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Mi, 14:10 Uhr
09.11.2022
OMV erinnert an Friedliche Revolution 1989

Tor zur Freiheit auch für Vertriebene

Zum 33. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November erklärt der Bundesvorsitzende der Ost- und Mit- teldeutschen Vereinigung der CDU/CSU (OMV) – Union der Vertriebenen und Flüchtlinge, Egon Primas...

"Im Herbst 1989 hielt in der DDR die SED-Unrechtsregierung die Augen vor der Wirklichkeit fest verschlossen. Landesweit wurde im Oktober mit großem Pomp der 40. „Tag der Republik“ begangen, dabei hatte das Regi- me den Rückhalt der Bürger längst verloren. Freiheit, echte Demokratie, Grundrechte und Staatsreformen waren die Ziele der Bürger, die ausgehend von Leipzig bald im ganzen Land zu Hunderttausenden in den Städten demonstrierten. Als am 9. November der Druck so groß geworden war, dass sich nach Jahren der Teilung die Mauer zwischen den beiden Staaten in Deutschland öffnete, war dies wie ein Befreiungsschlag. Das Tor zur Freiheit war aufgestoßen worden.

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Ein Tor zur Freiheit und zur Heimat öffnete sich auch für die Vertriebenen und Aussiedler in beiden Staaten. Die staatliche Unterdrückung dieses Unrechts in der DDR fand ein Ende, und der bereits in der Charta der deutschen Heimatvertriebenen von 1950 angelegte Einsatz dieser Schicksalsgemeinschaft für ein freies und geeintes Europa konnte neue und festere Wurzeln schlagen.

Nach wie vor ist diese „Friedliche Revolution“ das Musterbeispiel dafür, wie ein Unrechtsregime ohne Gewalt und Bürgerkrieg ein Ende finden kann. Daher gilt es, den Mut und die Entschlossenheit der DDR-Bürger zu würdigen, die diesen Wechsel maßgeblich ermöglichten. Sie wagten den Ritt auf der Rasierklinge, der auch deswegen gelang, weil außenpolitisch seitens der BRD von Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher und seitens der USA insbesondere von George Bush senior immer wieder diplomatisch auf die DDR und die Sow- jetunion eingewirkt wurde – und weil in Moskau mit Michail Gorbatschow ein Staatschef saß, der den Wechsel mit vollzog.

Diplomatische Anstrengungen und bürgerlicher Mut zur Demokratie sind auch heute Grundzutaten für frei- heitliche Bestrebungen und gegen menschenverachtende Regime weltweit. Aktuell schauen wir auf die Ver- handlungstische dieser Welt, an denen Russland mit demokratisch und menschenrechtlich legitimiertem Selbstbewusstsein klargemacht werden muss, dass Krieg und Gewalt gegen die Ukraine sowie damit zusam- menhängende Menschenrechtsverletzungen ein Ende haben müssen, bevor andere Dialoge wieder auf- genommen werden können. Wir schauen aber auch direkt nach Russland, wo langsam trotz aller medialer Verblendung immer mehr Bürger sehen, dass ein echter Krieg echte Opfer fordert und dass auf der ukraini- schen Seite Menschen für ihre Heimat, für Freiheit und Selbstbestimmung kämpfen. Mit den Erfahrungen des 9. November 1989 gilt es gerade für uns, solche Erkenntnisprozesse zu stärken."
Egon Primas
Autor: red

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Kommentare
geloescht.20230927
09.11.2022, 17:36 Uhr
Lieber Egon Primas
SED-Unrechtsregierung ?
Dann vergiss bitte nicht deine Zeit bei der "Unrechts-Hubschrauberstaffel" an der Darre und die Zeit in der" Unrechts-Neubauwohnung" in der Zorgestrasse! :-(
Gute Besserung!
Marino50
09.11.2022, 18:20 Uhr
9. November 1989
...danke Herr Primas, dafür, dass wenigstens ein Politiker ein paar Worte darüber verliert.
Man sollte echt mal überlegen, was aus uns geworden wäre wenn es den Mauerfall nicht gegeben hätte. Hätten wir heute noch die Trennwände zwischen 2 deutschen Staaten? Wo würden wir stehen.
emmerssen
10.11.2022, 07:12 Uhr
Ein Hohelied
Für die damalige Bundesregierung und die USA? Ohne den Mut der Menschen in der DDR hätte es keine politische Wende bei uns gegeben. Was der Westen aus den guten Ansätzen von damals gemacht hat sehen wir als Ergebnis heute in der Ukraine.
Lieber Herr Egon Primas, Danke für nichts...
Quallensammler
10.11.2022, 09:09 Uhr
Große Worte...
mit wenig Inhalt. Dafür einigen erklärungsbedürftigen Passagen. Schicksalsgemeinschaft? Oder "Ein Tor zur Freiheit und zur Heimat öffnete sich auch für die Vertriebenen und Aussiedler in beiden Staaten. Die staatliche Unterdrückung dieses Unrechts in der DDR fand ein Ende..." Das klingt doch nach was! In der Umsetzung: die z. B. aus Schlesien, Ostpreussen und Pommern vertriebenen Millionen von Deutschen fuhren ab 1989 nicht mehr in die Volksrepublik Polen, sondern in die Republik Polen, um ihre Heimat zu sehen. Oder nach Tschechien, statt in die VR Tschechoslowakei. Zu Besuch. Neu waren nur die (nun offiziellen) Heimatabenden in den kleinen Kreisen der Vertriebenenverbände.

Oder sind die Russlanddeutschen gemeint, die ab 1989 auch in die Gebiete der ehemaligen DDR umsiedeln durften? Viele ihrer in D geborenen Kinder und Enkel sprechen bis heute bevorzugt die russische Sprache miteinander, haben russische Fahnen an ihren Autos und auch manches Putinbildchen findet seine Andachtsecke.

Zum Glück hilft die Zeit. Die im und nach dem 2. Weltkrieg vertriebenen Deutschen sind größtenteils nicht mehr am Leben. Sie haben Heimat, Familie und Sicherheit verloren. Viele ihre Gesundheit. Viele kamen ohne alles hier an. Sie haben sich im Restdeutschland durchgebissen. Gehungert, gefroren, unter der Kerze die Kindermit dem einzigen Schulbuch unterrichtet - sich später hochgearbeitet. Dafür haben sie Respekt verdient!

Die damaligen Kinder, die bei der Vertreibung und auf den langen Tracks traumatische Erfahrungen sammelten, sind heute weit über 80. So einige sind im Altenheim abgestellt und hoffen, dass die Rente reicht - oder "das Amt" die hohen Kosten übernimmt. Ihnen zuzuhören, würde vielen von uns etwas bringen. Krieg, Vertreibung, Überlebenskampf, Ablehnung - der harte Weg zu Akzeptanz und Erfolg - dann die Wende, die gerade für Vertriebene eine neue Entwurzelung mit sich brachte. Fragt mal nach Willkommenskultur, als sie in D ankamen und in den Jahren danach! Und vergleicht mit dem, was man heute als solche bietet. Und fordert...

Es ist gut, dass mutige DDR-Bürger 1989 den Umbruch durchsetzten. Alteingesessene und Vertriebene zusammen!
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