das durch die Tierhaltung entsteht. Außerdem werden weniger ungesunde gesättigte Fette aufgenommen.“

Wichtig sei jedoch, dass die Misch-Produkte nicht öfter auf den Teller kommen als normales Fleisch. Sonst geht der Effekt, Fleisch zu reduzieren, verloren. „Für Verbraucher: innen ist es außerdem wichtig, dass die Produkte klar gekennzeichnet sind. Auf den ersten Blick muss erkennbar sein, welchen Anteil Fleisch und Gemüse ausmachen,“ so Tina Hanke.

Ein großer Nachteil ist die Herkunft und Qualität des verarbeiteten Fleisches. Der überwiegende Teil der Hybridprodukte besteht derzeit aus Fleisch der Haltungsformen 1 und 2. Diese erfüllen lediglich die niedrigsten Tierhaltungsstandards. Fleischanteile in Bio-Qualität sind die Ausnahme. „Weniger Fleisch zu essen, leistet zwar indirekt einen Beitrag zum Tierschutz. Dies jedoch nur unwesentlich, wenn das Fleisch aus wenig artgerechter Haltung stammt,“ gibt die Fachberaterin zu bedenken.

Hybridprodukte lieber selbst gemacht
Wer dennoch auf Hybridfleisch setzen will, kann dieses einfach selbst zubereiten: Einfach Fleisch aus Haltungsform 3 oder 4 kaufen und mit beliebigen pflanzlichen Zutaten mischen. Burger-Patties können mit geraspeltem Gemüse oder gestampften Hülsenfrüchten kombiniert werden. Auch Fleischpfannen oder Gulasch lassen sich mit Paprika, Möhren und Zwiebeln strecken. Selbermachen hat den Vorteil, Fleisch aus tiergerechter Haltung wählen zu können. Außerdem kann sparsam gesalzen werden und auch Zusatzstoffe, wie sie in verarbeiteten Produkten häufig vorkommen, fallen weg.
Autor: red

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Kommentare
DonaldT
23.04.2022, 08:49 Uhr
Hybridfleisch
Und welche "Zusatzstoffe" werden so beigemengt?
Pe_rle
23.04.2022, 10:56 Uhr
Hybridfleisch
oje man ist schon wieder dabei das schon 10 mal erfundene Fahrrad neu zu erfinden.
Was ist bitte neu daran Möhren und anderes ins Fleisch zu mischen?
Es gibt sogar schon Möhrenbrot, und nicht erst seit gestern
Marino50
23.04.2022, 10:59 Uhr
Hybridfleisch...
...kenne ich nicht. Bei uns ist es Tradition, Fleisch, Gemüse und Kartoffeln bzw. Reis/Nudeln auf den Tisch zu bringen. Es kommt im Magen zusammen und ist dann hybrides Essen.
Wenn jemand Hybridfleisch aus dem Markt essen will, um Zeit zu sparen, soll er es machen. Bei selbst zubereiteten Speisen weiß ich was drin ist. Aber hier geht es wieder nur um Billigfleisch. Viele Menschen können sich eben kein Exquisitfleisch finanziell leisten.
grobschmied56
23.04.2022, 12:05 Uhr
Vor allem ist es eine ausgezeichnete...
... Möglichkeit für Roßtäuscher:Innen und Trixer:Innen die Verbraucher:Innen zu veralbern und ihnen überteuerte Produkte anzudrehen. Wer kann bei solchem Mischmasch schon überprüfen, welcher Teil Fleisch und welcher Teil Gemüse ist?
Im übrigen, alles schon mal dagewesen... In der DDR streckte man den Bohnenkaffee mit Muckefuck und nannte das dann 'Mocka-Mix' - volkstümlicher Spottname: Erich's Ernte.
Örzi
23.04.2022, 12:43 Uhr
Wie selbst erkannt:
Besonders geeignet für "Verbraucher:Innen".
Echter-Nordhaeuser
23.04.2022, 20:12 Uhr
"Treibhausgas in der Umwelt"
Das ist doch wieder das einzige was man uns damit sagen will Treibhausgase und Umwelt.
Aber was nie erwähnt wird wie viel Millionen Tonnen Fleisch exportiert werden. Wir sollen hier den Mist essen und im Ausland essen sie die guten Häppchen. Ich bleibe bei meinem Hybridfleisch,Schwein mit Rind gemischt.
geloescht.20250302
23.04.2022, 21:40 Uhr
Also koche ich morgen...
...nicht Ungarisches, sondern Hybrid-Gulasch, weil da auch Paprika und Möhren hineingehören?

Na ja, wenn E10-Plörre als Benzin gilt, wundert mich auch nicht mehr, wenn so genanntes "Geschnetzeltes" in manchen Supermärkten nur noch zu 50 Prozent Fleisch enthält und der Rest Zwiebeln, Paprika, billige Pilze, Mais und eine undefinierbare Gewürzpampe ist.
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