Bündnis Deutschland will Rückbaustopp für Kernkraftwerke
Deutschland ist der einzige Geisterfahrer
Zwei Drittel der Deutschen unterstützen die Kernenergie auch nach der Abschaltung ihrer Kraftwerke. Das bestätigte eine Umfrage vom 11. Juli, wonach dieser Anteil der deutschen Öffentlichkeit auch die weitere Nutzung der Kernenergie zur Erreichung der EU-Klimaschutzziele befürworten…
Die CO2-Emissionen in der Stromerzeugung würden um bis zu 80 Millionen Tonnen pro Jahr sinken, wenn die Kohleverstromung durch emissionsfreie Stromerzeugung aus Kernkraft ersetzt wird. Die neue Partei Bündnis Deutschland stützt diese Aussagen und fordert vom Bundestag eine rasche ergebnisoffene Debatte über den Wiedereinstieg. Wichtig sei aber zunächst, die Zerstörung der Anlagen zu stoppen. Das Vorstandsmitglied Ingo Weber sagte dazu: "Deutschland ist weltweit der einzige Geisterfahrer. Alle anderen Länder bauen ihre Kernkraft aus oder erhalten, was sie noch haben."
Die Wiederinbetriebnahme von acht deutschen Kernkraftwerken ist möglich und machbar, wenn jetzt schnell entschieden wird. Priorität hat ein Rückbaustopp für die Kraftwerke, bis das Atomgesetz geändert ist. Versorgungsunternehmen und Industriepartner sollten Strombezugsverträge aushandeln, die die Kosten und den Zeitplan für die Wiederinbetriebnahme unterstützen. Im günstigsten Fall würden nur neun Monate benötigt, um viele der deutschen Reaktoren wieder anzufahren. Im realistisch machbaren
Best-Case-Szenario der Radiant Energy Group Brokdorf könnten sechs Reaktoren innerhalb von 9-12 Monaten und zwei weitere Reaktoren innerhalb von 2-3
Jahren wieder in Betrieb genommen werden.
Die Kosten für das Wiederanfahren der sechs Reaktoren mit Betriebserlaubnis werden auf jeweils 100-200 Millionen Euro geschätzt. Das entspräche dem Überschuss, der innerhalb von zwei Monaten Betrieb erwirtschaftet würde. Die Kernbrennelemente-Bestellzeit liege zwischen 57 und 114 Tagen. Bis ein Jahr nach Abschaltung müsse noch Personal vorgehalten werden, aber neues Personal müsse natürlich ausgebildet werden.
Die rechtlichen und gesetzlichen Anforderungen müssen schnell erfüllt werden, um die Kernkraftwerke zeitnah weiter nutzen zu können. Mitglieder des Bundestags, eine Partei oder die Bundesregierung können eine Abstimmung einleiten - eine einfache Mehrheit im Parlament genügt. Das Bundesministerium für Wirtschaft kann und sollte so schnell wie möglich auf dem Verwaltungsweg ein Rückbauverbot erlassen. Der Bundestag müsste das Atomgesetz ändern, insbesondere Absatz 1, Satz 2ff; Absätze 1a-1d; Absatz 3, Satz 4ff in Paragraph 7 AtG müssten gestrichen werden.
Alle acht deutschen Reaktoren, die im Gutachten empfohlen werden, können aufgrund des guten Zustands ihres nuklearen Anlagenteils und insbesondere
ihrer sicherheitsrelevanten Systeme wieder in Betrieb genommen werden. Isar 2 habe bereits die politische Unterstützung auf Landesebene.
Ingo Weber betonte die Haltung seiner Partei zur Wieder-Inbetriebnahme: "Wir setzen außerdem auf neue Reaktorentwicklungen, die Restmüll aus Kernkraftanlagen weitestgehend verbrennen. Außerdem muss die Erforschung der Energiegewinnung aus Kernfusion massiv verstärkt werden. Andere Länder sind schon wieder weiter als Deutschland. Kostengünstige sichere Energie ist neben der Versorgung mit gesunden Lebensmitteln das Megathema des 21. Jahrhunderts."
