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Sa, 11:24 Uhr
23.04.2022
Deutschen ist es unangenehm, sich freizunehmen:

Urlaubsantrag mit schlechtem Gewissen?

In den Osterferien nahmen sich viele Deutsche auch das erste Mal in diesem Jahr länger Urlaub – doch nicht ganz ohne schlechtes Gewissen...

So haben laut der Vacation Deprivation-Studie des Online-Reisebüros Expedia, die seit mehr als 20 Jahren die Work-Life-Balance von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern untersucht, 38 Prozent der Angestellten hierzulande das Gefühl, sich für ihre Urlaubsanfragen entschuldigen oder gar rechtfertigen zu müssen, damit ihre Anträge vom Kollegium und dem oder der Vorgesetzen genehmigt werden.
48 Prozent der Arbeitnehmenden in Deutschland nehmen sich alle drei bis sechs Monate Urlaub. Jeder Fünfte sogar alle ein bis drei Monate.

Doch mit einem guten Gefühl starten die wenigsten in die Ferien. 38 Prozent fühlen sich unwohl damit, dass Kolleginnen und Kollegen während ihrer Abwesenheit die eigenen Aufgaben übernehmen müssen. 29 Prozent machen daher vor Urlaubsbeginn noch einmal extra Überstunden, um Arbeit wegzuschaffen und eine gründliche Übergabe vorzubereiten.

Schuldgefühle den ganzen Urlaub lang
Doch die Schuldgefühle verschwinden nicht etwa mit dem ersten freien Morgen ohne Weckerklingeln. „Bis zur Rückkehr an den Schreibtisch kreisen die Gedanken um die eigene Abwesenheit und die daraus resultierende Mehrbelastung des eigenen Teams“, sagt Expedia- Sprecherin Svetlana Hirth. „44 Prozent bestätigen in unserer Umfrage, dass es ihnen schwerfällt, von der Arbeit abzuschalten. Mehr als der Hälfte graut es zudem vor den vielen E- Mails, die nach dem Urlaub im Posteingang auf eine Bearbeitung warten.“

Immer erreichbar
Um das gequälte Gewissen wenigstens etwas zu beruhigen, geben 44 Prozent der deutschen Arbeitnehmenden ihre private Handynummer an Kolleginnen und Kollegen weiter, damit sie für den Fall der Fälle erreichbar sind. 28 Prozent schreiben die Nummer sogar in ihre E-Mail- Abwesenheitsnotiz. Und dennoch lassen sich 36 Prozent dazu verleiten, im eigentlich wohlverdienten Urlaub zu arbeiten. Echte Erholung verspricht diese Strategie nicht, weiß Svetlana Hirth aus eigener Erfahrung: „Auch mich beschäftigen unerledigte Dinge, wenn ich im Urlaub bin. Mir hat bisher aber immer geholfen, wenn ich alle arbeitsrelevanten To-dos aufschreibe, die mich während meiner Abwesenheit umtreiben. So vergesse ich bis nach meiner Rückkehr nichts und kann den Urlaub wirklich genießen.“
Autor: red

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Kommentare
Feldgieker
23.04.2022, 12:02 Uhr
So ein Dummfug
Das ist ja wohl mit der größte Schwachsinn den man machen kann. Sich entschuldigen das man Urlaub nimmt. Jeder im Team hat die selbe Anzahl Urlaubstage. Mit einer guten Absprache untereinander kommen solche Gedanken gar nicht erst auf. Ich hatte und werde mir keine Gedanken machen ob ich in den Urlaub gehe oder nicht. Jeder ist ersetzbar. Nur manch einer meint das er unersetzbar ist. Spätestens wenn dieser sich zu Tode geschindert hat und einige Tage vergangen sind, läuft es im Betrieb genauso gut weiter.
Schönes Wochenende und genießt euren Urlaub.
Echter-Nordhaeuser
23.04.2022, 12:48 Uhr
"Schlechtes Gewissen"
Wenn man Urlaub hat braucht man doch kein schlechtes Gewissen zu haben, da ist mir doch egal wer und wie einer meine Arbeit macht.
Es sollten sich lieber Kollegen Gedanken machen die ständige krank machen,nicht sind.
Die müssen eine schlechtes Gewissen haben.
bella 66
23.04.2022, 16:39 Uhr
Schlechtes Gewissen?
So ein Käse!!!! Jeder der arbeiten geht, hat seinen Erholungsurlaub mehr als verdient. Da brauchts kein schlechtes Gewissen oder der permanente Gedanke an die Arbeit. Man muss untereinander nur gönnen können, dann ist doch alles gut.
geloescht.20250302
23.04.2022, 18:58 Uhr
Passt zur politisch und medial korrekt gehypten Stimmung...
...dass immer irgendjemandem (Ungeimpften, Arbeitslosen, Behinderten, Erkrankten auf der ITS, "Urlaubs- oder Rehabegehrenden etc.) ein schlechtes Gewissen eingeredet werden soll.

Von solchen moralinsäuerlichen Vorwürfen sind von gesetzeswegen befreit natürlich zur EU delegierte, zum Kanzler hochgestolperte oder trotz im eigenen Verantwortungsbereich bei einer Flut ertrunkener Menschen nach Berlin auf die nächsthöhere Ministerstufe gestolperte Politmenschen, die selbst bei lebensgefährlichen Fehlern oder Ignoranzen bei Entlassung oder "freiwilligem Rücktritt" einmalig mehr Entschädung aus Steuerzahlers Kasse kassieren als die meisten Arbeitnehmer in "gesellschaftsrelevanten" Arbeitsverhältnissen brutto in 2 Jahren verdienen.
Harzfan
23.04.2022, 20:40 Uhr
Rechtfertigen ist unnötig
Allein schon auf diese Idee zu kommen, dass es einer Untersuchung oder Umfrage bedarf, ob Arbeitnehmer... Was nochmal?.. Ein schlechtes Gewissen haben könnten, wegen Urlaub? Bitte könnte man mal Untersuchungen beauftragen, ab wann das Unternehmen/ Arbeitgeber in sich geht, wie das Verhältnis zu seinem Gewinn und zu der Bezahlung seines AN sind? Ansonsten hat Tannhäuser schon alles gut dargelegt.
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