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Do, 10:24 Uhr
29.12.2022
Höheres Verkehrsaufkommen sorgt für Anstieg

2022 deutlich mehr Verkehrstote als im Vorjahr

Die Zahl der bei einem Verkehrsunfall getöteten Menschen wird in diesem Jahr voraussichtlich um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Das zeigt eine aktuelle Prognose des ADAC...

Der Club rechnet damit, dass 2022 etwa 2.770 Verkehrstote zu beklagen sein werden. Im Vorjahr lag die Zahl mit 2.562 auf einem historischen Tiefststand.

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Der ADAC geht davon aus, dass der Anstieg insbesondere auf das im Vergleich zum Vorjahr höhere Verkehrsaufkommen zurückzuführen ist. 2021 und auch 2020 war die Fahrleistung aufgrund von Corona bedingten Einschränkungen deutlich reduziert, was zu Rückgängen bei den Verkehrstotenzahlen geführt hatte.

Die Jahresfahrleistung aller Kraftfahrzeuge wird 2022 immer noch etwa 4,5 Prozent unter der Fahrleistung von 2019 liegen. Erst 2024 dürfte sie wieder das Niveau vor der Pandemie erreicht haben. Im Vergleich zu 2019 (3.046 Verkehrstote) liegt die diesjährige Zahl der Verkehrstoten rund neun Prozent niedriger. Dieser Rückgang betrifft alle Verkehrsteilnahmearten – abgesehen vom Radverkehr. Hier ist sogar von einem leichten Anstieg der Verkehrstoten gegenüber 2019 auszugehen.

Eine deutliche Zunahme erwartet der ADAC 2022 bei den im Straßenverkehr verunglückten Personen. So ist davon auszugehen, dass 358.000 Menschen bei einem Unfall im Straßenverkehr zu Schaden kommen – ein Plus von fast zehn Prozent. Auf die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle hatte das gestiegene Verkehrsaufkommen offenbar einen weitaus geringeren Einfluss, denn hier ist nur mit einem Anstieg von 3,7 Prozent auf 2,4 Millionen gegenüber 2021 zu rechnen. Unfälle mit Personenschaden nehmen allerdings spürbar zu: Hier registriert der ADAC ein Plus von 10,4 Prozent auf 286.000.

Im „Pakt für Verkehrssicherheit“ hat der Bund mit Ländern und Kommunen das Ziel von 40 Prozent weniger Getöteten im Straßenverkehr zwischen 2021 und 2030 ausgegeben. Der Rückschritt in diesem Jahr macht mehr als deutlich, so der ADAC, dass größere Anstrengungen als bisher unternommen werden müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Angesichts des immer größeren Anteils älterer Verkehrsteilnehmer an der Gesamtbevölkerung muss auch deren Schutz im Straßenverkehr stärker in den Fokus rücken. Zwei Drittel der getöteten Fußgänger sind 55 Jahre oder älter, bei den Radfahrern sind es sogar mehr als drei Viertel der Getöteten.

Hoffnungen setzt der ADAC vor allem in den weiteren Ausbau von Fahrerassistenz- und Notbremssystemen – sie haben großes Potenzial für mehr Verkehrssicherheit. Weitere Maßnahmen sind unter anderem eine übersichtliche und selbsterklärende Straßenraumgestaltung, eine Ausweitung des Lernzeitraums bei der Fahrausbildung sowie das freiwillige Tragen eines Fahrradhelmes auch von Erwachsenen. Generell bleibt jedoch gegenseitige Rücksichtnahme und Umsicht die entscheidende Grundlage für einen sicheren Straßenverkehr.
Autor: osch

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Kommentare
DonaldT
29.12.2022, 14:29 Uhr
2022 deutlich mehr Verkehrstote als im Vorjahr
Zitat:
"Hoffnungen setzt der ADAC vor allem in den weiteren Ausbau von Fahrerassistenz- und Notbremssystemen – sie haben großes Potenzial für mehr Verkehrssicherheit".

Wie wäre es mit Kontrollen, vor allem Geschwindigkeitskontrollen.
Würden die konsequent erfolgen, dann hätten wir, neben weniger Verkehrstoten, auch schöne frei Straßen, weil viele, wegen überhöhter geschwindigkeit, ihren Führerschein abgeben dürften.
Spart nebenbei noch fossile Brennstoffe.
Paulinchen
29.12.2022, 18:54 Uhr
Wenn ich mich recht erinnere,...
.... hatten wir zu Beginn der Motorradsaison 2022, eine erhöhte Zahl von tödlich verletzten Motorradfahrern in ganz Deutschland!

Auch hab ich das Empfinden, dass die Aggression im Straßenverkehr zugenommen hat. Ganz oben stehen die innerstädtischen Straßenrennen in den Großstädten. Hier ist der Gesetzgeber in der Pflicht, das Auto zur Waffe zu deklarieren um es bei einem Unfall (nachgewiesene Geschwindigskeitsueberschreitung mit Todesfolge) entschaedigunglos einzuziehen. Das Fahrzeug wird versteigert und der Erlös geht an die Hinterbliebenen. Der Führerschein ist auf Lebenszeit Weg! Das zieht mehr, als 2,5 Jahre Knast. Das Gleiche gilt für die Motorradfahrern, welche im öffentlichen Straßenverkehr nur auf einem Rad fahren. Abgesehen davon, wenn auch sie Rennen fahren. (Kyffhäuser, B4) Dazu möchte ich noch anmerken, die Grünen wollen, dass die Jugendlichen ab 16 Jahren schon wählen dürfen. Dann sollte man aber auch im Strafgesetz eine Gleichbehabdlung mit den Erwachsenen herstellen. Wer weiß, wen er warum wählt, der weiß auch, was er darf und was nicht. Also verfällt im Strassenverkehr das Jugendstrafrecht. Denn sie wissen, was sie tun... Entweder alles, oder nichts. Es mag vielen nicht passen, aber die 0 Promille Grenze, in der DDR war eine gute Regelung und sollte wieder eingeführt werden. Dazu gehört auch das Fahren mit Drogen. Jeder Verstoß hat den Einzug des Führerscheins zur Folge. Das würde sich auch positiv auf die Sucht nach den Drogen auswirken. Denn Fahren unter Drogen, Alkohol und ähnlichen Dingen, sind keine Cavaliersdelikte, haben aber leider verheerende Folgen.
Der Verkehrstod kommt unverhofft, aber leider viel zu oft....
free Gigi
29.12.2022, 21:31 Uhr
Wheelie
wo genau besteht das Problem, nur auf dem Hinterrad zu fahren? Es erzeugt weniger Gummiabrieb und somit auch weniger Emissionen wie Feinstaub.

Apropos AutoRennen in Großstädten: Ronny oder Kevin sind da kaum beteiligt...!
Kobold2
30.12.2022, 10:28 Uhr
Man kann
Nur staunen, mit welcher "Kreativität" gern genommene Schuldige (hier wieder mal die Grünen) verantwortlich gemacht werden.
Ja, die Aggressivität im Straßenverkehr nimmt seit Jahren zu und es gibt Parallelen zum steigenden Egoismus und einer zunehmenden Ablehnung gegenüber allem, was an Regeln, als Gängelung und Bevormundung im Alltag angesehen wird.
Wenn es um andere geht, schreit man nach mehr Kontrollen, trifft es einen selbst, ist es Abzocke und Nötigung durch die Regierung.
Wheelis sind da das kleinere Problem. Das zeugt eher von Fahrzeugebeherrschung die viele leider nicht haben.
Da ist man schon mit Blinken, Spurwechsel, Tempomat und Stopschildern überfordert.
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