eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Sa, 14:38 Uhr
22.07.2023
Bündnis Deutschland gegen Flächenstilllegungen

"Landwirtschaft soll eigenverantwortlich entscheiden"

Momentan leidet jeder 10. Mensch auf der Welt Hunger. Besonders in den Ländern Afrikas ist die Lage prekär. Gleichzeitig sollen die deutschen Landwirte künftig 4 Prozent ihrer Ackerfläche jährlich aus der Produktion nehmen. In den kommenden Jahren soll diese Stilllegungsfläche laut der europäischen „farm to fork“-Strategie auf 10 Prozent erhöht werden...

Anzeige symplr (1)
Angeblich soll mit diesen Stilllegungsflächen ein Beitrag gegen das Artensterben geleistet werden, wissenschaftlich belegbar ist dies aber nicht, betont Jens Meyer, der Vorsitzende des Bundesfachausschusses "Ländlicher Raum/ Ernährung und Landwirtschaft/Tier- und Verbraucherschutz" in Bündnis Deutschland.

BD-Agrarexperte Jens Meyer: "Durch diese Maßnahmen wird der Selbstversorgungsgrad an Lebensmitteln in Deutschland weiter reduziert und wir sind somit auf weitere Getreideimporte angewiesen. Das Getreide, welches wir auf dem Weltmarkt einkaufen, steht somit den ärmeren Ländern des globalen Südens nicht zur Verfügung und befeuert die Hungerproblematik in diesen Ländern erheblich."

Bündnis Deutschland hat großes Vertrauen in unsere bestens ausgebildeten Landwirte. Diese Landwirte leisten schon immer einen großen Beitrag zum Klimaschutz und besonders auch zur Artenvielfalt in unserem Land. Zumal die Stilllegung von Ackerflächen in einem verhältnismäßig kleinen Land wie Deutschland wohl kaum einen relevanten Beitrag zum Artenschutz liefern kann. Welche Früchte der Landwirt anbaut, sollte allein er entscheiden können, schließlich ist er der Fachmann.

"Wir müssen weg von der Bevormundung eines unserer größten Wirtschaftszweige und wieder mehr auf die Eigenverantwortung der einzelnen Betriebe setzen", so Meyer.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
free Gigi
22.07.2023, 22:29 Uhr
Und zusätzlich
wird immer mehr wertvoller Acker mit PV vollgeplastert. PV gehört auf Dächer und andere Totflächen!!!
grobschmied56
23.07.2023, 03:14 Uhr
EU - Bürokraten als Hungerherrscher ...
... sie ignorieren einfache Wahrheiten, knechten den Bauernstand und verurteilen Millionen von armen Menschen in den Ländern der dritten Welt zu Hunger und Unterernährung! All das im Namen eines zweifelhaften Fortschrittes, der angeblich 'Artenvielfalt' und ähnlichen Pippifax befördern soll!
Kein Mittel ist ihnen zu schäbig und keine grüne Nebelkerze zu billig, um gegen unsere Landwirte, die Ernährer und Wohlstandsbewahrer Front zu machen!
Dieser grünen Clique, die versponnene Schicki-Micki-Großstädter - Wohlfühlideologie zum vegan - verzichtslustigen Maßstab erklärt, gehört ordentlich gegen das Schienbein getreten.
Jedem Landwirt, der mit seinem Trecker zum Protest gegen diese miese Blase fährt, erkläre ich hiermit meine ungeteilte Sympathie und Solidarität!
Echter-Nordhaeuser
23.07.2023, 14:46 Uhr
Landwirtschaft
Warum hängt man sich da hinein, Abbau von Abhängigkeiten anderer Länder. Also alles und so viel wie möglich Anbauen was zum Essen benötigt wird. Schmeckt eher besser als das ausländische Zeug.
Quallensammler
23.07.2023, 16:08 Uhr
Argumente für und gegen alles
lassen sich immer irgendwo finden. Es geht also dem Bündnis Deutschland darum, mit der Nutzung von 4Prozent Stilllegungsflächen den Hunger in Afrika zu verhindern. Schon klar!

Na ja, viele Landwirte haben gerne die Greeningprämie mitgenommen und das ist völlig i. O.. Auch der Verweis, dass in Deutschland mehr Nahrungsmittel für den eigenen Markt angebaut werden, liest sich eher als Alibi. Schaut man auf die Äcker, sieht man dort zwar allerlei für die Lebensmittelproduktion brauchbare Pflanzen (deren Anbau oft subventioniert ist) - aber auffällig und großflächig ist Raps zu bestaunen. Nix für den Teller, aber bringt halt richtig gut Geld. Dazu Windspargel und PV. Geld stinkt nicht und da ist der Lebensmittelbedarf irgendwo völlig uninteressant für die Landwirte und das Bündnis Deutschland.

Ich befürworte, dass jeder kleine Landwirt, oder Nebenerwerbler, der mit Herzblut und weit jenseits der 40h-Woche seinen Ackerbau betreibt, seine Flächennutzung frei gestalten kann! Wenn dann auch noch ein Hofladen betrieben wird, oder die Erzeugnisse frisch in der Region angeboten werden - noch besser!

Bei den Agrarunternehmen als großen Flächenbewirtschaftern sollte die angedachte (bezahlte) Stillegung von Kleinflächen aber durchgezogen werden - Klimaschutz und Erhalt der Artenvielfalt ist bei den XXL-Monokulturen nicht zu finden, zudem oft bis an den Straßenrand bestellt wird. Auch Streubewuchs in Busch- und Baumform als Windfang, Erosionsschutz und Vogelansitz gibt es zwischen den Äckern kaum noch. Jeder cm wird genutzt, jeder Cent mehr zählt.

Das Gezetere sieht mir eher so aus, als ob man den Bauern ein Leckerli auf die Zuge legt, um den eigenen Daseinszweck zu legitimieren.
diskobolos
23.07.2023, 16:24 Uhr
Lasst doch jeden (Bauern) machen, was er will?
Die Grundposition des so genannten "Bündnis Deutschland" in der Agrarpolitik ist die völlige Ignoranz aller Probleme, die in und durch die "moderne" Landwirtschaft bestehen.
Immer größere Monokulturen lassen der einheimischen Flora und Fauna kaum noch Raum zum Überleben. Um die Gewinne zu sichern, werden große Mengen von Pestiziden ausgebracht und landen letztlich in unserer Nahrung und Grundwasser. Für jeden zu erkennen ist das Verschwinden von Insekten und in der Folge von Vogelarten. Vielleicht erinnert sich mancher noch daran, wie eine Autoscheibe früher nach 100 km Autobahnfahrt aussah und wie es heute ist.
Massentierhaltung in immer größeren Ställen mit der Notwendigkeit den Tieren Antibiotika zu füttern und der Überdüngung der Felder mit Nitraten nehmen ebenfalls zu. Nun gut, unser Grundwasser ist ja nicht so wichtig. Es wird sowieso immer weniger.

Okay, einen Grobschmied wird das nicht kümmern. Der ist völlig in seiner Weiter-so-Ideologie befangen. Seine Enkel werden die Folgen noch erleben . . .
Echter-Nordhaeuser
23.07.2023, 19:20 Uhr
Das Problem bloß nicht in Deutschland......
Wir verschieben alles oder vieles auf das Ausland ab, hauptsache wir halten unsere Klimaziele ein und über Deutschland ist die Luft rein.
Große Mengen von Pestizide werden genauso im Ausland verarbeitet zum größten Teil noch mehr die haben schließlich nicht so hohe Standards wie in Deutschland aber da sieht es ja keiner.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)