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Sa, 08:36 Uhr
12.08.2023
HUK-COBURG-Untersuchung:

Autonom fahrende Autos akzeptiert fast die Hälfte

Nicht nur bei einer auf nahe Null gesenkten Unfallgefahr begrüßen viele Bundesbürger elektronisch gesteuerte Autos – auch bei einer nur leicht verbesserten oder unveränderten Sicherheitslage gegenüber heute...

Unter Männern plädieren in diesem Fall über die Hälfte (55 Prozent) für die Einführung, bei den Frauen sind es aber nur 39 Prozent. Regional die größte Skepsis gegenüber dem autonomen Fahren gibt es in Schleswig-Holstein, im Saarland ist der Anteil der Zweifler am geringsten.

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Ob sich beim autonomen Fahren die Unfallgefahr gegenüber heute verändert, ist für die Bundesbürger ein entscheidendes Kriterium für die Akzeptanz. So wollen knapp ein Drittel (32 Prozent) „unter keinen Umständen“ der Einführung autonom fahrender Autos zustimmen. Sollte aber durch autonom gelenkte Autos die Unfallgefahr nicht gegenüber heute steigen, sind 9 Prozent für eine Einführung, weitere 18 Prozent sind dafür, wenn die Unfallgefahr nur etwas sinkt und zusätzliche 20 Prozent, wenn durch die Autos die Unfallgefahr gegen Null geht.

Das sind Ergebnisse einer Sonderauswertung der HUK-Mobilitätsstudie 2023, durch die mehr als 4.000 Personen ab 16 Jahren repräsentativ und zeitgleich in allen 16 Bundesländern zu Mobilitätskonzepten der Zukunft befragt wurden. Dr. Jörg Rheinländer, Vorstand bei der HUK-COBURG, resümiert: „Autonomes Fahren hat nur dann eine Chance auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung, wenn es das Fahren sicherer macht.“

Große Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen und Regionen
Bei der Bewertung des autonomen Fahrens gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern, Altersgruppen und auch Bundesländern. Frauen sind demnach gegenüber dem autonomen Fahren weit zurückhaltender als Männer: 36 Prozent der Frauen lehnen die Einführung autonom fahrender Autos generell ab. Bei Männern sind es nur 29 Prozent. Noch stärker sind die Unterschiede zwischen den Generationen.

Während nur 24 Prozent der Erwachsenen unter 55 Jahren autonom fahrende Autos generell ablehnen, sind es bei den Älteren beinah doppelt so viele (43 Prozent). Und auch zwischen den Bundesländern zeigen sich erstaunliche Unterschiede. Die breiteste Ablehnungsfront gegen autonom fahrende Autos gibt es laut HUK-Untersuchung in Schleswig-Holstein. Dort erklären 40 Prozent der Befragten, dass sie autonomes Fahren „generell ablehnen“.

Ähnlich hoch ist die Ablehnung nur noch in Brandenburg (39 Prozent) und Sachsen (36 Prozent). Im Saarland dagegen opponieren nur 24 Prozent gegen das autonome Fahren, und in Bayern liegt der Wert mit 28 Prozent am zweitniedrigsten im bundesweiten Vergleich.

Interessant ist zudem: Es gibt nur geringe Unterschiede bei der Ablehnung des autonomen Fahrens zwischen denjenigen, die wenig mit dem Auto unterwegs sind und Viel-Fahrern. So lehnen 36 Prozent der Autofahrer, die weniger als 1000 Kilometer im Jahr fahren, das autonome Fahren ab. Bei denen, die mehr als 20000 Kilometer fahren, sind es mit 34 Prozent aber fast gleich viele. Bemerkenswert gering ist dagegen die Ablehnungsfront unter denjenigen, die keinen Führerschein haben. Mit nur 24 Prozent formulieren sie fast zur Hälfte weniger ihre grundsätzlichen Vorbehalte gegenüber der neuen Technik als dies im Bundesschnitt der Fall ist (32 Prozent).

Ausgesprochen stark wirkt sich schließlich die Art des Antriebs eines Fahrzeugs auf die Einstellung zum autonomen Fahren offenbar aus. So sprechen sich Befragte, die ein Benzin- oder Diesel-Fahrzeug nutzen, mehr als doppelt so häufig grundsätzlich gegen autonomes Fahren aus als die Nutzer eines E-Autos (36 zu 17 Prozent).


Die HUK-Mobilitätsstudie 2023 basiert auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 4.042 Personen im Januar und Februar 2023 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die jeweiligen Bundesländer sowie für die gesamte Bevölkerung in Deutschland ab 16 Jahren.
Autor: red

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Kommentare
Kobold2
12.08.2023, 21:14 Uhr
Der Weg
Vom überforderten Autofahrer im steigenden Verkehrswahnsinn zur durchleuchteten Person.......
Hat man wenigstens Zeit die personalisierte Werbung zu lesen...
P.Burkhardt
12.08.2023, 23:14 Uhr
ich finds cool und eine echte Hilfe....
....ich bekomme nächste Woche mein neues Auto (deutsches Fabrikat) und hab es u.a. mit dem angebotenen Assistenzpaket bestellt. Die Kiste fährt nicht wirklich autonom (also Lenkrad loslassen ist nicht), aber es hält den Abstand, bleibt in der Spur, bremst, wenn notwendig, achtet auf Querverkehr, Verkehrszeichen, Fußgänger und Radfahrer und einiges mehr. Es ist eben wie ein zweiter Fahrer - mit Rundumsicht....und sollte ich das Lenkrad wirklich loslassen und nicht auf den entsprechenden Alarm reagieren, fährt der Wagen rechts ran und setzt ein Notsignal ab. Natürlich kann das Ganze auch abgeschaltet werden - aber wer oft und lange unterwegs ist, wird solche Assistenten (mehr ist es ja am Ende nicht) zu schätzen wissen. Wenn es technisch möglich ist, den Fahrer dabei zu unterstützen sicher unterwegs zu sein, dann sollte das unbedingt auch gemacht werden.

Ich bin jedenfalls gespannt und freu mich darauf.
Kobold2
13.08.2023, 07:44 Uhr
Mein Beileid
Zum deutschen Fabrikat.....;)
Das ist alles noch weit weg vom autonomen fahren. Hauptsache sie betrachten die Assistenten auch als solche und nicht wie Viele als rundum sorglos Paket zum Hirn abschalten.
Seien Sie nicht überrascht von den Defiziten, die die Systeme immer noch haben.
In meiner Branche ist das meiste davon Pflicht. Aber ich gehe hier vorerst nicht ins Detail. ;)
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