Autor: red
Kommentare
Romikon
25.07.2023, 15:26 Uhr
wenn 2/3 der Deutschen die Kernenergie befürworten war das
auch schon vorher so.Man hat nur keinen gefragt!Eine Mehrheit sind doch wohl 2/3 !?
Also muss man doch mit einer ziemlichen Sicherheit davon ausgehen,dass eine Minderheit über die Köpfe einer Mehrheit bestimmt und Dinge beschliesst,die das Volk garnicht will.
Die Frage ist : "Was haben wir eigentlich für eine Demokratie ? " oder ist das garkeine.
grobschmied56
25.07.2023, 15:53 Uhr
Man will die Grünen in Schnappatmung ...
... und komatöse Panikattacken versetzen! Wiederanfahren von Kernkraftwerken in D.? Da kann ja nur der Gottstehunsbei dahinter stecken!
Da sägt sich der Herr Habeck lieber ohne Narkose ein Bein ab und nimmt noch ein halbes Dutzend uralter Kohledreckschleudern in Betrieb.
Schließlich wissen ja alle klugen und kompetenten Menschen in Deutschland - also die Grünen und deren Wähler - daß Kernreaktoren kreuzgefährliche Hochrisiko - Technologie sind. Also völlig inakzeptabel.
Und überhaupt brauchen wir die lumpigen 10 Gigawatt gar nicht, welche die noch zu rettenden 8 Kraftwerke erbringen können.
Das bissel Schnulli kann durch Zubau neuer Windräder und Solaranlagen leicht erbracht werden!
Dumm nur, daß dort die Säge etwas klemmt.
Tausendvierhundert Windräder pro Jahr wollte die Ampelregierung neu aufstellen lassen. So tönte man jedenfalls anfangs 2023 noch recht selbstbewußt.
Das erste Halbjahr kann man inzwischen als verflossen betrachten. Zeit, mal nachzuschauen, was draus geworden ist.
Auskunft gibt die 'Deutsche WindGuard'
Zitat: 'Zubau und Gesamtbestand
Im ersten Halbjahr des Jahres 2023 wurden in
Deutschland an Land 331 neue Windenergieanlagen (WEA) mit einer Leistung von zusammen
1.565 MW installiert. Damit sind zur Jahresmitte
2023 bereits 65 Prozent der im Vorjahr insgesamt
installierten Leistung erreicht.'
Zitat Ende. (Quelle: Deutsche WindGuard GmbH
Oldenburger Straße 65 A
26316 Varel)
Man läßt so ein wenig nach Erfolg klingen, was eigentlich keiner ist.
Dreihundertdreißig neue Anlagen im ersten Halbjahr. Da müßten also bis Jahresende noch ganze mickrige 1069 Windräder fertig werden, um auf 1400 Stück zu kommen!
Nicht, daß dies völlig auszuschließen wäre. Aber es ist auch nicht völlig auszuschließen, daß ich noch mal Papst oder Bundeskanzler werde...
Sehr wahrscheinlich ist es nicht. Wahrscheinlicher ist, daß die Ampelmännchen das Thema einfach nicht mehr erwähnen oder auf Anfrage recht kleinlaut zugeben müssen, sich wieder mal leicht verrechnet und verpeilt zu haben.
Aber das kennt man ja schon vom Wohnungsbau.
Kobold2
25.07.2023, 16:50 Uhr
Ach lustig
Kaum taucht jemand auf der das gewünschte erzählt, wird mit ins Horn geblasen , ohne die Aussagen mal zu hinterfragen...
Geisterfahrer sind da noch mehr unterwegs, als Herr Weber hier vorgibt...
