Junge Liberale (JuLi) fordern: Tanzverbot abschaffen!
Thüringer JuLis wollen immer tanzen
Am Karfreitag gilt in jedem der 16 deutschen Bundesländer ein Tanzverbot. Diese Regelung wollen die Jungen Liberalen (JuLis), Jugendverband der Freien Demokraten (FDP), auch in Thüringen abschaffen...
Das Tanzverbot ist ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit, in der die ‚Trennung von Staat und Kirche‘ noch als radikales Konzept galt und Religion keine Privatsache, sondern Staatsangelegenheit war, so Christopher Hubrich, der Thüringer Landesvorsitzende.
Unsere Gesellschaft ist seitdem vielfältiger und offener geworden. Es passt nicht mehr in eine liberale, säkulare Gesellschaft, dass es sogenannte stille Feiertage gibt, an denen sich die gesamte Gesellschaft aufgrund christlicher Gewohnheiten und Ritualien einschränken muss, so Hubrich weiter. Diesen Veränderungen darf sich auch die Landesregierung nicht länger verwehren. Das Tanzverbot muss endlich fallen.
Die JuLis sind der Überzeugung, dass die Aufhebung des Tanzverbots niemandem etwas wegnehmen würde. Gläubige Menschen können stille Feiertage weiterhin still verbringen. Gerade jungen Menschen spricht die Aufhebung des Tanzverbots aber mehr Freiheit und Selbstbestimmung zu – das halten wir insbesondere nach den Erfahrungen der Coronapandemie für dringend geboten, schließt der Landesvorsitzende ab.
Autor: red
Kommentare
Piet
07.04.2023, 10:45 Uhr
Selten
So einen Müll gelesen. Gott sei Dank schaffen sich die Liberalen ja grad selber ab.
diskobolos
07.04.2023, 12:16 Uhr
Religion ist Privatsache
Wenn man bedenkt, wie unter dem Dach der Kirche sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche geduldet und verschwiegen wurden, wundert man sich, welchen Einfluss die Kirchen heute noch haben.
Heute hat ein großer und anwachsender Teil der Deutschen mit den Kirchen nichts mehr am Hut. Die vielen Privilegien, die die christlichen Kirchen aus der Vergangenheit gerettet haben, gehören endlich abgeschafft: Einziehung der Kirchensteuer durch den Staat, Steuerbefreiung, Zahlungen aus der Staatskasse an die Bistümer, staatlich finanzierte Ausbildung der Priester, staatlich finanzierter Religionsunterricht u.s.w.
Das alles passt nicht mehr in die heutige Zeit und gehört angeschafft.
Piet
07.04.2023, 12:53 Uhr
Ohne
Die Verbrechen der Kirche rechtfertigen zu wollen, aber wieviele Verbrechen sind durch unsere offene vielfältige Gesellschaft zu uns gekommen.
Verdianer
07.04.2023, 13:01 Uhr
Relikt aus alter Zeit
Dann sollten auch die christlichen Feiertage abgeschafft werden!
Kobold2
07.04.2023, 13:05 Uhr
Sorry
Aber die aus der "Vergangenheit geretteten" Feiertage nimmt man aber gern mit???
Dann sollte man die gleich konsequenterweise mit abschaffen.
Ich bin hier eine wenig enttäuscht, über die einseitige Betrachtung und die Reduzierung auf die sexuellen Übergriffe. Gewiss hat die Kriche auch noch andere "Probleme" inder Vergangenheit, z.B. die Rolle im 3. Reich
Aber wo stände z.B. die Alten und Krankenpflege?
Die Seelsorge, die Musik ( Bach, Händel....)
Dieser Teil Deutschlands ...
An der friedlichen Revolution hat die Kirche erheblichen Anteil.
Feiertage haben einen Sinn und Hintergrund.
Einfach einen zusätzlichen freien Tag draus machen, an dem man tun und lassen kann was man will, wir dem nicht gerecht und bedeutet, das man sich nur wieder die Rosinen raus packt.
Wenn Sinn und Hintergrund nicht mehr interessieren, kann man den Tag auch abschaffen.
Alex Gösel
07.04.2023, 13:31 Uhr
Tanzverbot und Co. an gewissen Tagen
Vor einigen Jahren hatte die Piratenpartei etwas ähnliches auch schon gefordert. Und wo sind die Piraten heute? Mir scheint, als möchten die Liberalen genauso enden wie die Piraten, oder?
Danke für den amüsanten Beitrag, auch wenn der einer gewissen Logik nicht entbehrt, aber wer von den 20 bis 30 jährigen geht denn heute noch ernsthaft tanzen?
Frohe Ostern!
Gehard Gösebrecht
07.04.2023, 14:51 Uhr
Wieso sollte man an so einen Tag tanzen gehen?
Gibt es an so einen Tag was zu feiern dass man deswegen unbedingt auf die Tanzfläche gehen muss?
Man muss nicht unbedingt Trübsal blasen.
Aber ein wenig Demut sollte wenigstens heute schon sein.
bleibtmalfeinineurer
07.04.2023, 15:31 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Alex Gösel
07.04.2023, 16:37 Uhr
Falsche Frage
@Gehard Gösebrecht. Die Frage müsste lauten: "Warum verbietet man uns das Tanzen an so einem Tage?" - Es wird doch bei jeder kleinsten Gelegenheit auf die "demokratisch-freiheitliche Grundordnung" verwiesen und hier nun soll man sich von Staat und Kirche, obwohl angeblich getrennt, bervormunden lassen? Wo leben wir denn? In Absurdistan???
Also bitte, auch wenn vielleicht die wenigsten noch ernsthaft tanzen können, aber ein Verbot? Das ist schon übertrieben.
