Fr, 10:45 Uhr
25.04.2025
Volker Pöhler wird Botschafter des Landkreises für Litauen
Auf den Spuren Hermann von Salzas
Ziemlich genau achthundert Jahre nach dem Wirken des diplomatischen Brückenbauers und Hochmeisters des Deutschen Ordens, der einst aus Langensalza Richtung Osten zog, hat die Region im Thüringer Becken wieder einen eigenen Botschafter im Baltikum: Volker Pöhler …
Landrat Thomas Ahke (l.) ernennt Volker Pöhler zum Botschafter des Landkreises für Litauen (Foto: Eva Maria Wiegand)
Es kommt nicht von ungefähr, dass der pensionierte Bauingenieur aus Bad Langensalza gestern Abend aus den Händen von Landrat Thomas Ahke eine Ernennungsurkunde erhielt, die ihn berechtigt, in den befreundeten litauischen Landkreisen Ukmerge und Raiseiniai als offizieller Botschafter des Unstrut-Hainich-Kreises aufzutreten. Im festlichen Ständesaal der Kreismusikschule Johann Sebastian Bach würdigten Politiker und Weggefährten die langjährige ehrenamtliche Arbeit Pöhlers, der seit über vierzig Jahren in freundschaftsstiftender Mission in Litauen unterwegs ist.
Es sei beispielhaft, was der CDU-Politiker in Bad Langensalza erreicht habe und es brauche genau solche Menschen wie Volker Pöhler, die Brücken bauen für Frieden und Völkerverständigung. Bad Langensalza ist ein gutes Beispiel, wie Städtepartnerschaft funktionieren kann, lobte Landrat Ahke. Volker Pöhler habe daran den entscheidenden Anteil, weil seine persönlicher Einsatz unermesslich sei. Ich könnte mir keinen besseren Vertreter als ihn für unseren Kreis vorstellen, stellte der Verwaltungschef fest.
Auch Bad Langensalzas Bürgermeister Matthias Reinz war in seiner Laudatio des Lobes voll über seinen ehemaligen 1. Beigeordneten, der ihm stets unterstützend und beratend zur Seite stand. Er nannte ihn eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die sich unschätzbare Verdienste um die Entwicklung und Etablierung der Städtepartnerschaften nicht nur nach Litauen erworben habe. Im Beisein einiger Vereinsmitglieder lobte Reinz den Städtepartnerschaftsverein seiner Stadt und bedankte sich bei allen Mitstreitern. Der Bürgermeister erinnerte an die feierliche Stadtratssitzung im vergangenen Jahr, als in Anwesenheit des litauischen Botschafters in Deutschland der Vertrag mit Ukmerge unterschrieben wurde. Den neuen Botschafter würdigte Reinz als ein Vorbild, dass zeigt, wie viel durch Einsatzbereitschaft und Herzblut bewegt werden kann. Eventuell aufkommender Kritik daran, dass Pöhler für seine ehrenamtliche Tätigkeit nun eine Aufwandsentschädigung erhält, begegnete er mit der Aussage, dass dies nichts sei im Vergleich zu den persönlichen Ausgaben und dem hohen Zeitaufwand, die Volker Pöhler in den letzten vierzig Jahren in diese Aufgabe investiert habe.
Ukmerges Bürgermeister Darius Warnas übermittelte seine Glückwünsche an Volker Pöhler per Videobotschaft (Foto: Eva Maria Wiegand)
Der so geehrte ehemalige Landtags-, Kreistags und Stadtratsabgeordnete bedankte sich für die Ernennung und ging in einer kleine Rede auf seinen Werdegang als Städtepartnerschaftsexperte und seine vielen schönen Erlebnisse dabei ein. Neben freundschaftlichen Beziehungen zu Bad Nauheim in Hessen und Ukmerge bestehen inzwischen auch Partnerschaften nach Belgien und Argentinien, die von ihm initiiert wurden. Es sei ein hartes Stück Arbeit gewesen, bis es zum heutigen Zustand kam, betonte er. Bei seiner ersten Reise vor vierzig Jahren habe er sich das alles nicht vorstellen können. Besonders aber in Litauen habe er Land und Leute schätzen und lieben gelernt, habe den EU-Beitritt des baltischen Staates mit begleitet, viele Menschen kenngelernt, viele Freundschaften mit einem Glas Brandy besiegelt oder Fußballturniere mit den Partnerschaftsstädten organisiert.
Pöhler bedankte sich ausdrücklich bei Matthias Reinz für die Unterstützung, ohne die seine Ernennung gestern nicht zustande gekommen wäre. Er verstehe sich als Friedensbotschafter, wolle neue Freunde gewinnen und möglichst viele Kreistagsabgerodnete für die Partnerschaftsbeziehungen gewinnen. Freunde schießen nicht aufeinander lautet sein Credo, gerade auch im Angesicht der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine, die auf die baltischen Länder ausstrahle. Dem Landrat überreichte Volker Pöhler eine litauische Holzskulptur und ein Buch über diese wunderschöne litauische Region in der Hoffnung, bald mit ihm gemeinsam Ukmerge besuchen zu können.
Feierlich untermalt wurde die Veranstaltung von zwei Schülern der Kreismusikschule, die sich mit den ausgewählten Stücken von Chopin und Schostakowitsch auch musikalisch in der angesprochenen Region bewegten. Ihr gekonntes Spiel erfreute die Zuhörer und machte den Hausherrn, Landrat Ahke, stolz auf diese künstlerische Bildungseinrichtung.