Italien, Griechenland, das Baltikum, Dänemark, Norwegen, usw. geistern da fleißig mit.
Ehrlichkeit und Atomlobby passen für mich seltenen einen kausale Zusammenhang. Ganz vergessen wurde, daß Frau Merkel damals unter viel Protest, dem Druck der Atomlobby die Laufzeitverlängerung beinahe durchbekommen hätte.
Dann schreien hier die ersten auf, die gern der darauf hinweisen, daß man sich nicht vera... lassen und alles hinterfragen soll. Um den kleinen Bürger niedrige Energiekosten zu ermöglichen??? träumt weiter.
regenbogen062001
25.07.2023, 18:10 Uhr
Tschernobyl läßt grüßen ...
Ich kann mich noch gut erinnern, als Tschernobyl explodierte. Oder als Fukuschima überflutet wurde.... Lange her! Auch das Kernkraftwerk in der Ukraine ist eine tickende Zeitbombe! Es gibt keine 100Prozent Sicherheit! Die physikalischen Eigenschaften der Reaktionsprodukte lassen sich nicht manipulieren. Die Halbwertszeiten des Reaktor-Abfalls liegen bei mehrerern Einhundert-Tausend Jahren. Das sind physikalische unveränderbare Kenngrößen. Und wie soll es kostengünstig sein, diesen Abfall für diesen langen Zeitraum sicher Endzulagern? Kein Mensch möchte ein Endlager, schon garnicht in Bleicherode oder Sondershausen? Also endlich Schluß mit dieser sehr teuren Energie! Die Kosten werden in Zukunft enorm steigen.
Wir brauchen ein vernünftiges Stromnetz, um Wasser- Wind- und Sonnenenergie vernünftig zu transportieren. (Mein Öko-Strom-Anbieter hat zum 1.8. seine Preise gesenkt!)
grobschmied56
25.07.2023, 18:28 Uhr
Kobolden, Kühlturmsprengern und sonstigen ...
... grünen Chmer ins Poesiealbum:
Primo: Eine nennenswerte ATOMLOBBY, wie von zahlreichen grünen Hutständern ohne Abschluß (meist nicht mal Jodeldiplom!) heraufbeschworen haben wir in Deutschland schon seit Jahrzehnten nicht mehr.
Gäbe es eine solche 'Lobby', dann wären ja unsere zuverlässigsten, CO2-ärmsten und energetisch effizientesten Kraftwerke nicht abgeschaltet und vom Netz genommen worden.
Secundo: Länder wie Dänemark und Norwegen taugen als Vorbild für D. nicht im Mindesten. Sie sind viel dünner besiedelt, verfügen kaum über nennenswerte energieintensive Schwerindustrie und sind überdies von Natur aus für die Nutzung von Wind- und Wasserkraft begünstigt.
Norwegen hat knapp 5.5 Millionen Einwohner auf einer Fläche, größer als Deutschland. Energiesorgen plagen das Land nicht.
Zitat:'Ein großer Teil des Strombedarfs des Landes wird durch heimische Wasserkraftwerke gedeckt. Im Jahr 2021 existierten rund 1690 Wasserkraftwerke in Norwegen, welche für etwa 88 Prozent der norwegischen Stromerzeugung sorgten.'
Dementsprechend billig war über Jahrzehnte der Strom in Norwegen. In vielen öffentlichen Gebäuden gab es nicht einmal Lichtschalter für Flure und Treppen. Man lies das Licht 24 h an.
(Quelle: Wikipedia)
Dänemark hat eine lange Küstenlinie und ein großes Küstenvorfeld, ideal für Windkraftnutzung. Trotzdem ist Strom dort ähnlich teuer, wie in D. Fast alle Produkte für die heimische Leichtindustrie, welche energieintensive Materialien erfordern, werden importiert. (Ratet mal, woher?)
Uns solche Länder als Vorbild darzustellen, ist natürlich Käse.