Ähnlich ist es ja auch mit gewissen Filmen. Auch an diesen Tagen gibt es speziell eine Liste, welche Filme im TV und Kino aufgeführt werden. Auf dieser Liste ist, beispielsweise, auch eine Monty Python-Komödie namens "Das Leben des Brian" aufgelistet. Sicher könnte man den Film als "blasphemisch" bezeichnen, aber solange es kein Gerichtsurteil gibt... Aber: der deutsche Michel lässt sich zu viel gefallen und macht lieber einen auf Duckmäuser! Dennoch ist der Antrag der JuLis hier nur als Stimmenfang zu sehen. Es gibt auch noch andere, wichtigere Baustellen, werte Liberale!
DonaldT
07.04.2023, 16:38 Uhr
Thüringer JuLis wollen immer tanzen
In dieser hektischen Zeit sind doch Tage der Ruhe und Besinnung wohl mehr als angebracht.
Leider gibt es "Zeitgenossen" die die Feiertage für lautstarke Bauarbeiten nutzen.
Darum sollten sich die Jungen der FDP kümmern! Und wenn sie dabei an Uneinsichtige geraten, dann haben sie ihr Tänzchen - ohne viel Aufwand.
Lautaro
07.04.2023, 17:00 Uhr
Viel Lärm um nichts !
Ganz ehrlich, wie viele der krittelnden Foristen haben im letzten Jahr ihren Körper auf irgendwelchen Tanzveranstaltungen gefordert ?
diskobolos
07.04.2023, 18:38 Uhr
Christliche Feiertage?
Hat uns die Kirche diese Feiertage geschenkt oder hat sie die existierenden (heidnischen) Feiertage okkupiert?
Bei den christlichen Feiertagen ist doch der religiöse Hintergrund schon weitesgehend verloren gegangen: Weihnachten ist in erster Linie ein Fest, an dem die Familien zusammenkommen und ein Konsumhype. Zu Ostern haben Eierfärben und Osterhasen auch nicht viel mit dem Christentum zu tun.
Feste um diese Zeit wurden auch schon gefeiert bevor Karl der Große das Christentum mit dem Schwert als Staatsreligion durchgesetzt hat.
Die Familientraditionen möchte ich natürlich auch erhalten und wer dazu in eine Kirche gehen möchte, darf das natürlich. Aber, wer lieber tanzen gehen möchte, sollte das auch dürfen.
Buß- und Bettag, Totensonntag, Fronleichnam, Allerheiligen berühren mich nicht im Geringsten.
Dass die Kirchen auch mit meinen Steuergeldern finanziert werden ist ein Skandal. Die Verzahnung von Kirche und Staat beruht zum Teil auch auf Verträgen mit Hitlerdeutschland. Alle anderen Verträge aus dieser Zeit sind heute null und nichtig . . .
Gehard Gösebrecht
07.04.2023, 19:13 Uhr
Ostern und Hitlerdeutschland
Die Vergleiche werden immer abartiger.
Ostern ist ein Fest welches nicht auch noch zerredet werden muss.
Aber ich kann mir schon vorstellen aus welchen Richtungen der Hass auf alte Sitten und Gebräuche in Deutschland kommt.
Lautaro
07.04.2023, 20:30 Uhr
Woher kommen die Thüringer ?
Bei der Entstehung des neuen Stammes der Thüringer (Toringi = Thor`s Leute?) war dies eine entscheidende Komponente und bei der ethnischen Vermischung aller hier lebenden Volksgruppen ..... Selbsverständlich ist diese >Theorie abwägig, da allein schon die Erwähnung des Thors-Kults der eingewanderten Angeln und Warnen eine Nähe zum rechten Gedankengut herstellt.
Ich glaube jedenfalls nicht, dass der Osterhase bei frühen christlichen Missionaren eine Rolle gespielt hat ?
Lautaro
07.04.2023, 20:38 Uhr
Woher kommen die Thüringer ?
Bei der Entstehung des neuen Stammes der Thüringer (Toringi = Thor`s Leute?) war dies eine entscheidende Komponente und bei der ethnischen Vermischung aller hier lebenden Volksgruppen ..... Selbsverständlich ist diese >Theorie abwägig, da allein schon die Erwähnung des Thors-Kults der eingewanderten Angeln und Warnen eine Nähe zum rechten Gedankengut herstellt.
Ich glaube jedenfalls nicht, dass der Osterhase bei frühen christlichen Missionaren eine Rolle gespielt hat ?
diskobolos
07.04.2023, 21:52 Uhr
Vielleicht lesen Sie noch mal gründlich G. G.
Welchen Vergleich meinen Sie denn? Wo wird Ostern "zerredet"? Im Artikel geht es um das Verbot von Tanzveranstaltungen am Karfreitag. Die Vermutung, dass dieses durch den Einfluss der Kirchen vor vielen Jahrzehnten zustande kam ist naheliegend. Es ist ein Zeichen für den unangemessenen Einfluss dieser Institutionen auch heute noch.
Dass ein Teil davon auf Verträge zwischen den Kirchen und dem Nazi-Regime beruht, ist eine Tatsache, an die die Kirchen nicht gern erinnert werden. Einige Privilegien habe ich in meinem letzten Kommentar aufgezählt.
In Thüringen sind übrigens nur noch 27Prozent der Bevölkerung Mitglieder der beiden christlichen Mitglieder.
Echter-Nordhaeuser
08.04.2023, 13:35 Uhr
Bervormunden lassen?
Als wenn das wichtige ist ob getanzt wird oder nicht. Haben wir nicht andere Verbote die viel prekärer sind z. B. Öl, Gasheizungsverbot und Verbrennerverbot. Wenn sich da mal die Leute nicht bervormunden lassen aber das ist normal aber Tanzen ist bestimmt wichtiger.
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