eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 14:21 Uhr
12.07.2023
ThüringenForst

Stillgelegte Wälder als Klimaschutzmaßnahme

Würde die Bewirtschaftung der Wälder auf diesem Globus ausgesetzt, um diese als Naturwälder zur reinen CO2-Speicherung zu nutzen, wäre der weltweite Spareffekt innerhalb von gerade einmal vier Jahren vollständig aufgebraucht...

Holzbau gilt für viele Klimaexperten als der Schlüssel zu mehr Klimaschutz. Doch dafür müssen die heimischen Wälder nicht stillgelegt, sondern bewirtschaftet werden (Foto: Horst Sproßmann) Holzbau gilt für viele Klimaexperten als der Schlüssel zu mehr Klimaschutz. Doch dafür müssen die heimischen Wälder nicht stillgelegt, sondern bewirtschaftet werden (Foto: Horst Sproßmann)


Zu diesem Ergebnis kommen Forschende der renommierten Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich und der gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission aktuell veröffentlicht im Fachmagazin SCIENCE.

Die Stilllegung von Wäldern weltweit birgt einen sehr überschaubaren zusätzlichen CO2-Speicher-Effekt von etwa 15 Prozent. Gleichzeitig betonen die Forschenden, dass die Berechnungen theoretischer Natur sind: Eine Stilllegung aller Wälder auf dieser Erde sei einerseits utopisch, andererseits sogar klimaschädlich.

Denn berücksichtigt man zur reinen CO2-Speicherleistung der Wälder auch die nur in bewirtschafteten Wäldern gegebene zusätzliche CO2-Speicherleistung von verbauten Holzprodukten, sieht deren Bilanz immer besser aus. Verbautes Holz, etwa in Holz(hoch)häusern, Holzbrücken oder anderen Holztragwerkkonstruktionen, speichert für die gesamte Lebensdauer Kohlenstoff – oft über Hunderte von Jahren. Energieträger wie Öl, Kohle oder Gas setzen dagegen das seit Jahrmillionen in der Erde gebundene CO2 zusätzlich frei und „feuern“ die Erderwärmung weiter an.
 
Anzeige symplr (1)

Waldbewirtschaftung und Waldumbau sind dringend fortzuführen
„Waldbewirtschaftung ist aktiver Klimaschutz. Umso mehr, wenn sie nachhaltig und naturnah wie in Thüringen betrieben wird. Aktiver Waldumbau hin zu Mischwäldern ist das Gebot der Stunde“, erläutert Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Bestätigt wird diese Aussage durch eine weitere, ebenfalls neue Studie der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.

Insbesondere vorratsreiche, stark nadelholzgeprägte Monokulturen weisen nach Prof. Dr. Hubert Röder, Leiter der Studie, mittlerweile einen gebremsten Holzzuwachs aus. Verminderter Holzzuwachs bedeutet aber auch verminderte CO2-Aufnahme durch die Bäume. Durch Waldumbau hin zu klimastabilen Mischwäldern können diese zuwachsschwachen Bestände wieder zu kraftvollen CO2-Senken gemacht werden.
 
Autor: emw

Anzeige symplr (6)
Kommentare
A-H-S
12.07.2023, 15:31 Uhr
Wälder sind langfristig kein CO2 Speicher
Die Überschrift passt nicht zum Text.

Bäume geben beim Verrotten genau soviel CO2 wieder ab, wie sie vorher aufgenommen haben. Nur wenn wir das Holz aus dem Wald entnehmen und z.B. zu Möbeln verarbeiten, fungiert ein Baum als Speicher.

CO2 ist kein Horrorgas, sondern ein Spurengas, welches die Grundlage für das Leben auf unserem Planeten bildet (Fotosynthese).

