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Mo, 09:15 Uhr
10.07.2023
ifo Institut: Zwei-Prozent-Ziel auf Dauer gefährdet

Sondervermögen Bundeswehr nur zur Hälfte nutzbar

Nur die Hälfte des Sondervermögens von 100 Milliarden Euro kann zum Kauf zusätzlicher Ausrüstung für die Bundeswehr verwendet werden. „Der Einsatz des Sondervermögens verfehlt damit die formulierten Ziele“, sagt ifo-Militärexperte Marcel Schlepper...

33 Prozent des Sondervermögens gleichen Einsparungen beim Verteidigungsetat im Kernhaushalt aus. 8 Prozent werden für Zinsen aufgewendet. Das Erreichen des Zwei-Prozent-Ziels der Nato sei auf Dauer gefährdet. Das geht hervor aus Berechnungen des ifo Instituts kurz vor dem Nato-Gipfel in Vilnius.

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„Um dauerhaft zwei Prozent der Wirtschaftsleistung auszugeben, müsste der Verteidigungsetat schon jetzt sichtbar steigen. Das wäre eine echte Zeitenwende, die auch mit Geld abgesichert würde“, sagt ifo-Forscher Florian Dorn. Aktuell finde das Gegenteil statt. Seit 2022 sinke der Verteidigungsetat nach Abzug der Inflation. Im Jahr 2023 verfehlt Deutschland damit das Zwei-Prozent-Ziel um einen zweistelligen Milliardenbetrag und gehört zu den Mitgliedsstaaten mit dem größten Defizit. Geplante Investitionen werden in das Sondervermögen verschoben. Waren im Verteidigungsetat selbst im Jahre 2022 noch 10 Milliarden Euro für neue Ausrüstung vorgesehen, sind es 2024 weniger als 3 Milliarden Euro.

Für die übrigen Ministerien aber weitet sich der Spielraum in Folge der Einsparungen beim Verteidigungsetat aus. „Das Sondervermögen Bundeswehr ermöglicht durch Verschiebungen im Haushalt indirekt eine Umgehung der Schuldenbremse – auch für jene Ausgaben, die nicht Zweck des Sondervermögens sind“, sagt Dorn weiter. Die nächste Bundesregierung müsste mit Auslaufen des Sondervermögens eine noch größere Ausgabenlücke schließen. Die jährliche Lücke zu den zwei Prozent liegt für die Jahre 2026 bis 2029 durchschnittlich bei 25 Milliarden Euro. Hinzu kommen etwa 3 Milliarden Euro für die Zinslast der um 100 Milliarden Euro gestiegenen Schulden. „Die aktuellen Haushaltspläne säen Zweifel, ob Deutschland das 2-Prozent-Ziel wirklich dauerhaft erfüllen will. Das erschwert die Planbarkeit bei den Streitkräften und in der Rüstungsindustrie“, sagt Schlepper.
Autor: osch

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Kommentare
U.Schneider
10.07.2023, 22:08 Uhr
Sondervermögen?
Es sind Schulden,und kein Vermögen!
grobschmied56
11.07.2023, 02:05 Uhr
Die Abwärts - Spirale, sie ist nicht mehr ...
... zu übersehen! Es wird massenhaft Geld ausgegeben, ohne Sinn und Zweck - und auch ohne erkennbaren Nutzen!
In den 4 + 2 Verhandlungen zur Wiedervereinigung wurde festgeschrieben, daß die Armee des geeinten Deutschlands maximal 370 000 Soldaten haben dürfte.
Die Sorge anderer europäischer Staaten damals:
Ein wiedervereinigtes und starkes Deutschland könnte mit seinen Massen an Soldaten und Waffen eine superpräsente und alles beherrschende Militärmacht werden.

Wer sich die Bundeswehr im Jahr 2023 betrachtet, kommt bei solchen Sorgen und Bedenken vor Lachen kaum in den Schlaf!
Unsere Heinzelmännchen - Wachparade hat mittlerweile gerade noch 170 000 und ein paar Diverse.
Das entspricht kaum der Mannschaftsstärke der NVA. Also der Armee des kleineren deutschen Teilstaates im Jahr 1989.
Damals waren NVA und Bundeswehr hochgerüstet und bewaffnet bis an die Zähne.
Allein jeweils 1500 Kampfpanzer und etwa 250 Kampfjets konnten beide Armeen damals aufbieten!
Die Bundeswehr des Jahres 2023 hat gerade noch 300 Kampfpanzer und 150 Jets.
Wie viele davon wirklich einsatzfähig sind, darüber gehen die Meinungen auseinander.
Wir haben eine Armee, in der es wichtig ist, Uniformen für schwangere Soldatinnen in ausreichender Menge und allen Größen vorrätig zu halten.
Nicht die Kampfbereitschaft von Schützenpanzern gilt als vorrangiges Element der Strategie, sondern die Begrenzung des Feinstaubes im Innern des Fahrzeuges.

Die schlichte Wahrheit im Jahr 2023 lautet:
Wir haben keine Truppe mehr, die unser Land vor einem Angriff schützen könnte.
Selbst einem Schlagabtausch mit dem österreichischen Bundesheer - und sei es auch nur im Rahmen einer Schneeballschlacht - könnte die die Bundeswehr wahrscheinlich kaum standhalten.
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