Tertio: Die Energiekrise, welche unsere Wirtschaft bedroht, ist hausgemacht. Die 'Energiewende' - den lächerlichen Versuch, das Land allein mit Wind- und Sonnenenergie zu versorgen kann man getrost als gescheitert betrachten. Man wird noch ein paar Jahre am toten Pferd herumdoktern und ein paar hundert Milliarden an Steuern verbrennen um dann festzustellen, was kluge Leute wie Hans Werner Sinn, Manfred Haferburg und Fritz Vahrenholt vor Jahren schon zuverlässig vorhergesagt haben:
Es wird nicht funktionieren, weil es nicht funktionieren kann!
Den Erfolg der 'Erneuerbaren' kann Jeder an seiner Stromrechnung ablesen.
grobschmied56
25.07.2023, 19:28 Uhr
Vom Regenbogen das übliche ...
... ahnungslose Geschwätz.
Was geht uns denn Tschernobyl an? Für ein Primitiv - Dingens wie den graphitmoderierten Druckröhrenreaktor RBMK 1000 hätte man nicht mal in der DDR, geschweige denn in der Bundesrepublik eine Bau- und Betriebsgenehmigung erhalten.
Das Teil hatte keinerlei Sicherheits-Containment, wie in D. üblich. Nur ein stinknormales Hallendach nach Industrie-Standard. Als wäre es eine Konservenfabrik oder Fahrradbude. Obendrein war ein großer Teil der Sicherheit nicht in technischer Automatik, sondern nur im gedruckten Handbuch untergebracht. Sowjet - Technik eben.
Bei einem schlampig durchgeführten Sicherheitstest hat Chefingenieur Djatlow dann folgerichtig sämtliche Schwächen dieser Konstruktion gnadenlos 'praktisch vorgeführt'.
Wenn ein Hirni ein E-Bike auf Tempo 80 frisiert, obendrein noch die Bremsen unwirksam macht und einen Unfall baut, ist das dann ein Argument, E-Bikes zu verbieten?
Was geht uns Fukushima an?
Einen Dreck.
Bei uns gibt es keine Erdbeben der Stärke 9 auf der Richterskala.
Es gibt keine Tsunami von 15 oder 20 Meter Höhe.
Und die Netzersatzaggregate und Notkühlsysteme unserer Kraftwerke waren wesentlich besser gegen Ausfall geschützt, als die von TEPCO.
Wenn der ganze CO2 - Zirkus der Grünen auch nur ein Körnchen Wahrheit enthält, dann haben sie sich mit der Sabotage der deutschen Kernkraftwerke völlig unglaubwürdig gemacht!
Die stellten eine mächtige Energiequelle dar, mit der man Wärmepumpen und Elektroautos hätte betreiben können, ohne Massen von 'pösem CO2' in die Luft zu pusten.
Nicht Abschalten! Statt dessen weitere 15 oder 20 neue Kraftwerke errichten und ans Netz bringen! So hätte eine für mich glaubwürdige Forderung gelautet.
Dann würde auch die Wärmepumpe und das E-Auto einen Sinn ergeben.
Keine Bange, Regenbogen! Sie werden ihren guten 'Ökostrom' auch im nächsten Winter erhalten. Wenn im November/Dezember 2023 mal wieder dem Wind die Puste ausgeht und der Himmel um die Mittagszeit grauschwarz ist, so daß sämtliche Solarmodule Deutschlands kaum mehr Strom generieren wie zum Frostfreihalten einer Besenkammer erforderlich sind...
Dann kommt Ihr guter Ökostrom eben aus Kernkraftwerken in Frankreich, Belgien, Tschechien.
Kobold2
25.07.2023, 19:47 Uhr
Lächerlich
Ist der Versuch uns jedesmal von den Grobschmieden dieser Welt uns zu erzählen, das wir allein alles aus Wind und Sonnenenergie abdenken sollen und das wir angeblich keine Energie und Atomlobby hätten.