Grundsätzlich hat der Thüringenforst recht. Ich halte die Bewirtschaftung hiesiger Wälder auch für sinnvoll. Natürlich kann man über naturbelassene Flächen reden - besonders wenn sie für eine Bewirtschaftung keinen Sinn machen.
Komiron
13.07.2023, 22:40 Uhr
EXTRABLATT,
das AfD Grundsatzprogramm setzt neue wissenschaftliche Maßstäbe !
Wälder sind langfristig KEINE
CO2 Speicher, titelt
der Eingangskommentator und genau den gleichen Humbug
, sowie viel mehr alternatives Wissen, kann man nahezu wortwörtlich im besagten Grundsatzprogramm nachlesen.
Aber Vorsicht, das ist nichts für zart beseidete Gemüter,
denn darin wird der gesamte Wissensschatz der Menschheit und da halte ich es mit Archimedes, aus den Angeln gehoben.
Bisher ging die Wissenschaft von der Theorie aus, daß aus dem Großteil der abgestorbenen Pflanzen zunächst erstmal Torf entsteht und sich daraus, im Verlauf von Millionen Jahren, unter stetiger Zunahme des auflastigen Drucks, Braunkohle, Steinkohle und letztlich Graphit entwickelt.
Aber diese Theorie ist wohl jetzt durch, eigentlich Schade, denn ich mochte Sie.

Bleibt nur noch die Frage offen, wie kam die Kohle auf die Erde ?
Aber das erklärt uns bestimmt das nächste alternative Grundsatzprogramm, auf das ich schon sehr gespannt bin.
Hoffentlich gelingt es der Alternative auch im 2. Teil die Gebrüder Grimm als Autoren zu gewinnen, denn darin geht es bestimmt darum, wie Prä- Astronauten die Kohle auf die scheibenförmige Erde brachten und über den bösen Wolf aus dem Märchenwald, gibt es mit Sicherheit neue Gräueltaten zu berichten.

Übrigens: ist es sicher sehr Sinnvoll Nutzholz verstärkt als CO2 Speicher im Hochbau einzusetzen, denn so wird der im Holz gespeicherte Kohlenstoff, teilweise sogar über Jahrhunderte, aus dem Kreislauf genommen.
altmeister
14.07.2023, 07:44 Uhr
CO2 Speicher
Alles Holz, welches verarbeitet und somit langfristig genutzt wird, ist als CO2 Speicher anzusehen. Wenn wir durch unsere Gebäude gehen, sehen wir viele dieser Speicher.
So sind das Fachwerk, der Dachstuhl, Holzdecken und - böden, Möbel, selbst alles, was im Haus aus Kunststoff ist als Speicher zu sehen.
Gerade alte Häuser sind gegenüber den neu gebauten in dieser Beziehung besser, weil der Anteil vom Holz oft viel höher ist.
Der in den letzten Jahren zu beobachtende Trend zu einer höheren Holzverwendung im Bau ist daher sehr positiv zu werten.
Die Aussage, welche im Artikel gemacht wird, dass Wälder bewirtschaftet werden sollten, ist somit eindeutig zu bejahen.
Der Einwand, welcher vom Kommentator "Komiron" gemacht wurde, dass ein Verbleiben des Holzes im Wald zu Torf und anschließend zu Kohle führen würde, ist ein Wunschdenken, welches die Entstehungsvoraussetzungen ignoriert.
Nur durch Luftabschluss und enormen Druck ist dieses über einen sehr langen Zeitraum erfolgt.
Holz, ungeschützt, im Kontakt mit Luft und Feuchtigkeit, dem Zugriff von Insekten, Holz abbauenden Mikroben und Pilzen ausgesetzt, wird definitiv nicht zu Torf oder erst recht nicht zur Kohle, da wird ordentlich CO2 freigesetzt.
Vielleicht sollte sich der Komiron mal wieder etwas belesen?
Komiron
14.07.2023, 09:28 Uhr
Der Unterschied zwischen Kreisläufern und Kreisläufen ist Folgender
Oder fangen wir einfach erstmal mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner an, der da wäre, Holz ist ein hervorragender natürlicher Kohlenstoff Speicher.
Aber und das schreibt der Altmeister im Grunde selber, ungeschütztes Holz im Kontakt mit Luft und Regen (?) ist dem Zugriff von `HOLZUMWANDELNDEN` Insekten, Mikroben und Pilzen ausgesetzt.
Daraus kann man folgerichtig schließen, der Kohlenstoff verbleibt im Wald und wird nicht als CO2 an die Luft abgegeben.

Als Beweis hierfür möchte ich den Komposthaufen in meinem Garten anführen, da Dieser sich nicht in Gänze auflöst, kann ich im Frühjahr mit den Hinterlassenschaften von Würmern, Mikroben und Pilzen wunderbar meine Beete düngen.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)