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So, 09:21 Uhr
13.08.2023
GRÜNE: Erinnerung wachhalten - tödliche Grenzen überwinden

Mauerbau am 13. August stand für Unfreiheit und Tod

Astrid Rothe-Beinlich, Fraktionschefin der Thüringer GRÜNEN erinnert an den Mauerbau 1961 und seine Schrecken. Und sie mahnt, dass "dass aktuell wieder verstärkt über Abschottung mittels restriktiver Grenzregime diskutiert wird."

„Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 und der Teilung Deutschlands durch eine tödliche Grenze ist unglaublich viel Leid einhergegangen. Familien wurden zerrissen, Menschen in ihrem eigenen Land ein- oder aus ihrer Heimat ausgesperrt. Ihnen wurde tausendfaches und tiefgreifendes Unrecht zugefügt. Wer aus der DDR fliehen wollte, musste Leib und Leben riskieren. Viele Menschen haben ihren Freiheitswillen mit dem Tod bezahlt. Unzählige Menschen wurden nach gescheiterten Fluchtversuchen für Jahre ins Gefängnis gesperrt. Dieser Opfer gedenken wir am 13. August in besonderer Weise. Entscheidend ist und bleibt, dass die Erinnerung daran lebendig bleibt“, erinnert Astrid Rothe-Beinlich, Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag.

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„Die schmerzhafte Erinnerung an diese Zeit und die SED-Diktatur mit all ihrer Ausgrenzung und Menschenverachtung muss wachgehalten werden. Deshalb braucht es neben politischer und menschenrechtsorientierter Bildung in der Schule ebenfalls eine dauerhafte Förderung der Orte des Gedenkens, der Thüringer Gedenkstätten und Grenzmuseen, die authentische und professionelle Erinnerungs- und Bildungsarbeit leisten“, ist die Grünenpolitikerin überzeugt.

Zu denken geben muss allerdings auch, dass aktuell wieder verstärkt über Abschottung mittels restriktiver Grenzregime diskutiert wird. Mittelmeer und Wüste sind längst zu Massengräbern geworden, in denen Geflüchtete sterben, da es keine sicheren und legalen Fluchtwege für sie gibt.

„Für mich, die im Wissen um tödliche Grenzen in der DDR aufgewachsen ist, war neben Meinungs- und Pressefreiheit eine der größten Errungenschaften der friedlichen Revolution im Herbst 1989 die Reise- und Bewegungsfreiheit für jede und jeden von uns. Als überzeugte Europäerin war und bin ich dankbar über den Abbau von Grenzkontrollen und Schlagbäumen. Dass Europa nun aber einmal mehr zur Festung wird und sich gegen Menschen auf der Flucht abschottet, ist ein Armutszeichen. Ich bin davon überzeugt, dass es ein solidarisches Europa braucht, welches sich gemeinschaftlich um Menschen auf der Flucht sorgt und das Sterben im Mittelmeer und der Wüste beendet“, betont Rothe-Beinlich abschließend.
Autor: red

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Kommentare
Lautaro
13.08.2023, 10:01 Uhr
Nun Frau Beinlich....
Es ist meiner unmaßgeblichen Meinung nach schon ein derber Unterschied, ob ich meine Mitbewohner in der Wohnung einsperre um sie weiterhin zum gehorchen zu zwingen.
Oder die Wohnungstür zu schließen, um meine Mitbewohner zu schützen.
Wenn sie diesen deutlichen Unterschied nicht begreifen, würde ich Ihnen gern mal ein Jahr in einem unserer Wohnviertel der prekär Beschäftigten empfehlen, deren Bewohner seit einigen Jahren geballt mit Ihren lieben Kleinen konfrontiert werden !
geloescht.20230927
13.08.2023, 10:02 Uhr
13. August 1961
"Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten ".
Gelogen wurde in der Politik schon immer, egal welches System gerade das Sagen hatte!
Aber wer ist eigentlich Astrid Rothe-Beinlich??? :-)
Ironie off!
Herr Fuchs
13.08.2023, 10:31 Uhr
Wie jetzt???
Meinungs- und Pressefreiheit war auch für mich eine der größten Errungenschaften. Und jetzt ist es ein "Verdienst" der Grünen, dass das abgeschafft ist. Schlimmer als damals... Leuten mit unliebsamen Ansichten werden sogar Konten gekündigt, mal abgesehen von der Hetze, die über sie hereinbricht von bestimmten Kreisen. Echte Demokratie geht anders. Ganz anders. Das Vertrauen ist längst verloren. Vollständig.
diskobolos
13.08.2023, 10:35 Uhr
Wenn jemand vom Land A ins Land B möchte,
ist es für ihn/sie praktisch egal, ob A oder B das verhindert. Aber die Zeiten ändern sich. Was früher Fluchhelfer waren, heißt heute Schleuser.
PS: Ich spreche mich keineswegs für unbegrenzte Migration aus, oben gemachte Feststellung ist einfach sachlich.
Leser X
13.08.2023, 10:49 Uhr
Befangenheit
Ich bin der Meinung, dass die Grünen in ihrem heutigen geistig-moralischen Zustand einschließlich der Beförderung neuer Unfreiheiten (z. B. Armut, Kriegsbefeuerung, teuerstes Energieland der Welt, den Hang zu Geschichtsklitterung u.v.m.) schlicht viel zu befangen sind, sich zu diesem Thema qualifiziert zu äußern.
Marino50
13.08.2023, 11:47 Uhr
Mauerbau...
...Es ist gut, dass es die Mauer nicht mehr gibt. Als die Mauer gebaut wurde, war ich 11 Jahre alt. Ich habe es also nicht anders gekannt. Es war eben normal. Geld, um in der Welt rumzureisen, hatten zu dem Zeitpunkt die wenigsten Familien. Ich bin im Sinne des Staates aufgezogen wurden. Später hat sich das geändert, aber nur im stillen Kämmerlein.
Wir hatten Nahrung, haben gut gefeiert und hatten Arbeit und dadurch Geld. Viele Nahrungsmittel wurden im Garten angebaut.
Dass Wohnungen ein Problem waren, habe ich schnell gemerkt, spätestens zur Heirat.
Und dennoch konnten wir hier leben. Sonst wären nicht so viele nach der Wende geblieben oder wieder in die Heimat zurück gekehrt.
Aber ich finde es gut, dass daran erinnert wird. Es darf nicht vergessen werden. Aber es darf auch nicht gelogen werden. Ich habe mich nie wie in einem Gefängnis gefühlt. Es gab immer Andersdenkende. Die gibt es auch heute wieder und wird es immer geben. Sonst würde sich die Welt nicht mehr drehen, in Stillstand geraten.
Echter-Nordhaeuser
13.08.2023, 12:35 Uhr
Grenzkontrollen und Schlagbäume
Trotz Grenzkontrollen und Schlagbäume kann die
Reise- und Bewegungsfreiheit sichergestellt werden. Aber bedenkt man auch die innere Sicherheit im Land viele Verbrechen könnten dadurch verhindert werden.
Nordthüringer
13.08.2023, 14:43 Uhr
Frau Rothe-Beinlich verwechselt hier ...
... offenbar Äpfel mit Birnen.