Olaf Schulze
Autor: osch
Landrat Thomas Ahke (l.) ernennt Volker Pöhler zum Botschafter des Landkreises für Litauen (Foto: Eva Maria Wiegand)
Es kommt nicht von ungefähr, dass der pensionierte Bauingenieur aus Bad Langensalza gestern Abend aus den Händen von Landrat Thomas Ahke eine Ernennungsurkunde erhielt, die ihn berechtigt, in den befreundeten litauischen Landkreisen Ukmerge und Raiseiniai als offizieller Botschafter des Unstrut-Hainich-Kreises aufzutreten. Im festlichen Ständesaal der Kreismusikschule Johann Sebastian Bach würdigten Politiker und Weggefährten die langjährige ehrenamtliche Arbeit Pöhlers, der seit über vierzig Jahren in freundschaftsstiftender Mission in Litauen unterwegs ist.
Es sei beispielhaft, was der CDU-Politiker in Bad Langensalza erreicht habe und es brauche genau solche Menschen wie Volker Pöhler, die Brücken bauen für Frieden und Völkerverständigung. Bad Langensalza ist ein gutes Beispiel, wie Städtepartnerschaft funktionieren kann, lobte Landrat Ahke. Volker Pöhler habe daran den entscheidenden Anteil, weil seine persönlicher Einsatz unermesslich sei. Ich könnte mir keinen besseren Vertreter als ihn für unseren Kreis vorstellen, stellte der Verwaltungschef fest.
Auch Bad Langensalzas Bürgermeister Matthias Reinz war in seiner Laudatio des Lobes voll über seinen ehemaligen 1. Beigeordneten, der ihm stets unterstützend und beratend zur Seite stand. Er nannte ihn eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die sich unschätzbare Verdienste um die Entwicklung und Etablierung der Städtepartnerschaften nicht nur nach Litauen erworben habe. Im Beisein einiger Vereinsmitglieder lobte Reinz den Städtepartnerschaftsverein seiner Stadt und bedankte sich bei allen Mitstreitern. Der Bürgermeister erinnerte an die feierliche Stadtratssitzung im vergangenen Jahr, als in Anwesenheit des litauischen Botschafters in Deutschland der Vertrag mit Ukmerge unterschrieben wurde. Den neuen Botschafter würdigte Reinz als ein Vorbild, dass zeigt, wie viel durch Einsatzbereitschaft und Herzblut bewegt werden kann. Eventuell aufkommender Kritik daran, dass Pöhler für seine ehrenamtliche Tätigkeit nun eine Aufwandsentschädigung erhält, begegnete er mit der Aussage, dass dies nichts sei im Vergleich zu den persönlichen Ausgaben und dem hohen Zeitaufwand, die Volker Pöhler in den letzten vierzig Jahren in diese Aufgabe investiert habe.
Ukmerges Bürgermeister Darius Warnas übermittelte seine Glückwünsche an Volker Pöhler per Videobotschaft (Foto: Eva Maria Wiegand)
Der so geehrte ehemalige Landtags-, Kreistags und Stadtratsabgeordnete bedankte sich für die Ernennung und ging in einer kleine Rede auf seinen Werdegang als Städtepartnerschaftsexperte und seine vielen schönen Erlebnisse dabei ein. Neben freundschaftlichen Beziehungen zu Bad Nauheim in Hessen und Ukmerge bestehen inzwischen auch Partnerschaften nach Belgien und Argentinien, die von ihm initiiert wurden. Es sei ein hartes Stück Arbeit gewesen, bis es zum heutigen Zustand kam, betonte er. Bei seiner ersten Reise vor vierzig Jahren habe er sich das alles nicht vorstellen können. Besonders aber in Litauen habe er Land und Leute schätzen und lieben gelernt, habe den EU-Beitritt des baltischen Staates mit begleitet, viele Menschen kenngelernt, viele Freundschaften mit einem Glas Brandy besiegelt oder Fußballturniere mit den Partnerschaftsstädten organisiert.
Pöhler bedankte sich ausdrücklich bei Matthias Reinz für die Unterstützung, ohne die seine Ernennung gestern nicht zustande gekommen wäre. Er verstehe sich als Friedensbotschafter, wolle neue Freunde gewinnen und möglichst viele Kreistagsabgerodnete für die Partnerschaftsbeziehungen gewinnen. Freunde schießen nicht aufeinander lautet sein Credo, gerade auch im Angesicht der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine, die auf die baltischen Länder ausstrahle. Dem Landrat überreichte Volker Pöhler eine litauische Holzskulptur und ein Buch über diese wunderschöne litauische Region in der Hoffnung, bald mit ihm gemeinsam Ukmerge besuchen zu können.
Feierlich untermalt wurde die Veranstaltung von zwei Schülern der Kreismusikschule, die sich mit den ausgewählten Stücken von Chopin und Schostakowitsch auch musikalisch in der angesprochenen Region bewegten. Ihr gekonntes Spiel erfreute die Zuhörer und machte den Hausherrn, Landrat Ahke, stolz auf diese künstlerische Bildungseinrichtung.
Olaf Schulze






