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Sa, 16:04 Uhr
08.03.2025
Tipps der Verbraucherzentrale

Solarstrom für Wärmepumpen – lohnt sich das?

Autark heizen mit Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und Batteriespeicher – in der Werbung klingt das vielversprechend. Doch wie unabhängig können Haushalte tatsächlich werden, und wann lohnt sich die Investition? Die Energieberatung der Verbraucherzentrale erklärt, was geht - und was nicht...

Eine Photovoltaikanlage ohne Batteriespeicher kann in einem Einfamilienhaus etwa 20 bis 30 Prozent des gesamten Strombedarfs für Haushalt und Wärmepumpe decken. Mit Batteriespeicher steigt dieser Anteil auf etwa 40 Prozent. Doch damit sich die Investition lohnt, müssen die Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sein.

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Wärmepumpe und Solarstrom: Wann rechnet sich die Kombination?
Je höher der Anteil des selbst genutzten Solarstroms, desto wirtschaftlicher ist die PV-Anlage. Eine Wärmepumpe kann diesen Eigenverbrauch erhöhen. Doch da die Sonne nur tagsüber scheint und Strom auch nachts benötigt wird, kann ein Batteriespeicher den Eigenverbrauch weiter steigern.

Ein Problem bleibt jedoch: „PV-Anlagen liefern im Sommer am meisten Strom, während der Heizbedarf im Winter am höchsten ist. Ein Batteriespeicher kann zwar Strom für die Nacht speichern, aber nicht über mehrere Tage oder gar Wochen“, erklärt Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen. Das bedeutet: Solarstrom kann die Wärmepumpe nur dann versorgen, wenn am Tag zuvor genug Sonne geschienen hat.

Autarkie: wie unabhängig macht Solarstrom?
Auch wenn der Eigenverbrauch durch die Wärmepumpe steigt, nimmt der tatsächliche Autarkiegrad oft ab. Der Grund: Im Winter, wenn der Heizbedarf hoch ist, produziert die PV-Anlage nur wenig Strom.

„Je effizienter eine Wärmepumpe arbeitet, desto weniger Strom benötigt sie - das erhöht die Unabhängigkeit. Besonders vorteilhaft ist eine gute Wärmedämmung, denn sie reduziert den Heizwärmebedarf und damit den Stromverbrauch der Wärmepumpe“, so Ramona Ballod.

Tipps für eine sinnvolle Kombination von PV-Anlage und Wärmepumpe
  • Heizwärmebedarf senken: Je weniger Energie für das Heizen benötigt wird, desto größer ist der Anteil des Solarstroms, den die PV-Anlage abdecken kann. Eine energetische Sanierung hilft, den Verbrauch zu senken und die Abhängigkeit vom Netzstrom zu reduzieren.
  • Energie clever steuern: Ein Energiemanagement-System passt den Stromverbrauch an die Erzeugung an. So wird der Solarstrom vorrangig im Haushalt genutzt, bevor er in den Batteriespeicher oder an die Wärmepumpe geht.
  • Überschussstrom nutzen: Wärmepumpen mit einer sogenannten SG-Ready-Schnittstelle können überschüssigen Solarstrom gezielt nutzen, indem sie Warmwasser oder einen Pufferspeicher aufladen. Dadurch bleibt mehr Solarstrom im Haus und muss nicht ins Netz eingespeist werden.


Ist vollständige Autarkie möglich?
Ein Haus kann nicht allein mit Solarstrom versorgt werden – saisonale Speicher fehlen. „In gut gedämmten Gebäuden mit geringem Stromverbrauch lassen sich aber über 60 Prozent des Strombedarfs selbst decken. Ist die Dämmung schlecht, sinkt der Autarkiegrad erheblich“, so die Expertin.

Wirtschaftlich sinnvoll ist es, den Eigenverbrauch bei mindestens 30 Prozent des erzeugten Solarstroms zu halten. Auch der Batteriespeicher sollte gut dimensioniert sein: Zu große Speicher kosten unnötig Geld, altern schneller und verbrauchen mehr Ressourcen. Die Verbraucherzentrale Thüringen empfiehlt, die Speicherkapazität so zu wählen, dass sie den Strombedarf für eine Nacht abdeckt.

Kostenlose Beratung für Verbraucher
Wer unsicher ist, welche Größe für PV-Anlage, Wärmepumpe oder Batteriespeicher optimal ist, kann sich an die Energieberatung der Verbraucherzentrale Thüringen wenden. Ein Termin für ein persönliches Beratungsgespräch kann unter der Telefonnummer 0800 809 802 400 (kostenfrei) vereinbart werden.
Autor: red

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Kommentare
ArreeTim
08.03.2025, 18:19 Uhr
Konfus, kann oder soll nicht
besser strukturiert werden? Also, welche Wärmepumpe, auch bei Erdwärme ist das so? Wie sind die Aussagen zu verdeutlichen, Zusammenhang PV, Eigenverbrauch und Effizienz sowie Unabhängigkeit. Der Batteriespeicher nicht zu groß, aha. Warum nicht, eigentlich, groß? Derzeit kostet die KWh bei guter Qualität für einen Speicher historisch wenig Invest bei langer Lebensdauer. Da diese Speicher teilgeladen eben nicht kaputt gehen, ist dies grds. ein systemischer Vorteil. Bei 8000 Vollzyklen (Angebote sind am Markt!) wären das so bei ca. 22 Jahren/ Funktion der Batterie, die dann aber immer noch weiterleben sollte. Speichergröße 200 KWh ist nicht unmöglich, im Öltank haben viele Menschen deutlich mehr bevorratet.
Ein Speicher wird auch im Winter dann wirtschaftlich(-er) sein, wenn das Management den Bezug von günstigem Windstrom/Atom zulässt. Denn über Solar-PV, bei 12 Prozent liegendem Winterertrag, ist dies ja suboptimal. Warum also nicht das, oder die Kombi mit einer grünen Methanol Brennstoffzelle? Das ist nicht außer der Welt. Obwohl letzteres sicher eine künftige Option wäre. Also selbst im Winter ließen sich 26 KWh tgl. effizient abbilden. Da kommt die Expertin aber nicht hin, weil nicht bedacht. Im Sommer rechnet sich das besser auch, aber, der Speicher ist der Schlüssel, nicht der limitierende Faktor, eher schon gar nicht wirtschaftlich!
fso2020
09.03.2025, 00:09 Uhr
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