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Di, 09:08 Uhr
13.06.2023
ifo Institut

Wirtschaftsvertreter gegen Vier-Tage-Woche

Gegen die Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich hat sich ifo-Präsident Clemens Fuest ausgesprochen. Die Arbeitszeit bei unverändertem Monatslohn um ein Fünftel zu kürzen, entspräche einer Erhöhung des Stundenlohns um 25 Prozent...

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„Für die Unternehmen wäre das nur dann finanzierbar, wenn die Produktivität der Beschäftigten im gleichen Umfang steigen würde – sie also an vier Tagen das leisten, wofür sie heute fünf Tage brauchen“, schreibt Fuest im ifo Standpunkt 249. Die Produktivität könnte bei kürzerer Arbeitszeit zwar durchaus zunehmen, aber kaum in diesem Umfang.

Obendrein erscheine es abwegig, in einer Volkswirtschaft wie Deutschland, in der wegen des demografischen Wandels die Arbeitskräfte immer knapper würden, kürzere Arbeitszeiten auch noch gesetzlich vorzugeben oder zu fördern. Politik und Tarifpartner sollten die Bedingungen vielmehr so gestalten, dass Anreize für Erwerbstätigkeit gestärkt würden. „Dazu gehört es, beim Bürgergeld Teilzeitarbeit weniger und Vollzeitarbeit stärker zu fördern. Dazu gehört auch, die Kinderbetreuung weiter auszubauen, die Ehegattenbesteuerung zu reformieren und öffentliche Ausgaben zu begrenzen, damit Spielräume entstehen, Steuern und Abgaben auf Arbeitslöhne zu senken. Nicht zuletzt lässt sich Arbeitskräfteknappheit auch durch höhere Löhne lindern.“
Autor: red

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Kommentare
Leser X
13.06.2023, 10:33 Uhr
Klassenstandpunkt
Wem sich Herr Fürst in Verantwortung sieht, ist unüberlesbar. Immer dieses Gejammer der Ausbeuterklasse. Unwiederlegbar ist doch die Tatsache, dass Arbeit noch nie so produktiv war wie heute. Würde der daraus resultierende Profit nicht eingestrichen, könnte man zusätzlich auch die Einkommen und Renten erhöhen.

Dieses System entscheidet sich freilich anders. Umverteilung eben. Von wo nach wo weiß man ja. Man braucht die Kohle ja auch unter anderem zur Aufrüstung und Kriegsführung.
RWE
13.06.2023, 12:24 Uhr
sozialistischer Unfug
Wenn die Ausbeuterklasse ihre Unternehmen schließen muß weil im Ausland unmenschlicherweise de dortigen Ausbeuterkollegen weiter 5 Tage arbeiten lassen... Was passiert dann wohl? Ganz viel ausbeuterischer Wirtschaft wandert ins Ausland ab. Es werden Steureinnahmen für soziale Wohltaten fehlen, die dann nötig sein werden, weil es dann wirkich wieder Arbeitslose gibt und nicht nur welche die keine Lust haben zu arbeiten. Deutschland wird einfach nach untern durchgerreicht.
Also nichts gegen gute Tarifabschlüe oder Möglichkeiten Teilzeit zu arbeiten. In Asien oder den USA wird man sich freuen, einen lästign Konkurenten in der Weltwirtschaft los zu werden.
Abegesehen davon ist das nicht in allen Jobs möglich.
Leser X
13.06.2023, 14:25 Uhr
RWE
Ich habe ja auch nicht behauptet, dass die Ausbeutung nur ein deutsches Problem wäre. Natürlich muss sie weltweit überwunden werden.
bleibtmalfeinineurer
13.06.2023, 17:37 Uhr
Ist wohl so...
... das die Produktivität noch nie so hoch war wie jetzt, was nicht zuletzt an dem Effizienzschub während der Corona-Krise liegt. Plötzlich war Heimarbeit möglich, plötzlich wurde in IT investiert, plötzlich mussten jahrzehntealte Prozesse angepasst werden.

Dennoch halte ich eine generelle 4-Tage-Woche vor dem Hintergrund der Demographieproblematik und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel für falsch.

Deutschlands soziale Marktwirtschaft ist eine der Sozialsten der Welt. Sie schafft weitgehend den Spagat zwischen Innovationen fördernder Marktwirtschaft und einer sozialen Absicherung.

Ja wir haben eine Teuerung zu verkraften, was aber die Unternehmen genauso trifft. Die Tarifanpassungen gleichen die Teuerung nicht vollständig aus, nicht alle sind tarifgebunden.

Allein der Fachkräftemangel führt allerdings zu steigenden Gehältern bei eben bei diesen Fachkräften, sofern man eben auch persönlich als Fachkraft bereit ist mal den Hintern aus der Komfortzone zu bewegen und ggf. Den Arbeitgeber zu wechseln.
Leser X
13.06.2023, 18:29 Uhr
Soziale Marktwirtschaft?
Wird gern so genannt, aber die verwendete Terminologie dient meiner Auffassung nach nur der Irreführung. Zwei-Drittel-Gesellschaft trifft es eher.

