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Do, 15:26 Uhr
26.05.2022
Entlastungen durch den Bund unausgewogen

So lässt sich Armut nicht bekämpfen

Private Haushalte müssen einen immer größeren Anteil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben. Berliner Pläne zur Entlastung der Bevölkerung seien unsausgewogen und wenig zielgerichtet, kritisiert der Sozialverband VdK...

Jüngst veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen für den April eine Preissteigerung für Grundnahrungsmittel um 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat an.

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„Die Inflation bedeutet für viele Menschen eine spürbare Verschärfung ihrer ohnehin schwierigen Lebenssituation“, sagt der Landesvorsitzende des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen, Paul Weimann: „Bei uns melden sich zurzeit viele Mitglieder, die wütend und enttäuscht sind, weil sie sich bei den Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung benachteiligt fühlen.“

Darunter befinden sich vor allem viele Rentner, Erwerbsgeminderte und Empfänger von Krankengeld. Sie können nicht verstehen, warum es für sie keine Energiepreispauschale von 300 Euro geben soll. Nach Meinung des VdK ist das nicht der einzige Punkt, bei dem dringend nachgebessert werden sollte. Einer wissenschaftlichen Analyse der Hans-Böckler- Stiftung zufolge profitieren von den beiden Entlastungspaketen einzelne Bevölkerungsgruppen in unterschiedlichem Maße. Allerdings zeigt sich dabei, dass gerade nicht die sozial Schwächeren besonders viel Unterstützung erhalten, sondern beispielsweise gutverdienende Ehepaare mit zwei Kindern und doppeltem Einkommen besser wegkommen als Alleinerziehende mit zwei Kindern und geringerem Verdienst. Besonders schlecht schneiden ältere Menschen mit kleiner Rente ab: Bei ihnen summieren sich die Hilfsmaßnahmen der Regierung auf gerade einmal 49 Euro – bei einem Single mit mehr als 5.000 Euro Gehalt im Monat hingegen kommt ein Betrag von 435 Euro, also fast zehnmal so viel, zusammen. „Verstehen können wir außerdem nicht, warum Bezieherinnen und Bezieher von Hartz IV und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung lediglich Einmalzahlungen von 200 Euro erhalten. Das hilft ihnen nur im Moment“, sagt Paul Weimann: „Was sie stattdessen brauchen, ist eine dauerhafte Anhebung ihrer Bezüge. In Anbetracht der realen Preisentwicklung ist die am 1. Januar in Kraft getretene Erhöhung der Regelsätze um 3 Euro eigentlich nur noch als beschämend zu bezeichnen.“

Insgesamt zieht der VdK ein negatives Fazit: „Die Maßnahmen zur Entlastung sind sozial unausgewogen und lassen jede zielgerichtete Hilfe für sozial Schwache und Bedürftige vermissen. Stattdessen wurde Geld mit der Gießkanne ausgeschüttet. So lässt sich Armut nicht bekämpfen!“
Autor: red

Kommentare
grobschmied56
26.05.2022, 19.01 Uhr
Der Teufel 'macht' halt immer auf den ...
... größten Haufen! Altbekannte Tatsache. Wer ernsthaft geglaubt hat, mit 'Rot/Grün' würde sich für die ärmere Hälfte der Bevölkerung irgendwas bessern, wird inzwischen belehrt: ÄTSCH! - ANGESCHMIERT!
In bewährter Weise werden Milliarden an Steuern mit der Gießkanne ausgeteilt. Bei den wirklich Bedürftigen kommt so gut wie nix an.
Das kommt davon, wenn man statt Machern nur Darsteller wählt.
Kobold2
26.05.2022, 21.16 Uhr
Bitte um Aufklärung
wer sind denn die Macher?????
Nicht das sich mein Kreuz wieder falsch setze....
Fischkopf
26.05.2022, 22.15 Uhr
bei dieser momentanen Regierung
sowieso nicht.
Es wird nur noch schlimmer werden.
herby
26.05.2022, 22.35 Uhr
Dieser Staat hat für das eigene Volk nichts über.
Die fleißig arbeitende Bevölkerung, wird geschröpft bis auf die letzte Unterhose. Mitleid gibt es nur für andere Länder nicht für das eigene Volk. Aber es geht der Mehrheit noch viel zu gut, sonst würde hier schon einiges anders laufen. Viel zu ruhig ist die Menschheit. Schimpfen im stillen Kämmerchen wird nichts ändern. Traurig was aus Deutschland geworden ist. Wenn die Menschheit nicht langsam munter wird und sich gegen diese Machenschaften wehrt, wird das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein. Wacht auf!
Lehrer Schnauz
26.05.2022, 23.46 Uhr
wenn das stimmt...
...was ist die Alternative @Grobschmied ?
tannhäuser
27.05.2022, 16.51 Uhr
Charakter als Altenative...
...und Einsatz für das, was man vor der Wahl versprochen hat, Spätzle Oberstudienrat Schnauz!

Da müssen Sie den Pferdehufschmied genausowenig angiften wie sonst unser Paulinchen und schon gar nicht Suggestivfragen stellen, deren Antwort Sie sich selbst geben können.

