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Mi, 08:26 Uhr
16.08.2023
Philologen blicken auf das neue Schuljahr

Unser Bildungsauftrag kann nicht voll erfüllt werden

Auch in diesem Schuljahr kann an den meisten Thüringer Gymnasien der Unterricht nur noch mithilfe planmäßiger – mancherorts sogar drastischer – Stundenkürzungen abgesichert werden, mahnt Heike Schimke, Vorsitzende des Thüringer Philologenverbandes...

"Mit anderen Worten: Wir können unseren Bildungsauftrag auch an den Gymnasien nicht mehr vollumfänglich erfüllen.“ An den Regelschulen kann selbst mit starken Kürzungen mangels Lehrkräfte kein ausreichender Fachunterricht mehr abgesichert werden. Selbst Abordnungen von Gymnasiallehrkräften – die wiederum dort Lücken reißen – reichen nicht aus, um eine Grundversorgung an allen Regelschulen aufrechtzuerhalten.

Das neue Schuljahr wird also wieder ein sehr anstrengendes, herausforderndes Jahr für die Kolleginnen und Kollegen an den Thüringer Schulen.

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Vor diesem Hintergrund begrüßen die Thüringer Philologen die Ankündigung des Bildungsministers, die Altersabminderungsstunden für die älteren Kollegen beizubehalten. Auch die Absicht, Kollegen, die länger als bis zur Antragsaltersgrenze arbeiten, eine höhere Attraktivität für ein Verbleiben im Schuldienst zu bieten, ist ein Schritt in die richtige Richtung.

„Die Bedingungen für die, die im Dienst sind, dürfen nicht unerträglich werden!“, warnt Heike Schimke eindringlich. Es muss deshalb weiter an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen gearbeitet werden, etwa durch Entlastungen der Lehrkräfte durch Unterstützungspersonal und Wegfall von Aufgaben. Hier müssen gemeinsam Lösungen gefunden werden.

Um aber junge Kollegen zu motivieren, in Thüringen ihre berufliche Zukunft zu suchen, muss die Attraktivität des Bildungsstandorts Thüringen deutlich erhöht werden. Heike Schimke: „Wir fordern daher vehement auch für Thüringen Entwicklungschancen für Lehrkräfte durch Einrichtung weiterer Funktionsstellen im Schulbereich, um zu vermeiden, dass wie bisher über 90 Prozent der Lehrkräfte im Eingangsamt in Pension gehen.“

Der Thüringer Philologenverband wünscht allen Lehrkräften in Thüringen einen guten Start ins neue Schuljahr.
Autor: red

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Kommentare
Im Nu
16.08.2023, 15:49 Uhr
Das sind so Momente...
....in denen ich mir die DDR in Teilen zurück wünsche. Das hätte ich mir noch vor Jahren nicht vorstellen können, dass ich einmal so denken würde. Da ging es im Bildungssystem geordnet zu, Lehrer waren überwiegend geachtet, es gab selten Ausfallstunden, es herrschte Disziplin, die ein effektives und effizientes Lernen erst möglich machte. Und es beherrschte jeder die deutsche Sprache....ich bin froh, dass ich das erleben durfte...im Übrigen hängt schulischer Erfolg sicher nicht in erster Linie von wenig ausgebauter Digitalisierung in den Schulen ab, die da gern offiziell für die Bildungsmisere verantwortlich gemacht wird. Man mag mich rückschrittlich nennen, aber: solides Basiswissen kann durchaus mit Kreide, Tafel und Heften vermittelt werden. Die Probleme liegen offensichtlich woanders, siehe oben.
Kobold2
16.08.2023, 17:14 Uhr
Hm,
Ich vermisse den Punkt der häuslichen Erziehung, damit die Schüler den Lehrern mit nötigen Anstand und Respekt begegnen, ebenso der Teil Eltern, der den Lehrern die Noten ihrer Kinder diktieren möchte....
Sonst wird das nix mitder Motivation für den Job.
Im Nu
16.08.2023, 22:16 Uhr
@Kobold2
Da gebe ich Ihnen uneingeschränkt Recht. Dieser Punkt kommt leider noch erschwerend hinzu...
grobschmied56
17.08.2023, 00:34 Uhr
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