Der Markt unserer Prägung, der außer Profit nichts kennt, lässt die einen täglich zu den olympischen Spielen antreten und grenzt die "Schwächeren" oder Benachteiligten aus. Das sollte kein Zukunftsmodell sein.

Das Verlangen von Teilen der Bevölkerung nach Selbst-Kasteiung habe ich noch nie so wirklich verstanden.
grobschmied56
14.06.2023, 00:58 Uhr
Immer feste druff! ...
... oder - macht Euch mal Gedanken über Standortvorteile!
Forderungen stellen ist immer gut fürs Ansehen.
Nur muß es halt auch realistisch sein.
Um das zu verdeutlichen, habe ich Dr. Google einfach mal gefragt, was in verschiedenen Ländern eine Kilowattstunde Elektroenergie kostet.
Für zahlreiche Betriebe ist das eine wichtige Frage.
Hier die Antwort:

In den USA kostet eine Kilowattstunde umgerechnet 12.69 Cent
In Südkorea 9.1 Cent
In China 7.31 Cent
In Indien 6.47 Cent
In Rußland 5.17 Cent

In der Bundesrepublik Deutschland bezahlt man 31.8 Cent pro Kilowattstunde
(Angaben: kaufkraftbereinigt von Verivox)
Jetzt rechne man noch die bei uns wesentlich höheren Löhne, Steuern und Abgaben hinzu. Dann kann man sich sehr gut ausrechnen, wie gut die Chancen auf einen Job in Deutschland zukünftig sind.

Hierzu, nicht ganz unpassend ein Zitat meines Lieblingspolitikers Winston Churchill:

„ Manche halten den Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse; andere meinen, er sei eine Kuh, die man ununterbrochen melken könne; nur wenige sehen in ihm ein Pferd, das den Karren zieht. “.
Leser X
14.06.2023, 09:03 Uhr
Verklärung
Ach was. Alle unternehmerischen Ziele sind einzig und allein auf die Wohlfahrt gerichtet. Wer was anderes behauptet, ist ein linker oder rechter Extremist...

ANmerkung techn. Support:
Der Umkehrschluss ist aber auch nicht immer richtig.
bleibtmalfeinineurer
14.06.2023, 09:55 Uhr
Ja, Leser X...
...wer (selbst verschuldet oder nicht) nichts oder wenig leistet kann eben nicht in Saus und Braus leben....aber er kann leben. Das ist in wirklich marktwirtschaftlichen Systemen nicht so.... nicht alles an unserer sozialen Marktwirtschaft ist perfekt und mancher fällt tatsächlich durch die Maschen der sozialen Hängematte, aber für die Allermeisten Bedürftigen gibt es eine Vielzahl von Unterstützung. Im Übrigen nicht nur von staatlicher Seite sondern auch von diversen Stiftungen und Nonprofit-Organisationen. Gerade unverschuldet Benachteiligte (Behinderte, Verunfallte, chronisch Kranke, etc.) können davon profitieren. Dazu muss man sich nur mal die Mühe machen und ein wenig recherchieren und suchen - vielleicht liegt da genau das Problem, es gibt meines Wissens kein "Förderportal" welches die ganzen Angebote bündelt....
Lautaro
14.06.2023, 16:16 Uhr
Nun Herr Axel S.
Wer wenig leistet ? Leute die auf dem Bau, als Dachdecker oder als Strassenbauer oder in einer Wäscherei.....diese Leute sind für sie wirklich Minderleister ?
Ich gönne ihnen ein Erlebnis, dass mich an die französische Revolution erinnert !!!!
diskobolos
14.06.2023, 19:25 Uhr
Selten ging es bei Diskusssionen
so drunter und drüber wie diesmal. Kommentatoren werden wegen Aussagen angegriffen, die sie so gar nicht gemacht haben. Auf dieser Basis kann man so nicht diskutieren.

Eine Anmerkung noch an Grobschmied: Die von Ihnen genannten 31,8 Ct/kWh sind doch ein Preis für nichtkommerzielle Stromverbraucher, industrielle Nutzer zahlen weit weniger. Jedenfalls hat Habeck ja soetwas für die Zukunft ins Spiel gebracht.
Da ich es immer genau verstehen möchte: Was ist eigentlich ein "kaufpreisbereinigter Preis"? M.E. Unsinn.
bleibtmalfeinineurer
14.06.2023, 20:16 Uhr
Dachdecker usw.
werden gegenwärtig überall gesucht, wer also ein bisschen geschickt verhandelt kann seinen Lohn bei einem Arbeitgeberwechsel gut nach oben ziehen. Die Auftragslage der Handwerksbetriebe und die gestiegenen Preise für Handwerksleistungen geben das auf jeden Fall her. Wer natürlich erwartet, dass ihm sein Chef einfach mal so mehr bezahlt.. sollte sich mal fragen: Warum sollte der Chef das tun ? Ein wenig Eigeninitiative ist schon notwendig...

Im Übrigen sprach ich nicht von Handwerkern, wenn Sie nochmal lesen würden @Lautaro...
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