Und wer bei "Alternative" sofort auf AfD reflektiert (Darauf läuft Ihre Frage hinaus, oder?) oder entsprechende Antworten erwartet, hat sowieso als Wähler aufgegeben, weil er weiß, dass ihm das vorherrschende Mainstream-Parteienkartell NICHTS an Verbesserung zu bieten hat.
Chloe
27.05.2022, 19.34 Uhr
Alternative?
Tja, Lehrer Schnauz, da liegt das eigentliche Problem. Es gibt keine Alternative.
Schon traurig wenn man als Wähler keine Wahl hat, denn alles dreht sich nach grün oder dreht seine Fähnchen im Wind, so wie es gerade recht ist.
Eine wirkliche Alternative ist nicht in Sicht, was übrigens an der Wahlbeteiligung der letzten Wahlen deutlich zum Vorschein kam.
Lehrer Schnauz
27.05.2022, 23.25 Uhr
interessant...
....was hier so in eine einfache Frage hineingedeutet wird. Ich entnehme daraus eigentlich nur eins:

Frage nicht verstanden, am Thema vorbei...

Ich stelle mal noch eine Frage in die Runde: Ist ein "Weiter so !" wirklich eine Option ?

Ich denke nicht ! Wir brauchen eine Veränderung und die ist für einige halt schmerzhaft. Die Alternative ist, dass sonst unser Planet irgendwann den Bach runtergeht. Wir alle haben Kinder (eigene, angeheiratete, adoptierte oder irgendwie in der Familie) und viele hier auch bereits Enkel - wie kann man dann so kurzsichtig sein und sich gegen jede Veränderung stellen, obwohl der Meeresspiegel steigt, die Natur langsam den Geist auf gibt ? Wie kann man dann gegen jeden Ausweg sein...der natürlich Geld kostet, Veränderungen bei jedem Einzelnen erfordert...und eben für steigende Kosten sorgt. Es gibt nicht DIE Lösung... Es ist ein Paket aus vielen kleinen Schritten (Tempolimit, keine foss. Brennstoffe,...), die schnell gegangen werden müssen.... und zwar von jedem. Es werden Irrwege und Fehlentscheidungen dabei sein...keine Frage

Glauben hier wirklich Einige, dass das nur daran liegt, dass die Welt versucht einen Despoten in die Schranken zu weisen und auf sein Öl und Gas verzichtet ? NEIN ! Das ist nur ein Katalysator, ein Beschleuniger des Dramas. Es passiert jetzt das, was ohnehin passiert wäre... Verknappung von Ressourcen....und damit steigende Preise und ja, Schwierigkeiten für alle. Wir erleben jetzt halt im Zeitraffer, was uns ohnehin erwartet hätte..

Natürlich fangen die 300 EUR die Kosten nicht auf... aber sie federn die Belastung etwas ab. Das Rentner und Studenten dabei nicht bedacht werden sollen verstehe ich auch nicht - aber was ist schon perfekt in dieser Welt. Ich habe es schon oft gesagt: Gerechtigkeit gibt es nicht (Weil für jeden Gerechtigkeit etwas anderes und meistens etwas zutiefst egoistisches ist)...außerdem ist es nicht möglich, es allen Recht zu machen...mir nicht, Ihnen nicht und der Politik auch nicht. Es geht immer darum, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden...

Und unter uns, werter Tannhäuser.... dass die Alternative nicht eine Partei sein kann, die die Alternative im Namen trägt... das ist den allermeisten klar
tannhäuser
31.05.2022, 23.30 Uhr
Wie definieren Sie denn...
...die "Allermeisten"?

Eine Alternative kann keine Alternative sein, weil sie Alternative im Namen trägt...?

Könnte vom Atheisten Nietsche stammen, dann würden auch christliche Parteien nicht christlich sein, weil sie sich ja christlich nennen.

Übrigens: Ihre Lehrer-Schnauz-Legende ist von mir verpasst worden. Vielleicht, weil diese Doku bei Netflix oder Amazon Prime nicht zu streamen war.

Ich kann mich nur erinnern, dass Paulinchen Sie mehrfach "Oberstudienrat Taft" nannte.
Lehrer Schnauz
10.06.2022, 19.54 Uhr
lesen Sie nochmal, lieber Tannhäuser...
....ich habe etwas anderes geschrieben... und dafür, dass Sie hier Dinge verpassen kann ich ja auch nix. Sie dürfen mir auch gerne einen neuen Namen geben... ich bin in jede Richtung offen...seien Sie mal kreativ.

Sry...nnz...aber was falsch ist, muss eben auch mal richtig gestellt werden dürfen.
tannhäuser
10.06.2022, 20.35 Uhr
So ein Pech...
Wie Sie an anderer Stelle schrieben: Kein Chat!

Aber "Lieber..." nenne ich Sie auch sehr gern ;)

Zum Thema: Hemmnis und Karrikatur für eine wirklich vom Volk autorisierte "Volksvertretung" (Und damit meine ich sowohl Regierung als auch konstruktive Opposition) sind nun mal die Nichtwähler.

Allerdings leisten chaotische Zustände wie in Berlin dieser Trotzpassivität Vorschub. Bei Wahlen sollte man scheinbare Unfähigkeit auch Betrug nennen dürfen..
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