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Fr, 12:11 Uhr
22.04.2022
KKH unterstützt Pflegeeinrichtungen bei Gesundheitsförderung

Pflegekräfte im Corona-Jahr besonders lange krank

Chronische Rückenschmerzen, Schlafstörungen und Depressionen: Arbeitnehmer in Deutschland leiden vermehrt unter diesen Krankheitsbildern, wie Auswertungen von Arbeitsunfähigkeitsdaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigen...

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Besonders betroffen: die Berufsgruppe der Pflegekräfte. Aufgrund der gestiegenen Arbeitsbelastung während der Corona-Pandemie hat sich die Situation von Berufstätigen in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen noch einmal verschärft. Laut KKH-Daten fehlten Beschäftigte dieser Berufsgruppe im vergangenen Jahr im Schnitt 22,8 Tage pro Krankheitsfall – so lange wie noch nie in den vergangenen Jahren. Andere Arbeitnehmer fehlten 2021 durchschnittlich 17,1 Tage. Auch der Krankenstand bei Pflegekräften war im Corona-Jahr 2021 mit 8,8 Prozent überdurchschnittlich hoch. Der Bundesdurchschnitt für alle Berufsgruppen lag bei fünf Prozent.

„Um diesem Trend entgegenzuwirken, haben wir ein eigenes Angebot zur betrieblichen Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen ins Leben gerufen“, erklärt Bettina Schulze, Präventionsexpertin bei der KKH. Bereits rund 1.800 Beschäftigte aus mehr als 20 Pflegeeinrichtungen profitieren bundesweit von dem Projekt. „Arbeitgeber aus der Pflegebranche können sich deutschlandweit an unserem kostenlosen Förderungsprogramm beteiligen, um typischen Krankheiten vorzubeugen und damit die Arbeitsfähigkeit ihrer Beschäftigten zu erhalten. Gesunde Pflegekräfte sind für die Motivation und Leistungsfähigkeit im Team entscheidend“, weiß die Expertin. Und das kommt am Ende den Pflegebedürftigen zugute.

Damit dieses Projektziel erreicht wird, gilt es, in einem definierten Prozess mit der jeweiligen Einrichtung und der KKH gemeinsam individuelle Maßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen. „Zunächst erfolgt eine Analyse der Einrichtung durch Befragungen und Workshops als Bestandsaufnahme. Daraus können konkrete Empfehlungen für den jeweiligen Betrieb abgeleitet werden“, erklärt Bettina Schulze den Ablauf. Stressseminare, Gesundheitstage oder Präventionskurse sind Beispiele, um folglich präventiv auf die Mitarbeitergesundheit einwirken zu können. Wichtig sei es aber auch, einen Blick auf die Verhältnisse vor Ort zu werfen, die Stress und Arbeitsausfälle auslösen können. Dies betrifft die Arbeitsorganisation wie etwa die Schichtpläne, soziale Beziehungen zwischen den Mitarbeitern, Arbeitsabläufe und auch Arbeitsinhalte. Abschließend hilft eine Evaluation, die Ergebnisse zu bewerten und Handlungsempfehlungen für die Zukunft festzuhalten.

„Wenn es gelingt, die Arbeitsprozesse in der Einrichtung zukünftig gesünder zu gestalten und gleichzeitig die Gesundheit der Mitarbeiter zu stärken, kann dies im besten Fall die tägliche Arbeitsbelastung bei den Beschäftigten reduzieren. Dies führt dann auch zu besseren Ergebnissen in der Pflege“, ist sich die Expertin sicher.
Autor: red

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Kommentare
DonaldT
22.04.2022, 15:21 Uhr
Pflegekräfte im Corona-Jahr besonders lange krank
Es fehlt in der Auswertung, wie üblich, die Unterscheidung in Geimpfte und nicht Geimpfte.
HisMastersVoise
23.04.2022, 10:59 Uhr
Klartext !
Es interessiert niemanden mehr, ob die Mediziner geimpft oder ungeimpft waren oder sind. Einzig und allein die Tatsache, daß der massiv erhöhte Krankenstand eine direkte Folge der Überlastung der letzten zwei Jahre und der verfehlten Personalpolitik der letzten Jahre ist, kann hier von Bedeutung sein. Hat eigentlich irgend jemand geglaubt, das sich die Mediziner bis zum eigenen Tod verheizen lassen. Warum und für wen sollten sie das tun! Sie haben genau so ein Recht auf Gesundheit wie jeder andere hier. Und irgend wann ist das Maaß halt voll oder der Akku komplett leer. Und nun kommt die Frage aller Fragen. Wer kümmert sich um unsere Angehörigen und Freunde mit gesundheitlichen Problemen, wenn die Mediziner es nicht mehr können. Das war und ist eine angesagte Katastrophe, unter welcher wir alle noch sehr leiden werden. Wer also hilft den Kranken, wenn die Krankenschwestern und Pfleger es nicht mehr können oder wollen. Ich hoffe, daß es nun endlich ..KLICK.. macht bei den Menschen da draußen!!!
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