Von daher sollte ihre Kompetenz als Fraktionvorsitzende
ihrer Partei deutlich in Frage gestellt werden.

Wer nicht erkennt, dass neuerdings Pässe beim Zutritt in
Freibäder verlangt werden, bei der "Einreise" nach Deutschland
aber nicht, der/die lebt in einer Parallelwelt und sollte schleunigst
die dunkelgrün gefärbte Gurkenmaske vom Gesicht nehmen ...
grobschmied56
13.08.2023, 16:05 Uhr
Schwer durcheinander? ...
... Nein! Klare Absicht! Wer unsere Grenzen gegen ungebetene Gäste schützen will, soll in einen Topf mit Autokraten und Selbstschußanlagen - Monteuren geworfen werden, die das eigene Volk einsperrten und zu 'Neuen Menschen' umerziehen wollten.
Das ist purer Zynismus.
Mit jeder Menge bösem Willen versuchen die Linken und Grünen, Dinge miteinander zu vergleichen, die gar nichts miteinander zu tun haben. Ganz ähnlich wird mit dem Attribut 'fremdenfeindlich' umgegangen.
Wer dem Massenzustrom von Nordafrikanern und Arabern kritisch oder gar ablehnend gegenüber steht, wird sofort als 'fremdenfeindlich' - also rechtsextrem, Faschist, Nazi abgekanzelt. Ich kenne keinen Menschen, der was gegen Dänen, Tschechen, Schweizer oder Japaner hat.
Fremdenfeindlichkeit? Kommt hier so gut wie nicht vor.
Was es massenhaft gibt, ist Araber - und Moslemfeindlichkeit!
Aus plausiblen Gründen. Kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo in Deutschland Schläger, Treter Messerkünstler aus einschlägigen Kreisen von sich Reden machen.
Auch die Kriminalstatistik spricht eine deutliche Sprache:
Knapp die Hälfte der einsitzenden Gewalttäter hat Migrationshintergrund.
Und diese Gewalttäter kommen eben nicht aus Island, Holland, Portugal oder Südkorea.
Frau Rothe - Beinlich ist eine Politikerin, der keine Tatsachenverdrehung und kein Über-einen-Kamm-Scheren zu peinlich ist.
Grüne eben.
RWE
13.08.2023, 16:14 Uhr
diskobolos und Leser X: wieder einmal linker Unsinn, sorry dafür
diskobolos: es ist aber sehr wohl ein Unterschied, ob der eigene Staat seine eigenen Bürger einsperrt oder ob der eigene Staat Kontrolle darüber haben will, wer von außerhalb einreisen möchte. Das kann man eigentlich nicht falsch verstehen. Das ist relativierend und bösartig.
Leser X

Ich bin der antigrüne schlechthin. Aber die Mauer damit zu rechtfertigen, daß die Grünen Jahrzehnte später auch Fehler machen... Echt jetzt...?
Leser X
13.08.2023, 17:51 Uhr
Eine Frage der Interpretation
Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu rechtfertigen, RWE. Aber es wird doch wohl erlaubt sein, Kritik an einer Mauer in den Köpfen gewisser Politiker zu üben.
RWE
13.08.2023, 19:58 Uhr
Kritik ist erlaubt und wichtig Leser X
Unrecht sollte man allerdings nicht gegeneinander aufwiegen.
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