Trauriger ist es jedesmal unter den Tisch zu kehren, was wir in den letzten mindestens 20 Jahren versäumt haben, denn da liegt die Ursache für die hausgemachten Probleme. Die jetzige Regierung darf das, auch z.T. nicht schuldlos, ausbaden.
Vergessen wird auch jedesmal, welche Hürden, an denen man jahrelang festgehalten hat und die zu diesen hausgemachten Problemen geführt haben, so langsam abgebaut wurden.
Hauptsache anderen Dummheit und Ignoranz vorwerfen......
Kobold2
25.07.2023, 20:07 Uhr
Hier spricht der Profi!
Zitat....Den Erfolg der 'Erneuerbaren' kann Jeder an seiner Stromrechnung ablesen.....
Davon, wie der Strompreis sich zusammensetzt, hat man viel Meinung, aber definitiv keine Ahnung.
HisMastersVoise
25.07.2023, 21:12 Uhr
Das Spektrum !
Das schöne an solchen Berichten bleibt, dass man das große Spektrum der Meinungen zu lesen bekommt vom ewig Gestrigen bis hin zur Generation Zukunft. Es hat sich zum Glück aber das Denken in den Köpfen breit gemacht, wonach wir auch eine Verantwortung für die Generationen nach uns haben und nicht aus purer Bequemlichkeit und Ignoranz nach uns die Sintflut kommen lassen. Die kommt ja nun erwiesener Maßen zentimeterweise von Jahr zu Jahr. Wenn man den Mut hätte, die Augen zu öffnen und mit dem Gehirn zu verknüpfen, muss man doch Folgendes erkennen. Das Wetter hat sich geändert. Der Grundwasserspiegel hat sich verändert. Die Natur ist im Wandel. Nur hat diese alle Zeit der Welt, wir haben das nicht. Und nun wird darüber diskutiert, eine Technologie wieder zu beleben, die den giftigsten und tödlichsten Abfall produziert, welchen man sich vorstellen kann. Das es für diesen Müll immer noch kein nachhaltiges Konzept der Entsorgung gibt, setzt dem Wahnsinn die Krone auf. Und diesen ganzen Haufen an Problemen vererben wir dann unseren Kindern. Und mit solchen Denkweisen schafft sich Menschheit tatsächlich ab. Wenn man also unsere Nachbarn betrachtet, welche in der letzten Zeit allzu oft von uns mit Ökostrom beliefert wurden, weil ihre AKW kein Kühlwasser mehr hatten, ist Deutschland auf dem richtigen Weg. Der ist nicht einfach, aber er ist notwendig. Er ist nicht billig, aber er ist richtig. Und am Ende wird Deutschland und auch die Verantwortlichen weltweit dafür beneidet werden, den Mut für diesen Weg aufgebracht zu haben. Denn es braucht weniger Grobschmiede für die Zukunft, wir brauchen mehr Feingeister, die den Mut haben, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Denn ansonsten zerstören wir unsere Lebensgrundlage. Denn für die Natur sind wir nur Futter und Dünger. Und das gilt auch für unsere Kinder.
P.Burkhardt
25.07.2023, 22:02 Uhr
ich bin für ein Atomkraftwerk !
....vor Grobschmieds Haustür....und ein Atommüllendlager in seinem Keller, sofern er bereit ist nach Sibirien auszuwandern - er findet hier ja sowieso alles schlecht.
grobschmied56
25.07.2023, 22:15 Uhr
Einfach nochmals durchlesen ...
... die Beiträge 'Für und Wider'.
Dann sollte schon mal klar werden, wer 2023 den Grimme - Preis bekommt...
(KOBOLD! KOBOLD! KOBOLD!)
... und wer die goldene Himbeere: Buuuuh Buuuh ... Grobi! Buhh!
;-)
Komiron
25.07.2023, 22:55 Uhr
Frei nach Hildegard Maria Rauchfuß
Einmal nur 'nen Bruchteil Wissen, einmal wissen, Kernkraft bleibt für immer.
Ist nicht Kernschmelz, nur noch Rumgewimmer,
von dem Grün des Morgens längst verjagt.
>> Refrain
Franz Haarkamm
26.07.2023, 09:52 Uhr
Grundlastfähigkeit?
Die Grobschmiede dieser Welt mögen bitte bedenken, ob Kernergie tatsächlich grundlastfähig ist! Schon im letzten Jahr wurde uns hier das Szuenario vorgemalt, daß wir künftig Atomstrom aus Frankreich beziehen müssen. Kurze Zeit später zeigte sich, das ein Teil der französischen AKWs gar nicht in Betrieb war, weil Kühlwasser fehlte. Der Klimawandel lässt grüßen! Dieses Problem könnte auch bei uns akut werden. Und den Flüssen die zu wenig Wasser führen, ist es nicht nur egal, sondern sogar sch...egal, ob dieser Klimawandel natürliche oder durch menschliches Handeln bedingte Ursachen hat. Von daher ist es zumindest fraglich, ob Kernenergie auch künftig grundlastfähig sein wird. Wenn man natürlich, davon ausgeht, daß die Rahmenbedingungen in alle Ewigkeit so bleiben, wie sie jetzt sind... Das scheint mir das Grobschmiedsche Grundproblem zu sein (sowohl hier, als auch bei den Kosten der fossilen Brennstoffe). Da man im Alter eher weitsichtig, als kurzsichtig wird, muss wohl das Fenster in der Schmiede stark verrußt sein, so daß der Blick nur noch vom Amboss bis zur Esse reicht.
HisMastersVoise: das ist grüner Unsinn
der Atommüll ist jetzt schon da. 20 Jahre mahr Atomkraft, bis es mit den Erneuerbaren wirklich klappt, hättne nichts geändert. Es wären eben ein paar Fässer mehr im noch zu bauenden Endlager zu entsorgen.
Deutschland ist jetzt schon digitales Entwicklungsland. Die USA und vor allem china werden sicher nicht neidisch nach Deutschland blicken. Sie werden froh sein, einen Konkurenten los geworden zu sein.
Psychoanalytiker
26.07.2023, 12:37 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Verhalten Sie sich bitte höflich gegenüber Anderen.
grobschmied56
26.07.2023, 13:54 Uhr
Mein Blick reicht weiter ...
... als so mancher Haarspalter vermutet. Zum Beispiel nach Finnland, wo man gerade ein neues Kernkraftwerk in Betrieb genommen hat. Eines der leistungsfähigsten Kraftwerke Europas, welches zu 30 Prozent des Strombedarfs des Landes decken kann.
Aber Finnland kann noch mehr
Zitat:'Endlager um die Ecke
Stand: 03.07.2022 11:23 Uhr
Der kleine Ort Eurajoki in Südfinnland bekommt ein Endlager für radioaktiven Abfall - die Bevölkerung unterstützt das. Über die Debatte, die in Deutschland geführt wird, wundert man sich dort.'
Zitat Ende. Quelle: Weltspiegel/Tagesschau.
Heißt das, das in Finnland lauter Grobschmiede mit rußgeschwärzter Brille blindlings in ihr Verderben stolpern? Oder liegt es einfach daran, daß die schwachen Stimmchen des Herrn und des Haarkamms nicht bis zu den Menschen in Finnland durchdringen?
Womöglich sind die Menschen dort einfach etwas rationaler und weniger anfällig für dumme Panikmache.
HisMastersVoise
26.07.2023, 14:30 Uhr
Ist das Alles ???
Gibt es da wirklich nicht mehr Argumente als die armseligen Stereotypen, welche wir schon seit Jahrzehnten lesen müssen. Alle machen das so, also machen wir den gleichen Wahnsinn mit. Das das Kraftwerk in Finnland schon vor Jahrzehnten beschlossen wurde und nun fertig gestellt ist, sagt doch nichts über die Gefahren von Kernkraft aus. Und das wir in Deutschland gerade einen Innovationsschub ungeahnten Ausmaßes erleben, liegt auch an der Erkenntnis, das es ein" weiter so wie damals " nicht geben darf. Das Endlager in Finnland ist natürlich ein riesen Geschäft für die Kommune dort. Das ändert doch aber nichts an der Gefahr der Endprodukte. Wir schicken unseren Wohlstandsmüll nach Afrika. Und weil dort die Umwelt und die Lebensbedingungen zestört sind, kommen dann die Afrikaner zu uns. Wenn also außer den üblichen Argumenten und Provokationen nichts Neues kommt zu dem Thema, dann hat der Großteil der Bevölkerung die Problematik wohl verstanden. Wir müssen umdenken und handeln....und das bitte ganz schnell !!
HisMastersVoise
wo haben wir in Deutschland einen "Innovationsschub"?
Wir sind bei BigTech hinten dran, bei der Elektromoblilität und vom autonomen Fahren und von der KI wollen wir gar nicht reden. Windräder oder Solartechnik, die anderswo auf der Welt in gleicher Qualität zum halben Preis produziert werden etwa?
Ich halte Atomkraft für sinnvoll, bis es mit den erneuerbaren Energien klappt und mit Wasserstofftechnologien. Als Übergangslösung und nicht als Dauerlöung.
Kobold2
26.07.2023, 17:33 Uhr
Die Übergangslösung
Haben wir doch schon seit 20 Jahren. Damit der Übergang auch finanziell klappt wurde jahrelang die extra eingeführte EEG Umlage kassiert. Nur gemacht wurde wenig, aber erzähltdas man was macht, wurde viel.
Das Ergebnis ist sichtbar. Das man für die privaten Energierzeugung die Hürden jetz langsam mal beginnt abzubauen, zeigt doch schon, was jahrelang schief gelaufen ist. Aber wir haben ja angeblich keine Lobby, die das zu verantworten hat....
Letztens hat der Grobschmied noch festgestellt, das Sonne und Wind keine Rechnung schicken, jetzt sind die erneuerbaren Energien an den Preissteigerungen Schuld.
Der Strompreis orientiert sich aber an dem teuer erzeugten Strom...
Was keine Rechnung schickt, kann folglich nicht teuer sein.
Wenn Finnland , oder die Schweiz meinen, für sich eine Lösung gefunden zu haben, ist das einerseits nicht überall übertragbar, denn die dänische, oder norwegische Lösung ist es ja für die Grobschmiede ja auch nicht und andererseits besteht auch keine dauerhafte Garantie auf Erfolg. Deutschland allein zu betrachten, ist ebenso falsch, da in Europa schon alles vernetzt ist und auch weiter ausgebaut wird, wie die vor 2 Jahren in Betrieb genommene Nord- Link Trasse. Sonst wäre es in manchen Teilen schon öfter dunkel gewesen, ob mit oder ohne AKW.
HeiKev
26.07.2023, 21:18 Uhr
In Finnland freuen sich die Betroffenen über ein Atom-Müll-Lager?
Glaube ich nicht!
Vielleicht kann der Superschlaue Schmied mal ausführen, welche Leute sich in Deutschland über ein Atom-Müll-Lager vor ihrer Haustür freuen? Außer ihm natürlich.
Als permanenter Panikmacher und 24 stündiger Bewohner von Kommentarfunktionen hat er doch sicher den deutschen Äquivalent zum finnischen "Eurajoki" in petto! Nun mal Butter bei die Fische. Interessiert mich wirklich!
Hier können ja nicht einmal Stromleitungen gebaut werden, ohne dass es Aufstände gibt.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.